[ Autoren der Single-Generation ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Claudius Seidl: Der dreißigste Geburtstag als Abschied von der Jugend?

 
       
     
       
   
  • Aktuellster Beitrag
  •  
           
       

    Claudius Seidl in seiner eigenen Schreibe

     
       
    • SEIDL, Claudius (1994): Versager beissen zurück.
      Sie sind jung, wirr und geschwätzig, sie kleiden sich wie Hippies, und sie feiern das Scheitern: Die "Slacker" sind die neuen Helden der Unterhaltungsindustrie. Ein kleiner Untergrundfilm hat den Namen geprägt; nun macht Hollywood aus der Lebenshaltung ein großes Geschäft,
      in: Spiegel Nr.30 v. 25.07.
    • SEIDL, Claudius (2000): Der große Jugendschwindel.
      Erwachsene an die Macht: Ein Gegensatz wird verwischt,
      in:
      Süddeutsche Zeitung v. 11.03.
    • SEIDL, Claudius (2000): Die Tür des P1,
      Teil 4 der Serie "Das war die BRD",
      in: Süddeutsche Zeitung v. 21.12.
    • SEIDL, Claudius (2001): Ich sag Bobo, was sagst du?
      Ein amerikanischer Bestseller und seine deutschen Deuter,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 10.05.
    • SEIDL, Claudius (2001): Als der Regen kam.
      Der Anschlag hat auch das Reich der Fiktion verwüstet,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.09.
    • SEIDL, Claudius (2001): Ein Fußtritt - und doch war es, als habe er mich geküsst.
      Bye Bye Baby - Wie ein kleines Mädchen aus der amerikanischen Provinz alles für die Bay City Rollers aufgab,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 22.12.
    • SEIDL, Claudius (2002): Die Härte der späten Geburt.
      Widerspruch zu Günter Grass: Die Kinder und Enkel der Vertriebenen sind ganz anders,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.02.
      • Inhalt:
        Claudius SEIDEL, ein Angehöriger der "Single-Generation", verteidigt die nichtorganisierten Vertriebenenkinder gegen Günter GRASS: "als Vertriebenenkind möchte man ihm nur noch zurufen: Nein, alter Mann, das ist nicht wahr! Man soll nicht auf die Enkel projizieren, womit man selber nicht fertig wird."
    • SEIDL, Claudius (2005): Die Revolution der Lebensläufe.
      Der blinde Glaube, die Jugend sei im Alter von dreißig Jahren beendet, ist gebrochen: Zur Geschichte eines lautlosen Umsturzes,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 17.02.
      • Kommentar.
        Joachim LOTTMANN hat mit "Die Jugend von heute" die Vorlage gegeben. Mit "Schöne junge Welt" schreibt Claudius SEIDL die Geschichte der Jugendelite fort.
    • SEIDL, Claudius (2005): Hitlers Hippies.
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung  v. 13.03.
     
       

    Claudius Seidl: Porträts und Gespräche

     
       
    • SCHULER, Thomas (2005): Rasender Stillstand.
      Nach Frank Schirrmacher hat nun auch FAS-Feuilletonchef Claudius Seidl über das Altern geschrieben,
      in: Berliner Zeitung  v. 24.02.
      • Kommentar:
        "
        Wer denken könnte, Seidl laufe mit dem neuen Buch den FAZ-Kollegen hinterher, dem fällt er gleich mit dem Hinweis ins Wort, er habe dazu schon lange vor Schirrmacher einen Artikel veröffentlicht. Nicht nur das. Immerhin hat er schon vor zehn Jahren als Co-Autor ein Buch mit dem Titel »Gnadenlos glücklich« verfasst, in dem er das »süße Leben um die 30« beschreibt. Eine Website über »Single-Autoren« verstand ihn so, als behaupte er, der 30. Geburtstag sei der »Abschied von der Jugend«. Dabei schrieb er schon damals, das Erwachsenwerden bekomme man nicht mehr geschenkt »und es kommt auch nicht schicksalhaft über jeden, der die Dreißig überschreitet und für seinen Lebensunterhalt selber sorgt«", schreibt SCHULER.
              
