| |
|
[
Autoren
der Single-Generation ] [
Autoren
der Generation Berlin ] [
News ] [
Suche ] [ Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Claus
Leggewie: Die 89er
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Kurzbiographie
-
1950 geboren
-
Studium der
Politikwissenschaft und
Sozialwissenschaften
-
1995 Buch
"die 89er"
-
2002 Buch
"Die Globalisierung und ihre
Gegner"
-
2003 Buch
"Das
Wunschkind"
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Claus
Leggewie in seiner eigenen Schreibe
|
|
| |
|
LEGGEWIE, Claus
(2000): Bruch mit dem Staat der Eltern.
Die Bonner Republik findet
mit der Spendenaffäre nachträglich ein
unrühmliches Ende. Anlass, der weidlich
zerredeten "Berliner Republik" eine
neue Chance einzuräumen,
in:
TAZ
v. 28.01
LEGGEWIE,
Claus (2000): Generation Berlin? Oder:
Zeitgenossen von 1989.
In:
CZADA,
Roland & Hellmut WOLLMANN (HG.) Von der
Bonner zur Berliner Republik. 10 Jahre Deutsche
Einheit, Sonderheft 19 der Zeitschrift Leviathan,
Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, S.349-362
LEGGEWIE, Claus (2001): Hochmobile
Kohorten.
Schachzüge und Rotationen: Mit dem Ende der Zaghaftigkeit kommt
die Einwanderungsdebatte in der globalisierten Wirklichkeit an,
in: Frankfurter Rundschau v. 05.07.
-
LEGGEWIE plädiert für eine Arbeitsteilung zwischen
der Regierungslinke und der Bewegungslinken, um französische
Verhältnisse in Deutschland zu vermeiden:
"Ein
stärker arbeitsteiliges Verhältnis ist (...) geboten: Der Beitrag
der Bewegungen besteht vor allem im Agenda-Setting, in
Mobilisierung und Bereitstellung fachlicher Expertise, während
Parteien in der Demokratie ihre klassischen Funktionen der
Aggregation und Legitimation von Interessen ausspielen können. Die
schlechtere Alternative ist, dass sich Regierungs- und
Bewegungslinke in eine verschärfte Konfrontation begeben - um am
Ende beide im politischen Abseits zu stehen."
|
|
Wiederabdruck eines
Aufsatzes aus Heft 11 der Zeitschrift
Transit, der 1996 erschienen ist. |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Claus
Leggewie im Gespräch
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Claus
Leggewie in der Debatte
|
|
| |
|
Erik MEYER verortet die
89er-Generation im universitären Umfeld von LEGGEWIE:
"Transit,
die Europäische Revue, wird seit 1990 am Institut
für die Wissenschaften vom Menschen in Wien
herausgegeben; ein kosmopolitischer think tank an der
Schnittstelle von Mittel- und Osteuropa. (Das)
Publikationsorgan und sein regelmäßiger Autor (sind)
nachhaltiger von 1989 geprägt als etwa die mittelhessische
Justus-Liebig-Universität in Gießen, an der Leggewie damals
als Professor antritt.
In dieser Zeit beginnen dort auch einige Postadoleszente ihr
Studium der Politikwissenschaft, die sich später als
AG für
»Symbolische Politik, Kultur & Kommunikation« (SPoKK)
konstituieren. (...) Leggewie selbst stellt im Rückblick
fest, dass sein Portrait der 89er »eindeutig spokkistische
Tendenzen aufweist« (Leggewie
2003: 9). Dies betrifft weniger das framing als
die empirischen Phänomene der Jugend- und Popkultur, an der
sich SPoKK akribisch abarbeitet. Denn die mittlerweile zu
Doktorvater und Doktoranden mutierten Sozialforscher
konkurrieren in sportlichem Sinne um das korrekte
Generationsprofil".
