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Peter Hahne:
Schluss mit lustig
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Kurzbiographie
- 1952 in Minden geboren
- Studium der evangelischen
Theologie, Philosophie, Psychologie und Germanistik
- 2004 Buch
"Schluss mit lustig"
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Peter Hahne in seiner
eigenen Schreibe
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Peter Hahne: Porträts und Gespräche
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-
ROTHKEHL, Axel (2005): "Ich möchte nicht das fromme Feigenblatt
machen",
in: Neue Osnabrücker Zeitung v. 14.05.
- Neu:
THIELMANN,
Wolfgang (2005): Weisheit kommt von oben.
Termin mit Peter Hahne,
in: Rheinischer Merkur Nr.44 v. 03.11.
- Kommentar:
THIELMANN porträtiert den
Schluss-mit-lustig-HAHNE. Genüsslich breitet er die FAZ-Doppelmoral
aus:
"»Orientierungsliteratur«
nannte die »FAZ« den Titel, den sie verriss, während ihr Verlag den
Sofortbestellern des Titels 100 Treuepunkte gutschrieb."
THIELMANN
vergisst jedoch zu erwähnen, dass sich FAS-Schreiber Sascha
LEHNARTZ in
"Global Players" als popkulturelle
Ausgabe von Peter HAHNE versteht.
Überhaupt
schreiben bei der FAZ einige Peter-Hahne-Klone, die dessen
Kernbotschaft mittig stylen...
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Interviews von Peter Hahne
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Klappentext
"Das Terrordrama von New York
sieht Peter Hahne als Einschnitt in Weltgeschichte
und Zeitgeist. Der 11. September 2001 sei das Ende
der Spaßgesellschaft und der Beginn einer neuen
Suche nach alten Werten. Welche Werte sind es, die
tragen, Halt geben und die es zu verteidigen gilt?
Peter Hahne liefert eine packende Zeitanalyse und
fordert die Rückkehr zu stabilen Werten zur
Erneuerung unserer labilen Gesellschaft. Ohne
Erinnerung an unsere christliche Herkunft gibt es
keine Zukunft. Hahnes Fazit: Holt Gott zurück in die
Politik!"
Pressestimmen
"In den Fußstapfen von Arnold Gehlen, der seine
anthropologischen Werke mit den neuesten »Spiegel«-Stellen
lebendweltlich anzureichern pflegte, variiert und
aktualisiert auch Hahne sein kulturkritisches
Menschenmaterial mit Lesefrüchten aus der
Frühstückslektüre. Das Ende der Spaßgesellschaft
belegt er mit Stellen aus dem »Spiegel«, aber ebenso
aus der »in Kulmbach erscheinenden 'Bayrischen
Rundschau'« oder der »liberalen 'Zeit'« sowie mit
Seh- und Höreindrücken aus Funk und Fernsehen, den
genuinen Spaßmedien also, »in denen sinnfreies
Lachen Trumpf ist«"
(...).
Es geht schon in Ordnung, daß Peter Hahne mit großer
Resonanz in Kirche und Politik, bei Banken und
Wirtschaftsverbänden sowie nun auch in diesem Buch
vom Ende der Spaßgesellschaft spricht, und das heißt
bei ihm den Appell zu einer Neubesinnung auf
Familie, Religion, Heimat und gute Manieren vom
Stapel läßt. (...). Aber es gibt wertvolle Dinge wie
Familie etcetera, die sich partout nicht anhand von
Appellen, sondern nur anhand selbst gemachter
Erfahrungen als wertvoll herausstellen. (...).
Erfahrungen aber kommen in Hahnes lebensunlustiger
Stereotypensammlung nicht vor."
(Christian Geyer in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 11.02.2005)
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Rezensionen
- GEYER, Christian (2005): Auf
dem Hosenboden durchs Bodenlose.
Wenn Lachen ohne Sinn Trumpf ist: Peter Hahne beendet
überraschend und mit großer Resonanz die Spaßgesellschaft,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.02.
- LEHNARTZ, Sascha (2005):
Ernst ist der neue Spaß.
Der ZDF-Mann Peter Hahne profiliert sich als
Stammtisch-Theologe und Buchautor. Mit einem dumpfen Traktat
wider die Moderne,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
20.02.
- Inhalt:
Sascha LEHNARTZ stimmt mit HAHNE überein,
dass wir in einer Spaßgesellschaft leben.
Im Gegensatz zu HAHNE
ist er aber nicht vom
Ende der Spaßgesellschaft
überzeugt. Er hält HAHNEs Buch sogar für ein typisches
Produkt von Spaßgesellschaften.
Dissens gibt es vor
allem in der unterschiedlichen familienpolischen Sicht:
"Frauen, die eventuell Beruf
und Familie vereinbaren wollen, kommen in seinem
tugendhaften Gesellschaftsentwurf nicht vor. Ausdrücklich
lobt er den kinderreichen Landkreis Cloppenburg: »Dort ist
nur eine geringe Zahl von Frauen berufstätig.«.
Zur Sanierung unserer spaßgesellschaftlichen Verkommenheit
empfiehlt er schlichte Rezepte: Rückkehr zur Kernfamilie,
Abschaffung der Selbstverwirklichung, Autorität der Lehrer
wiederherstellen, Schluß mit Multikulti, zuviel »Tolleranz«
(mit pfiffigem Doppel-L), Kuschelgesellschaft".
