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Thomas Hettche: Die
Liebe der Väter
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Kurzbiographie
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1964 geboren
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Studium der Philosophie und
Germanistik
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1989 Debütroman "Ludwig muß
sterben
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2001 Roman "Der Fall Arbogast"
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2006 Roman "Woraus wir gemacht
sind"
-
2010 Roman
"Die
Liebe der Väter"
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Aktuellster
Beitrag
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Thomas Hettche in
seiner eigenen Schreibe
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HETTCHE,
Thomas (2004): Deutsches Elend.
Ein Mangel an Heimat oder der lange Abschied aus der
Fremde,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 18.08.
-
| Der Schriftsteller Thomas HETTCHE
hat die neue deutsche Bescheidenheit als Produkt der
alternativlosen Umorientierung in Frankfurt gesucht und
ist fündig geworden. Alles nur eine Frage der
Selbstbilder...
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Die
78er-Generation ist immer
gut für eine Sommerloch-Debatte. Oberlehrer Tilman
KRAUSE hat in der
Welt vom 21.06.2005 mit dem Titel
Alle Jahre wieder
die Einführung zur heutigen ZEIT-Debatte geschrieben. Das Trainingslager dieser
wertkonservativen Truppe um Matthias POLITYCKI, die gerne
die Gruppe 47 ablösen möchte, heißt
Schloss Elmau,
wie es sich für stilvolles Verarmen gehört... Die ZEIT liefert gleich noch
- in typischer 68er-Manier Marke kritisches Bewusstsein -
ein paar Statements von
Juli ZEH,
Hans-Ulrich TREICHEL,
Andreas MEIER und
Uwe TELLKAMP mit. Das nächste
Sommerloch kommt bestimmt und dann sind auch die 78er
wieder da, genauso wie die lästigen Mücken... |
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Thomas Hettche im Gespräch
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GEIßLER, Cornelia (2010): "Die weibliche Sicht dominiert".
Lediger Vater erzählt: Der Schriftsteller Thomas Hettche hat seine
Erfahrungen als lediger Vater zum Buch verarbeitet. Im FR-Interview
spricht er über Verletzungen und Sehnsüchte,
in: Frankfurter Rundschau v.
04.08.
TIMM, Ulrike (2010): "Ansammlung von Schuldgefühlen".
Der Schriftsteller Thomas Hettche über seinen Roman "Die Liebe
der Väter" und die Sorgerechts-Debatte,
in: DeutschlandRadio v.
16.08.
SCHRÖDER, Christoph (2010): "Das ist wie das Gewehr
an der Wand".
Sorgerechtsurteil: Thomas Hettche hat ein Buch über die Liebe
eines Vaters geschrieben. Ein Gespräch über die Macht- und
Hilflosigkeit der Väter und das Sorgerechtsurteil von Karlsruhe,
in: ZEIT Online v. 17.08.
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Klappentext
"Die
berührende Geschichte eines Vaters, der um seine
Tochter kämpft
Peter hat eine
Tochter, aber das Sorgerecht für sie hat er nicht.
Annika war zwei, als er und ihre Mutter sich
trennten. Seitdem gerät jede elterliche Absprache
zum Machtkampf um die inzwischen dreizehnjährige
Annika. Ein Silvesterurlaub auf Sylt wird für Vater
und Tochter zur entscheidenden Probe auf ihre Liebe.
Die Reise auf die
Insel ist für den Verlagsvertreter Peter auch eine
Rückkehr in Landschaften der Vergangenheit. Hier hat
er die Sommer seiner Kindheit verbracht, als seine
Mutter in einer Buchhandlung in Kampen arbeitete. Die
Spaziergänge am Strand, die alte Kirche von Keitum,
der Leuchtturm rufen Erinnerungen in ihm wach. Zum
ersten Mal versucht er, seiner Tochter von sich zu
erzählen. Er begegnet Susanne wieder, einer Freundin
aus der Schulzeit, mittlerweile verheiratet und Mutter
zweier Kinder. Und er muss erleben, dass er auf die
Väter der scheinbar heilen Familien, die diese Ferien
zusammen verbringen, wie ein Menetekel wirkt.
Es ist die Zeit
zwischen den Jahren, die Rauhnächte, in denen Tiere
sprechen können und die Tore der Geisterwelt offen
stehen. »Die Wilde Jagd« tobt um das Ferienhaus auf
der Düne, ein Wintersturm. Und in der Silvesternacht,
zusammen mit Freunden im »Sansibar«, steht plötzlich
Peters gesamte Existenz auf dem Spiel. Atemlos folgt
man seiner Stimme, die erzählt, was ihm geschieht –
gegenwärtig, distanzlos, unmittelbar.
Dieser Roman über
die Schwierigkeit, heute Vater zu sein, ist Thomas
Hettches persönlichstes Buch. Meisterhaft gelingt es
ihm, die Atmosphäre des winterlichen Sylt mit einem
Familiendrama zu verbinden, in dem es um die eigene
Vergangenheit geht, die persönliche Integrität und
eine gemeinsame Zukunft."
