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[ Debatte: Familien contra Singles ] [ Autoren der
68er-Generation ]
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Alice
Schwarzer: Und ewig dauern die 70er Jahre
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Aktuellster
Beitrag
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Alice
Schwarzer in ihrer eigenen Schreibe
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- SCHWARZER,
Alice (1999): Alice Schwarzer über Simone de
Beauvoir.
Verräterin
der Weiblichkeit?
in: Spiegel
Nr.9 v. 01.03.
- SCHWARZER,
Alice (2001): Gebärstreik.
Sterben die Deutschen aus?,
in: Emma,
Juli/August
- SCHWARZER,
Alice (2001): Vorgeführt!
Wie die Marke Feldbusch die
Parteien vor ihren Karren spannt - und die darauf
reinfallen,
in: Emma
Nr.5, September/Oktober
- SCHWARZER,
Alice (2001): Die Feldbuschisierung.
Verdummung statt
Aufklärung. Egoismus statt Mitgefühl.
Marionetten statt Menschen.
Die Konfrontation Feldbusch/Schwarzer bei Kerner
erregte die Nation nicht minder als Boris &
Babs. Warum? Was steckt dahinter bei Menschen und
Medien?,
in: Emma
Nr.5, September/Oktober
- SCHWARZER,
Alice (2002): Alles erreicht?
EMMA, Angela und all die
anderen,
in: Emma
Januar/Februar
- Inhalt:
SCHWARZER erläutert
u.a. die Tragik von Karrierefrauen wie
Angela MERKEL:
"Auf dem Weg in die Männerwelt
laufen sie Gefahr, ihre Wurzeln als
Frauen zu verleugnen, ja zu verlieren.
Ein wurzelloser Mensch aber ist
unauthentisch. Solche Frauen sind dann
keine Frauen, die ihren Mann stehen - sie
sind trotz demonstrativer Weiblichkeit
nur halbe Frauen und trotz erkämpfter
Männlichkeit nur halbe Männer. Das
spüren die Frauen. Und die Männer
übrigens auch. Und genau das macht so
manche erfolgreiche Frau nicht stärker,
sondern schwächer. Denn sie gehört
weder zu den einen, noch zu den anderen.
Ihr Ziel aber müsste es sein, zu beiden
zu gehören."
-
SCHWARZER, Alice (2002): Weil ich Sie mag,
in: Spiegel Nr.46 v. 11.11.
- Kommentar:
Blattmacher unter sich:
Ein Nachruf
-
SCHWARZER, Alice (2003): Nur Mutti hat die ganze Macht.
Deutsche Frauen werden Fußballweltmeister, gebieten über Verlage
und regieren auch sonst kräftig mit. Als Vorbilder mag sie die
Gesellschaft trotzdem nicht akzeptieren,
in: Die ZEIT Nr.45 v. 30.10.
- Inhalt:
Alice SCHWARZER befasst sich u.a. mit der
Mediendebatte um die Männerdämmerung:
"Die
neuen Frauen wollen sich nicht mehr zwingen lassen zu wählen, sie
wollen gleichzeitig ein weibliches und ein männliches Leben leben.
Sie sind die Töchter der Emanzipation (...). Sie leben aber leider
in einer Welt, in der Frauen weit davon entfernt sind, einfach nur
Mensch sein zu dürfen, sondern noch immer – und neuerdings wieder
verschärft – an der Frauenelle gemessen und auf ihr Frausein
zurückgeworfen werden.
Symptomatisch dafür war im Sommer 2003 ein Feuilleton-Spektakel
über die angebliche »Männerdämmerung«, heraufbeschworen von Frank
Schirrmacher, dem Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Von einer »Unterwerfung« der Männer durch die »mächtigen Frauen«
war da wohlig-erschauernd die Rede (...). Machtübernahme der
Frauen oder Domina-Fantasien der Männer? Wohl eher Letzteres.
(...).
Nach der Schirrmacher-Veröffentlichung griffen mehrere weibliche
Edelfedern in Folge zum Laptop und (...) erinnerten daran, dass,
keine Sorge, 95 Prozent der Produktionsmittel und 99 Prozent der
Alphajobs weiterhin fest in Männerfaust sind.
Aber das alles weiß auch der Feuilletonherausgeber der FAZ, denn
es steht ja täglich in seinem Wirtschaftsteil. Und darum geht es
ihm auch gar nicht. Es geht ihm ganz einfach um die grundsätzliche
und routinemäßige Feststellung: Eine Frau bleibt eine Frau bleibt
eine Frau. Und in der Tat, es ist was dran. In Zeiten der
Forderung nach Partizipation ist es ein Trick, Frauen auf der
Bühne vortanzen zu lassen, während Männer hinter den Kulissen die
Strippen ziehen – und dann gerade diese Frauen gleichzeitig zur
demütigen Demonstration von »Weiblichkeit« zu nötigen."
- Neu:
SCHWARZER, Alice (2010): Offener Brief an Kristina Schröder,
in: aliceschwarzer.de v. 08.11.
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Alice
Schwarzer im Gespräch
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- HORÁKOVÁ,
Dana (2000): "Nett, wenn Männer
weinen".
Mit ihrem Weltseller
"Der kleine Unterschied" schreckte
Alice Schwarzer 1975 Deutschlands Frauen auf.
Morgen erscheint "Der große
Unterschied",
in: Welt
am Sonntag v. 15.10.
- WEBER, Antje
(2000): Ich lauf' nicht mit der Schere rum.
