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Georg
M. Oswald: Der Yuppie in jedem von uns
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Georg M.
Oswald in seiner eigenen Schreibe
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- OSWALD, Georg M.
(2000): Anfang für alle.
Agony is over: In Tutzing
entdeckte eine neue Schriftsteller-Generation
sich selbst,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 04.04.
- OSWALD, Georg M.
(2000): "Mein Haus, mein Auto, meine
Yacht".
Der Gestus der Affirmation
hat Einzug gehalten in die Literatur,
in: Transatlantik
Nr.2, Juli/August/September
- OSWALD, Georg M.
(2000): Subversion is over,
in: TAZ v.
08.07.
- OSWALD, Georg M.
(2001): Nach der Aktionärsversammlung.
Man hat sicher mehr davon,
sich ein Auto von DaimlerChrysler zu kaufen, als
in die Aktien des Weltkonzerns zu investieren. Es
ist höchstens eine Investition in den
Lustgewinn, Jürgen Schrempp behaupten zu hören,
er nehme die höchst merkwürdigen
Aktionärssorgen ernst. Ein Kneipengespräch,
in: TAZ
v. 14.04.
- OSWALD,
Georg M. (2001): Feuchte Schuhe im Lesesaal,
in:
Welt
v. 28.04.
- OSWALD, Georg
M. (2001): Die Pershing.
Teil
24 der Serie "Das war die BRD",
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 07.06.
- NIEMANN,
Norbert & Georg M. OSWALD (2001): Aus der
Einladung zur Mitwirkung an diesem Heft,
in: Akzente. Zeitschrift
für Literatur H.3, Juni,
Schwerpunktthema "Politik"
- OSWALD,
Georg M. (2001): An einem einzigen seidenen
Faden.
Seine
Figuren treibt der amerikanische Schriftsteller
Denis Johnson bis an die Grenzen ihres
Selbstbewusstseins. Sein Roman "Engel"
ist ein überdrehtes Gangster-Roadmovie sowie
eine lange Reise in die Umnachtung. Der
Entschluss, das Leben in die eigene Hand zu
nehmen, endet in einem Albtraum,
in: TAZ
v. 10.10.
- OSWALD,
Georg M. (2002): Die Geburtsstunde des
Superbayern.
"Hey
Superbayern, olé, olé Superbayern, hey
Superbaaayeeern!" Dieser Triumphgesang heult
mitunter durch ganz Europa. Wie konnte das
geschehen? Zugleich eine Analyse dessen, was nach
der Bundestagswahl 2002 auf uns zukommen kann,
in: TAZ
v. 12.01.
- OSWALD,
Georg M. (2002): Engagement,
in:
Perlentaucher
v. 27.07.
-
OSWALD, Georg M. (2002): Von Oberpfaffenhofen zum Mond.
Rock 'n' Roll oder Raubtierkapitalismus? Wir Nachkriegsdeutschen
und unser Amerika,
in: Die ZEIT Nr.47 v. 14.11.
- Kommentar:
Georg M. OSWALD beschreibt das Amerikabild der Zu
spät gekommenen:
"Wie Millionen anderer
Jugendlicher träumte ich mich Mitte der siebziger Jahre in eine
längst untergegangene, aber auf Vinyl, Zelluloid und Papier
konservierte Gegenwelt hinein, deren kultisches Zentrum Woodstock
war. Wie wohl den meisten Kindern der
Post-Achtundsechziger-Generation erschien mir »Protest« vor
allem als soziale Ausdrucksform, weniger als politisches Mittel.
Wir waren unbewusste Nostalgiker, die glaubten, sie seien die
Avantgarde. Das, was wir für Protest hielten, war Mimikry, die wir
uns von den einschlägigen Popkulturerzeugnissen abgeschaut hatten.
Die schmerzliche Grenze aber, die wir erst später erkannten, war,
dass wir keine Amerikaner waren. Keinem Deutschen würde es je
vergönnt sein, so sexy und revolutionär über die Kanäle zu
flimmern wie Jim Morrison, der ohnehin längst tot war, als wir
noch übten."