          SCHULER beschuldigt uns, dass wir SEIDL falsch verstanden hätten. Wir können unsererseits keinerlei Missverständnis erkennen, denn offenbar geht es hier um zwei verschiedene Sachverhalte, die SCHULER durcheinander bringt.
              
          Zum einen geht es um die Frage, ob man ab dem 30. Lebensjahr automatisch als erwachsen gilt, was single-generation.de auf dieser Website NIRGENDS vertreten hat. Viel Spaß beim Recherchieren!
              
          Oder ob man mit 30 (1995) oder 40 (2005) erwachsen sein soll. Und allein um diesen normativen Aspekt (dies hat single-generation ausführlich anhand der Kontroverse zwischen dem Lebenszyklus- und dem Lebensspirale-Modell dargestellt) geht es in beiden Büchern in unterschiedlicher Weise, denn 1995 sah SEIDL seine Generation wesentlich skeptischer als heutzutage. Aus einer Not wird jetzt sozusagen eine Tugend.
              
          1995 hat SEIDL auf Seite 99 geschrieben:
              
          "Wenn (...) die »Thirtysomethings« der 90er Jahre es mittlerweile für nötig halten, sich selbst als Generation zu beschreiben, eine Altersgruppe, die eigentlich erwachsen handeln und nicht im Namen der Jugend die Zukunft für sich fordern sollte - dann ist nicht nur die Altersstruktur dieser Gesellschaft völlig durcheinander geraten."
              
          2005 soll uns dagegen die "Revolution der Lebensläufe" retten.
     
           
       

    Schaut auf diese Stadt (2007).
    Neue Geschichten aus dem barbarischen Berlin
    (zusammen mit Georg Diez, Nils Minkmar, Peter Richter und Anne Zielke)

    Köln:
    Kiepenheuer & Witsch

     
       
     
     

    Klappentext

    "Berlin ist und bleibt eine Zumutung. Die Kassen sind leer, der Bürgermeister findet die Stadt trotzdem sexy, und was sich so Bohème nennt, ist in Wirklichkeit nur ein immerwährendes Praktikum. Klar, alles schaut auf diese Stadt: Schon weil Berlin nicht auf sich selbst aufpassen kann. Neue Geschichten aus Berlin, unserer barbarischen Hauptstadt.

    Im Sommer 2003 erschien »Hier spricht Berlin«: Die Berliner empörten sich, der Rest amüsierte sich über die kleinen, bösen Geschichten aus dem Alltag der sogenannten Hauptstadt – die Aufmerksamkeit war groß, der Erfolg war es auch.

    Seither sind drei Jahre vergangen, in denen viel geschehen ist und es immer noch so vieles gibt, worüber mit Berlin dringend mal gesprochen werden muss: Das Leben, Leiden und die Lächerlichkeit der Bundespolitiker zum Beispiel. Den regierenden Bürgermeister und seine Freunde. Den Mietmarkt und seine immer tieferen Abgründe. Das Geld, das manchmal zu Besuch kommt in die Bohème, und plötzlich kriegen auch linksradikale Künstler ganz leuchtende Augen. Die Wolfskinder vom Prenzlauer Berg, die direkt aus ihren Käffern ins große Jugenddorf Berlin ziehen und das für die Großstadt halten. Den Untergang der Dörfer Charlottenburg und Wilmersdorf. Die sogenannte Neue Bürgerlichkeit. Die Kampfradler. Die lokale Presse, die sich an Lokalchauvinismus von niemandem überbieten lässt.