Alice Schwarzer über das
Image des Feminismus und die Illusionen der
Jüngeren,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 04.12.
- HAGER,
Angelika (2000): Alice Schwarzer im Interview,
in: Profil
Nr.50 v. 11.12.
- DIEFENBACH,
Ute & Mareen LINNARTZ (2001): Heute lass ich
eher mal den Colt stecken.
Alice Schwarzer über ihre
erste Liebe, den neuen Tussen-Trend und die
kleinen Grübchen von Elvis,
in: Frankfurter
Rundschau v. 02.06.
- BRÜDERLIN,
Ruth (2001): Alles bestens?
30 Jahre Frauenbewegung: Die
Tänzerin Anisch und die Feministin Alice
Schwarzer über die Rolle der Frau heute,
in: Facts
Nr.23 v. 07.06.
- GREFE,
Christiane & Annette RIEDEL (2002): Das
Streitgespräch am Freitagabend.
Ein
Gespräch mit Alice Schwarzer,
in: Tacheles.
Sendung des DeutschlandRadio
v. 25.01.
- ODIJK,
Patrick van (2002): Keine Angst vor
"Emma",
in: Der Abend. Sendung des
SWR 1 v. 25.01.
- HAASE,
Gerhard (2002): Die unversöhnlichen Frauen.
Wie
Alice Schwarzer zur engagierten Feministin wurde.
Vor 25 Jahren gründete sie die Zeitschrift
"Emma",
in: Berliner Zeitung v.
26.01.
- HAGER, Angelika (2002): "Wollt ihr den
totalen Kuchen?"
Eben erschien Alice Schwarzers Feminismus-Bilanz "Alice im
Männerland". Im Dezember wird Deutschlands viel gehasste Frau 60.
Ein Gespräch über ein Leben im Fadenkreuz, Untergriffe und die
Hausfrauenwirkung der deutschen Kanzlergattin,
in: PROFIL Nr.39 v. 23.09.
- Kommentar:
Alice SCHWARZER sieht in
Katja KULLMANN, der Autorin von
"Generation Ally", eine ihrer Nachfolgerinnen.
Desweiteren propagiert
sie weiterhin ihre Gebärstreik-These und kürt
Superweib Cherie
BLAIR ("Mutter von vier Kindern und eine tüchtige Anwältin noch
dazu") zum Role-Model.
Auf die Frage nach der
fortdauernden Stigmatisierung der kinderlosen Frau geht SCHWARZER
nur widerwillig ein ("Ja, neuerdings scheint die Mutterschaft
wieder zum Pflichtprogramm zu gehören"), um sofort zum politisch
korrekten Thema Mütterfalle überzuwechseln.
-
KÖPPEL, Roger & Thorsten STECHER (2003): "Ich bin es leid, eine Frau
zu sein".
Lässt sich das Patriachat doch noch abschaffen? Weshalb betrügen
die Mänenr ihre Partnerinnen immer mit einer Jüngeren? Und was ist
das Geheimnis wirklicher Pornografie? Zu Gast bei Alice Schwarzer,
Deutschlands grosser Feministin,
in: Weltwoche Nr.49 v. 04.12.
- Kommentar:
"Wo sehen Sie den Backlash?
Überall. Im Schlankheitswahn. Im Schönheitswahn.
Im angeblichen Babyboom. Das ist nicht ohne Komik, dass man in
den Medien überall Stars mit platzenden Bäuchen sieht. In Wahrheit
geht die Geburtenrate aber dramatisch zurück. Wir haben keinen
Babyboom, sondern einen Babystreik", behauptet Frau SCHWARZER.
Möglich, dass die
Rede
vom Babyboom noch übertrieben ist (auch die aktuellste
Datenlage bildet nur die Vergangenheit ab),
die Rede vom "Babystreik", worunter wohl der
übliche Gebärstreik gemeint sein soll, ist ebenfalls falsch.
Zum "Krieg der Geschlechter"
hat SCHWARZER ebenfalls etwas zu sagen:
"Könnte es sein, dass das
Postulat von der absoluten Gleichheit die Geschlechter
überfordert?
Man bekommt Freiheit natürlich nicht geschenkt. Man hatte sich
eingerichtet in der Hierarchie, in den Abhängigkeiten, es wurde
geschwiegen, die Türe zugemacht. Jetzt versucht frau den
aufrechten Gang. Natürlich löst das Verunsicherung aus, bei beiden
Geschlechtern. Sie gleiten ja nicht von der die Menschen
verbiegenden Ungleichheit strahlend in die Gleichheit. Und
trotzdem ist in diesen wenigen dreissig Jahren eine wahre
Revolution in den Köpfen passiert. Für die jungen Frauen von heute
ist es selbstverständlich, neben der Familie einen Beruf zu haben.
Wir sind für solche Forderungen früher ausgelacht worden. Auch den
jungen Männern von heute tut es gut, auch mal Mensch sein zu
dürfen und nicht nur Maschine wie ihre armen Väter und Grossväter.
Sie reden von «Verunsicherung». Ihre
Kritiker, wie der
deutsche Soziologe Rainer Paris, sprechen von einer aktuellen
«Eiszeit». Die permanente Ideologisierung des
Geschlechterverhältnisses, die Tatsache beispielsweise, dass jedes
Kompliment als plumpe Anmache interpretiert wird, habe das
Grundvertrauen zwischen Mann und Frau zerstört.