MEYER geht außerdem der
Frage nach, warum die 89er-Generation kein erfolgreiches
Deutungsmuster wurden:
"Der Vorschlag »die
Generationschance von 1989 auszuloten«, kam zumindest im
Feuilleton nicht so gut an, was wiederum an der prekären
Kombination von Affirmation und Antagonismus liegt: Denn
gerade den Zeitgenossen, die als potenzielle Gegner der 89er
in Frage kamen, war die neue Situation, die Leggewie
benevolent umarmte, wenn nicht ein Graus, dann zumindest
suspekt. Auch wollten sie weiter die Spielregeln der
Generationsbildung diktieren und ihre eigene
Generationsgestalt dabei zum Maßstab erheben. Andere riefen
gerade das Ende der Jugendkultur im »Mainstream der
Minderheiten« (Holert/Terkessidis 1996) aus, und auch aus
dieser Perspektive schien die Genese einer Generation
unplausibel.
Trotzdem
erlebt der Generationsbegriff in der Folge eine Renaissance:
Nach einer
inflationären Prägung der Generationsetiketten (...)
reüssiert er inzwischen wieder im akademischen Kontext".
Eine der angesprochen
Kontroversen um die Generationsbildung konzentriert sich auf
die Frage, ob
Differenzen in der Mediennutzung einen Unterschied ausmachen.
|
DIEDERICHSEN,
Diedrich
(2010): Das war vor Jahren. Nach dem Nicht-mehr-Mitkommen.
In:
Christoph Bieber, Benjamin Drechsel, Anne-Katrin
Lang (Hg.) Kultur im Konflikt. Claus Leggewie revisited,
Bielefeld: Transcript Verlag
Diedrich DIEDERICHSEN
deutet den 1980 veröffentlichten Song Ihr kommt nicht mit
bei unseren Änderungen! der Band
Fehlfarben, der dem
Aufsatz von Claus LEGGEWIE den
Namen gegeben hat:
"Was
Peter Hein hier zum
Ausdruck bringt, ist nicht so sehr die Ahnung der viel
beschworenen Vereinnahmungen, von denen Alternativ-Kulturen
so viel quengeln, sondern das Gefühl, dass das ganz eigene
Terrain von Punks als besonders hingebungsvollen
Generationskämpfern gerade durch seine formvollendete
Beherrschung durch die
Punk-Generation als Schablone und
Werkzeugkasten der Coolness-Beschämung bald, in sagen wir
einem Jahrzehnt, jeder Debatte, jedem Konflikt, den
kulturellen Überbau-Gefechten wie den fiesesten
existenziellen Nuancen ganz primärer Konkurrenzkämpfe zur
Verfügung stehen könnte.
Insofern spricht hier schon nicht mehr eine Generation,
sondern der Generationenkonflikt selbst spricht von seiner
Verabschiedung, davon, dass niemand mehr bei ihm mitkommen
wird".
Wenn der Popsong das
zentrale Medium der Generationenkriege ist, wie DIEDERICHSEN
meint, dann ist die Debatte um Generationengerechtigkeit noch
nicht im Pop angekommen oder aber sie ist irrelevant geworden:
"Bildungspolitik,
Überziehungskredite, Wohnungsnot, Gentrifizierung,
Bundesbahnprivatisierung und Kommerzialisierung des
Breitensports - sie alle sind in irgendeiner Form besungen
worden. Pop-Musik ist auch im Internet-Zeitalter eine
lebendige Zeitung, nur von Generationengerechtigkeit hat sie
noch nie geredet.
So hat also ein Aspekt und nicht irgendeiner, sondern der am
engsten mit Generationenschicksalen verbundene Aspekt
heutiger Generationenpolitik es nicht in das zentrale Medium
der Generationenkriege geschafft, den Popsong. Das könnte
daran liegen, dass die Generationendifferenzen und die dazu
gehörige Selbstwahrnehmung an anderen Frontlinien verlaufen.