LEHNARTZ hält die von
HAHNE favorisierte religiös geprägte
Disziplinargesellschaft für zurzeit nicht durchsetzbar,
aber grundsätzlich stimmt er damit überein, dass es der
Spaßgesellschaft zu viel ist:
"Hahne übersieht
geflissentlich, daß in demokratisch ausdifferenzierten,
modernen Gesellschaften allgemeingültige Tugendlehren ihre
Wirkungsmacht unrettbar verloren haben und nur um den
Preis politischer Restauration wieder einzuführen wären.
Das heißt keineswegs, daß diese Gesellschaft nicht
stellenweise ein wenig mehr an Religion, gründlichere
Bildung,
Besinnung auf Herkunft und christliche Wert vertragen
könnte. Auch kann man sich trefflich darüber streiten, wie
eine moderne Variante verbindlicher Moralvorstellungen zu
gestalten wäre."
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Das Buch in der Debatte
- WINKLER, Willi (2005): Die
Deutsche Sorgenorgel.
Über die neue Lust auf reine Verhältnisse. Und über den
ZDF-Mann Peter Hahne, der diese Lust mit
Erweckungs-Merchandising bedient,
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.02.
- Kommentar:
Inhaltlich erfährt man wenig über
das Buch "Schluss mit Lustig" von Peter HAHNE.
Man erfährt aber, dass
faz.net bei Sofortbestellung des Buches mit 100
Prämienpunkten winkt, obgleich das Buch in den Feuilletons
der Frankfurter Allgemeine
durchweg verrissen wurde!
Willi
WINKLER sieht ob des Erfolgs neokonservativer
Bücher längst wieder den Geist der 50er Jahre durch die
Republik wehen:
"Diese wunderschönen fünfziger
Jahre, machen wir uns nichts vor, sie sind wieder da.
Evangelimann Hahne ist da nur einer von vielen Retro-Stars.
Das erste Trostbüchlein für die von 68ern und Dosepfand
Gequälten sind die
»Manieren« von Asfa-Wossen Asserate geworden. Der
Autor ist ein Prinz und auch noch schwarz, aber was seinen
Erfolg noch exotischer macht, ist der Kulturtransfer, der
ihm mit seinem Benimmbuch gelungen ist. Es basiert auf den
Regeln, die Erica Pappritz in den Jahren der Adenauerei
für den Auswärtigen Dienst zusammengestellt hat. Drei
Exemplare dieses Buches gelangten seinerzeit an den
äthiopischen Hof, an dem der Prinz einst aufwuchs.
Prinzlich garniert wurden die Werte der Goldenen Fünfziger
nun also nach Deutschland re-importiert. Wenn einem soviel
Gutes wird beschert, fragt man sich schon, warum wir nicht
wieder unsern Kaiser Wilhelm haben dürfen."
- GEYER, Christian
(2005): Aus einem Guß.
Frau Merkels Rede vom durchregierten Deutschland,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.07.
- Kommentar:
Christian GEYER straft
Thomas STEINFELD
Lügen, wenn er bei Angela MERKEL "rhetorische Projekte"
entdeckt.
Dies ist offenbar die
neueste Zerfallsform von Projekten, die Politik aus einem
Guss durch Worthülsen, Lächeln und Schweigen vortäuscht:
"Die »Politik aus einem Guß«,
von der sie oft spricht, ist (...) nichts anderes als
diese Verheißung des Durchregierens - womit zumindest auf
der Ebene der politischen Rhetorik Politik als Bürge jenes
vorpolitischen »Ganzen« auftritt, das die Linken in
»Beliebigkeit zerfaserten«"
Mit "Ganzheitsemblemen"
wie Nation, Familie oder Wahrheit sollen gemäß GEYER
individuelle Sinndefizite politikfähig gemacht werden,
denn:
"Die vielfach verlorene
Einheit der Welt, dieser größte anzunehmende
Modernisierungsschaden, kann zwar auch in Deutschland
nicht mehr behoben, wohl aber zivilholistisch kompensiert
werden."
GEYER sieht in Peter
HAHNEs Bestseller "Schluß mit lustig" ein Zeichen, dass
für einen christlichen GOTTESSTAAT massenhaft Bedarf
besteht:
"In dieser Fibel wird eine
Art politischer Existentialismus entworfen, eine
Bedienungsanleitung, wie sich das Politische als Antwort
auf Sinnbedürfnisse verstehen und sich ein metaphysisch
gehaltvolles Profil geben kann. »Gott« soll demnach in der
Gesellschaft durchregieren, das heißt laut Hahne den
einzelnen wieder »danke« sagen lehren und ihm noch andere
von den Achtundsechzigern ausgetriebene Manieren
beibringen. Das Bändchen wird, wie man im Buchhandel hört,
zumeist im Mehrpack erworben und hat sich als persönliches
Orientierungsgeschenk fest etabliert."
GEYER ist der Ansicht,
dass MERKEL die Erhöhung der Mehrwertsteuer mit einem
Schuss Peter HAHNE, Christa MEVES vom Rheinischen
Merkur und dem Papst kulturell rahmen möchte.
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