Ach wissen Sie, so ein Wissenschaftler steht ja auch nicht
ausserhalb seiner Haut. Dem ist vielleicht gerade die Frau
weggelaufen, schon fängt er an, von einer «Eiszeit» zu reden",
kontert SCHWARZER.
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Klappentext
"Die neuen Freiheiten, die Folgen der
Emanzipation, sind Herausforderung und Bedrohung
zugleich. Sie erfordern neue Antworten.
DIE ANTWORT
auf neue Frauenverdummung und altes Machotum. Auf
Fundamentalismus und Biologismus. Auf Jugendwahn und
Diätterror. EIN PLÄDOYER für gleiche Chancen und
Rechte. Für Väter mit Kindern und Mütter mit
Berufen. Gegen das schlechte Gewissen und für ein
selbstverantwortliches Leben.
Alice Schwarzer prägt als Autorin und Aktivistin
seit dem Aufbruch der Frauen Anfang der 70er-Jahre
den Diskurs und die Praxis der Emanzipation in
Deutschland und weit darüber hinaus. Sie ist nicht
nur selber ein Stück lebendiger Frauengeschichte,
sondern immer wieder auch Vordenkerin und
Tabubrecherin. Ob mit ihrer frühen Kritik am
islamischen Fundamentalismus oder mit ihrer
überraschenden Offenheit für eine konservative
Kanzlerin: Immer stehen für sie die Interessen von
Frauen im Zentrum.
Jetzt legt Alice Schwarzer, mit der Summe ihrer
Erfahrung und der Leidenschaft ihrer
Provokationslust, erneut ein Buch vor. 1975 löste
sie mit dem »Kleinen Unterschied« einen ersten
Emanzipationsschub aus. Ihre »Antwort« auf die
Folgen dieser Emanzipation könnte den zweiten Schub
auslösen. Denn erstmals in der Geschichte der
westlichen Kultur sind Frauen uneingeschränkt
gleichberechtigt, zumindest auf dem Papier. Die Welt
steht ihnen offen. Dennoch fällt ihnen der Schritt
in diese Welt schwer. Sie frösteln im kühlen Wind
der Freiheit. Frauen laufen Gefahr, sich in Zeiten
der Arbeitslosigkeit in alte Rollen zu flüchten. Und
Männer könnten der Versuchung erliegen, die lästigen
Konkurrentinnen in die »Rolle der Frau«
zurückzuschieben.
Alice Schwarzer fragt, wie es sein kann, dass Frauen
und Mädchen sich in einer Welt des Überflusses
weghungern. Und dass vom Machtverlust bedrohte und
von der Selbstverantwortung überforderte Männer sich
in ihrer Sucht nach einfachen Antworten weltweit in
religiösen Fundamentalismus oder
pseudowissenschaftlichen Biologismus flüchten.
Doch sie ist
sicher: Die Töchter und Söhne der Emanzipation sind
nicht mehr aufzuhalten. Sie haben sich auf den Weg
gemacht."
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Rezensionen
-
WEHLER, Hans-Ulrich (2007): Eine Lanze für Alice Schwarzer.
Ohne Alice Schwarzer sähe unsere Welt schlechter aus.
Findet der Historiker Hans-Ulrich Wehler nach der Lektüre
ihres neuen Buches «Die Antwort», in dem sie eine Bilanz
ihres Tuns zieht,
in: Weltwoche Nr.21 v. 24.05.
- LAU, Mariam (2007): Feministisches
Spießertum.
Alice Schwarzer stellt in Berlin ihr neues Buch "Die
Antwort" vor - Fragen hat sie leider keine,
in: Welt v. 31.05.
- DORN, Thea (2007): Lila Rost.
Alice Schwarzer zertrümmert die Kernsätze des
Patriarchats und gibt Eva Herman eine altlinke,
antibürgerliche Antwort,
in: Welt v. 02.06.
- Inhalt:
"Besonders ärgerlich werden sachliche
Ungenauigkeiten an Stellen, an denen die Autorin
Recherchegenauigkeit demonstriert: »Der wahre Kinderknick
hat nicht heute stattgefunden, sondern zwischen 1970 und
1975. In diesen Jahren ist die Statistikkurve in Deutschland
von 2,5 Durchschnittskindern pro Frau auf 1,5 gefallen
(heute 1,4)« In Zeiten, in denen selbst ernannte Reiter der
demografischen Apokalypse mit schriller Stimme
Halbwahrheiten verbreiten, freut man sich über Sätze wie
diesen. Der einzige Haken: Auch dieser Satz ist nur halb
wahr.
Ein Blick in die deutsche Geburtenstatistik zeigt, dass der
korrekt bezifferte Rückgang von durchschnittlich 2,5 auf 1,5
Kinder pro Frau nicht zwischen 1970 und 1975 stattgefunden
hat. Sondern zwischen 1964 und 1975. Dass dieser Fehler
nicht schlichter Schlampigkeit geschuldet ist, sondern
Methode hat, wird klar, sobald man weiter liest: »Kein
Vertun also: Es war nicht die Pille, die ab Mitte der 60er
Jahre das Sexualverhalten veränderte, es war die
Frauenbewegung.« - Und die gab es im Gegensatz zur Pille
eben erst in den 70ern, weshalb die Jahreszahlen frisiert
werden", kritisiert Thea DORN.
-
NEWMARK, Catherine (2007): Update in Sachen
Geschlechterpolitik.
Alice Schwarzer: "Die Antwort",
in: DeutschlandRadio v. 05.06.