Es könnte aber auch damit zu tun haben, dass Pop-Songs und
vergleichbare Formate, ganz wie
von Illies und
anderen Nostalgikern befürchtet, gar nicht mehr mit den
Vätern reden wollen".
|
FALK, Svenja
(2010): Multipolare Welt. Generationenbildung in einer Welt ohne
Zentrum.
In:
Christoph Bieber, Benjamin Drechsel, Anne-Katrin
Lang (Hg.) Kultur im Konflikt. Claus Leggewie revisited,
Bielefeld: Transcript Verlag
Svenja FALK sieht das Ende
der großen nationalen Erzählungen gekommen, zu denen auch der
politische Generationenkonflikt gehört:
"Identitätsbildung,
Beziehungen und auch Konfliktlinien haben sich globalisiert,
der Bezugsrahmen hat sich dabei kulturalisiert und
ökonomisiert. Das Monopol des »Westens« als Motor der
Globalisierung, kultureller Impulsgeber und Definitionsmacht
von Modernisierung ist zunehmend erodiert. Die Folge ist
eine politische und ökonomische Entgrenzung, die für viele
Individuen in prekären Lebenslagen resultierte und zunächst
keinen »Stoff« für politische Vergemeinschaftung mehr bot."
FALK konstatiert im
Anschluss an Ulrich BECK eine Transnationalisierung des
Generationenkonfliktes. In Zukunft haben wir es mit einer
"Generation Global" zu tun. |
BUDE, Heinz
(2010): Was ist aus der Generation der 89er geworden?
In:
Christoph Bieber, Benjamin Drechsel, Anne-Katrin
Lang (Hg.) Kultur im Konflikt. Claus Leggewie revisited,
Bielefeld: Transcript Verlag
Der Soziologe Heinz BUDE,
Erfinder der bis heute erfolglosen Begriffsschöpfung
"Generation Berlin", hält es mit Jacques DERRIDA:
"In dieser Sichtweise
bezeichnet »1989« einen Raum voller Phänomene, für die ein
Ursprung nicht namhaft gemacht werden kann."
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Kultur im Konflikt (2011).
Claus Leggewie revisited
(herausgegeben von Christoph Bieber,
Benjamin Drechsel und Anne-Katrin Lang)
Bielefeld:
Transcript
Verlag
|
|
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
Klappentext
"Der Sozialwissenschaftler Claus
Leggewie hat zahlreiche politische und
wissenschaftliche Debatten in der Bundesrepublik und
Europa angestoßen oder maßgeblich beeinflusst. Nicht
selten bewies er dabei ein hervorragendes Gespür für
zentrale Themen unserer Zeit, etwa mit seinen
Überlegungen zur multikulturellen Gesellschaft, dem
Blick auf Generations- und Medienumbrüche sowie den
Klimawandel. Leggewies Texte haben regelmäßig die
Grenzen zwischen den Disziplinen überschritten und
oft für ein breites Echo auch jenseits akademischer
Fachgrenzen gesorgt.
Dieser Band
versammelt nun erstmals Schlüsseltexte von Claus
Leggewie aus fünf Themenkreisen: Demokratiekulturen,
Multikultur, Erinnerungskulturen,
Generationenkonflikte und Wissenschaftskulturen.
In diesem Buch
werden Originaltexte Leggewies von namhaften
Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Disziplinen
kommentiert und in aktuelle Zusammenhänge
eingeordnet."
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Rezensionen
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
Klappentext
"Wer sind sie, die
13- bis 30jährigen, die Generation
der 89er, Kinder des Mauerfalls,
Erben der alten Bundesrepublik und
der untergegangenen DDR, die jungen
Bürger der vereinigten Republik und
Zeitgenossen der Einen Welt? Wie
leben, denken, fühlen sie in diesen
ereignisreichen Zeiten nach dem Ende
der Ost-West-Konfrontation, inmitten
gefährdeter Umwelt und sinkenden
Wohlstands, als Mitglieder einer
multikulturell gewandelten
Gesellschaft, die Datenautobahn der
weltweiten Vernetzung im Blick?