    In kleinen Geschichten, in welchen es nicht groß um Meinung und Reflexion geht, sondern um Empirie und Anschauung, begegnen die Autoren diesem Berlin, diesem barbarischen Ort. Nur gut, dass sie sich dabei die gute Laune nicht verderben lassen. Denn gute Laune ist auch eine Form des Widerstands – gegen Berlin."

     
     
     
           
         
           
       

    schöne junge welt (2005).
    Warum wir nicht mehr älter werden

    München: Goldmann

     
       
     
     

    Klappentext

    "Die heute tonangebende Generation bewegt sich auf die Vierzig zu oder hat sie vor kurzem überschritten. Aber anders als zu Zeiten ihrer Eltern, als es klare Vorstellungen vom Weg ins Erwachsensein gab, wissen die wenigsten heute so recht: Ist man schon alt, oder fühlt man sich noch jung? Die meisten ahnen: beides zugleich. Denn innerhalb von nur einer Generation hat sich die Gesellschaft revolutioniert. Wir werden immer später erwachsen, aber wir wissen bis heute nicht, was das bedeutet: Schieben diejenigen, die heute zwischen 30 und 50 sind, den Moment, da sie die Dinge endlich in die Hand nehmen, immer noch vor sich her? Was sind ihre Vorstellungen vom Glück, von der Liebe, von einer Karriere? Und sind all jene, die ihre Jugend so weit verlängert haben, überhaupt in der Lage, in Würde zu altern? Werden sie nicht, weil sie Jugend für einen Charakterzug und nicht einen Lebensabschnitt halten, verzweifeln an den ersten echten Alterserscheinungen?
    Claudius Seidl zeigt, wo die Ursachen dieser Entwicklung liegen und was ihre Folgen sind. Und er beschreibt voller Esprit, was es für uns bedeutet, immer jünger zu werden.

    Innerhalb von nur einer Generation hat sich die Gesellschaft revolutioniert: Wir werden immer jünger, werden immer später erwachsen. Claudius Seidl zeigt, warum das eine gute Nachricht ist."

    Pressestimmen

    "Seidl erzählt (...) vom Ende der »Herrschaft der alten Lebensblaupausen« (...).
    Dafür hat er jede Menge Anschauungsmaterial gesammelt: aus dem eigenen Leben(...). Und bei Freunden, seiner Schwester und Leuten aus dem Kulturbetrieb jenseits der 40, die er extra für das Buch interviewt hat (...).
    In diesen Passagen liest sich das Buch tatsächlich wie ein Trostbuch für eine Generation von Übervierzigjährigen, die (...) noch immer an ihrem Lebensplan herumbastelt; und die sich eben fragt, ob all das auch seine Richtigkeit hat?
    Es hat, es hat, meint Seidl. Nur ließe sich auch einwenden, dass er da womöglich einer professionellen Deformation aufsitzt, dass das Ganze nicht repräsentativ ist und lediglich eine Milieuschilderung (...).
    Seidl ficht das nicht an, auch nicht, dass es Bohemiens schon zu allen Zeiten gegeben hat. Er weiß für seine These der Dauerjugendlichkeit breiter Gesellschaftsschichten den Pop und das Kino auf seiner Seite".
    (Gerrit Bartels in der TAZ vom 02.03.2005)

     
     
     
           
         
       
    • Rezensionen

      • BARTELS, Gerrit (2005): Hinter den Gittern der Gegenwart.
        Wenn auch Sie zwischen 30 und 60 Jahre alt sind, dann sollten Sie das Buch "Schöne junge Welt" lesen. Freundlich, melancholisch und nur selten fatalistisch erklärt uns darin Claudius Seidl (46), warum diese Generation zumindest "im Kopf" nicht älter wird: Sie ist verdammt zur ewigen Jugend,
        in: TAZ v. 02.03.
        • Kommentar:
          Für BARTELS beginnt die Geschichte von SEIDLs "schöne junge welt" mit einem FAS-Artikel aus dem Jahre 2002.