-
SCHLAFFER, Hannelore (2007): Nicht dümmlich lächeln.
Alice Schwarzers Streitlust is neu erwacht: In der Krise
der Emanzipation schreibt sie ein neues Buch. Nur die
Kassiererinnen hat sie vergessen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.06.
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Klappentext
"Alice Schwarzer
blickt anlässlich ihres 60.
Geburtstags zurück ein
brillantes Stück Zeitgeschichte
Sie bewegt seit 30 Jahren die
Gemüter und wird das wohl
auch weiterhin tun. Diese
Zwischenbilanz ihrer Arbeiten in
Printmedien und Fernsehen zeigt,
warum: Alice Schwarzers Ideen von
gestern und heute sind nicht selten
die Themen von morgen. Zum Beispiel:
Die Ganztagsbetreuung für Kinder
das Wahlthema 2002
fordert sie seit 1973, zuletzt in dem
EMMA-Dossier »Ganztagsschule«,
2000. Über die Homo-Ehe dachte sie
erstmals 1984 laut nach, auch gegen
die Kritik aus feministischen
Kreisen. Missbrauch von Kindern
über »das Verbrechen, über
das niemand spricht« schrieb
sie erstmals 1978, dafür damals noch
ungläubig belächelt. Kein
Berufsverbot für Frauen in der
Bundeswehr das forderte sie
1979 und plädiert heute für ein
»Gemeinschaftspflichtjahr« für
beide Geschlechter, wahlweise im
Militär oder im sozialen Bereich.
Essstörungen über die
»Frauensucht Nr. 1«
veröffentlichte sie 1984 einen
Sonderband und löste damit die
ersten Selbsthilfegruppen aus.
Das Buch: hochaktuelle Texte aus 32
Jahren, ein einleitender Essay,
Rückblicke sowie Analysen ihrer
TV-Highlights: Warum zum Beispiel
waren ihre beiden spektakulärsten
Sendungen mit Esther Vilar,
1975, und mit Verona Feldbusch, 2001,
ausgerechnet Konfrontationen
mit Frauen?"
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Porträts und Berichte
über die Lesereise
- SCHWARZER,
Alice (2000): "Die Saat geht
auf".
Die
Feministin Alice Schwarzer zieht Bilanz,
in: Spiegel
Nr.41 v. 09.10.
- FETSCHER,
Caroline (2000): Alice Schwarzer:
"Ich bin keine Ratgebertante".
Plötzlich
wieder da: Die Feministin fasziniert
junge Menschen,
in: Tagesspiegel
v. 18.10.
- HAMMERTHALER,
Ralph (2000):
Emanzen-Pop,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 18.10.
- KRULLE,
Stefan (2000): Alice Schwarzer träumt -
ein Mann, wer Böses dabei denkt,
in: Welt
v. 31.10.
- BLOBEL,
Brigitte (2000): Den Männern ist die
Lust vergangen.
Alice Schwarzer will
noch einmal die guten alten Zeiten
heraufbeschwören, muss aber feststellen,
dass aus dem kleinen Unterschied
inzwischen ein großer geworden ist,
in: Berliner
Illustrierte Zeitung. Beilage der
Berliner Morgenpost
v. 12.11.
- HAGER,
Angelika (2000): "Mädels, in
Wahrheit wollt ihr einen Mann".
Feminismus. Neues
Buch, altes Leid: In "Der große
Unterschied" holt Mediendarling
Alice Schwarzer zum Rundumschlag gegen
Girlies, Zigarrenraucher und die
"Rein-raus-Methode" aus,
in: Profil
Nr.50 v. 11.12.
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Rezensionen
- OESTREICH,
Heide (2000): Keine Wunder in Alices
Welt.
Die Frauen haben
viel erreicht in den letzten 25 Jahren.
Aber hinter all dem schönen Gerede von
der Gleichberechtigung schlägt "das
dunkle Herz der Männerherrschaft:
Sexualgewalt". Unbeirrt von
postmodernen Differenztheorien will Alice
Schwarzer immer noch gnadenlos
aufklären,
in: TAZ
v. 24.10.
- KAHLWEIT,
Cathrin (2000): Alice in Butter.
Vom dunklen Herz der
Männergesellschaft - ein weiteres Buch
von Alice Schwarzer,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 06.12.
- ROEDIG,
Andrea (2000): Weiter kämpfen.
Gebrauchte
Unterhosen, alte Kleider. Alice Schwarzer
und Mariam Lau sind zwar ganz
gegensätzlich - aber in ihren neuen
Büchern "Der grosse
Unterschied" und "Die neuen
Sexfronten", in denen sie auf mehr
als zwanzig Jahre sexuelle Revolution
zurückblicken, ähneln sich die zwei
bunten Fische in ihrer Unfähigkeit zum
metaphorischen Denken,
in: Freitag
Nr.51 v. 15.12.
- LIESE,
Kirsten (2000): Schwarzer sieht den
Unterschied,
in: Welt
v. 23.12.
- BERG, Sibylle
(2001): Frau 2000 oder Das Scheitern
eines Traums.
Was hat die
Emanzipation den Frauen gebracht? Zwei
grosse Feministinnen ziehen Bilanz -
ebenso klug wie deprimierend die
Bestandsaufnahme von Germaine Greer,
geschwätzig und platt die
Selbstbeweihräucherung von Alice
Schwarzer,
in: Weltwoche
Nr.2 v. 11.01.