Ist das nun eine verratene,
verunsicherte, verführte, verlassene
oder völlig coole und
desillusionierte Generation? Claus
Leggewie, ein profilierter Beobachter
der gegenwärtigen Lage, liefert in
seinem pointiert geschriebenen
Porträt der Generation X
Diskussionsstoff zum alten und immer
wieder neuen Thema
Generationenkonflikt. Leggewie setzt
auf die »Jugend von heute«, die er
keineswegs für
genußsüchtig-unpolitisch hält. Er
bezieht die 89er auf andere wichtige
»Generationsgestalten« der
jüngsten deutschen Vergangenheit,
vor allem die »skeptische«
Generation der Flakhelfer und die
68er, und stellt kritische Fragen
nach deren Verantwortlichkeiten für
die Zukunft der Nachgeborenen.
In exemplarischen Portraits fängt
der Autor die Stimmungen unter den
89ern ein: vom politisch engagierten
Schüler über den Skinhead bis zur
jungen Erbin und dem erfolgreichen
Öko-Unternehmer geben sie Auskunft
über ihre Erfahrungen und
Erwartungen. Diese plastischen
»Schlaglichter« aus der Welt der
neuen Generation verbindet der Autor
stets mit grundsätzlichen
Überlegungen zu Fragen der Ethik,
des politischen Engagements, der
Verantwortung der Elterngeneration,
der demokratischen Zukunft unseres
Landes. Denn eins steht fest: Diese
Generation wird in zehn Jahren das
politische Klima in Deutschland
bestimmen."
|
Das Buch in der Debatte
"Der
damalige Zeitredakteur Ulrich Greiner prägte
1994 einen (...) Begriff, welcher der Jugend
seither anhaftet: die 89er. In seiner Antwort
auf Botho Strauß' »Anschwellenden
Bocksgesang« rechnete der 68er so nebenher
mit der Wendegeneration ab, die bei der
Öffnung der Blöcke gerade volljährig wurde
und im selben Jahr die erste Love Parade
inszenierte.
»Was haben die Neunundachtziger? Heraus
damit, laßt sehn!«: Auf diese Anmache
reagierte, wie immer blitzschnell, der
Trendscout unter den Pädagogen, Claus
Leggewie. In seinem Buch »Die 89er. Porträt
einer Generation« mogelte er vielen klugen
Beobachtungen auch manchen Erlösungsglauben
unter. Mit den 89ern sah er das Ende der
politikverdrossenen Zeit nahen - und wartet
darauf bis heute.
Zu dumm, daß ausgerechnet der ultrarechte
Roland Bubik, Redakteur der »Jungen
Freiheit«, auf den Zug aufsprang, um ihm
eine ganz eigene Richtung zu geben: »Wir
89er. Was wir sind und was wir wollen.
Manifestation einer Generation, mit der man
in Zukunft zu rechnen haben wird« - eine
Sammlung kurzatmiger, bestenfalls
neokonservativer Bekenntnisse, die
keineswegs, wie beabsichtigt, den
»linksliberalen Konsens« dieser
Gesellschaft störten. Schlagworten wie
Generation X und 89er konnte die Jugend sich
zunächst kaum entziehen. Doch längst hat
sich gezeigt, daß die Jugend mit diesen
Begriffen und Bildern kaum zu fassen ist.
Denn in ihnen spiegeln sich eher ihre
Erfinder als jene, die sie beschreiben."
(Angelika Ohland im
Sonntagsblatt vom 28.02.1997)
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
SEIDL, Claudius
(1995): Die bösen Onkels von '68,
Generationen: Die Veteranen der Studentenrevolte
haben wieder eine Debatte angezettelt: Im Kampf um Macht und
Meinungsführerschaft fühlen sie sich irritiert durch die Kinder von
Mauerfall und Vereinigung, von Techno und globaler
Computervernetzung. Jetzt kommt das erste Buch zum Thema: Claus
Leggewies Porträt "Die 89er",
in:
Spiegel Nr.11 v. 13.03.
