"Sie
arbeiten am Bau, pflastern Straßen, setzen
Randsteine, reparieren, was kaputt ist. Sie
behandeln ihre Kollegen nicht unbedingt besser als
der Chef sie. Die Arbeit ist eintönig, nervend, geht
an die Grenzen. Manchmal hilft Bier, manchmal Dope,
manchmal gar nichts mehr. Über Frauen wird eine
ganze Menge geredet, oft nur das, und darüber, wie
es weitergeht. Dann kommt der Feierabend, das
Wochenende, auch da läuft nicht alles rund.
Einerseits. Andererseits ist das das Leben, das man
hat, und ein anderes steht nicht auf dem Lohnzettel.
Wenn Pjotr an die Tür klopft, kann man ihn doch
nicht draußen stehen lassen. Hereinspaziert, aufs
Sofa oder an den Küchentisch mit ihm. Und dann: ein
Bier und ein Omelett gegen eine Geschichte. Kein
schlechter Tausch, lieber Leser."
Pressestimmen
"In jedem Dorf, in jeder Kleinstadt gibt es
drei oder vier Gestalten, eine kleine Clique, die
wirklich cool ist, die aber zum Erstaunen aller nie
Anstalten macht, ihr Dorf oder ihre Kleinstadt zu
verlassen und dabei immer cooler wird. Leute wie
diese beneidet man schon früh dafür, wie ungemein
lässig sie dem Leben begegnen, dass sie eigentlich
nur rumhängen, Drogen nehmen und fröhlich sind und
sich deshalb später einfach nur irgendeinen Job
suchen, der ihnen all das ermöglicht, ohne dass sie
sich dafür krumm machen müssen. Die Helden, die
Henrik Hieronimus in seinem Debüt »Morgens an
irgendeinem Tag« beschreibt, sind genau solche
Figuren."
(Susanne Messmer in der TAZ vom
24.09.2003)