| |
|
[ Literaten der
Single-Generation
] [
News ] [
Suche ] [
Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Lukas
Hammerstein: Die 120 Tage von
Berlin
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Kurzbiographie
- 1958 in Freiburg i. Breisgau geboren
- Studium der
Rechtswissenschaft und Philosophie
- 1988 Debütroman "Eine Art von
Gelassenheit"
- 2003 Roman
"Die 120 Tage von Berlin"
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Aktuellster
Beitrag
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Lukas Hammerstein
in seiner eigenen Schreibe
|
|
| |
|
- HAMMERSTEIN, Lukas (2004):
Arm - auf höchstem Niveau.
Wir erleben heute ein Elend im Luxus, das den Reichtum
ringsum zur Voraussetzung hat - und doch zur rechten Armut
werden kann,
in: Der Standard v. 06.03.
- Kommentar:
Der Schriftsteller Lukas HAMMERSTEIN
doziert über die eigene gefühlte Armut.
Um sich nicht so
verloren damit zu fühlen, verbrüdert er sich gleich mit
der ganzen ersten Welt (Ulrich BECK ist der moderne
Ahnherr dieses
individualisierungstheoretischen Missverständnisses).
Neuerdings fühlt man
sich auch gerne der
globalen
Klasse (gegebenenfalls auch in
globalisierungskritischer Perspektive) zugehörig.
HAMMERSTEIN ist wider
Willen ein Lehrbeispiel für jene selbstgefälligen
Angehörigen unserer Bobo-Mittelschicht-Eliten, die mit der
Angst
vor dem Absturz kokettieren und dabei jegliches Gefühl
für die eigene soziale Lage in dieser Gesellschaft
verloren hat:
"Plötzlich
wollen alle wieder arm sein. Ich rede nicht von den
wirklich Armen, sondern von denen, die es für eine Nacht
sein wollen, um etwas von der Aura, der Authentizität, dem
Anspruch der Armut abzubekommen. Ich rede von uns
Mitteleuropäern, die wir eines Reichtums müde sind, der
nicht mehr sicher ist. Plötzlich spüren wir den Sexappeal
der Straße wieder, des Risikos, eines relativen Elends.
Wir wollen dazugehören - und zurzeit fließt die Energie
nun einmal durchs globale Getto, der dem Kapital
abgewandten Seite der Geschichte. Wir wollen dem Volk von
Seattle und Genua angehören, dem Volk von Bombay oder nur
Pankow in Berlin. Nach den kurzen wilden Jahren der Angst
vor einem Leben ohne Ruhm und Glanz fürchten wir nun
wieder, satt zu sein, zufrieden, reich. Deshalb sieht man
uns leise lächeln, wenn sich ein nicht zu krasses Elend
zeigt, wenn der Chef einer Bundesagentur entlassen wird,
wenn noch ein Hochhaus leer steht,
wenn ein paar Leute freigesetzt werden, die wir selbst
sein könnten. Deshalb sehen die Models auf den
Laufstegs von Mailand und Paris dieses Jahr so wunderbar
verloren, ausgesetzt, fast hässlich aus. Darum finden wir
Josef Ackermann mit dem Victory-Zeichen vor dem
Gerichtssaal nicht mehr lässig, sondern abstoßend. Deshalb
sehen manche wieder so verwegen aus, als kämen sie von der
Straße, deshalb tragen wir alte Sneakers und
Out-of-bed-Frisur und treten die Enden der Hosenbeine in
den Schnee. Wir sind arm geworden - auf höchstem Niveau."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
 |
|
 |
| |
|
|
Klappentext
"Mitten
in Berlin, im noch kalten, neuen Herz der Stadt,
beziehen Menschen die noch unvermieteten Räume eines
neuen Büroturms. Im Auftrag der Investoren sollen
sie das riesige Gebäude aus Stahl und Glas für 120
Tage bewohnen, um ihm Leben einzuhauchen und auf
diese Weise echte Mieter anzuziehen. Die
»Pseudomieter« bilden eine fragile Gemeinschaft aus
Träumern, »tüchtigen Versagern« und skurrilen
Einzelgängern, die den Ausstieg aus der Normalität
erproben - »Nischenspezialisten«, die eine Lücke in
der Realität für ihre Zwecke nutzen. Am Ende der 120
Tage steht ein Fest, das alle Grenzen sprengen
soll."
Pressestimmen
"Obwohl
Hammerstein einige Spitzen gegen die Pop-Literatur
einflicht, trägt sein Text noch einmal alle Züge
eines jener archivarischen Zeugnisse von
Lifestyle-Attitüden und Coolness-Gesten. Nur tarnt
der Autor seine schwärmerische Eloge auf den
legendären Berliner Nischen-Lifestyle als Apologie
der Revolte. (...).
»Geil,
geil, geil«,
röchelte Rainald Goetz erschöpft in seinem
Party-Text
»Rave«
nach seinem ersten Herzinfarkt. Ähnlich lautet auch
der Tenor in den
»120
Tagen von Berlin«
Hammerstein breitet die ganze Folklore des
simulierten unangepassten Lebens aus."
(Stephan Maus in der Süddeutschen
Zeitung vom 29.09.2003)
|
|
|
 |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Weiterführende
Links
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|