"Ich bin Single. Ich gucke zuviel fern
und treibe zu wenig Sport. Außerdem starre ich
stundenlang auf mein Telefon und wünsche mir, dass
irgendjemand anruft und mich fragt, ob ich ihn
heiraten möchte. Aber nicht nur das. Ich bin 34
Jahre alt, erfolgreich, und ich kann mich nicht
einmal über zu wenig Sex beklagen.
Einiges bin ich allerdings nicht: Zum Beispiel
blond. Ich rasiere mir nicht die Beine, und es gibt
auch keinen Traummann in meinem Leben. Ganz im
Gegenteil: Ich bin nämlich selber ein Mann. Ein Mann
auf der Suche nach einer Frau. Der einen Frau, bei
der alles stimmt."
Pressestimmen
"Vorbild sind natürlich die Romane von
Nick Hornby, Sven Regener oder das Debüt von Frank
Goosen. Ging es in diesen aber viel um
spätpubertierende Selbstvergewisserungen und
popistische Selbstfindungen von sympathischen
Losertypen, so ist jetzt die Zeit der ersten
richtigen Krisenbewältigungen: Die einstigen Loser
sind gestandene Männer und haben zumindest einen
leidlich zufrieden stellenden Beruf. Dieser ist aber
nur die halbe Miete, wenn es privat nicht stimmt
oder das psychische Gleichgewicht aus dem Takt
gerät. Wenn es, wie bei Bielenstein, einem Single
plötzlich um die Frau fürs Leben geht, oder, wie bei
Goosen und Beckmann, Jugend- und
Männerfreundschaften zu einem Problem werden und
ihrer Wiederaufarbeitung harren.
Man könnte sagen, hier haben männliche Mitdreißiger
sehr zielgerecht Romane für ihre Altersgenossen
geschrieben; Bücher, die aber auch Frauen gefallen
könnten, weil sie hier viel von ihren eigenen
Männern wiederfinden. Bücher, die man als Antwort
auf Frauenzeitschriftenbüchern wie »Im Kühlschrank
brennt immer ein Licht« oder »Champagner, News und
Liebesträume« lesen kann."
(Gerrit Bartels in der TAZ vom
22.02.2003)