Inzwischen sieht sich OSWALD
jedoch auf der Höhe der Zeit, wenn er im amerikanischen
Patriotismus das Versprechen einer neuen Pathosformel für
Deutschland zu erkennen glaubt.
- OSWALD, Georg M. (2003): Verpasste Chance,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.06.
- Inhalt:
Auszug aus der Erzählung "Die Kunst, unsichtbar zu
sein".
- OSWALD, Georg M. (2003): Wie man Romane
verbietet.
Maxim Billers "Esra" erneut vor Gericht,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.07.
- OSWALD, Georg M. (2003): Das Ende des
Schlüsselromans.
Erneut verboten: Maxim Billers "Esra",
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.08.
-
OSWALD, Georg M. (2003): Stoibers blühende Landschaften.
Mach weiter, Edmund, da sind noch mehr Prozente drin! Denn alle
Bayern müssen Sieger werden. Eine Wahlanalyse,
in: TAZ v. 23.09.
-
OSWALD, Georg M. (2004): Was verdient eigentlich ein Schriftsteller?
Wer schreibt, bleibt. Aber was bleibt dem, der
schreibt? Der Schriftsteller und Jurist Georg M. Oswald hat zum
Start der Büchersaison nachgerechnet,
in: Welt v. 14.08.
-
FREUND, Wieland (2005): Viele Leser wollen einen naiven Autor.
Vielzahl der Leser will naiven Autor.
Michael Lentz und Georg M. Oswald über Rang,
Erbfolgen und Planstellen der deutschen Literatur,
in: Welt v. 16.03.
-
OSWALD, Georg M. (2005): Benedikt XVI. und die eingeschüchterten
Westler,
Früher waren wir Weltmeister, jetzt sind wir Papst - oder doch
auf dem besten Wege, es zu werden: Anmerkungen über die Faszination
der eigenen voraufklärerischen Wurzeln,
in: TAZ v. 21.04.
- Neu:
OSWALD, Georg M. (2005): Es kommt kein neuer König.
Der Schriftsteller Georg M.
Oswald denkt über eine Repolitisierung der Literatur und deren
Chancen nach,
in: Welt v. 28.05.
- Kommentar:
"Im
Lexikon wird Politik als Handeln mit dem Zweck definiert, »die
politische Willensbildung der Bürger im Sinne bestimmter
Interessen zu beeinflussen«",
schreibt Georg M. OSWALD.
Nimmt man den Politikbegriff von
Ulrich von ALEMANN, der die Dimensionen des Politikbegriffs im
Anschluss an die angelsächsische Tradition in Polity (Form),
Policy (Inhalt) und Politics (Prozess) unterteilt, dann greift
OSWALD hier nur jenen letzten Teilaspekt heraus, der überhaupt
irgendwie mit Literatur in Verbindung zu bringen ist, denn
Literatur und Politik ist sein Thema, das durch
Uwe TELLKAMPs Roman "Der
Eisvogel" für neokonservative Feuilletonisten an Aktualität
gewonnen hat.
OSWALD dagegen geht es weniger
um das Verhältnis von Politik und Literatur, sondern um
Literaturpolitik, d.h. um die Durchsetzung junger deutscher
Gegenwartsliteratur am Buchmarkt, der nach dem 11. September 2001
eine Renaissance der
Flakhelfer-Literatur (Günter
Grass, Siegfried Lenz,
Martin Walser,
Hans Magnus Enzensberger usw.)
verzeichnete.
Die Jungautoren rätseln seitdem
darüber, wie sie die Auflagenzahlen dieser Giganten erreichen
könnten.
