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Kathrin Schmidt: Du
stirbst nicht
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Kurzbiographie
- 1958 in Gotha geboren
- 1998 Roman "Die
Gunnar-Lennefsen-Expedition"
- 2000 Gedichte "Go-In der
Belladonnen"
- 2002 Roman "Koenigs Kinder"
- 2005 Roman "Seebachs schwarze
Katzen"
- 2009 Roman
"Du stirbst nicht"
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Aktuellster
Beitrag
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Kathrin Schmidt in ihrer
eigenen Schreibe
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SCHMIDT, Kathrin (2003): Mit dem roten Buch ins Bett.
Schröder Bibel: Die "agenda 2010" als Leseerlebnis,
in: Freitag Nr.52 v. 19.12.
-
SCHMIDT, Kathrin (2007): Barfuß im Regen.
Schlammschlacht: Die Qual mit der Wahlfreiheit. Anmerkungen zum
Streit um die Familienpolitik,
in: Freitag Nr.9 v. 02.03.
- Inhalt:
Kathrin SCHMIDT verteidigt die Politik der
Kinderbetreuung:
"Nehmen
wir mich: Zunächst allein mit zwei kleinen Töchtern, wäre ich nicht
auf die Idee gekommen, einen Mann zu etwas anderem als zu Lust und
Laune zu brauchen. Ich liebte diese Art der Wahlfreiheit. Es fand
sich schließlich einer. Wir sind nun zweiundzwanzig Jahre
verheiratet und haben es zusammen auf drei Söhne gebracht. Ohne
Krippenbetreuung hätten Lust und Laune, ich sage es ehrlich, mir
nicht für fünf Kinder gereicht. So selbstverständlich war es mir zu
arbeiten, dass mein Mann 1989 mit dem zweiten Sohn ein Jahr lang zu
Hause blieb, nachdem ich die ersten sechs Monate stillend mit ihm
verbracht hatte. Dann war Krippe angesagt. Wir hatten Glück: Unsere
Kinder mochten die Tanten im Allgemeinen. Mochten sie eine nicht,
nahmen wir das als gegeben und versuchten, auf respektvolle
Behandlung der lieben Kleinen zu achten. Dass sich alle Menschen
mögen müssen, war schon damals nicht in unserem Programm vorgesehen.
Und im Umgang mit Gleichaltrigen lernten die Kinder nebenbei, was
wir ihnen mit stoischer Gelassenheit hätten häuslich beibringen
müssen: Hände waschen, Zähne putzen, sich anziehen. Wir hatten kein
ungutes Gefühl, nachdem wir die Erzieherinnen jeweils einer
kritischen Betrachtung unterzogen hatten. Das, was sie gelernt
hatten, hatten sie gelernt, und das wandten sie an. Mehr nicht, aber
auch nicht weniger. Mit Schönreden hat das nichts zu tun, denke ich"
- Neu:
SCHMIDT, Kathrin (2009): Nun kann endlich alles, alles losgehen.
Zwanzig Samthutjahre: Die Buchpreisträgerin Kathrin Schmidt
erinnert sich an ihren Herbst 1989,
in: Welt v. 09.11.
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Kathrin Schmidt:
Gespräche und Porträts
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Klappentext
"Vom Hirnschlag
erwacht - die atemberaubende Geschichte einer
Heilung
Helene
Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet
sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über
ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr
Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer
fremden Frau, die doch einmal sie selbst war.
Kathrin Schmidt
packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und
zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer
erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer,
auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den
eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen
scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Maßnahmen
mit, die Reaktionen der Familie, den
aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes – und die
bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung.
Was da zutage
tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie
sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage
stellt, was in der neuen Situation so
selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche
in ihrer Biographie, verdrängte Leidenschaften und aus
der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst
wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben
hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig
pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den
Boden unter den Füßen zu verlieren.
Kathrin Schmidt
gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs-
und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar
und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei
Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht
ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch
seine innere Dynamik fesselt und durch die
Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer
Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert.
Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung
eines sprachlichen Neubeginns."
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Rezensionen
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OPITZ, Michael (2009): Chaos im Kopf,
in: DeutschlandRadio v. 20.03.
-
RÜDENAUER, Ulrich (2009): Welt ohne Worte.
Kathrin Schmidt erzählt in "Du stirbst nicht" von einer
Schlaganfallpatientin,
in: Tagesspiegel v. 29.03.
-
KOHSE, Petra (2009): Sich zudecken mit Traurigkeit,
in: Frankfurter Rundschau v. 09.04.
-
HIRSCH, Anja (2009): Steh auf und erinnere dich,
Wenn das eigene Leben Stück für Stück zurückerobert
werden muss: Kathrin Schmidts Roman erzählt von einer
langwierigen Genesung, die zugleich eine Selbstbefreiung
durch Sprache ist,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.09.
-
RETTIG, Maja (2009): Roman einer Neuaneignung der Welt.
Schicksal: Kathrin Schmidt erzählt vom Leben nach einer
Hirnblutung,
in: TAZ v. 25.04.
-
EICHMANN-LEUTENEGGER, Beatrice (2009): Das Alphabet des
Lebens,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 09.07.
-
FESSMANN, Meike (2009): Im Reich der Apparaturen.
Dieses Buch hat zu Recht den Preis der SWR-Bestenliste
2009 erhalten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.09.
-
STRIGL, Daniela (2009): Ich komme mir irgendwie bekannt vor.
Souverän erzählt Kathrin Schmidt vom Versuch einer Frau,
die eigene Souveränität wiederzugewinnen,
in: Falter Nr.42 v. 14.10.
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Das Buch in der Debatte
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BARTELS, Gerrit (2009): Sprachlos.
Der Deutsche Buchpreis geht an Kathrin Schmidt,
in: Tagesspiegel v. 13.10.
- Inhalt:
"Ob (...) »Du stirbst nicht« die Sprachmacht von
»Atemschaukel« besitzt, sei dahingestellt, ein ordentliches Buch
ist es allemal. Und bedenkt man die
Konjunktur, die Krebsbücher
und andere Krankenberichte im Moment haben, dann ist der Preis für
Schmidt nur folgerichtig. Denn »Du stirbst nicht« ist das Beste
aus diesem Genre, das literarischste sowieso. Vielleicht wird
sogar ein Bestseller draus", meint BARTELS.
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Weiterführende
Links
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