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Judith Kuckart: Kaiserstraße

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1959 in Schwelm geboren
    • 2002 Roman "Lenas Liebe"
    • 2006 Roman "Kaiserstraße"
 
       
   
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    Judith Kuckart in ihrer eigenen Schreibe

     
       
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    Judith Kuckart im Gespräch

     
       
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    Kaiserstraße (2006)
    Köln: DuMont

     
       
     
     

    Klappentext

    "Als Leo Böwe im Spätherbst 1957 durch die Frankfurter Kaiserstraße geht, hört er vom Mord an der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt. Der Name setzt sich in seinem Kopf fest wie der Name einer Geliebten, der er nie begegnet ist. Böwe ist im Begriff, eine Stelle als Vertreter für Waschmaschinen anzutreten, er lernt die Regeln des Geschäfts: »Der Verkauf beginnt, wenn der Käufer Nein sagt.« Zehn Jahre später hat Böwe eine Tochter, Jule, die beiden haben es nicht leicht miteinander. Als Jule im Fernsehen den erschossenen Benno Ohnesorg sieht, beschließt sie: »Papi, wenn ich groß bin, erschieße ich dich auch.« Durch fünf Jahrzehnte begleitet Judith Kuckarts großer Roman das Leben von Leo und Jule Böwe. Kaiserstraße ist ein Fotoalbum in Worten, in fünf Stationen verfolgt es die Entwicklung zweier gegensätzlicher Helden und markiert zugleich fünf Wendepunkte in der Geschichte der Republik: 1957, 1967, 1977, 1989, 1999. Und wie das Land sich verändert, verändern sich auch seine Bewohner. Es ist eine brüchige Karriere - denn verkaufen lässt sich vieles, Waschmaschinen ebenso wie Ideen, Werte und Politik. Verkaufen kann man am Ende auch sich selbst."

    Pressestimmen

    "Daß Judith Kuckart irgendwann die Frage stellen würde, wie die Bundesrepublik werden konnte, wie sie war, konnte man nahezu absehen. Daß sich die Auseinandersetzung mit der westlichen deutschen Republik gerade in jenem Bücherfrühling derart ballen würde, in dem Kuckarts Republikroman erscheint, konnte keiner ahnen.
    So kommt es, daß man sich nicht sonderlich anstrengen muß, um aus dem Klappentext zu Edgar Wolfrums gerade erschienener BRD-Biographie
    »Die geglückte Demokratie« einen Klappentext für Judith Kuckarts neuen Roman »Kaiserstraße« zu machen. Auch »Kaiserstraße« ist so etwas wie die erste literarische Gesamtdarstellung der Bundesrepublik. Auch »Kaiserstraße« erzählt multiperspektivisch und an den historischen Haupteinschnitten dieses in einem sogenannten wiedervereinigten Deutschland aufgegangenen Staatsgebildes entlang dessen Geschichte durch fünf Jahrzehnte. Auch »Kaiserstraße«" geht dem Wandel in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Mentalitäten nach. Der enge Weltinnenraum der Bundesrepublik, in »Kaiserstraße« ist er Literatur geworden."
    (Elmar Krekeler in der Welt vom 11.03.2006)

    "Die interessant angelegte Böwe-Figur wächst (...) nicht zur tragischen Figur, die herkunftsbedingt die Kraft zur Selbstbefreiung nicht findet, sondern schrumpft zum kleingeistigen und unsensiblen Spießer."
    (Richard Kämmerlings in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 11.03.2006)

    "Der Roman wird Opfer eben jenes Spießertums, das er anprangern will."
    (Stephan Maus in der Süddeutschen Zeitung vom 14.03.2006)

    "Was Böwe vormacht, entspricht dem Muster einer sozialdemokratischen Ehe. Allzu viele Gewerkschaftsfunktionäre, die mit einer Friseuse oder einer Verkäuferin verheiratet waren, sind seinen Weg gegangen. Je höher sie aufstiegen, desto tiefer haben sie ihre (erste) Frau (bestenfalls noch) in die Ecke gestellt."
    (Martin Lüdke in der Frankfurter Rundschau vom 15.03.2006)

    "Der Leser kann entscheiden, ob er Kaiserstraße lieber als Familienroman oder als Gesellschaftsroman lesen will. Beides ist möglich - und beides macht ihn bitter."
    (Michael Hametner im Freitag vom 17.03.2006)

     
     
     
           
       
    • Rezensionen

    • PLATH, Jörg (2006): Betörende Droge Sehnsucht.
      Judith Kuckart: "Kaiserstraße",
      in: DeutschlandRadio v. 06.03.
    • KÄMMERLINGS, Richard (2006): Böwe und wie er die Welt sah.
      Zeitgeschichte im Schleudergang: Judith Kuckart durcheilt die erotischen Abgründe der alten Bundesrepublik,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.03.
    • Infos zu:
      Richard Kämmerlings - Autor der Generation Golf
    • KREKELER, Elmar (2006): Wenn ich groß bin, erschieße ich dich.
      Judith Kuckart erzählt von einer geglückten Demokratie,
      in: Welt v. 11.03.
    • PLATH, Jörg (2006): Auferstehung im Schneewittchensarg.
      Judith Kuckart erzählt aus vier Jahrzehnten deutschen Seelenlebens,
      in: Tagesspiegel v. 12.03.
    • MAUS, Stephan (2006): Nierentischblues.
      Judith Kuckart betätigt den Weichspülgang und trägt einen Schminkspiegel durch die "Kaiserstraße",
      in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 14.03.
    • LÜDKE, Martin (2006): Die unerfüllten Wünsche.
      Judith Kuckarts eindringliche, traurige, schöne Sittengeschichte "Kaiserstraße",
      in: Literaturbeilage der Frankfurter Rundschau v. 15.03. 
    • KILLERT, Gabriele (2006): Der kleine Böwe ist los.
      Judith Kuckart widmet sich dem Geheimnis des Gewöhnlichen,
      in: Literaturbeilage der ZEIT v. 16.03.
    • LÜHE, Marion (2006): Raum aus Angst.
      Ein Waschmaschinenvertreter, seine Tochter und die Nachkriegsgeschichte (West-) Deutschlands: Judith Kuckarts kunstfertiger, aber steriler Roman "Kaiserstraße",
      in: TAZ v. 16.03.
    • Neu:
      HAMETNER, Michael (2006): Vater, Tochter und die Nitribitt.
      Verloren:
      Judith Kuckarts neuer Roman "Kaiserstraße" spielt auf einer Zeitschicht,
      in: Freitag Nr.11 v. 17.03.
     
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 17. März 2006
    Update: 17. Juli 2006
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