OSWALD vergleicht den
Literaturbetrieb der 70er Jahre mit einer Kirche, die es so für
die Jüngeren nicht mehr gibt:
"Als
wir in den siebziger Jahren zu lesen anfingen, war die
deutschsprachige Literatur noch organisiert wie eine Kirche, es
gab einen Papst, Kardinäle (sogar beiderlei Geschlechts), es gab
unautorisierte Zusammenschlüsse kritischer Glaubensbrüder und es
gab vor allem gläubige Laien, deren große Zahl keinen Zweifel an
der Macht dieser Kirche aufkommen ließ. Fraglos produzierte sie
Lächerlichkeiten ganz eigener Art, aber sie war nicht ohne
Bedeutung und Einfluß. So entstand bei manchem die Vorstellung,
mit einem Roman in die Kultur eingreifen zu können, damit
substantielle Wirkung zu erzielen. Es gab Beispiele dafür, daß das
gelingen konnte. Die Erfahrungen hingegen, die wir später als
Schriftsteller machten, glichen eher jenen
Jonathan Franzens, die
er in seinem mittlerweile schon geflügelten Wort beschrieben hat:
»Ich hatte provozieren wollen, und was dabei herauskam, waren
sechzig Rezensionen, die in einem Vakuum verpufften.«"
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Georg M.
Oswald im Gespräch
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- ELSS, Cathrin (2001):
Warum Geldbündel nicht als Treppenstufen ins
Glück taugen.
Mit "Alles was
zählt" legt Georg M. Oswald einen Roman aus
der Banker- und Business-Welt vor - Morgen Lesung
in Saarbrücken,
in: Saarbrücker
Zeitung v. 29.01.
- GOEBEL, Thomas (2001):
Fragen & Antworten: Fußball ist Fußball.
Der Autor Georg M. Oswald
über die Dramatik im Bundesliga-Finale,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 22.05.
- KREKELER,
Elmar (2001): Der Club der vernetzten Dichter.
Ein
Gespräch mit dem Münchener Schriftsteller Georg
M. Oswald über Netzliteratur und die Zukunft der
Bücher,
in: Welt
v. 09.10.
-
FREUND,
Wieland (2002): "Ein Läuterungsprozess der
Literatur".
Der
Schriftsteller Georg M. Oswald über den Roman
zur Zeit: Jonathan Franzens "Die
Korrekturen",
in:
Welt
v. 01.07.
- Inhalt:
Georg M. OSWALD, wie
Jonathan
FRANZEN ein Angehöriger
der Single-Generation, identifiziert sich
mit dem Protagonisten Chip:
"Er
repräsentiert den in der modernen Welt
verlorenen Intellektuellen, der noch dazu
mit einer Hypothek herumläuft, die für
seine Generation typisch ist, nämlich
die Hypothek der erfolgreichen,
über-mächtigen Eltern, die das
Koordinatensystem geschaffen haben, in
dem sich die Kinder bewegen. Die
Wahrnehmung dieses Phänomens ist in
meiner Generation besonders stark. Wir
bewegen uns in einer der längsten
Friedensperioden der Geschichte. Das
führt zu einer erhöhten Sensibilität,
was Diskontinuitäten betrifft:
Jobunsicherheit, gesellschaftliche
Mobilität, fragmentierte Werdegänge.
Die Generation der jungen Lamberts in
Franzens Roman stellt Fragen, mit denen
sich ihre Elterngeneration so gar nicht
hat beschäftigen können."
OSWALD
bezeichnet FRANZENs Figuren als Klischees
("flat characters"), denen
menschliche Würde verliehen wird.
- FILSER,
Hubert & Hilmar KLUTE (2003): Im Sinkflug.
Georg M. Oswald über Moral, Ludwig II. und Langeweile,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.09.
- Inhalt:
Georg M. OSWALD u.a. über die Zukunft der
Generation @:
"In
zehn, zwanzig Jahren wird es vornehmlich alte Leute geben. Die
Jungen haben nicht mehr die gleiche Aussicht auf wirtschaftliche
Prosperität wie die Nachkriegsgeneration. Gleichzeitig können sie
bewährte Lebenspläne nicht mehr übernehmen. Das hat sich innerhalb
weniger Jahre geändert. Wer versagt, versagt nicht aufgrund
persönlicher Schlaffheit. Die Schlaffheit ist geprägt vom tiefen
Empfinden, dass sich die Anstrengung nicht lohnt. Das dämmert in der
Gesellschaft langsam herauf. Die Gesellschaft befindet sich in einem
langsamen Sinkflug, der viel schwieriger wahrzunehmen ist als eine
Katastrophe, die von heute auf morgen den Untergang beschert. Für
dieses Sinkfluggefühl haben die Jüngeren ein waches Sensorium."
