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Feridun
Zaimoglu: Ich, der
Kanaken-Houellebecq
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Feridun Zaimoglu in
seiner eigenen Schreibe
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- ZAIMOGLI, Feridun (1999):
Knabenwindelprosa,
in: Die ZEIT Nr. 47 v.
18.11.
- ZAIMOGLU, Feridun (2001): Qualität
statt Rasse.
Die Türken in der Türkendisco: Warum der Vorschlag einer
Ausländerpartei Unfug ist,
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.04.
- ZAIMOGLU, Feridun (2001): Kultur!
Kosmetik! Christfest!
Weihnachten mal anders: Feridun Zaimoglu verschlug es unter
Intellektuelle in der Provinz,
in: Welt v. 22.12.
- ZAIMOGLU, Feridun (2002): Freie
Platzwahl.
Der Privatier kommt in die Mauser oder Das erste Jahr im 21.
Jahrhundert,
in: Frankfurter Rundschau v. 26.01.
-
ZAIMOGLU, Feridun (2002):
Gerechtigkeit für Maxim Biller.
Der Schriftsteller
Feridun Zaimoglu porträtiert den begabtesten Polemiker Deutschlands,
in: Welt
v. 16.02.
- ZAIMOGLU, Feridun (2002): Männer auf
Fließbändern.
Sonderlinge, Salonbarbaren und trillernde Saisonspatzen auf dem
Oktoberfest der Literatur,
in: Berliner Zeitung v. 09.10.
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ZAIMOGLU, Feridun (2003): Die Stunde des smarten Barbaren.
Ob Erkan & Stefan, Kaya Yanar oder nun Ali G - die
Ethno-Komödianten sind Heinz Erhards Erben,
in: Die ZEIT Nr.20 v. 08.05.
- ZAIMOGLU, Feridun (2003): Frust
schieben.
Drei Jahre nach seinem Bestseller "Generation Golf" legt
der Berliner Journalist Florian Illies nun eine Fortsetzung
vor. "Generation Golf zwei" beschreibt Deutschlands
Dreißigjährige, ernüchtert von Börsencrash, 11. September
und Irak-Krieg. Private Schmollfibel oder Zeit-Dokument?
Eine Kontroverse zur "GG zwei",
in: Tagesspiegel v. 09.07.
- Inhalt:
Feridun ZAIMOGLU rechnet mit Florian ILLIES
und der Generation Golf zwei ab:
"Der junge Mittelschichtler in
der Hauptstadt sitzt am Tage wie am Abend reglos auf einem Caféstuhl
und wartet, da ihn weder Wunder noch Spektakel aus der Ruhe zu
bringen vermögen, auf gleichgesinnte Kommunikationskamikazes (...).
Wenn die jungen Leute Glück haben, werden sie von westdeutschen
Touristen für echte Berliner gehalten. Im ungünstigsten Fall setzt
sich Florian Illies, der nimmermüde Fortsetzungschronist, zu den
Dreißigjährigen und erklärt sie kurzerhand zu Idealtypen einer
Generation. Er muss es wissen, schließlich versteht er sich als
Sozialpädagoge – heute spricht man wohl eher von einem
Trendbarometer."
Die Beziehung von ILLIES zu den 68ern
beschreibt ZAIMOGLI als Angstgegnerschaft:
"sein Angstgegner ist der 68er, und
es tut Illies ganz doll weh, dass die
Männer der
Protestgeneration den Jüngeren die schönen Frauen ausspannen."
- ZAIMOGLU, Feridun (2004): Die Liebe
ist ein Gottesgeschenk.
Die Märchen aus 101 Nacht wurden jetzt erstmals direkt aus dem
arabischen Original ins Deutsche übersetzt,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.02.
- ZAIMOGLU, Feridun (2004):
Fremdkörper.
Ist schlechtes Wetter gut fürs Geschäft? Jetzt jedenfalls bricht
wieder die Sonne hervor, und eine Frau steigt ins Taxi,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.02.
-
ZAIMOGLU, Feridun (2004): Lebenswut, Herzhitze.
Der
Berlinale-Überraschungssieger kommt ins Kino: Fatih Akins herrlich
maßloses Liebesdrama „Gegen die Wand“
in: Tagesspiegel v. 10.03.
- ZAIMOGLU, Feridun
(2007): Peepshow 2. In:
Johannes Ullmaier
(Hg.) Schicht! Arbeitsreportagen für die Endzeit, Frankfurt
a/M: Suhrkamp, S. 54-78
LITERATUREN-Schwerpunkt:
Brücken über den Bosporus.
