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Martin Mosebach: Die Häresie der Formlosigkeit

 
       
     
       
   
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    Martin Mosebach in seiner eigenen Schreibe

     
       
    • MOSEBACH, Martin (2002): Metropolis in bäuerlichem Land.
      Mein fantasiertes und mein wirkliches Frankfurt,
      in: Frankfurter Rundschau v. 19.01.

    • MOSEBACH, Martin (2002): Ewige Steinzeit.
      In: Kursbuch 149 Gott ist tot und lebt, September, S.9-16

    • MOSEBACH, Martin (2003): Tätiges Warten.
      Deutschland extrem (11): Am vornehmsten Wasserhäuschen der Stadt Frankfurt lässt der Winterwind allen Zank zu Raureif erstarren,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 15.03.

    • MOSEBACH, Martin (2003): Der Rheingau.
      Deutsche Landschaften (12): Die Heimat gemütvoller roter Nasen. Rheinlieder, Weinlieder und Rheinweinlieder - ansonsten ist es ein goldschimmerndes Gartenreich,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 29.03.

     
           
       

    Martin Mosebach im Gespräch

     
       

    BADDE, Paul (2002): Trotzdem Halleluja.
    Der Romancier Martin Mosebach beklagt, dass die katholische Kirche ihre schöne, alte Liturgie verloren hat,
    in: Welt v. 21.12.

    HARTWIG, Ina (2005): Sind Sie konservativ, Martin Mosebach?
    Der Schriftsteller Martin Mosebach verehrt die festen Gewohnheiten, kann aber in der heutigen Welt keine Konservativen mehr erkennen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.07.

    Neu:
    SCHUSTER, Jacques (2010): "Form ist ein Geschenk".
    "Wir haben die alte Welt verloren und können die neue noch nicht finden" - Martin Mosebach über die Atmosphäre in Deutschland, das Biedermeierliche unserer Zeit und die Schwierigkeit, einen Roman zu schreiben,
    in: Welt v. 18.12.

     
           
       

    Martin Mosebach in der Debatte

     
       

    RUTSCHKY, Katharina (2004): Manieren sind Glückssache.
    Die ganz andere Bibliothek: Wer hat das Benimm-Buch des Prinzen geschrieben? Und warum muss die "Anonyma" anonym bleiben?
    in: Tagesspiegel v. 24.01.

    Katharina RUTSCHKY, die dem Manieren-Buch nichts abgewinnen konnte, sieht in Martin MOSEBACH den eigentlichen Verfasser des Buches:

    "Kennern und Bewunderern des Werks von Martin Mosebach waren in dem Erfolgsbuch »Manieren«, als dessen Autor ein äthiopischer Prinz genannt wird, erstaunliche Parallelen aufgefallen. Verblüfft hörte man auf Nachfragen, dass die eigentliche Autorschaft doch ein offenes Geheimnis sei und der Frankfurter Schriftsteller Mosebach (»Der Nebelfürst«) ein alter Freund des Prinzen Asfa-Wossen Asserate. Ein herrlicher Jux fanden manche, der den tristen Alltag so manches Großfeuilletonisten erfreulich belebt – zumal der Prinz nun auch noch den Chamisso-Preis erhalten soll.
    Ein zynisches, wenn auch lukratives Spiel finden andere, mit der Gutgläubigkeit des Publikums, das ohne den Hype um den äthiopischen Frontmann das Buch wohl kaum zum Bestseller gemacht hätte.
    "

    HAGESTEDT, Lutz (2004): Frankfurter Verhältnisse.
    Martin Mosebach erzählt in seinem Werk von einem eigenen Mesokosmos,
    in: Literaturkritik.de, Mai

    KISSLER, Alexander (2007): Plötzlich Avantgarde.
    Das Lateinische zieht wieder in die katholische Kirche ein. Das Herz dieser stillen Revolution schlägt in einer Bruderschaft unweit des Bodensees,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.05.

    Alexander KISSLER berichtet über eine Männer-Bewegung, die keineswegs still, sondern seit dem Erscheinen des Buches Die Häresie der Formlosigkeit (2002) von Martin MOSEBACH mit zunehmender Penetranz von neokonservativen Feuilletonkatholiken in Szene gesetzt wird. Der alte Ritus verweist untrennbar auf die Tradition der anti-demokratischen, autoritären Männergemeinschaft.

    Im Thema des Monats Mai 2004 hat single-generation.de bereits erläutert, warum das 21. Jahrhundert ein katholisches Jahrhundert sein wird und auf die Wahlverwandtschaft des neuen Autoritarismus und der katholischen Form hingewiesen.

    KNIPPHALS, Dirk (2007): Menschen sind lästig.
    Martin Mosebach wird hoch gehandelt. Dabei kann man langweiliger kaum schreiben,
    in: TAZ v. 07.08.

    JÄHNER, Harald (2007): Herr von Groß und Frau von Klein.
    Wie konservativ ist Martin Mosebach? Sein neues Buch "Der Mond und das Mädchen",
    in: Berliner
    Zeitung v. 16.08.

    SCHLÜTER, Christian (2007): Und wenn der Kirchturm umfällt.
    Römisch-Katholisches Sprachspiel,
    in: Frankfurter Rundschau v. 22.08.