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Klappentext
"Paradies nennen die Einwohner von
Welting am Starnberger See das am Ufer gelegene
reiche Villenviertel. Dort geht es zu, wie man sich
das Leben in Paradiesen dieser Art so vorstellt. Man
hat Geld und zeigt es auch. Es wird geprotzt und
gefeiert - doch wird man das Gefühl nicht los, dass
die Beteiligten ahnen, dass die große Party längst
vorüber ist. Protagonist dieses Romans ist der
zwanzigjährige Marcel. Er erzählt die Geschichte
seiner letzten großen Ferien: von Pool-Partys, die
regelmäßig in Umnachtung enden, von den Nachbarn, wo
Mutter und Tochter sich einen Liebhaber teilen."
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Georg M. Oswald über "Im Himmel"
"Die Gesellschaft im Roman steht für das,
was sich jeder wünscht: viel Geld, ein großes Haus, einen
guten Beruf, Familie. Marcel, der 20-jährige Erzähler, ist
da für mich interessant, weil er sich noch nicht eingefunden
hat in die festgeformten Strukturen. Er spürt ein Unbehagen,
das er aber noch nicht formulieren kann."
(Georg M. Oswald in der
Süddeutschen Zeitung vom 18.09.2003)
Pressestimmen
"Die
Väter haben Erfolg im Beruf, Geliebte und weitläufige
Anwesen, die Kinder nichts, was ihr Lotterleben in bester
Lage rechtfertigen könnte. (...).
Marcel (...) ist ein Loser, eben wieder mal
sitzengeblieben, linkisch und schüchtern, und wird nur
gnadenhalber in die Millionärsclique aufgenommen. (...).
»Im Himmel« ist »Crazy« für Erwachsene, »Faserland« für
Fortgeschrittene"
(Martin Halter in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung vom 23.09.2003)
"Welting
- das ist wahrlich ein Panoptikum der wohlhabenden
Asozialen."
(Christoph Schröder in der Frankfurter
Rundschau vom 08.10.2003)
"Die
Väter in diesem Roman sind arrivierte Endvierziger, gerne
als Anwälte tätig, die so sehr mit ihrem Sohnesschicksal
beschäftigt sind, dass sie für die eigenen Nachkommen nicht
viel mehr tun können, als sie auf teure Internate zu
schicken und Geldheiraten für sie zu arrangieren. Das Gefühl
der Nichtigkeit wird von Generation zu Generation
weitergegeben wie einst, im antiken Mythos, der Fluch der
Götter."
(Martin Krumbholz in der Neuen Zürcher
Zeitung vom 25.11.2003)
"Der
Ich-Erzähler (...) beobachtet die Stärken und Schwächen der
Anwälte, Unternehmer und Ehefrauen seiner Umgebung, ohne
aber daraus Urteile abzuleiten. Es ist ein bezeichnender
Blick: Die Gradunterschiede zwischen Coolness und Kälte sind
nur minimal; Filme, Projektionen der eigenen Sehnsüchte,
sind für den Ich-Erzähler die wichtigsten Referenzsysteme im
Begreifen von Wirklichkeit. Marcel, der sich seiner
Unsicherheiten durchaus bewusst ist, weiß genau, um was sich
diese Welt dreht: um Styling, Geld und Macht."
(Ulrich Rüdenauer im Tagesspiegel vom
18.01.2004)
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Rezensionen
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KREKELER, Elmar (2003): Das Paradies ist zum Kotzen.
Georg M. Oswald: Im Himmel,
in: Welt v. 20.09.
- HALTER, Martin (2003):
Generation Porsche.
Arme reiche Kinder: Georg M. Oswald badet im Starnberger
See,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.09.
-
SCHRÖDER, Christoph (2003): Neues aus dem Wohlstandsghetto.
Georg M. Oswald üblickt die Unüberwindbarkeit von inneren
Grundstücksgrenzen,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Rundschau v. 08.10.
-
SCHMIDT, Kathrin (2003): Am Pool nichts Neues.
