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Viola
Roggenkamp: Frau ohne
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Kurzbiographie
- 1948 geboren
- 2004 Debütroman
"Familienleben"
- 2004 Buch
"Frau ohne Kind"
- Mitglied im Kuratorium des
Feministischen Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung
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Aktuellster
Beitrag
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Viola Roggenkamp in
ihrer eigenen Schreibe
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ROGGENKAMP, Viola (2002): Sexismus and the City.
Herr Kimmel sagt über seine Geschlechtsgenossen: Männer
fühlen sich schlicht normal. (US-Soziologe und Profeminist
in der taz vom 6. 9. 2002),
in: TAZ v. 25.09.
-
ROGGENKAMP, Viola (2003): Blassblaugrün wie das Leben und
rot wie der Sex,
in: Welt v. 08.02.
- Inhalt:
Viola ROGGENKAMP u.a. über zwei Bücher
von Sibylle BERG:
"Das
gute Buch tritt im Umschlag in die Öffentlichkeit. Ein gutes
Buch kommt nicht nackt daher. Kaum habe ich das gute Buch zu
Hause, ziehe ich es aus, und da ist der Moment von tief
rotem Karton oder sandfarbenem Leinen.
Zwei Bücher sind dabei von Reclam aus Leipzig, die haben
nichts um. Die arme Ostverwandtschaft. Ich lege sie auf
meinen runden Küchentisch und befühle den Einband. Sanftes
Geriffel unter den Fingerspitzen. Beide hat
Sibylle Berg
geschrieben, und auf dem Titelbild des einen Buches liegt
die Autorin höchstpersönlich im Bett und daselbst
gleichfalls ohne Umschlag.
Als „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“
vor sechs Jahren erschien, war es sofort ein Erfolg. Ein
sezierender Blick auf das Geschlechterverhältnis vorgetragen
im Ton naiver Zumutung. Aber da ist mehr"
-
ROGGENKAMP, Viola (2003): Leben im Frauenfeindesland,
in: TAZ v. 30.07.
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ROGGENKAMP, Viola (2004): Das Alter ist im Kommen.
Als meine Freunde mir eine Überraschungsparty zu meinem
60. Geburtstag spendierten, hätte ich sei alle ermorden
können (Betty Friedan in "The Fountain of Age")
in: TAZ v. 21.04.
- Inhalt:
Viola Roggenkampf, die Frau ohne
Kind, provoziert die Jungen und
Frank SCHIRRMACHER samt
Männer-FAZ mit Sätzen wie:
"Ich gehöre zu der Generation,
die länger lebt, als sich das die Rentenpolitiker vor
dreißig Jahren so dachten. Ich bin da, mich gibt es. Ich
will noch lange mitreden. (...).
Das Alter ist im Kommen. Große Aufgaben liegen vor uns.
Wir brauchen eine neue Frauenbewegung, wir brauchen den
Aufstand der alten Frauen. Wir leben am längsten, wir sind
wichtig"
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Viola Roggenkamp im Gespräch
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Rezensionen
- ROX (2004): Frau, ohne Kind,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 17.04.
- Inhalt:
ROX stellt das Buch "Frau ohne Kind"
von Viola ROGGENKAMP vor:
"Die
Publizistin Viola Roggenkamp hat dreizehn Frauen im Alter
zwischen 30 und 55 Jahren um eine opulent gedeckte Tafel
versammelt. «Sechs von uns konnten noch bequem Mutter
werden, drei sassen auf der Kippe, für die anderen vier an
meinem Tisch war das Thema gegessen, sie waren Mitte, Ende
vierzig und zwei über fünfzig, eine davon war ich. Keine
von uns dreizehn Frauen war Mutter.»"
- BANTEL, Nadia
(2004): Brachliegende Weiblichkeit.
Viola Roggenkamp hat kinderlose Frauen in die Küche
geladen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.07.
- Kommentar:
BANTEL stimmt den Leser mit der
üblichen
politisch korrekten Konstruktion der
Geburtenkrise auf die
damit alternativlose Lesart des Buches "Frau ohne Kind"
von Viola ROGGENKAMP ein.
Kinderlose Frauen werden
in dieser Mainstreamperspektive zu Opfern
gesellschaftlicher Verhältnisse stilisiert.
Was
Matthias WINKLER
als grenzverletzende Diskussion ("Borderline der
Gürtellinie") kritisiert, das wird von BANTEL begrüßt:
"Die Furcht, das Gespräch
unter den einander unbekannten Frauen könnte stocken, war
unbegründet. Kein Kind zu bekommen, das verdeutlicht das
Buch, nimmt in der Gedankenwelt eine beherrschende Rolle
ein. Die Gedanken der Kinderlosen kreisen - um das
fehlende Baby, um das Altern, um die eigene Mütterlichkeit
und die Fürsorge anderer Frauen."
- Neu:
WALTER, Birgit (2004): Es fehlt an
brauchbaren Vätern.
Zwölf Frauen erklären, warum sie keine Kinder haben und ob sie
deswegen etwas vermissen,
in: Berliner Zeitung v. 16.08.
- Kommentar:
"Wer fragt schon eine Frau ohne Kind, warum
sie eine Frau ohne Kind ist?"
WALTER sieht hinter dieser
Frage nur Abgründe lauern, weswegen Nicht-Verwandte sich vor
falschen Fragen hüten sollten.
Politiker hüten sich
dagegen nicht vor falschen Fragen. Nein! Die öffentliche
Debatte fragt erst gar nicht, sondern hat die Antworten
schon parat.
Dem gesellschaftlichen
Geständniszwang durch den öffentlichen Diskurs hat
ROGGENKAMP mit ihrem Buch Genüge getan.
WALTER bringt den
kinderlosen Karrierefrauen, die ihre Motive offen legen,
jedoch viel Unverständnis entgegen.
Weder findet sie Beruf und
Familie unvereinbar, noch lässt sie das Fehlen akzeptabler
Männer als Rechtfertigung der Kinderlosigkeit in Deutschland
gelten. Für WALTER ist Kinderlosigkeit stattdessen das
Ergebnis der widernatürlichen Rationalität moderner Frauen:
"Die
Entscheidung trifft nicht der Intellekt, sondern der
Instinkt. Und der wird nun zunehmend gestört durch die
Unabhängigkeit der Frau, den Anspruch an ihr Leben, die
gesellschaftlichen Umstände."
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Das Buch in der Debatte
-
MÜNCHHAUSEN, Anna von (2004): Der Kinderschreck.
Das Land vergreist, aber wer ist schuld daran? Frauen,
die nur an Karriere denken? Von zögerlichen Männern ist in
der Debatte um Kinder-Mangel selten die Rede,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
30.05.
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Weiterführende
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