                
            Das ist falsch! Single-generation.de belegt dagegen, dass SEIDLs Story bereits im Jahr 1995 beginnt.
                
            In "Gnadenlos glücklich" ist das Thema bereits ausgebreitet. Innerhalb von 10 Jahren wurde bei SEIDL aus der Not eine Tugend...
      • WIELAND, Rayk (2005): "Schöne junge Welt",
        in: Stilbruch, Sendung des Rundfunk Berlin-Brandenburg v. 03.03.
      • FLORIN, Christiane (2005): Je oller, je doller.
        Klammheimlich wurde die Midlife-Crisis abgeschaft. Der alternde Mensch von heute geht nahtlos von von der Dauerjugend in die Rente,
        in: Rheinischer Merkur Nr.10 v. 10.03.
        • Inhalt:
          "
          Je weniger Kinder zur Welt kommen, desto infantiler werden die schon Geborenen. Medizinsendungen, in denen einst Frühinvalide über ihr Rheuma klagen durften, bitten nur noch paarungswillige Endsiebziger ins Studio, die vor der Kamera ihr Erektionsverhalten offen legen", schreibt Christiane FLORIN anlässlich des neuen Buches "schöne junge Welt" von Claudius SEIDL.
      • MÄRZ, Ursula (2005): Wie man mit Anstand 50 wird.
        Vom Stapel: Claudius Seidl "schöne junge welt",
        in: Die ZEIT Nr.11 v. 10.03.
      • WERNER, Hendrik (2005): Kurz und knapp,
        in: Welt v. 12.03.
      • SCHLAGENWERTH, Michaela (2005): Das Peter-Pan-Komplott.
        Claudius Seidl sieht um sich herum ewige Jugend. Warum macht ihn das traurig? Das sagt er uns nicht,
        in: Berliner Zeitung v. 17.03.
      • Neu:
        DORN, Thea (2005): Nie wieder Nutella.
        Leicht polemische Betrachtungen anläßlich zweier neuer Bücher von Claudius Seidl und Desirée Nick über das Leben jenseits der 40,
        in: Welt v. 26.03.
        • Inhalt:
          Thea DORN erzählt noch einmal die Story von der "Generation Golf" nach. Claudius SEIDL zählt sie zur "erweiterten Generation Golf" und seinem Buch "schöne junge welt" kann sie deshalb wenig abgewinnen:

                
            "Es ist aufschlußreich, daß Seidl immer wieder auf die fünfziger und frühen sechziger Jahre, die Blütezeit des Spießbürgertums, zurückgreift, wenn er die »Angemessenheit« des heutigen Verhaltens beurteilen will. Seine eigene These, daß die früheren »Biographie-Baupläne« so völlig obsolet geworden seien, widerlegt er damit selbst. Denn der erzspießbürgerliche Biographie-Bauplan »Bis Ende 20 darfst du hirnlos Party machen, dann suchst du dir einen anständigen Beruf, dann gründest du Familie samt Eigenheim« wird vom Autor - und, ich fürchte, von meiner gesamten Generation - nie in Frage gestellt."
                
            SEIDLs Buch stellt sie das Buch "Gibt es ein Leben nach vierzig?" von Désirée NICK, Jahrgang 1960, Entertainerin, Kabarettistin, allein erziehende Mutter, gegenüber. Dieser "Überlebensratgeber für die Single-Frau in der zweiten Lebenshälfte" zeigt für DORN, dass es für die Frau über 40 mittlerweile ein "Leben" gibt:
                
            "Fürchtet Seidl, auf dem »Meer der Möglichkeiten«, wie er es frei nach Kierkegaard nennt, irgendwann unterzugehen, sagt die Nick: Großartig, daß ich endlich auch auf dieses Meer hinaus darf. Und: Mit 40 weiß ich so viel mehr vom Leben, daß ich auf diesem Meer ein besserer Kapitän bin als je zuvor. Diese Dimension fehlt bei Seidl auf gespenstische Weise."
                
