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- MEJIAS, Jordan (2004): Der
Ehecode,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.01.
- Kommentar:
MEJIAS berichtet über das 5
Milliarden-Dollar-Programm, das George W. BUSH am Dienstag
zur Förderung der heiligen Ehe versprochen hat. MEJIAS
hält zwar nichts von der These, dass Ehe Wohlstand
schafft, denn die Beziehung zwischen Ehe und Einkommen ist
umgekehrt: Armut verringert die Heiratschancen.
MEJIAS hat
jedoch - wie die meisten Journalisten - Probleme damit,
Haushaltsführung und Familienstand auseinander zu halten.
Anders lässt sich die
folgende Aussage nicht erklären:
"Nichts weniger als Wunder aber sind in
einem Land vonnöten, in dem nach den Ergebnissen der
letzten Volkszählung erstmals Singles mehr Haushalte
bilden als Familien mit Kindern. Allen Beziehungen zum
Trotz führt das Warenhaus Amerika die Ehe nur noch als
Auslaufmodell."
Ehemann und
Ehefrau können einen Einpersonenhaushalt führen. Dies ist
kein Widerspruch! Das kann selbst der konservative Edmund
STOIBER.
Längere
Ausbildungszeiten, Mobilität und höhere Lebenserwartung
führen zum Paradox, dass sowohl der Einpersonenhaushalt
als auch die Ehe kein Auslaufmodell sind,
höchstens man beschränkt Ehe und Familie
familienfundamentalistisch auf den Familienhaushalt als
einzig legitime Lebensform.
Ach ja, eigentlich
wollte MEJIAS nur sagen, dass das Ehe-Programm einzig dazu
dient die Wiederwahl von BUSH in den "unverzichtbaren
Kreisen religiöser und wertkonservativer Fundamentalisten"
zu sichern.
- MEJIAS,
Jordan (2004): Natalisten und Momisten.
Blick in amerikanische Zeitschriften: Der neue
Familienkampf,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.12.
- Inhalt:
MEJIAS' Blick in amerikanische
Zeitschriften widmet sich den rechten "Natalisten" und den
linken Befürchtungen eines zukünftigen "Momismus" (Privatismus
postfeministischer Supermütter, die Job und Familie unter
einen Hut bringen).
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MEJIAS, Jordan (2005): Revolutionärinnen gesucht,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.05.
- Kommentar:
MEJIAS berichtet über die
neokonservativen Hoffnungsträger der "Später vielleicht
Karriere-Mütter".
Bessergebildete Frauen sollen
vor dem Berufsstart zuerst Mutter werden und danach
eventuell ihre Karriere starten. MEJIAS referiert drei
Artikel der US-amerikanischen Kontroverse.
Im Magazin der New York
Times erschien am 26. Oktober 2003 der Artikel
The Opt-Out Revolution der Kolumnistin Lisa BELKIN,
in dem über Karrierefrauen berichtet wurde, die den Beruf
zugunsten der Mutterschaft aufgegeben haben.
In der neokonservativen
Viertelmonatszeitschrift
The Public Interest Ausgabe Winter 2005 erschien
der Beitrag What Do Woman Really Want? von Neil
GILBERT, Professor für Sozialpolitik an der Universität
von Berkeley. GILBERT ereifert sich darin über die
gestiegene Kinderlosigkeit von Karrierefrauen. Von wegen
Opt-Out-Revolution.
In der Kolumne
Empty Nests, and Hearts von
David BROOKS in
der New York Times vom 15. 01.2005, wird als Lösung
vorgeschlagen, dass Frauen nach dem College erst einmal
heiraten und Kinder kriegen sollen. Zwischen 25 und 35
könnte sie Kinder erziehen und danach mit Hilfe eines
speziellen Mütterprogramms eine Ausbildung machen.
Immerhin hätte sie ja dann bis 70 Zeit einem Beruf
nachzugehen.
Der Familiensoziologe Hans BERTRAM
wendet sich in seinem Gutachten "Nachhaltige
Familienpolitik" gegen ein solches Ansinnen,
denn nicht die Kinderlosigkeit ist das Problem, sondern
der dramatische Rückgang der Mehrkinderfamilie.
- MEJIAS, Jordan (2005): In der
Riesendenkfabrik.
Die "White House Conference" zum Thema des Altern,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 17.12.
- Kommentar:
Für SCHIRRMACHERs Feuilleton berichtet
MEJIAS über die White House Conference on Aging in
Washington.
In
SCHIRRMACHERs Weltbild passen in erster Linie die
Ausführungen von David M. WALKER, denen MEJIAS deshalb
viel Raum gibt:
Vom baby boom zum baby bust heißt das Motto. Da wütet
dann der "demographische Tsunami" und der Staatsbankrott
droht.
Es
handelt sich also um die übliche nationalkonservative
Rhetorik, die den Interessen der Besitzstandswahrer des
alten und mittlerweile auch des neuen Bürgertums
entgegenkommt.
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MEJIAS, Jordan (2006): Die Richtige heiraten.
Phillip Longman sieht den neuen Frühling des
Patriarchats,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.04.
- Kommentar:
Nach
SZ
und
taz befasst sich nun auch das
SCHIRRMACHER-Feuilleton mit LONGMAN. Neue Informationen
ergeben sich bei dieser Pflichtübung von MEJIAS nicht mehr.
- Neu:
MEJIAS, Jordan (2007): Krippenkrieg.
Amerika und seine Kinder: Neue Studien, alte Gefechte,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 13.07.
- Inhalt:
Jordan MEJIAS berichtet über die Mütterkriege
- d.h. den Kampf um die Normalfamilie der Neuen Mitte - in den USA.
Im Kampf zwischen den
Befürwortern der berufstätigen Mütter und der Hausfrauenehe sieht
MEJIAS die Letzteren derzeit im Hintertreffen.
Auf der einen Seite
kämpfen
Leslie BENNETTS ("The Feminine Mistake")
und
Linda HIRSHMAN ("Get to Work - A Manifesto for
Women of the World"), auf der anderen Seite Lisa BELKIN ("opt-out
revolution") und Caitlin FLANAGAN ("To Hell With All That - Loving
and Loathing Our Inner Housewife").
Die Neocons sehen
ihr Heil derzeit in der Leugnung des Kampfes. MEJIAS
sieht dadurch eine Chance für einen konservativen Feminismus mit dem
sich die jungen Postfeministinnen gewinnen lassen:
"Wenn es da eine neue Note
gibt, dann klingt sie im Verzicht auf klare ideologische
Abgrenzungen an. (...). Was den Vorteil hat, dass auch junge Frauen
wieder zuhören, die in ihrer postfeministischen Souveränität, sei
sie trügerisch oder nicht, die alten Lieder nicht mitsingen wollen.
Und was überdies dem zeitgenössischen Feminismus die Chance bietet,
auch eine Verbindung zu konservativen und christlichen
Organisationen herzustellen."
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