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Isabelle Graw:
Texte zur Kunst
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Kurzbiographie
- 1962 geboren
- 1990 Gründung der Zeitschrift
"Texte
zur Kunst"
- 2003 Texte zur Kunst Heft 52
"Liebe"
- Professorin für Kunsttheorie
an der Städtelschule in Frankfurt
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Aktuellster
Beitrag
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Isabelle Graw in ihrer
eigenen Schreibe
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-
GRAW, Isabelle (2004): Du bist nicht allein.
In der Mode geht es
grundsätzlich nie darum, dass etwas gebraucht wird oder
unmittelbar einen bestimmten Zweck erfüllt: Vom mimetischen
Begehren in Mode und Kunst und seinen Tücken,
in: TAZ v. 20.01.
- Neu:
GRAW, Isabelle (2007): Bruder Martin als Legende.
Susanne Kippenberger hat ein Buch über ihren Bruder Martin
Kippenberger geschrieben. Doch sie vermischt Künstler und Person,
in: Die ZEIT Nr.15 v. 04.04.
- Inhalt:
"Die Autorin hat »Augenzeugen« aus dem Kunstbetrieb
befragt (mich
eingeschlossen), die ihre Erinnerungen an die Person
Kippenberger zum Besten geben. Bei jeder dieser Geschichten
müsste man nach dem Kontext fragen, aus dem das Buch sie aber
herausreißt. Denn die Befragten – vom ehemaligen Galeristen bis zur
Exfreundin – verfolgen ja ihr eigenes Kippenberger-Interesse, so wie
auch Susanne Kippenberger ein bestimmtes Bild ihres Bruders mit
Hilfe der gesammelten Zitate zu untermauern sucht. Dies alles trägt
nicht zur Wahrheitsfindung bei, eher zur retrospektiven Verklärung",
meint Isabell GRAW.
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Pressestimmen
"Ein Gespräch, das Isabelle Graw
in den von ihr editierten »Texten zur Kunst« mit der
israelischen Liebessoziologin Eva Illouz führt,
dreht sich um moderne Formen der Paarbeziehung und
ihre Vorbilder. Ist es noch die gemeinsame
Naturerfahrung oder doch eher ein Popkonzert, das
zarte Bande knüpft? Für die »romantische Intensität«
einer Beziehung, so Graw, ist die Bedeutung der
Clubkultur, der »Szene, zu der beide Partner
gehören«, heute nicht zu unterschätzen: »Ob ein Paar
sich findet, hängt hier weniger von isolierten
Ritualen der Zweisamkeit als von dem Verhältnis
beider Partner zur Gemeinschaft ab.« Illouz
widersprich: Das Paar ziehe sich immer noch zurück,
allerdings nicht unbedingt in die Einsamkeit,
sondern ins Kino oder Restaurant (...). Für Illouz
haben »viele Liebesgeschichten damit zu tun - mit
diesem Aufbau einer Insel der Privatheit inmitten
der öffentlichen Sphäre«".
(Ingeborg Harms in der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung vom 10.01.2004)
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Beiträge des Heftes
-
GRAW, Isabelle - Der Liebe wegen. Ein Interview mit Eva
Illouz
-
Eva Illouz -
Der Konsum der Romantik
- NEUMANN, Gerhard - Jetzt
hat's mich erwischt. Über den Coup De Foudre als
Wahrnehmungsschema
-
SCHMITT, Viola - Was machen wir mit Udo Walz? Liebe in der
"Bunte"
-
ALBIG, Jörg Uwe - Lieben lernen. Ein Interview mit Robert
Epstein
- KNÖRER, Ekkehard - "Ich würd
das mal auf den Begriff Obsession bringen". Liebe in Filmen
von Tom Tykwer und
Oskar Roehler
- SACHSSE, Susanne & Daniel
HENDRICKSON - Eine Terroristin im Hause der Liebe?
- REBENTISCH, Juliane - Die
Liebe zur Kunst und deren Verkennung. Adornos Modernismus
- PRYDE, Josephine - Dream on.
Die Politik des Tagtraums
- BUSS, Esther - This is not a
Love Song. Liebe in und um die Filme von John Cassavetes
- BUCHMANN, Sabeth - Es kann
nicht jede/r Andrea heissen. Zu den neuen Arbeiten von
Andrea Fraser
- KOCH, Gertrud - Man liebt
sich, man liebt sich nicht, man liebt sich. Stanley Cavells
Lob der Wiederverheiratung
- WULFFEN, Amelie von u.a. -
Umfrage: Liebe Arbeit Kunst. Wie wirkt sich ihr Liebesleben
auf ihre künstlerische (bzw. kulturelle) Produktion aus?
- WEINGART, Brigitte - Zu Uwe
Johnsons "Skizze eines Verunglückten"
- VOSS, Christiane - Ernst
Tugendhats "Egozentrizität und Mystik"
- KHURANA, Thomas - Barthes und
der Anachronismus der Liebe
-
VINKEN,
Barbara - On the Road mit Goethe, E.T.A. Hoffmann und
Balzac
- WÜNSCH, Michaela - Julia
Kristevas "Histoires D'Amours
- SETTON, Dirk -
Niklas Luhmanns "Liebe als Passion"
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Das Heft in den Medien
- HARMS, Ingeborg
(2004): Es ist, was es ist, sagt die Liebe.
Kann es im Tanzflächenbrand noch flammende Herzen und romantische
Momente geben? Blick in deutsche Zeitschriften,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.01.
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Die Zeitschrift "Texte zur
Kunst" in den Medien
- HARMS, Ingeborg (2006): Was intim
ist, geht alle an.
Das Klatschen der Frösche: Nach der biopolitischen Wende gibt es
kein Recht mehr auf unbehelligtes Privatleben,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.04.
- Inhalt:
HARMS befasst sich in ihrer
Zeitschriftenrundschau ausgiebig mit dem März-Heft der Zeitschrift
Texte zur Kunst.
Darin geht es um Gossip, d.h. Klatsch in der internationalen
Kunstwelt. Für
Isabelle GRAW ist Klatsch
entscheidend für Wertbildungsprozesse auf dem Kunstmarkt. Auf
diesem Markt hat sich ein Starkult etabliert, der mit einer
werkgebundenen Zurschaustellung des Privatlebens einhergeht:
"In diesem
personengerichteten Interesse sieht die Autorin eine angemessene
Reaktion auf die »biopolitische Wende« in der öffentlichen
Diskussion: Wo die Sorge um den Nachwuchs zur Pflicht wird, hat
das Recht auf ein unbehelligtes Privatleben ein Ende."
Der
US-amerikanische Historiker Eli ZARETSKY sieht diesen Trend seit
den 70er Jahren wirken, als "die freudianisch geprägte neu Linke
der Unterscheidung zwischen Privatem und Öffentlichem den Krieg
erklärt" wurde. Der Netzwerkkapitalismus gehe mit einer "Absage an
die »Idee eines dem Individuum innerlichen persönlichen Lebens
zugunsten einer Betonung von Flexiblität, Geselligkeit und Gespür
für Differenz«" einher. "Definiert wurde der einzelne nicht länger
durch sein Entsagungsvermögen, sondern durch sein »unendliches
Begehren«".
Diese "Kultur der Expressivität" hat natürlich immer wieder zur
Kritik herausgefordert. Richard SENNETT ("Terror der Intimität")
oder neuerdings HEATH & POTTER ("Konsumrebellen")
wären hier zu nennen.
Der
Fall WEIDERMANN zeigt außerdem, dass der Starkult schon längst den
Literaturbetrieb erreicht hat.
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Weiterführende
Links
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