Adoleszentenprosa. Georg M. Oswalds neuer Roman "Im
Himmel",
in: Freitag Nr.42 v. 10.10.
- Inhalt:
"Ein
Jüngelchen trifft auf einem bayerischen Schloss ein, einem
privaten Institut zur Erlangung der Allgemeinen
Hochschulreife, und verabschiedet sich von seinen Eltern
und der Schwester, um sich wenig später an den Tisch zu
setzen, seiner vermeintlichen Berufung zum
Schriftstellerdasein zu folgen und die Geschichte der
letzten Ferien aufzuschreiben. Darin liegt nichts
Besonderes, und das macht auch schon den Kern des
vorliegenden Romans von Georg M. Oswald
aus, dem 1963 geborenen Autor und Rechtsanwalt aus
München, der gern als
»Literat der Single-Generation« gepriesen wird: Nichts
Besonderes. In einer Sprache, die dem verschulten
Adoleszenten alle Ehre macht, erzählt er in aller
Nichtigkeit, in aller detailversessenen Langsamkeit von -
nichts. So scheint es zumindest",
erläutert SCHMIDT zu Beginn,
um dann erst ganz zum Schluss zu erwähnen:
"Wenn man die letzten beiden Sätze
des Buches überliest, ist, was Georg M. Oswald mitzuteilen
hat, wahrlich nichts Neues. Ein Stück Adoleszentenprosa,
wie sie das ganze vergangene Jahrhundert über immer und
immer wieder geschrieben wurde. Aber das weiß er, und das
macht diese Geschichte auf seltsame Weise sympathisch. "
- KRUMBHOLZ, Martin (2003):
Starnberger Moralia.
Georg M. Oswalds Roman "Im Himmel",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 25.11.
- MAIDT-ZINKE, Kristina (2003):
Die Elenden.
Still und starr ruht der See: Georg M. Oswalds "Im
Himmel",
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.12.
- RÜDENAUER, Ulrich
(2004): Jenseits von jedem.
Von einem, der auszog, Schriftsteller zu werden: Georg M.
Oswald erzählt uns, wie es "Im Himmel" aussieht,
in: Tagesspiegel v. 18.01.
-
TIGGES, Ulla (2005): Belangloses aus dem Paradies,
in: Literaturkritik.de, Februar
-
MESSMER, Susanne (2005): Pool,
in: TAZ v. 24.02.
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Klappentext
"Thomas Schwarz hat
seinen Job in der Bank. Er ist
stellvertretender Leiter der
Abteilung Abwicklung und Verwertung,
und er hat vor, die Karriereleiter
ganz nach oben zu klettern. Er ist
»drinnen«. »Draußen« sind die
anderen, die Erfolglosen, die
Gescheiterten. Die, bei denen Schwarz
mit allen Mitteln überfällige
Kredite eintreibt. »Abwicklung und
Verwertung«, das heißt Chaos,
Nervenzusammenbruch, Selbstmord, im
Notfall auch Mord.
Thomas Schwarz ist
drinnen, er ist jung, sieht gut aus,
verdient gut und ist verheiratet.
Aber er wird nervös, denn der Weg
nach draußen ist kürzer, als ihm
lieb ist. Ein anderer wird
Abteilungsleiter, und schon ist
Schwarz draußen. Draußen aber
zählt genau das gleiche wie drinnen.
Ein paar Scheine abends am Tresen,
ein paar zweifelhafte Freunde, die
mit zweifelhaften Medikamenten
handeln, ein Geldkoffer, den der
bekommt, der am schnellsten ist.
Thomas Schwarz ist schnell und am
nächsten Tag mit der süßen Sabine
auf dem Weg nach Monte Carlo."
|
Pressestimmen zu Georg
M. Oswald
"Ein Houellebecq aus
Bayern? Jedenfalls möchte er nicht mit
Schnöselliteraten verwechselt werden"
(Volker Weidermann in der
TAZ v. 26.08.2000)
"Anatom der Spass- und
Ellbogengesellschaft"
(Martin Halter im
Tages-Anzeiger v. 02.09.2000)
Pressestimmen zu
"Alles was zählt"
"Wer will, liest Oswalds
Hiebe gegen die 'jungen Arschlöcher voller
Zaster', 'ohne intellektuelles und
moralisches Niveau' (Michel Houellebecq) als
eine Abrechnung mit jenen Popliteratur
genannten Strömungen in der jungen deutschen
Literatur, die nur noch die 'Affirmation'
pflegen"
(Hajo Steinert im Focus v.