Neue türkische Literatur |
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MEYER-GOSAU, Frauke (2008): Oh, Ankara.
Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu ist in zwei Kulturen
aufgewachsen: der türkischen unter immer neuen Perspektiven – Anlass
für eine Expedition über zwei Etappen,
in: Literaturen, September
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Feridun Zaimoglu:
Porträts und Gespräche
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GRUMBACH, Detlef (1999): Die Liga der Verdammten.
Eine Generation jenseits ihrer Herkunft: Feridun Zaimoglu,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.06.
-
TEIPEL, Jürgen (2001): Unser türkischer Nigger.
Der "Malcom X" der Türken in Deutschland,
in: Rolling Stone, Februar
- RÜDENAUER, Ulrich (2001): Goethe
trifft die Pop-Kultur.
So poetisch wie aufrührerisch: Feridun Zaimoglu,
in: Saarbrücker Zeitung v. 13.02.
- BENDER, Ruth (2002): Zeit für
Unversöhnlichkeit.
Der Kieler Autor Feridun Zaimoglu erhält morgen den Hebbel-Preis,
in: Kieler Nachrichten v. 15.03.
-
NEUMANN, Olaf (2002): Niemand wird
geschont.
Feridun Zaimoglu hat das Krass-Sprech-Milieu der Kanaksters
verlassen und zielt mit "German Amok" auf den deutschen
Kulturbetrieb,
in: Jungle World Nr.42 v. 09.10.
- Inhalt:
Feridun ZAIMOGLU möchte kulturelle ("Gegen die Popliteraten,
Gegen die Spaßgesellschaft", so könnte man dieses Motto
umschreiben), aber noch lieber soziale Schlachten schlagen und outet
sich als Fan von Michel HOUELLEBECQ:
"Halten
Sie es wie der französische Schriftsteller Michel Houellebecq, der
sich in seinem Land mit Gott und der Welt auf Kriegsfuß befindet?
Ich liebe diesen Autor. Aber ich habe keine Lust, den verbrauchten
Konsumenten oder den mürben Angestellten im Drama seiner
Verunsicherung zu zeigen. Ich verspüre auch keine Lust, den
Kleinbürger auf dem Weg in den Swingerclub zu beschreiben. Ich finde
eine andere Erfahrung viel entscheidender, nämlich selber als
Sexsklave auf Kreta oder an der Ägäis auf europäische Frauen zu
warten und als Mietrüde in Anspruch genommen zu werden. Darüber
werde ich demnächst einmal schreiben."
-
LÖFFLER, Udo (2003): "Sprache ist der Büchsenöffner".
Der Satiriker Feridun Zaimoglu über seine Lehrerin Frau Hüve, die
deutsche Sprache und die Insektenforschung einer ahnungslosen
Multikulti-Linken,
in: TAZ v. 08.01.
- STÜTTGEN, Tim (2003): Feridun Zaimoglu.
Propagandist des Dekadenten,
in: Spex Nr.3, März
- Kommentar:
ZAIMOGLU zum Generationenkonflikt:
"Ich gehöre nicht zu denen, die sich an
der vorigen Generation oder den 68ern abarbeiten müssen, um die
eigene Untüchtigkeit, die eigene Ideenlosigkeit zu übertünchen. Ich
bin kein Generationenkonfliktler. Ich habe keine Lust, Sittenbilder
auszufüllen", lässt er wissen.
Mit
"German Amok" hat ZAIMOGLU einen "Missbrauchscharakter"
geschaffen, der ideal zum Sozialstaatsabbau-Programm der Neuen Mitte
passt.
Als sozialer Aufsteiger hat
er für sein Milieu nur Verachtung übrig:
"Warum soll ich mich für Proleten
einsetzen, die mir bei der erstbesten Gelegenheit vors Schienbein
hauen? Ich komme aus einem Proleten-Milieu und ich weiß, dass da
nicht nur ein edles Bewusstsein entsteht. Im Gegenteil."
Sein Neue-Mitte-Credo
heißt:
"Wer Hoffnung will, soll zum nächsten
Drogendealer gehen, sich seine Glücksprise holen und sich einen
reinziehen. Wer Hoffnung will, soll gut verdienen und am Konsum
seine Freude haben. Ich bin nicht gekommen, um die Liebe zu
predigen."
Aber was bedeutet schon ein Interview
im SPEX?
Erfindet sich ZAIMOGLU hier nicht nur neu?
-
GASCHKE, Susanne (2003): Nie mehr Migrations-Ali.
Hier zu Hause, hier erfolgreich: Die neue türkischstämmige
Mittelschicht. Vier Porträts,
in: ZEIT Nr.35 v. 21.08.