            Thea DORN endet mit mit einem Aufruf an ihre Geschlechtsgenossinnen:
                
            "Kurz vor Schluß seines Essays formuliert Seidl den Verdacht, »daß der Preis dafür, daß die Zeit bei uns kaum Spuren hinterläßt, damit bezahlt wird, daß wir kaum Spuren in der Zeit hinterlassen«, und variiert damit die alte antiliberale Ideologie, daß der (Spieß-)Bürger von Zeit zu Zeit durch große Katastrophen, besser noch: Kriege, wachgerüttelt werden muß.
                
            Ich dagegen sage: Wir leben in einer Zeit, in der meine Generation endlich den Weg aus dem Kinderzimmer herausfinden muß, ohne darauf zu warten, daß sie einer durchs Stahlgewitter schickt. Alfred North Whitehead, britischer Philosoph und Mathematiker im vergangenen Jahrhundert, definierte Jugend als »das Leben, das noch von keiner Tragödie betroffen wurde«. Wir hatten nine/eleven, sind konfrontiert mit einen wachsenden, aggressiv-tödlichen Haß auf die westlichen Lebensformen, haben über fünf Millionen Arbeitslose im eigenen Land und eine offensichtlich überforderte Regierung - ist das nicht Tragödie genug (...)? Hören wir endlich auf, das Meer der Möglichkeiten als Planschbecken mißzuverstehen, laßt uns seine Herausforderung, lebenslang rudern, steuern und den Horizont suchen zu müssen, endlich annehmen. Und wenn die Jungs weiter auf das große Feuer warten wollen, das sie aus ihren Party-Nußschalen herausglüht, dann müssen eben die Frauen ran, die keine Angst haben und wissen, was sie diesem Meer verdanken. Es ist nicht nur die Auswahl zwischen Prada oder Gucci."
     
           
       

    Hier spricht Berlin (2003).
    Geschichten aus einer barbarischen Stadt
    (zusammen mit Georg Diez, Nils Minkmar, Peter Richter und Anne Zielke)

    Köln:
    Kiepenheuer & Witsch

     
       
     
     

    Klappentext

    "Kurze und grausame Geschichten, aus dem Leben derer, die neu sind in Berlin. Geschichten von Menschen, die nach Berlin gekommen sind, weil es sich so ergeben hat. Sie sind nicht nach Berlin gezogen, weil da die Hauptstadt war oder der Hype oder die Hoffnung auf eine Abwechslung. Sie sind nach Berlin geworfen worden. Und genauso fühlt sich die Stadt jetzt an: böse und barbarisch.
    Sie erzählen von Erfahrungen, die man nur in Berlin machen kann, dem einzigen Ort in Deutschland, wo man sich manchmal nach Sibirien sehnt. Sie erzählen von Menschen, denen man nur in Berlin begegnen kann: jede Menge Schnauze, nirgendwo Manieren, und wenn da ein Herz ist, ist es gut versteckt.
    Und sie sind trotzdem immer wieder bereit, der Stadt und ihren Bewohnern eine Chance zu geben: auf Partys, im Taxi, beim Einkaufen. Jeder Satz ist ein Versöhnungsangebot. Und jedes dieser Angebote wird von Berlin umgehend zurückgewiesen.
    Warum, das ist die große Frage dieses Buchs, warum geht es hier nicht so zivilisiert zu wie in Hamburg oder München. Und warum nicht so großstädtisch wie in London oder New York. Berlins Antwort: Keine Ahnung.
    Warum das alles nun aufschreiben? Es muss einfach sein. Man muss aufschreiben, was einem in Berlin alles geschieht, weil man sich am Ende sonst noch daran gewöhnt.
    "