- MAYER,
Susanne (2001): Frauenwünsche,
Frauenwut.
Wie Alice
Schwarzer mich beinahe zum Weinen
brachte. Oder: Wo die Frauenbewegung noch
viel zu tun hat,
in: Die
ZEIT Nr.6 v. 01.02.
- LÖHNDORF,
Marion (2001): Gegen den "grossen
Unterschied"?
Alice Schwarzer hat
ein neues Buch geschrieben,
in: Neue
Zürcher Zeitung v.
10.05.
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- HUSEN,
Katja (2000): im wortlaut: Brief an Alice
Schwarzer,
in: TAZ
v. 09.03.
- OESTREICH,
Heide (2000): "Wir sind keine
Frauenfrauen mehr".
Katja Husen vom
grünen Jugendbündnis über ihren
Brandbrief gegen den
Alice-Schwarzer-Feminismus,
in: TAZ
v. 09.03.
- BRUNS,
Gabriele (2000): Das verstaubte lila
Gewand.
Oder: Warum sich der
Feminismus in Deutschland modernisieren
muss.
Mit dem Feminismus ihrer Mütter oder der
Mütter-Generation wollen die heutigen
jungen Frauen wenig bis nichts zu tun
haben. Wie es zu dieser gegenseitigen
Fremdheit gekommen ist, analysiert im
folgenden Beitrag Gabriele Bruns. Die
1968 geborene Autorin hat
Politikwissenschaft, Anglistik und
Internationales Recht studiert und über
das politische System Japans promoviert.
in: Frankfurter
Rundschau v. 16.12.
- MÄRZ, Ursula
(2001): War's das?
Disponibel und
seltsam entwurzelt: Das erschöpfte
Paradigma der Gleichberechtigung,
in:
Frankfurter Rundschau
v. 04.01.
- BUHR, Elke
(2001): Die Brüste gehören zum Service.
Über Push-up-BHs,
das Ally-McBeal-Syndrom und den Stand der
Emanzipation,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.03.
- HENSCHEID,
Eckhard (2001): Veronas Vernichtung.
Alice Schwarzer
logisch gut drauf,
in: Frankfurter
Rundschau v. 04.05.
- WARNAT, Bernd
(2001): Bloß kein reiner Frauenladen.
Ketzerische
Anmerkungen eines Feministen zum Aufstieg
und Fall der Emanzipationsbewegung,
in: Frankfurter
Rundschau v. 12.05.
- BENDKOWSKI,
Halina (2001): "Herstory" -
ohne Geschichte.
Alice Schwarzer warb
einst für das Recht der Frauen auf
Selbstbestimmung nicht Mitleid heischend,
sondern emanzipatorisch. Heute ist sie
berührt - aber wofür steht sie noch?,
in:
TAZ v. 06.06.
- KRUSE,
Kuno (2001): Das Gift des Penis
ausgeschwitzt.
Über 30 Jahre
Frauenbewegung,
in: Stern
Nr.24 v. 07.06.
- SPIEGEL
ONLINE (2001): "Brain trifft
Body".
Alice Schwarzer
versus Verona Feldbusch,
in: Spiegel
Online v. 29.06.
- SCHWABE,
Alexander (2001): Junge Alice trifft auf
alte Verona,
in: Spiegel
Online v. 29.06.
- DECKER,
Kerstin (2001): Gipfel der Weiblichkeit.
Ein Fernsehduell
der besonderen Art: "Brain trifft
Body", schrieb die "Bild".
Brain bin ich!, beschloss Verona. Gegen
so viel Selbstbewusstsein hatte es Alice
Schwarzer schwer,
in: Tagesspiegel
v. 30.06.
- KAHLWEIT,
Cathrin (2001): Frauensache.
Verona Feldbusch und
Alice Schwarzer haben sich nichts zu
sagen, das aber vor reichlich Publikum,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 30.06.
- MÄRZ,
Ursula (2001): Häsin, Igelin.
Verona, Alice und
JBK,
in: Frankfurter
Rundschau v. 30.06.
- HAHN,
Anne (2001): Blub Blub.
Ein
Streitgespräch kam nicht zustande, Alice
Schwarzer und Verona Feldbusch redeten
aneinander vorbei,
in: Jungle
World Nr.28 v.
04.07.
- BUCHSTEINER,
Jochen (2001): Der Busenkrieg eskaliert.
Schwarzer vs.
Feldbusch,
in: Die
ZEIT Nr. 29 v.
12.07.
- SPIEGEL
ONLINE (2001): Die Ewige Feldbusch-Story.
Schröder-Köpf
verschwistert sich mit Verona,
in: Spiegel Online
v. 13.07.
- COSACK,
Bettina & Klaus SCHROTTHOFER (2001):
Ich bin immer ich.
Doris
Schröder-Köpf über Frauen ihrer
Generation und das Leben als
Kanzlergattin,
in: Berliner
Zeitung v. 14.07.
- BEYER,
Susanne & Marianne WELLERSHOFF
(2001): Comeback der Mutter.
Die Emanzipation
steckt in einer Krise: Überraschend
viele Frauen suchen neuerdings ihre
Erfüllung nicht mehr im Beruf, sondern
im Zusammenleben mit Kindern. Die Rolle
des Superweibs, das locker Karriere und
Familie verbindet, überfordert sie.
Triumph althergebrachter Mütterlichkeit?
in: Spiegel
Nr.29 v. 16.07.