- Inhalt:
Susanne GASCHKE erforscht die
Türken in Deutschland nicht als Randgruppe, sondern als
erfolgreiche Mittelschichtler. Als erstes macht sie eine
Stippvisite beim Schriftsteller Feridun ZAIMOGLU:
"Rebell.
Verrottender Altbau, blätternde Farbe, die Wohnung eine
Sperrmüllhöhle. Das Chaos ist allerdings liebevoll
zusammengestellt: Bilder in unterschiedlichen Stadien der
Vollendung, Manuskripte, Abwasch, baumelnder Ethno-Kitsch. Roter
Plüschbezug auf dem Klo, offenkundige Verachtung für
verbürgerlichte Putzstandards. Künstlerbehausung!, schreit diese
Wohnung.
Hier lebt Feridun Zaimoglu, Bestsellerautor, 38. Eine bestechende
Idee machte ihn vor Jahren bekannt: Im Stadtteil Gaarden seiner
Heimatstadt Kiel sprach er mit (...) Jungmännern der türkischen
Gemeinschaft. Er ließ sie reden über Gott und ihre Weltsicht und
suchte nach einer adäquaten Übertragung ihres wilden
Sprachgemischs ins Deutsche. Genial (und extrem marktgängig) war
der Name, den Zaimoglu für das Idiom erfand: Kanak Sprak. So
lautete auch der Titel seines 1995 erschienenen Erfolgsbuchs."
Danach
geht es weiter zur 36jährigen SPD-Abgeordneten Dilek KOLAT, zu
Asaf PEKDEGER, Professor für Hydrogeologie an der Freien
Universität Berlin und zu Hacer YÜKSEL, eine 36-jährige
Architektin, die als Bauprüferin beim Bauamt im Hamburger
Stadtteil Eimsbüttel arbeitet.
-
WEIDERMANN, Volker (2004): Der deutsche Dichter.
Ein Blick auf das Werk des Schriftstellers Feridun Zaimoglu und
seinen neuen Erzählungsband "Zwölf Gramm Glück,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 29.02.
-
NEUMANN, Olaf (2004): "Ich bezeichne mich nicht als Europäer",
in: Jungle World Nr.11 v. 03.03.
- Inhalt:
Feridun ZAIMOGLU u.a. über die Protagonisten
seines neuen Erzählbandes:
"Ich
wollte über Männer schreiben, die in ihrem Alltag feststecken. Es
sind zuweilen altmodische Typen, die nicht in der Werbung vorkommen
und die zu geradezu archaischen Gesetzen greifen."
ZAIMOGLU über die
Gegenmoderne als Konsequenz der Unlebbarkeit moderner
Patchwork-Identitäten:
"Die
Postmoderne hat uns weisgemacht, dass die singuläre Identität
unmöglich sei, dass man problemlos eine Flickenidentität annehmen
könne. Wenn die Eindeutigkeit aufgehoben ist, wird man aber
instabil. Ein unbehagliches Gefühl, im falschen Leben zu stecken.
Die Risiken und Nebenwirkungen sind beachtlich. In dem Moment, wo
die Globalisierung inszeniert worden ist, hat es angefangen zu
knallen.
Rund um Europa steht ein Wall. Auf dem Markt der Identitätsfindungen
sehen wir uns konfrontiert mit Wahnsinn, Aberglaube, Extremismus und
Aufklärungsfetischismus. Die Zeiten werden härter."
- Neu:
SCHMIDT, Christopher (2010): Klau ist Klau.
Was führen die eigentlich für ein ödes Leben? Feridun Zaimoglu
über Literaturkritik, popkulturelle Missverständnisse und die
Fräuleins der Saison,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.
- Inhalt:
ZAIMOGLU kritisiert die Literaturkritiker, die
sich im
Plagiatsfall Helene Hegemann
zurückhalten:
"Mir fällt auf: Während
damals eine große Bereitschaft bestand, mich vorzuverurteilen, wird
in diesem Fall versucht, das Delikt kleinzureden. Für mich stellte
sich hier die Frage: Warum halten sich bemerkenswert viele Damen und
Herren in der Literaturkritik so gerne am Rande der Schmutzlache
auf, in der das Fräulein der Saison badet? Was ich in einigen
Zeitungen las, war Schund aus der Feder derer, die sich der
Literaturkritik zuschlagen. Was führen die eigentlich für ein ödes
Leben? Aber das war ja bei einem ähnlich gelagerten Buch auch schon
der Fall."
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Rezensionen
- MAIDT-ZINKE, Kristina (2004): O
Rosenknospenlied.