    SCHLÜTER berichtet über eine Veranstaltung mit Martin MOSEBACH, Robert SPAEMANN, Arnold ANGENENDT und Albert GERHARDS, in der mehr Strenge bei Gottesdiensten gefordert wurde.
    LITERATUREN-Thema: Warum?
    Büchner-Preis für Martin Mosebach

    LÖFFLER, Sigrid (2007): Als man zum Kitsch noch Horreur sagte.
    Der aufhaltsame Aufstieg des Martin Mosebach zum Georg-Büchner-Preisträger 2007. Würdigung einer exemplarischen Karriere,
    in: Literaturen, Oktober

    Sigrid LÖFFLER kritisiert die Wahl Martin MOSEBACHs zum Georg-Büchner-Preisträger 2007, die ganz dem gegenwärtigen reaktionären Zeitgeist entspricht.
    "Die Erregungsäußerungen des Historikers Winkler und des früheren KPDMLers Semler (TAZ), dem sein ehemaliger Parteigänger Lorenz Jäger, jetzt in der FAZ, daraufhin die Leviten gelesen hat (FAZ v. 1. 10. 07), haben aber bei ihrer Widerrede völlig übersehen, was die FAZ, ohne Mosebach zu verfälschen, als eine von dessen Argumentationen pointiert hatte: Saint-Just.Büchner.Himmler. Büchner als Zwischenglied von Saint Just zu Heinrich Himmler: das war Mosebachs provozierende These", meint Wolfram SCHÜTTE zur Büchnerpreisrede von Martin MOSEBACH.

    GAULAND, Alexander (2007): Zweifel an der Moderne.
    Verachtung jedweder Tradition, Gender-Mainstreaming, Plattenbauten, industrieller Massenmord: Viele Erscheinungsformen der Moderne werfen grundsätzliche Fragen nach deren Legitimation und Humanität auf,
    in: Welt v. 19.11.

    Alexander GAULAND sieht die Gegner der Moderne durch die Bücherpreis-Rede von Martin MOSEBACH im Aufwind:

    "Martin Mosebach hat mit seiner Fastgleichsetzung des nationalsozialistischen Massenmords mit dem jakobinischen einen Tabubruch begangen, der wie alle Tabubrüche auch eine neue Freiheit verheißt, nämlich neu nachzudenken, ob diese Moderne wirklich alternativlos ist ".

    GAULANDs Predigt ist jedoch nur an die Gemeinde der sowieso schon Überzeugten gerichtet. Es ist eher das Pfeifen im dunklen Walde. Worthülsen wie "Gendermainstreaming" werden in den Kulturkampfring geworfen, aber eine inhaltliche Auseinandersetzung, die auch Nicht-Überzeugte ansprechen könnte, unterbleibt.

    JÄGER, Lorenz (2007): Die Modernität des Martin Mosebach,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.11.

    Auf Seite 1 verteidigt Lorenz JÄGER den umstrittenen Schriftsteller Martin MOSEBACH sowohl gegen seine Liebhaber als auch gegen seine Verächter:

    "Wollte man Mosebach unbedingt zum Sprecher eines Kollektivs machen, dann wäre er der Wortführer jener in den sechziger Jahren Herangewachsenen, für die alle Reformrhetorik nicht mehr den erhofften Neubeginn bedeuteten konnte, sondern nur noch das aktuellste Gesicht des Herrschenden und Geltenden."

     
           
       

    Häresie der Formlosigkeit (2002).
    Die römische Liturgie und ihre Feinde
    Wien: Karolinger Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Martin Mosebach hat der untergegangenen römischen Liturgie und der von Papst Paul VI. in einem autokratischen Akt gegen den Rat vieler Bischöfe geschaffenen neuen Liturgie eine Reihe von Betrachtungen gewidmet, die er zum Teil auch als Reden gehalten hat. Seine Verteidigung der römischen Liturgie nach der Katastrophe der »Reform« lebt aus der Einsicht der Irreversibilität historischer Prozesse, aber auch aus der unvernünftigen Hoffnung, das letzte Wort über den alten Ritus sei noch nicht gesprochen."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    fehlen noch
     
           
       

    Mein Frankfurt (2002).
    Eine Geschichte der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
    Frankfurt a/M:
    Insel Verlag

     
       
         
     

    Martin Mosebach über Frankfurt

    "Frankfurt beginnt heute bei Wiesbaden und endet nicht hinter Hanau. Frankfurt? Nein namenloses Häusergewebe, das auch die Identität der eins eigentümlichen uralten kleinen Städtchen und Dörfer der Mainebene und des Taunusrandes längst aufgezehrt hat."
    (Frankfurter Rundschau vom 19.01.2002)

    "So wie sich echter europäischer Adel danach bestimmt, ob die Familie noch an den Kreuzzügen teilgenommen hat - spätere Titel zählen im Grunde nicht -, so muss eine mitteleuropäische Stadt, um gelungen zu sein, doch mindestens tausend Jahre alt sein, besser natürlich, irgendwie noch auf römischen Mauern stehen, denn die Römer besaßen das höchste Genie der Stadtgründung".
    (Frankfurter Rundschau vom 19.01.2002)

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    NELLE, Stefanie (2004): Ich komme aus Frankfurt am Main.
    Plädoyer für eine Stadt,
    in: Literaturkritik.de, Nr.3, März

     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. Mai 2004
    Update: 18. März 2015