- Kommentar:
Leitbilder
sind Ausdruck von Kulturkämpfen:
"Der Imagewandel ist
radikal: Heute, so gibt das neue,
alte Leitbild es vor, ist eine
Frau erst mit Kind vollständig.
In den siebziger Jahren dagegen
galten Kinder vielen
Feministinnen als 'schwere
Ketten' der Frauen." Die
SPIEGEL-Autoren zitieren hier den
Kulturkampf
zwischen kinderlosen
Karrierefrauen und berufstätigen
Müttern,
der seit Mitte der 70er Jahre die
Frauenbewegung prägt.
Mit
der Realität in Deutschland hat
das nichts zu tun, denn: "im
Topmanagement gibt es nur noch
mickrige 3,5 Prozent
Frauen". Davon sind die
Hälfte sogar Mütter! Die
kinderlose Powerfrau ist also
genauso wie Hera
LINDs Superweib
keine statistisch relevante
gesellschaftliche Grösse. Wenn
die Autoren deshalb einen
Wertewandel konstatieren, dann
scheint dies - wenn überhaupt -
nur ein Wertewandel der Elite zu
sein.
Die
Proklamierung des
SPIEGEL-Frauenleitbilds
"50er-Jahre-Vollzeitmutter"
ist bevölkerungspolitisch
motiviert: "Ob die aktuelle
Wandlung des kulturellen
Leitbildes - von der Powerfrau
zur Brutpflegerin - am Ende zu
einem neuen Kindersegen
führt?" fragen sich die
Autorinnen bange.
Das
EMMA-Frauenbild ist dagegen die
kinderlose Karrierefrau:
"Gebärstreik"
titelte deshalb die
Frauenzeitschrift von Alice
SCHWARZER in der
Juli/August-Ausgabe.
Nicht die Vollzeitmutter, sondern
die berufstätige Karrieremutter
ist das Mutterleitbild von Alice
SCHWARZER.
- LAKOTTA,
Beate (2001): Nachwuchs in der
Warteschleife.
Erst Karriere, dann
Kinder: Ärzte verhelfen zu später
Mutterschaft,
in: Spiegel
Nr.29 v. 16.07.
- Inhalt:
Eine
Karrierefrau ohne Kinderwunsch
ist defizitär, aber eine
Karrierefrau mit spätem
Kinderwunsch ist
unverantwortlich!
- LEDER,
Dietrich (2001): Ironie mit System.
"Feldbuschisierung"
der Politik. Die Strategie, nie etwas so
zu meinen, wie es gerade gesagt wurde,
erscheint allen Parteien
erfolgversprechend,
in: Freitag
Nr.30 v. 20.07.
- Inhalt:
"Feldbusch
steht als Beistellpuppe für das
etwas andere Produkt", meint
LEDER und fragt deshalb:
"Wieso sollte die Politik
nicht nutzen, was der Industrie
oder halbstaatlichen Unternehmen
wie der Expo frommt?" Das
Medienduell zwischen SCHWARZER
und FELDBUSCH war für LEDER
nicht allein der Ausdruck eines
Generationenkonfliktes, sondern
zugleich ein "Kampf zwischen
zwei unterschiedlichen
Medienstrategien. Alice Schwarzer
agierte als das klassische
TV-Modell der siebziger Jahre,
das seine Entbehrungen ('Ich
arbeite als Herausgeberin 100
Stunden die Woche!'), Wunden und
Narben herzeigt, um damit
Authentizität zu suggerieren,
und das zugleich die Gesellschaft
mittels statistischer Daten
herbeizitiert, um für sich das
Recht auf Relevanz zu erstreiten.
Gegen sie trat Verona Feldbusch
als das Internet-Modell der
neunziger Jahre an, das Ironie
zum System erhoben hat, das sich
sofort von dem distanziert, was
es gerade von sich gegeben hat,
das nie etwas so meinte, wie es
gerade noch falsch gesagt wurde,
das sich selbst und ihren (wie
immer modellierten) Körper als
die erste und letzte Instanz
präsentiert."
- MIKA,
BASCHA (2001): Der Welthandel wird
wanken.
Oder: Warum
Verona Feldbusch das Vorbild für
Kritiker der Globalisierung sein sollte,
in: TAZ
v. 27.07.
- Textauszug:
"Nach
dem Streitgespräch zwischen
Feldbusch und Alice Schwarzer
kürzlich im ZDF fragten sich
alle verzweifelt, ob denn
Feldbusch nun eine emanzipierte
Frau sei oder nicht (...).
Feldbusch ist weder un- noch
emanzipiert. Sie ist jenseits von
Gut und Böse pragmatisch (...).
Da kommt eine Alice Schwarzer
nicht mehr mit. Die ist zwar in
ihrem unternehmerischen Handeln
als fernsehgerechte Oberemanze
und Emma-Chefin
selbst brutal pragmatisch, darf
das aber nie zugeben, da sie -
typisch für ihre Generation -
alles durch ideologische
Überhöhung zu rechtfertigen
pflegt.
Dieser Habitus war und ist
meistens verlogen. Der
leidenschaftliche Pragmatismus
einer Verona Feldbusch (...)
hingegen (wirkt) hochgradig
authentisch und (ist) populär
(...). Wenn Feldbusch sich nicht
nur, wie sie angekündigt hat,
demnächst politisch engagiert,
sondern auch noch als
Globalisierungskritikerin
auftritt, als Gipfelstürmerin -
der Welthandel geriete ins
Wanken."