Claudius Seidl identifiziert
die 89er als die Jahrgänge 1965 - 1975. Das Buch fasst
sie dagegen weiter als die 13 - 30Jährigen. Die von SEIDL
benannten Jahrgänge werden 5 Jahre später zur
Generation Golf, dem
erfolgreichsten Generationenlabel für diese Kohorte. Den
Verlauf der Debatte um die 89er,
die zum Buch führte, schildert SEIDL folgendermaßen:
"Greiner,
nach eigener Aussage ein »Achtundsechziger«, hatte die
»Neunundachtziger« enttarnt, und er, der Ältere, sagte den
Jungen, wider alle Regeln, den Kampf an: »Was haben die
Neunundachtziger? Heraus damit, laßt sehen.«
Es
gab ein paar Streber, die der Aufforderung folgten - im
wesentlichen aber lief die Debatte aufs Selbstgespräch der
68er hinaus; die üblichen Verdächtigen blieben unter sich:
Peter Glotz und
Jürgen Busche,
Mathias Greffrath,
Robert Leicht. Nun kommt das erste Buch zum Thema, und
natürlich hat es kein Junger geschrieben: Der
Politikwissenschaftler Claus Leggewie, 44, versucht sich am
»Portrait einer Generation».
Hatte
Greiner den Part des bösen Onkels gespielt, so übernimmt
jetzt Leggewie die Rolle des Vertrauenslehrers".
|
NUTT, Harry
(1995): Das Buch zum Streit,
in:
TAZ
v. 28.04.
|
|
| |
|
GREINER, Ulrich (1994):
Die Neunundachtziger.
Der Streit
über Botho Strauß und die Verrisse seines jüngsten Buches sind
Ausdruck eines Machtkampfs. Eine neue Generation tritt gegen die
Achtundsechziger an,
in: Die ZEIT Nr.38 v. 16.09.
Infos zu:
Ulrich Greiner - Autor der 68er-Generation
LAU, Jörg
(1994): Generationskonflikt?
Ulrich Greiners
Abgang mit Aplomb als Feuilletonchef der "Zeit",
in:
TAZ
v. 21.09.
Infos zu:
Jörg Lau - Autor der
Single-Generation
Infos zu:
Robert Misik -
Autor der Generation Golf
BUSCHE,
Jürgen (1995): Von einem Traum blieb
Papier,
in:
Süddeutsche
Zeitung v. 28.01.
Infos zu:
Jürgen Busche - Autor der
68er-Generation
GREFFRATH,
Mathias (1995): Warten auf die 99er,
in:
Süddeutsche
Zeitung v. 04.02.
Infos zu:
Mathias Greffrath -
Autor der 68er-Generation
WIMMER,
Stefan (1995): Die 89er - eine umkämpfte Generation,
in:
Focus Nr.28
v. 10.07.
GÜRTLER,
Detlef (1995): Die neue Generation,
in:
Wochenpost
v. 19.10.
Infos zu:
Detlef Gürtler
- Autor der Single-Generation
FRÖHLICH,
Anke (1996): EXTRA: Die 89er,
Acht 89er stellen
sich vor,
in:
Wochenpost
v. 18.01.
MICHEL, Karl
Markus &
Tilman SPENGLER (HG)(1995):
Der Generationenbruch, Kursbuch 121,
September, Rowohlt: Berlin
FLAMM, Stefanie (1995):
Lifestyle ist alles, was uns bleibt.