Feridun Zaimoglus Erzählungen "Zwölf Gramm Glück,
in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v.
22.03.
-
BAX, Daniel (2004): German Barock.
Feridun Zaimoglu sucht das Glück: In seinem neuen
Erzählband "Zwölf Gramm Glück" wird er gleich ein Dutzend
Male fündig - im Diesseits wie im Jenseits,
in: Literaturbeilage der TAZ v. 25.03.
-
WINKELS, Hubert (2004): Der Dreckige und das Heilige.
Feridun Zaimoglu will ein richtiger Dichter werden,
in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.14 v. 25.03.
-
OTTE, Joachim (2004): Omnia vincit amor.
Berauschend: Ferdiun Zaimoglu dealt mit "Zwölf Gramm
Glück",
in: Tagesspiegel v. 28.03.
- MINKMAR, Nils (2004): Mein
Herz stand in Flammen, das ist die reine Wahrheit.
Zweiunddreißig Stunden über die Liebe: In seinen neuen
Erzählungen wiegt Feridun Zaimoglu das Glück,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.04.
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Klappentext
"Seit seinem
Studium malt der Autor Feridun Zaimoglu – nun
schreibt er zum ersten Mal darüber. Aber natürlich
nicht auf normale Weise, sondern in Form einer
urkomischen, äußerst provokanten Kriminalkomödie.
Es ist nicht viel los auf der Wache am Kieler
Hauptbahnhof. Und trotzdem ist Kommissar Seyfeddin
Karasu nicht entzückt, als seine vorgesetzte
Dienststelle ihm eine Praktikantin zur Seite stellt.
Als ein toter Mann aus einem See auftaucht, ist das
für Seyffedin nur Anlass, einen Grill am Ufer
aufzubauen und auf weitere Spuren zu warten. Doch
damit kommt er nicht durch. Denn wenig später taucht
eine Leinwand auf, die es in sich hat."
Pressestimmen
"Seyfeddin
beschreitet als »der erste eingedeutschte Türke« die
höhere Beamtenlaufbahn bei der Kieler Polizei. Er
hat sich gut eingelebt. Selbst den latenten
Rassismus seiner Kollegen hat er angenommen und
bezeichnet Schwarze während des Verhörs gerne mal
als »Wulstlippen«. Der Kommissar soll den Fund einer
toten Frau in einem Waldsee aufklären. Der Körper
ist in drei Leinwände gehüllt. Als ihn jedoch das
fällige kunsthistorische Gutachten langweilt,
beschäftigt er sich lieber mit dem Holzkohlengrill
und seiner blonden Praktikantin."
(Steffen Kraft im Tagesspiegel vom
16.01.2004)
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Rezensionen
- DOMSCH, Sebastian (2003): Die
Praktikantin des Kommissars.
Verdeckte Ermittler: Feridun Zaimoglus Krimi ohne
Regisseur,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.11.
- KRAFT, Steffen (2004):
Leinwand, Grill und blonde Haare,
in: Tagesspiegel 16.01.
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Klappentext
"Der begnadete
Sprachschöpfer Feridun Zaimoglu wirft böse Blicke
auf Zerfall und Fäulnis und reißt den Leser mit auf
eine apokalyptische Todesfahrt. Mit maßlosem Furor
geißelt der Ich-Erzähler, ein erfolgloser Künstler
und begehrter Lustsklave, die Hohlheit eines
Milieus, das sich auf Oberflächenreize kapriziert
hat."
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Pressestimmen zu Feridun Zaimoglu
"Wenn der Grüne Cem Özdemir
Traumschwiegersohn aller 68er Mütter ist, dann ist Zaimoglu
deren Albtraum"
(Jürgen Teipel im Rolling Stone vom Februar 2001)
"Kiel ist eine gute Stadt, weil Feridun
Zaimoglu dort wohnt".
(Matthias Altenburg in der Woche vom
09.11.2001)
Pressestimmen zu
"German Amok"
"Nicht
gerade gut weg kommt die heimatliche Künstlergilde in
Berlin. Zaimoglus erfolgloser Malmeister hasst deren
Kunstbegriff, der auf Oberflächenreize baut, und hält
dagegen eisern an seinen Ölfarben fest. (...). Später
verschlägt es ihn nach Treptin, wo er bei einem Tanzworkshop
in einer ehemaligen Russenkaserne Aufbauhilfe Ost leistet.