- BESTE,
Ralf & Petra BORNHÖFT (2001): Das
Ende der Generation Lila.
Die SPD hat die
Frauenbewegung für tot erklärt. Kanzler
Schröder sieht in der Familie die
Keimzelle des Staates und die
Arbeitsreserve für den Standort
Deutschland. Auch unter den jungen Frauen
des linken Flügels spielt der Feminismus
keine Rolle mehr,
in: Spiegel
Nr.32 v. 06.08.
- Kommentar:
Nachdem der
SPIEGEL das "Comeback der
Vollzeitmutter" (Nr. 29 v.
16.07.2001) angekündigt hat,
reicht er nun den "Tod des
Feminismus" nach - gemeint
ist natürlich nur der
70er-Jahre-Feminismus à la Alice
SCHWARZER. Es lebe der
Postfeminismus à la Verona
FELDBUSCH!
- KNECHT,
Doris (2001): Wir sind alle Pioniere.
Eine
Frau will und soll heutzutage alles sein:
stark, sexy, selbstbestimmt. Das ist
spannend, aber anstrengend, mit oder ohne
Mann: Wo ist der Katalog mit den
Lebensmustern, nach denen man sich
richten kann?
in: Das
Magazin. Beilage des Tages-Anzeiger
v. 18.08.
- Inhalt:
Eine Hymne
auf "Sex and the City"
und eine Kritik
am Bridget-Jones-Film.
KNECHT geht zur Begründung
zurück ins Jahr 1973 zu Erica
Jong ("Furcht vorm
Fliegen"), die nach KNECHT
das Konzept der Schlampe in die
Literatur eingeführt hat und
landet beim Disput von Alice
SCHWARZER und Verona FELDBUSCH.
KNECHT stellt die Frage, wie es
einer Frau gelingen kann,
"ein paar Anteile
ernsthaften Schwarzerismus und
ein paar Anteile fröhliches
Feldbuschoid in der individuellen
Persönlichkeit unterzubringen
und sich mit einer Prise der
sexuellen Anarchie von Erica
Jong, einer Portion der
lustvollen Körperlichkeit von
Madonna,
einer Dosis der
sicherheitsorientierten Heilsidee
von Bridget Jones und unter
Verzicht auf die gruselige
Realität von «Sexy Sommer» zu
einem alltagstauglichen Modell
moderner Weiblichkeit zu formen?
Wie und woraus bastelt man sich
eine robuste, moderne weibliche
Psyche? Wo ist der Katalog, aus
dem man sich ein modernes
Lebensmuster aussuchen
kann?" Nach Meinung von
KNECHT liefert die
"brauchbarsten und
explizitesten Antworten auf diese
Fragen (...) momentan die
amerikanische TV-Serie «Sex and
the City»"
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- HOFF, Hans
(2001): Alice im Frauenland.
"Emma"
wird 25 Jahre alt und sucht jetzt den
Humor,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 17.12.
- Kommentar:
HOFF
berichtet über das Jubliläum
von "Emma", einer
Zeitschrift von und mit Alice
SCHWARZER, die "manche
eingestelllt wähnten, die aber
noch so um die 55000 Exemplare
verkauft und dabei auf 30000
Abonnentinnen und 1437 Frauen in
92 Emma-Clubs vertrauen kann. All
diese Frauen bekommen inzwischen
ein erwachsenes Blatt mit
mehrheitlich ordentlichen
Beiträgen, passablen Porträts
und vielen Übernahmen aus
Qualitätszeitungen."
- HEY (2001):
Falsche Frauen.
Wie "Emma"
ihr Jubiläum feiert,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 18.12.
- KOK,
Elmar (2001): Jeder Fünfte würde
"Emma" wählen.
Zum
25. Geburtstag von "Emma"
präsentiert Alice Schwarzer eine
schmeichelhafte Studie über sich und
ihre Zeitschrift
in: TAZ
v. 18.12.
- KLEIN,
Nina (2001): Männer machen Kriege -
Alice Schwarzer for President.
Das
Monatsmagazin "Emma" feiert
seinen 25. Geburtstag,
in: Welt
v. 18.12.
- BINDER,
Elisabeth (2001): Hinter den Linden.
Alice
im Kanzleramt,
in: Tagesspiegel
v. 18.12.
- BINDER,
Elisabeth (2001): Der neue Glamour,
in:
Tagesspiegel
v. 19.12.
- KOHSE, Petra
(2001): Die Alpha-Frau.
Nach 25 Emma-Jahren
begibt sich Alice Schwarzer unter
Zigarrenraucher und gründet vorerst
keine Partei,
in: Frankfurter
Rundschau v. 19.12.
- Inhalt:
Petra KOHSE
liefert einen bissigen Bericht
über die Pressekonferenz von und
mit Alice SCHWARZER, die ihr
"gusseisernes Lächeln"
lächelte.
Mit
"Ulbricht-Rhetorik" und
"Jubelumfrage" wird der
Stil von SCHWARZER
gekennzeichnet, der bei KOHSE auf
Ablehnung stößt, auch wenn sie
die Verkörperung des Feminismus
für fachlich kompetent hält.
Sie kann sich z.B. mit Floskeln
wie dem "'wortlosen
Gebärstreik' der akademisch
gebildeten
Mittdreißigerinnen"
identifizieren und hält den
Anspruch junger Frauen auf
Vereinbarkeit von Beruf und
Elternschaft für unrealistisch.