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Beiträge von
single-generation.de zum Thema
Väter im Blickpunkt - Ein Sammelband widmet sich den
unterschiedlichen Facetten der Vaterschaft heute
Verwirrte Väter - Robert Habeck sieht sowohl die Vaterschaft
als auch die Erwerbs- und Arbeitsgesellschaft in der Krise
und plädiert deshalb für eine neue Familien-, Frauen- und
Väterpolitik
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Rezensionen
JESSEN, Jens (2010): Der begnadigte Vater.
Thomas Hettche hat eine klassische Novelle über das Mysterium der
Elternliebe geschrieben. Sie liest sich wie ein Begleitwort zum
Sorgerechtsurteil,
in: Die ZEIT Nr.33 v.
12.08.
"Wenn man
Hettches Roman – höchst ungerechterweise selbstverständlich – als
Thesenroman betrachten wollte, dann hätte er sich nicht schlecht als
Klageschrift für Karlsruhe
geeignet, oder doch als die
herzzerreißende Fallstudie eines beigegebenen Gutachtens. Wie
der Automatismus des alten Gesetzes dafür sorgte, dass die, man kann
es nicht anders sagen: Schlampe von Mutter das Kind dem braven Vater
vorenthalten kann; wie das
Sorgerecht als Machtinstrument zu Psychospielchen missbraucht
wird; wie schließlich und vor allem das Machtgefälle auch das
Verhältnis des Vaters zu seiner Tochter bedroht. All dieses, von den
eklatanten Vorgängen bis hin zu den feinsten Vergiftungen der Seele,
findet sich in Hettches Roman. (...).
Aber
Hettches Buch ist kein Thesenroman. Er heißt auch nicht Die
Leiden der ledigen Väter, sondern Die Liebe der Väter.
Es geht um viel mehr als nur um die menschliche Problematik eines
speziellen Gesetzes", meint
Jens JESSEN. |
KEGEL, Sandra (2010): Vampire im Wattenmeer.
Thomas Hettche erteilt in seinem Roman einem Vater, der um die
Liebe seiner Tochter kämpft, das Wort. "Die Liebe der
Väter" erforscht, was Eltern und Kinder im Härtefall zusammenhält -
und was sie trennt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
14.08.
-
Nachdem
Sandra KEGEL den Roman bereits als
Kommentar zum BVG-Urteil
gelesen und die Sachlage aus der Perspektive des "entsorgten Vaters"
beschrieben hat, kommt nun die Rezension auch als
Problematisierung der Vaterperspektive daher:
"Hettche
setzt Signale zuhauf, um die Grenzen von Peters Perspektive an der
Suada vorbei zu markieren: Sein Held entlarvt sich selbst.
(...).
Thomas Hettche geht
es weniger um Peters Wirklichkeit als um Peters Wollen, in der
Beschäftigung mit dem entrechteten Vater ist sein Ansatz nicht
soziologisch, sondern psychologisch, und so entsteht eben kein
argumentativ aufgeladenes Plädoyer für mehr Gerechtigkeit auf dem
Feld von Besuchszeiten und Sorgerecht, sondern ein faszinierendes
Porträt eines aus der Bahn geworfenen, zunehmend verstörten Mannes"
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WEIDERMANN, Volker (2010): Die Mutter aller Kriege.
Thomas Hettches verzweifelter Roman "Die Liebe der Väter"
erzählt von einem Mann ohne Sorgerecht für sein Kind,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
15.08.
SCHMIDT, Christopher (2010): Papalapapp.
Thomas Hettches Buch über die Not lediger Väter ist bei
Erscheinen bereits Makulatur - doch nicht wegen der
veränderten Gesetzeslage, sondern weil es ein schlechter
Roman ist,
in: Süddeutsche Zeitung v.
16.08.
-
"Zu
spät kommt (...) nicht nur der Vater im Buch, zu spät
kommt auch das Buch selbst.
Der Fluch des schlechten Timings hat dafür gesorgt, dass
der Gesetzgeber gerade den Missstand beseitigt hat, den
Hettche beklagt und mit größtem motivischen Aufwand
suggestiv zu machen sucht. Auf Druck der EU hat das
Bundesverfassungsgericht die Asymmetrie unverheirateter
Eltern bereinigt und die Recht lediger Väter gestärkt. Ist
Hettches Roman damit Makulatur? Kann überhaupt ein Werk
der Literatur durch eine neue Rechtslage entwertet werden?
In
diesem Fall schon - aber nicht, weil die Wirklichkeit die
Fiktion überholt hätte, sondern weil diese Fiktion ihr von
Anfang an hinterhinkte.