Ein Ort ("Willkommen in der Hippiekommune"), der ein
bisschen an jene Zeltlager erinnert, die in Michel
Houellebecqs Elementarteilchen als Schauplätze
promiskuitiven Zeitvertreibs dargestellt werden. Hier wie
dort erweist sich der Sexualliberalismus als problematische
Ideologie, der praktizierte Mystizismus als nur mühsam
kaschierte Leere. Mit Houellebecq teilt Zaimoglu auch das
Spiel mit dem Pornographischen und einen gewissen Hang zur
Drastik - nicht jedoch das große Panorama und die
theoretischen Exkurse."
(Oliver Fink in der SZ vom
09.10.2002)
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Rezensionen
- DÖRING, Tobias (2002):
Musterschüler des Unkorrekten.
Feridun Zaimoglu gibt sich Mühe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.10.
- FINK, Oliver (2002):
Blutegel beim Liebesspiel.
Feridun Zaimoglu lässt kein gutes Schamhaar an
neudeutschen Künstler-WGs,
in: Frankfurter Rundschau v. 09.10.
-
JESSEN, Jens (2002): Ein Hass, der zum Kummer wird.
In Feridun Zaimoglus neuem Roman sind die Menschen
erbarmenswürdige Kreaturen,
in: Die ZEIT Nr.47 v. 14.11.
- BARTMANN, Christoph (2002):
Ich bin der Hass.
Ölgemälde gegen Simsalabim: Feridun Zaimoglus "German
Amok",
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.12.
-
RÜDENAUER, Ulrich (2003): Etwas weniger zerebralminimal vor
sich hin dämmern.
Feridun Zaimoglus Romane "Liebesmal, scharlachrot" und
"German Amok",
in: Literaturkritik.de, Nr.1, Januar
- RICHTER, Steffen (2003): Am
Ende der Provokationen.
Feridun Zaimoglu: "German Amok",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 29.03.
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Das Buch in der Debatte
- BECK, Marieluise (2002): Gegen
deutsche Selbstgefälligkeit.
Marieluise Beck (Bündnis 90/Die Grünen) über "German
Amok" von Feridun Zaimoglu,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
22.09.
- BECKSTEIN, Günther (2002):
Multikulti ist eine grüne Lebenslüge.
Günther Beckstein (CSU) über "German Amok" von Feridun
Zaimoglu,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
22.09.
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Feridun Zaimoglu in der
Debatte
- ALTENBURG, Matthias (2001): Mach
uns den Türken!
Endlich ein Brocken Fleisch in der dünnen
Zeitgeist-Suppe,
in: Die Woche Nr.46 v. 09.11.
-
NORD, Cristina (2004): Das Lachen des Tricksters.
Der Beleidigte rückt auf in die Sprecherposition: Theo
van Gogh war kein neurechter Tabubrecher, sondern vielmehr
ein Provokateur, dessen Respektlosigkeit die Diskurse
durcheinander brachte,
in: TAZ v. 20.12.
- Kommentar.
NORD stilisiert den
Kanaken-HOUELLEBECQ zum deutschen Theo van Gogh. Als Beleg
zitiert sie eine Stelle aus "Koppstoff":
"Was faselst du deutsches
Liebchen? Ein Bein im Bürgerhaus, ein Bein im
Schwangerschaftunterbrechen, heute ganz radikales
Frontkeckchen und morgen, viel früher schon,
Singleschnepfe, und hast vier Altbauzimmer für dich und
den Wandschrank mit Lilaschokoagitpop"
-
FREUND, Wieland (2005): Goethe im "Storm und Stress".
Selbstbewußt, urteilsstark: Eine neue Geschichte der
deutschen Literatur aus den Vereinigten Staaten setzt
Maßstäbe,
in: Welt v. 11.02.
- Inhalt:
"Man
fasse es (...) als notwendige Belehrung auf, daß in »A New
History« überhaupt nur zwei jüngere deutschsprachige Autoren
erwähnt werden: Durs Grünbein (weil in jeder
Literaturgeschichte nach hinten raus gilt: einer für alle)
und Feridun Zaimoglu (weil er die »Kanak Sprak« erfunden
hat)", meint
Wieland FREUND.
-
PLATH, Jörg (2005): Längst in der Literatur angekommen.
Feridun Zaimoglu lacht: Seit zwanzig Jahren wird der
Adelbert-von-Chamisso preis an Autoren nichtdeutscher
Muttersprache verliehen,
in: Frankfurter Rundschau v. 17.02.
-
PLATH, Jörg (2005): Schlemihls Schüler. Interkulturelle
Literatur? Gibt es sie überhaupt?
Heute erhält Feridun Zaimoglu den Chamisso Preis,
in: Tagesspiegel v. 17.02.
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