    Pressestimmen

    "Das Berlin-Bashing ist in den letzten Jahren zur überaus populären Pose geworden - und wird hauptsächlich von jenen betrieben, die noch kurz zuvor geradezu ohnmächtig der Hauptstadteuphorie und Metropolenhysterie erlegen waren und über jede neue Entdeckung in Verzückung geraten sind - wie etwa auch die Autoren der inzwischen eingestellten Berliner Seiten der «FAZ». Zurück auf dem Flickenteppich der manchmal ganz banalen Realitäten, erweisen sich die von ihren eigenen Erwartungen und Projektionen Enttäuschten als spiessbürgerliche, kleinkarierte Kritiker der - eben: von ihnen beklagten Spiessbürgerlichkeit und Kleinkariertheit."
    (Susanne Oswald in der Neuen Zürcher Zeitung vom 03.09.2003)

    "Das Berlin, das hier spricht, ist das Berlin des FASlers, der in Prenzlauer Berg wohnt, gern auch in einem Dachgeschoss, der mit der Tram zu seinem Arbeitsplatz nach Mitte fährt und dabei seine Berlin-Eindrücke sammelt, privat aber gern mal mit dem »Angeberauto« unterwegs ist, »schwarz und schnell und böse und Cabrio«, (dafür einen feuchten Schmatz für den Herrn Diez auf seine hoffentlich mit einer Mach-III-Klinge kahl rasierten Wange!), und der vor allem in den üblichen Lokalitäten wie dem Strandbad Mitte, dem Einstein und dem 103 herumsitzt."
    (Gerrit Bartels in der TAZ vom 15.11.2003)

    "Feuilletonisten neigen dazu, Käseersatz, Kellnerungeschick, peinliche Herrenmode, Straßenbahnverspätungen, ja nahezu jedes Phänomen als eine an sie persönlich gerichtete Botschaft misszuverstehen. Etwas von dieser Feuilleton-Paranoia findet man auch in diesem Buch, das von wenig mehr handelt als den Belanglosigkeiten eines Redakteursalltags: Arbeitsweg, Nahrungsaufnahme, Taxifahrten, Shoppen, Bar- und Party-Besuchen. Die größte Kränkung, die dem selbstbewussten Berlin hier angetan wird, besteht in Auslassungen."
    (Jens Bisky in der Süddeutschen Zeitung vom 17.11.2003)

     
     
     
           
         
           
       

    Gnadenlos glücklich (1995).
    Das süße Leben um die 30
    (zusammen mit Andrea Parr)

    München:
    Deutscher Taschenbuch Verlag

     
       
     
     

    Klappentext

    "Das Leben geht weiter nach dem großen Spaß der 80er Jahre. Wie lieben und leben sie heute, die Late-Bloomers, die, nun doch erwachsen geworden, den Ernst des Lebens nicht nur im Spiegel begegnen?
    Zwei von ihnen, Andrea Parr und Claudius Seidl, ziehen Bilanz, ganz persönlich und doch für uns alle. Da ist vom Heiraten die Rede, aber auch von Singles, von denen, die es geschafft haben, aber auch von denen, die ihre Träume im metallenen Küchengrab versenken oder am Steuer ihres mittlerweile eigenen Taxis abgeben mußten. Ob Politik, Kultur oder ganz einfach die Liebe: Sie sprechen über sich und über das, was sie erlebt haben, und was sie kennen wie keiner - das süße Leben diesseits und jenseits der Dreißig."

     
     
     
           
       
    • Claudius Seidl in der Debatte

      • BARTELS, Gerrit (2001): "Kill Your Idols" und so.
        Wie Joachim Bessing und Claudius Seidl einmal fast das Abendland retteten. Eine Art Lesung aus Bessings neuem Roman in den Sophiensälen,
        in: TAZ Berlin v.10.09.
     
       

    weiterführende Links

     
         
       
     
       

    Bitte beachten Sie:
    single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

     
       
     
         
       
     
       
    © 2002-2006
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 20. Oktober 2002
    Update: 20. Juni 2007
    Counter Zugriffe seit
    dem 03.Juni 2002