Es ist die
Einseitigkeit von Hettches Darstellung, seine
Parteilichkeit, die er mit raunender Naturphilosophie,
geschmerzter Gefühligkeit und einem wachsweichen,
larmoyanten und also scheinbar harmlosen Erzähler zu
verbrämen sucht, die sein Buch obsolet macht. Nicht, dass
Hettche sein Anliegen in einen Roman verpackt, sondern
dass dieser Roman ein schlechter Roman ist, mehr
Klageschrift nämlich als Gutachten, mehr Plädoyer als
Zeugenaussage, macht ihn überflüssig",
meint SCHMIDT, der
insbesondere die
Politisierung des Romans durch
Vorabberichte in der FAZ
kritisiert. SCHMIDT
wendet sich auch gegen die Behauptung, dass HETTCHEs Roman
der erste sei, der die
männliche Perspektive auf
Patchworkfamilien zu ihrem Recht kommen lasse.
Als Alternative empfiehlt er das Buch Die Traumjäger von
Tom DRURY. |
MORITZ, Rainer (2010): Wut und Unsicherheit.
Kürzlich erst hat Karlsruhe die Rechte unverheirateter Väter
gestärkt, nun erscheint ein Roman zu dieser Problematik: Thomas
Hettche schildert die heikle Beziehung eines Vaters zu seiner
pubertierenden Tochter,
in: DeutschlandRadio v.
17.08.
NORD, Cristina (2010): Risse im Textgewebe.
Sorgerecht: Thomas Hettches Roman "Die Liebe der Väter" handelt
von einem Vater, dessen Hilflosigkeit kein Gesetz beseitigen wird,
in: TAZ v.
18.08.
LÜDKE, Martin (2010): Ohne Chance, voller Hoffnung.
Zwischen Missverständnissen und Enttäuschungen: Mit "Die Liebe
der Väter" ist Thomas Hettche wieder einen Schritt weiter gekommen,
in: Frankfurter Rundschau v.
18.08.
BARTELS, Gerrit (2010): Papi ist geduldig.
Jenseits des Sorgerechts: Thomas Hettche beschwört in seinem
heute erscheinenden Roman die "Liebe der Väter",
in: Tagesspiegel v.
19.08.
WITTSTOCK, Uwe (2010): Der Dämon auf Sylt.
Buch der Woche: Thomas Hettche erzählt in "Die Liebe der Väter"
von den Qualen des Sorgerechts und einer Heimsuchung in
Menschengestalt,
in: Welt v.
28.08.
GEISSLER, Cornelia (2010): Das Versagen des Vaters.
Thomas Hettches Männer-Roman über enttäuschte und verdiente Liebe
liest sich wie ein Kommentar zur Sorgerechtsregelung,
in: Berliner Zeitung v. 30.08.
BUCHELI, Roman (2010): Grenzerfahrungen.
Thomas Hettches grimmig zärtlicher Roman "Die Liebe der Väter",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 14.09.
Neu:
MAZENAUER, Beat (2010): Sturmwarnung.
Thomas Hettche erzählt in seinem Roman "Die Liebe der Väter" mit
viel Gespür für Atmosphäre und Stimmungen eine unglückliche
Vatergeschichte,
in: Literaturkritik, Oktober
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LOVENBERG, Felicitas von (2010): Die böse Stiefmutter
war einmal.
Patchworkfamilie: Sie sind inzwischen fast so häufig wie das
klassische Modell: Patchworkfamilien. Nun ist sogar eine ins Schloss
Bellevue eingezogen. Aber wo bleiben die Romane zur neuen
gesellschaftlichen Realität?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.07.
Felicitas von LOVENBERG betreibt
Lebensstilpropaganda, um die Patchworkfamilie zur neuen Normalität
zu erklären:
"In
amerikanischen Großstädten soll es bereits jetzt mehr Patchwork- als
klassische Familien geben (und nach wie vor mehr Singles als beide
zusammen)."
Was
für die USA bereits nicht stimmt, das gilt für Deutschland erst
recht nicht. Weder die amtlich Familienstands- noch die
Haushaltsstatistik ist in der Lage detailliert Auskunft über Singles
oder Familien zu geben und genau auf solche Daten beruft sich
LOVENBERG. Obwohl
es inzwischen genügend gute Bücher gibt
(z. B. über die
Rede von der Single-Gesellschaft), die über die
Märchen der Individualisierungsprosa
aufklären, hält sich das
individualisierte Milieu, dem auch
LOVENBERG angehört, immer noch für den Nabel der Gesellschaft und
blendet deshalb alles aus, was nicht ins Bild passt. LOVENBERG
befasst sich insbesondere mit der Figur der Stiefmutter, mit der
sich Literatur und Film ausgiebig auseinander gesetzt haben. Erst im
letzten Absatz verweist sie auf Thomas HETTCHEs neuen Roman:
"So
einseitig die weibliche Sicht oft daherkommt – die männliche
Perspektive ist bisher praktisch gar nicht vertreten. Mit Thomas
Hettches „Die Liebe der Väter“ erscheint in Kürze endlich der erste
literarisch gewichtige Roman über die Nöte eines Teilzeitvaters, der
seine Tochter nur selten sieht."
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KEGEL, Sandra (2010): Die Rechte der Väter.
Das Verfassungsgericht antwortet der Literatur,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
04.08.
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Thomas Hettche im WWW
www.hettche.de
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