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Ulf Erdmann Ziegler: Eigenes Leben

 
       
     
       
   
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    Ulf Erdmann Ziegler in seiner eigenen Schreibe

     
       

    ZIEGLER, Ulf Erdmann (2002): Tabu und Bekenntnis.
    Unvereinbare Welten mit therapeutischem Potenzial: Hornbys "About a Boy" als Film,
    in: Frankfurter Rundschau v. 23.08.

    ZIEGLER, Ulf Erdmann (2006): Plump, aber enervierend.
    Akademische Übung an einem antiakademischen Werk: Londons Tate Modern entdeckt Martin Kippenberger als Heavy Guy. Gezeigt wird nicht der ganze, aber auch nicht der halbe Kippy. Für Düsseldorf, die Folgestation, wird es mehr Ideen brauchen,
    in: TAZ v. 22.02.

    ZIEGLER, Ulf Erdmann (2007): Unsere Teens sind unsere Helden,
    in:
    Frankfurter Rundschau v. 14.07.

    Im Teil 3 der FR-Sommerserie über die deutsche Jugend, beschäftigt sich Ulf Erdmann ZIEGLER mit dem Wandel der sexuellen Sitten. Durch einen Vergleich deutscher und türkischer Jugendlicher kann  ZIEGLER dem bislang eher negativ bewerteten Nesthockertum positive Züge abgewinnen:

    "Die merkwürdige Anhänglichkeit junger Erwachsener an den Haushalt ihrer Eltern ist Zeichen dessen, dass die deutsche Egalität den vorangegangen, schweren Konflikt der Generationen zu überwinden geholfen hat."

    Neu:
    ZIEGLER, Ulf Erdmann (2015): Eigenes Leben.
    Seine Soziologie blickte auf etwas, das vorher wohl übersehen worden war: die Ambivalenz. Schicksal und Willen. Zwang und Entkommen. Eine persönliche Erinnerung an Ulrich Beck,
    in:
    Perlentaucher v. 05.01.

     
           
       

    Hamburger Hochbahn (2007)
    Göttingen: Wallstein Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Damals, noch in Lüneburg und bevor sie unerwartet Freunde werden, hat Thomas Schwarz den Unternehmersohn Claes Philip Osterkamp beneidet und bekämpft. Dann hören sie plötzlich gemeinsam im Nachtradio Jazz, werkeln an ihrem Weltbild, studieren Architektur, entkommen nach Hamburg und proben den Aufstieg.

    Claes Philip, bald besser bekannt als CPO, avanciert zum Stichwortgeber der Grün-Alternativen nach 1989 und wird in der Hansestadt jemand, an dem städtebaulich nichts vorbeiläuft. Thomas, inzwischen Manager im Mittelstand, gerät ins Grübeln: »Architekt wird man, wenn man zur Kunst keinen Mut hat und Physik auf die Dauer zu anstrengend findet«, notiert er. Seine Leidenschaft gilt Autos mit Patina und langen Fahrten durch eine amerikanische Flächenstadt, in die es ihn in Begleitung Elises, einer unerschütterlichen Bildhauerin, verschlagen hat. Mit vierzig, allein unterwegs im Niemandsland nach dem 11. September, hat er ein Resümee zu ziehen. Einen Neuanfang zu wagen. Oder will er, wie Elise sagt, »sich rächen«? Und für was?

    Der Roman spannt einen großen Bogen, von den siebziger Jahren bis in die Gegenwart, von der norddeutschen Ebene über Hamburg bis nach St.Louis, er erzählt vom Erwachsenwerden."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    BUCHELI, Roman (2007): Verwandlungen,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 10.03.

    WACKWITZ, Stephan (2007): Unsolide Romantiker.
    "Hamburger Hochbahn": Mit seinem Debüt hat Ulf Erdmann Ziegler den bundesrepublikanischen Zeitroman der Achtzigerjahre geschrieben,
    in: TAZ v. 22.03.

    "Die Erzählhaltung des Buches ist beeinflusst vom Programm der von Michael Rutschky redigierten Zeitschrift Der Alltag, die ein paar heute schon fast legendäre Jahrgänge lang den »Abenteuerurlaub auf Nachbars Balkon« zum Arbeitsprogramm erhoben hatte (und zugleich so etwas wie eine informelle Ausbildungsinstitution für viele heute erfolgreiche Schriftsteller, Essayisten und Journalisten geworden ist)", schreibt Stephan WACKWITZ über den Roman von Ulf Erdmann ZIEGLER.

    KÄSSENS, Wend (2007): Vom Flüchten und vom Bleiben.
    Ulf Erdmann Zieglers Romandebüt "Hamburger Hochbahn" erzählt vom Erwachsenwerden eines selbststilisierten Taugenichts,
    in: Frankfurter Rundschau v. 04.04.