Das
Unzeitgemäße der Grande Dame
des Feminismus bringt der letzte
Absatz von KOHSEs Bericht auf den
Punkt:
"Als
nach einer kurzen Fragerunde in
der Paris Bar das Buffet
eröffnet wurde, ergab es sich,
dass direkt über dem
Tellerstapel die Zeichnung eines
erigierten Schwanzes prangte.
Alice Schwarzer hat das nicht
bemerkt. Sie gab
Einzelinterviews. Zum Essen hatte
sie keine Zeit."
- STELZER,
Tanja (2001): Jetzt mach' mal einen
Punkt.
Nach
25 Jahren trifft Alice Schwarzers
Zeitschrift "Emma" noch immer
den Zeitgeist, aber nicht mehr den Ton,
in: Tagesspiegel
v. 19.12.
- BAUSCHMID,
Elisabeth (2002): Die Amme der Emma.
Die Frau mit dem
Heft in der Hand: "Wenn ich mich
klonen könnte..."
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.01.
- Kommentar:
Ein
schlampig recherchiertes
Alice-Schwarzer-Porträt
anlässlich des 25jährigen
Jubiläums der Zeitschrift
"Emma".
- TAZ-Thema
"25 Jahre Emma"
Vor 25 Jahren
gründeten Alice Schwarzer und ihre
Mitstreiterinnen die feministische
Zeitschrift "Emma", die noch
heute die klaffende Lücke zwischen
"Amica" und den
"Männermedien" füllt. So
streitbar es war, so viele Gegenreflexe
hat das Magazin hervorgerufen. Eine
Alternative gibt es nicht.
- Berliner
Zeitung - Magazin-Thema
- FUCHS-MATERNY,
Ursula (2002): Vehemente Streiterin im
Kampf gegen Gewalt.
Alice Schwarzers
Dresdner Rede "Zur Sache:
Deutschland",
in:
Dresdner Neueste Nachrichten
v. 11.02.
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- GRIESE, Inga (2002):
Alice wird gut.
Viele Männer wird es freuen: Alice Schwarzer wird am
Dienstag 60. Doch auf Altersmilde können sie noch lange warten
- ein Besuch in ihrem Emma-Turm,
in: Welt v. 30.11.
-
KULLMANN, Katja (2002): Die Heldin mit dem Monopol.
Heute wird Alice Schwarzer 60 Jahre alt. Mit
aufklärerischem Eifer, ungebrochener Kampflust und ihrer
Zeitschrift "Emma" stritt sie wie keine Zweite für
Emanzipation und Gleichberechtigung, als beides noch undenkbar
schien. Genau darin liegt auch das Problem: Es gibt nur eine
Alice Schwarzer,
in: TAZ v. 03.12.
- Inhalt:
Katja
KULLMANN weiß bereits wie Alice SCHWARZER heute in der
Neue-Mitte-Presse porträtiert wird:
"Heute werden die
Zeitungen wieder einmal voll von Schwarzer-Porträts sein, und
nicht wenige Schreiber werden sich in Hohn und Häme versuchen,
wofür in Porträts über männliche Jubilare nur selten Platz
ist."
Katja KULLMANN setzt
diesem Hennenkampf mit hohem Neidfaktor ihre eigene Würdigung
- mit Seitenhieb auf die TAZ - entgegen:
"Ja, es wäre wirklich
toll, wenn es neben der Emma noch andere Magazine gäbe,
die Frauen nicht nur als Konsumentinnen-Zielgruppe behandeln,
und wenn es neben Schwarzer noch andere gäbe, die die
Ungerechtigkeit und die Gefahr des Backlash mit solcher
Ausdauer thematisierten. Es wäre prima, wenn es verschiedene
Stimmen, Tonfälle, Dialekte gäbe, die die Idee des Feminismus
weitertragen, nicht nur den Schwarzer-Tenor. Mag sein, dass
Schwarzer die Boxhandschuhe angezogen hat, um sich den Platz
zu erkämpfen, den sie heute hat. Schade, dass andere Frauen
sie zur Monopolistin werden ließen und nicht ebenso
kampflustig in den Ring stiegen. Gäbe es viele verschiedene
Vorstreiterinnen, die sich Gehör verschafft hätten wie
Schwarzer und auch die Niederungen der Massenmedien nicht
gescheut hätten, könnte jede junge Frau sich heute eine
aussuchen und wäre empathischer an die Zeitgeschichte
angebunden. Und würde vielleicht lautstark protestieren, wenn
die Chancengleichheit rücklings wieder bedroht ist.
Alice Schwarzer wird heute 60. Es gibt nur eine, und es sei
ihr gratuliert."
-
LAU, Mariam (2002): Alice Schwarzer und das Glück.
Noch mit 60 spricht die Prophetin des Feminismus Sätze
voller Hass und Ekel - über Frauen,
in: Welt v. 03.12.
- LINDENAU, Eva (2002): Alice im
Wunderlang des Internet.
Zum 60. Geburtstag der Herausgeberin Alice Schwarzer kommt
die feministische Frauenzeitschrift Emma ins Netz,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.12.
- Inhalt:
Die SZ berichtet, dass ab heute die Startseite
www.emma.de
eingerichtet ist. Genaue Vorstellungen über das, was dort
zukünftig zu finden sein soll, existieren anscheinend noch
nicht.
- GROPP, Rose-Maria (2002): Die
Frau, vor der die Männer uns warnten.
Zum sechzigsten Geburtstag der Publizistin Alice Schwarzer,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.12.
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