"Was
ist das für eine Zeit, dachte ich, diese
Anfangs-Aufbau-Zeit im Leben eines Menschen? Man
baut Berlin neu auf und wir gucken dabei zu. Ich
fange an, mein Leben aufzubauen, und ich frage mich:
»Was bauen denn die anderen Zwanzigjährigen so?
Runde Häuser? Eckige? Schwarze? Weisse oder bunte?«
Marie Pohl hat in Deutschland, in Amerika und in
Madrid gelebt. Sie spricht mehrere Sprachen. Sie
will in Berlin studieren, aber bevor sich die Tore
der Wissenschaft endgültig hinter ihr schließen,
will sie eine große Reise machen.
Es ist eine eigenwillige und mutige Reise. Es ist
eine Reise auf der Suche nach der eigenen Generation
und der eigenen Identität. Fast ein Jahr ist Marie
gereist. Sie hat acht Weltstädte ausgesucht: Berlin,
Havanna, Buenos Aires, San Francisco, Hanoi, Tbilisi,
Jerusalem und Helsinki. Sie hat sich in jede Stadt
mit Neugier und Leidenschaft gestürzt, auch wenn die
Füße auf so langen Reisen müde werden und die
Einsamkeit in billigen Unterkünften vorprogrammiert
ist. Sie hat in jeder Stadt gelebt, geliebt und
gelitten, getanzt, geschaut und erfahren. Sie kam
zurück mit einem zentnerschweren Koffer voller
Notizen und Tagebücher und voll von Erinnerungen und
Gedanken.
Nun sitzt sie in einem kleinen Zimmer in Berlin und
schreibt das Buch ihrer Reise um die Welt. Sie
schildert ihre neuen Freundschaften und entwirft
dabei ein Bild der Zukunft. Ein Buch für
Gleichaltrige, um Mut zum eigenen Aufbruch zu
schöpfen."
Pressestimmen
"Marie ist eine, vor der jeder Berufsberater
beim Arbeitsamt warnt, ohne sie zu kennen:
»Weltreise? Mit 20? Ohne Ausbildung? Und darüber ein
Buch?« Dann drücken sie einem die Info-Mappe für das
Berufsbild Reiseverkehrskauffrau in die Hand und
sagen: »Machen Sie erst mal was Richtiges.« Nun,
Marie Pohl, die hat alles richtig gemacht: Sie hat
keinen Berufsberater um Rat gefragt.
Sie hat einen Verlag gefunden für ihre Idee,
20-Jährige auf der ganzen Welt zu porträtieren
(»Maries Reise«, Rogner und Bernhard). Neun Monate
war sie unterwegs, der Verlag und der »Stern«
zahlten Ticket und 500 Euro pro Stadt. Sie war in
Berlin, Havanna, Buenos Aires, San Francisco, Hanoi,
Tbilissi, Jerusalem und Helsinki."
(Catrin Barnsteiner in der Welt vom
02.05.2003)
Stimmen zu Marie
Pohl
"Marie Pohl (...) hat bereits resigniert angesichts
des Kuschelverhaltens unserer Generation: »Wenn ich
rebellieren würde, würde ich das auch noch vorher
mit meinen Eltern absprechen«"
(aus: Florian Illies "Generation
Golf zwei", 2003, S.19f.)