    "Als »Generation, die nach der Revolte kam« hat Reinhard Mohr jene bezeichnet, die in der zweiten Hälfte der 50er, Anfang der 60er Jahre geboren wurden, und sie für ihre »qualifizierte Unauffälligkeit« und »intelligente Mittelmäßigkeit« gescholten. Darum geht es auch Ulf Erdmann Ziegler. Er ist, wie sein Held, Jahrgang 1959 und zeichnet den Prozess des Erwachsenwerdens einer Generation nach, die kaum noch an das anknüpfen kann, was dem Leben in der Vergangenheit Stabilität gab.
                 (...).
    Man kann die Stationen dieser sowohl selbst gewählten wie auch fremd bestimmten Lebensodyssee von Lüneburg über Hamburg nach St. Louis bis in die Straßen, Kneipen, Arbeitsplätze und Ateliers auf den Stadtplänen nachvollziehen.
                 Ähnlich genau beobachtet und beschrieben sind die Menschen. Ihr Tun und ihr Denken lässt Rückschlüsse auf die gesellschaftlichen und sozialen Strukturveränderungen und deren Auswirkungen zu. In dieser Hinsicht knüpft der Roman durchaus an das Buch Eigenes Leben. Ausflüge in die unbekannte Gesellschaft, in der wir leben an, das Ziegler 1995 mit Ulrich Beck und Wilhelm Vossenkuhl gemeinsam verfasst hat", meint KÄSSENS zum Roman von Ulf Erdmann ZIEGLER.

    LÜDKE, Martin (2007): Leute, baut auf dieses Land!
    Ulf Erdmann Zieglers erstaunlicher Roman »Hamburger Hochbahn« erzählt mal eine andere Geschichte der BRD,
    in: Die ZEIT Nr.18 v. 26.04.

    KUNISCH, Hans-Peter (2007): Parzival, St. Louis.
    Ulf Erdmann Ziegler erzählt in seinem Debütroman von der Größe des Mittelmaßes,
    in: Tagesspiegel v. 27.05.

    BEIKÜFNER, Uta (2007): Ansichten eines Moralisten.
    Ulf Erdmann Zieglers Romandebüt über die Generation Unentschlossen,
    in: Berliner Zeitung v. 26.07.

    "Das Leben, von dem in »Hamburger Hochbahn« erzählt wird, wird von einer Generation der Unentschlossenen geführt, die aus den Häusern ihrer Eltern zwar hinausstrebt, aber nicht weiß, wohin: »Die meisten in meiner Altersgruppe, schieben alles auf. Man heiratet nicht und baut auch keine Häuser und gründet auch keine Kollektive.« Nicht in einem Zuhause, sondern in der Theorie verankert Ziegler das Leben seiner Hauptfigur. Die Daseinserfahrung dieser Übergangsexistenz ist nicht im Verlust von Sicherheiten zu suchen. Der schöne Schein ist wichtiger als ein erfülltes Sein. 1959 geboren, gehört Ziegler einer Generation an, die zu jung für Flower Power und 68er Revolte und zu alt für Punk war. Wild ging es nicht zu, es ist nur ein Knabbern an den Rändern aufgeregter Zeiten, was diese Generation umtreibt. Das ist mäßig interessant, auch wenn der Autor gekonnt davon erzählt", meint Uta BEIKÜFNER.

     
           
       

    Eigenes Leben (1995).
    Ausflüge in die unbekannte Gesellschaft
    (zusammen mit
    Ulrich Beck und Wilhelm Vossenkuhl)

    München: C. H. Beck

     
       
         
     

    Klappentext

    "Die Anforderungen und Risiken einer zunehmend undurchschaubaren Gesellschaft lassen jedem nur noch die Chance des eigenen Lebens; sie verunsichern uns, aber sie eröffnen auch ungeahnte Möglichkeiten. Dieses Buch leistet ganz Außergewöhnliches: Es läßt uns am Beispiel von etwa sechzig Zeitgenossen besser verstehen, auf welche Grundlagen und Spielregeln unser Leben sich in Zukunft einzustellen hat."

    Pressestimmen

    "1995 ließ Beck die Idee vom »eigenen Leben« in einem Buch gleichen Titels durch Fotos von Timm Rautert und biografische Skizzen von Ulf Erdmann Ziegler illustrieren. Dabei beinhaltete dieses Buch zum größten Teil Geschichten aus dem Leben der gesetzteren Ex-Alternativszene. Die »Ausflüge in die unbekannte Gesellschaft, in der wir leben« galten eher einer Versammlung von allzu bekannten Figuren: die lesbische Steuerfachgehilfin, der schwule Akademiker, der alleinstehend-unpatriarchale Vater, der Punk-Computerfachmann, der Skater. Zusammen mit den ebenfalls auftauchenden Lehrerinnen, Frauenärztinnen oder Taxiunternehmern würde dieses Milieu heute unter »Neue Mitte« firmieren. Obwohl Arbeiter immer noch einen nicht unwesentlichen Teil der Bevölkerung ausmachen, kamen sie hier ganz einfach nicht vor. Und auch wenn Beck zwischen »Risikobiografien« und kaum noch zu kalkulierenden »Gefahrenbiografien« unterschied, blieben die gefährdeten Existenzen konsequent draußen.".
    (Mark Terkessidis in der TAZ vom 17.02.2001)

     
         
     
           
       

    Das Buch in der Debatte

    TERKESSIDIS, Mark (2001): Der Blick aus der Limousine.
    Seit fünfzehn Jahren bespielt der Soziologe Ulrich Beck jedes verfügbare öffentliche Forum mit seinen höchst anschlussfähigen Trendformeln. Doch bei seinen metapolitischen Diagnosen ist Empirie Mangelware. Eine kritische Bilanz,
    in: TAZ v. 17.02.

    Infos zu: Mark Terkessidis - Autor der Generation Golf
     
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 27. September 2003
    Update: 30. März 2015