In:
MICHEL, Karl
Markus &
Tilman SPENGLER
(HG)(1995):
Der Generationenbruch, Kursbuch 121,
September, Rowohlt: Berlin
-
Stefanie FLAMM, eine Angehörige der
Generation Golf, wehrt sich gegen die Etikettierung ihrer
Generation als 89er und gegen die damit verbundenen Vorwürfe
der 68er:
"Als
Ulrich Greiner die gesammelten Kritiken zu Botho Strauß' Wohnen
Dämmern Lügen durchsah, dachte er sich, so
selbstgefällig, so unengagiert, das sind die Meinen nicht,
das müssen die 89er sein. Damit wurden wir ex negativo
geschaffen, als identitätsstiftender Kontrapunkt zu den ja
bekanntlich sehr engagierten, gegen Macht, Staat und Rechts
sich einsetzenden 68ern. Folglich sind wir selbstherrlich,
unpolitisch und karriereorientiert: postmodern eben. Der
Herbst '89 , der den 68er-Ideen den Todesstoß versetzte,
soll nun unser prägendes Erlebnis gewesen sein. Aber ihr
meßt uns an euren Idealen, nicht an euer linksliberalen
Weicheierei, denn dann würdet ihr merken, daß unsere Praxis
die eure ist."
|
ZIEGLER, Helmut (1995): Der
Generationensurfer. In:
MICHEL, Karl
Markus &
Tilman SPENGLER (HG)(1995):
Der Generationenbruch, Kursbuch 121,
September, Rowohlt: Berlin
-
Helmut ZIEGLER, Angehöriger der
Single-Generation, setzt dem "89er"-Etikett den
Generationensurfer entgegen:
"Wenn
sein Leben mit dem Geist der Zeit verzahnt sei, dann nur
zufällig und widerwillig. (...)
So
hat er von dem »Generationengerede« die Nase voll und ist
allenfalls bereit, sich als »Generationensurfer« zu
bezeichnen, der sich neuen Phänomenen wie Wellen annähert,
durch sei hindurchtaucht und ihnen dann hinterherblickt: »Es
gab eine historisch geprägte Generation in der
Nachkriegszeit, eine politisch motivierte Ende der sechziger
Jahre und eine eher ästhetisch und nihilistisch definierte
in der Punk- und Radical-Chic-Ära. Das war es aber dann auch
in meinen Augen.«
Alle
weiteren Zuschreibungen hält er für Konzeptionen der Medien-
und Marketing-Industrie (...).» (...) Die Subkultur, die
heute als Basis aller Definitionen - wie etwa im Fall der
Generation X
- fungiert, wird eh immer schneller sein und ist nicht zu
fassen. Ärgerlicher ist da ein Politologe wie Leggewie, der
mit dem blauen Müllbeutel vom Untergang der DDR über den
Selbstmord von Kurt Cobain bis zum Golf-Krieg ohne Achtung
vor der Differenz alles einsammelt und dann sein Label 'Die
89er' draufpappt. Aber wenn man ihn daraufhin kritisiert,
kommt auch nicht mehr als ein 'Genau!'. Diese Coolness macht
ihn dann schon wieder sympathisch«."
|
OHLAND,
Angelika (1997): Ein Leben auf der
Flucht.
in:
Das Sonntagsblatt
Nr.9 v. 28.02.
KRALINSKI,
Thomas (2000): Junge Pioniere.
Den jungen
Ostdeutschen gehört die Zukunft,
in:
Die
ZEIT Nr.41 v.
05.10.
Generationengerechtigkeit-Thema:
Gesellschaftliche Generationen am Beispiel der 89er Generation |
BÜRGEL, Tanja (2007): Die
89er Generation - gibt es sie wirklich?
Zur Historisierung eines Generationen-Labels,
in: Generationengerechtigkeit, Heft 2
GLOGER, Martin (2007): Die
soziologische Generationenforschung als Mythenjagd -
Überlegungen zum Thema 89er-Generation als
Forschungsgegenstand,
in: Generationengerechtigkeit, Heft 2
KEMNITZER, Tobias (2007): Von
den Zonenkindern und der
Generation Golf
- ein literarischer Streifzug zu den 89ern,
in: Generationengerechtigkeit, Heft 2
GLOGER, Martin
(2008): "A Generation to end all generations".
Zur Entmythologisierung des Generationenlabels "89er",
in: Vorgänge,
Heft 2, S.139-147
|
|
| |
|
weiterführende
Links
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|