"Paul Ingendaay hat den Roman seiner Generation und
ein sehr persönliches Buch geschrieben: er erzählt die
Geschichte einer Jugend, in der Freundschaften eine
ebenso große Rolle spielen wie die Einsamkeit, David
Bowie wie Bach, der Große Gatsby wie Gott"
Pressestimmen
"Markos Bericht nimmt viele Formen an: Mal ist er
Internats- oder Adoleszenzroman, dann weitet er sich
zum Generationenporträt, im nächsten Moment drängt
sich die psychologische Kriminalgeschichte nach vorn,
dann wieder der barocke Schelmenroman. (...).
Seinen Reiz gewinnt der Roman in der Verschlingung von
geheimnisvoll raunender Klosterwelt mit der sozialen
Realität der 70er Jahre, angetrieben durch die
Fantasie des Erzählers und immer wieder gebrochen
mittels augenzwinkernder literarischer Verweise von
Joseph Conrad über J. D. Salinger bis zu Umberto Eco."
(Insa Wilke in der Frankfurter
Rundschau vom 08.03.2006)
"Es
ist (...) noch immer eine würdige Aufgabe für die
Literatur, der Heuchelei die Maske vom Gesicht zu
reißen. Und von der gibt es auf katholischen
Internaten womöglich doch mehr, als wir
Feuilleton-Katholiken in unserer Unbedarftheit uns
vorstellen. (...)
Paul Ingendaay selbst hat ein katholisches Internat am
Niederrhein besucht. Das gleich Internat haben auch
die Schriftsteller Gregor Hens und Christoph Peters
durchlaufen. Ebenso Paul Ingendaays Bruder Marcus, der
als Übersetzer einen Namen hat (...)."
(Ijoma Mangold in der Süddeutschen
Zeitung vom 14.03.2006)
"Paul Ingendaay will uns sagen, dass sowohl die
liberale Familie als auch das strenge Internat
ausgedient hat. Und was wäre das Modell jenseits von
alldem, das Modell, in dem sich Marko so richtig
glücklich entfalten könnte? Die Vermutung liegt nahe:
Es wäre wohl die intakte bürgerliche Familie. Die, in
der das Familienoberhaupt noch das größte Stück
Fleisch auf den Teller bekommt."
(Susanne Messmer in der taz vom
16.06.2006)
"Erzähler der 500 Seiten ist Marko im Jahr 1976/77. Zu
dieser Zeit hat er sich schon einen gewissen Stand am
Collegium erarbeitet, denn er ist begabt und sensibel.
Sein Hauptinteresse gilt der Literatur und sein alter
ego auf dieser »Insel der Verzweiflung«, wie er das
Internat nennt, ist Robinson Crusoe."
(Katrin Schings in der Berliner
Zeitung vom 16.03.2006)