07.08..2000)
"Welt nach dem Ende der
Systemkritik"
(Walt Voss in der Jungle
World v. 16.08.2000)
"Rückkehr zum
Gesellschaftlichen, um nicht zu sagen: zum
Politischen in der Literatur"
(Angelika Ohland im
Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt v.
18.08.2000)
"beißende
Gesellschaftssatire auf die ausufernde Jagd
nach Geld, die in einem rücksichtslosen
Wettkampf und einer moralischen Leere
endet."
(Armin Leidinger in der
Saarbrücker Zeitung v. 08.09.2000)
"»Wenn Sie ehrlich sind,
geben Sie's zu!« das ist der Grundhabitus
dieses Buchs. Das macht seinen Reiz aus"
(Burkhard Müller in der
Berliner Zeitung v. 09.09.2000)
"Realsatire über einen,
der sein Ich im Turbokapitalismus verliert.
Mitreißend, schnell, soghaft."
(Helmut Krausser in der Welt
v. 09.09.2000)
"gelungenes
Porträt des Bürostandorts Deutschland"
(Thomas Palzer im
DeutschlandRadio, 18.09.2000)
Pressestimmen zu Thomas
Schwarz dem Protagonisten von "Alles was
zählt"
"ferner,
gemäßigterer Verwandter des sadistischen
Bateman aus Ellis' »American Psycho«."
(Eberhard Falcke in der
Süddeutschen Zeitung v. 01.08.2000)
"Oswalds
Romanheld Schwarz - larmoyant, verwöhnt,
egoistisch und konsumvergessen - ähnlich
verdächtig den Vertretern der 'Generation
Golf', die Florian Illies in seinem
gleichnamigen Buch zu beschreiben versucht
hat, Leute, denen es vor allem um Autos,
Markenkleidung und Coolness geht."
(Elke Auer im Tagesspiegel
v. 12.08.2000)
"Dem
»flexiblen Menschen« à la Oswald ist
nichts fremder als der Bildungsbürger alter
Schule."
(Martin Krumbholz in der
Neuen Zürcher Zeitung v. 19.08.2000)
"Für
Thomas Schwarz ist Geld alles, was zählt,
der sozialdarwinistische Kampf ums Überleben
eine Art Hochleistungssport, den er im Büro
mit der gleichen Hingabe ausübt wie im
Supermarkt oder zu Hause"
(Martin Halter im
Tages-Anzeiger v. 02.09.2000)
"Schwarz
ist (...) eher ein Spießer als ein 'German
Psycho'. Was ihn monströs erscheinen lässt,
ist nicht Gewalt oder Sadismus, sondern die
absolute innere Wertefreiheit eines 'Typen
von nebenan'"
(Helmut Krausser in der Welt
v. 09.09.2000)
"typischer Vertreter der
Ich-Gesellschaft"
(Thomas Palzer im
DeutschlandRadio, 18.09.2000)
"Thomas
der Banker lebt zusammen mit Marianne der
Werbefrau. Sie sind Mittdreißiger und
verheiratet. Kinder sind keine da. Ein
Singlepaar kann sich im Geldverdienen
ungebremst beweisen."
(Eberhard Rathgeb in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 27.09.2000)
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Rezensionen
- FALCKE,
Eberhard (2000): Erfolg ohne Raum,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 01.08.
- STEINERT, Hajo
(2000): Ein Held unserer Tage,
in: Focus
Nr.32 v. 07.08.
- SCHMITT,
Michael (2000): Der Karriereknick,
in: Kulturzeit,
Sendung in 3Sat v.
11.08.
- AUER,
Elke (2000): Jeder ist ein potenzieller
Gegner,
in: Tagesspiegel
v. 12.08.
- VOSS,
Walt (2000): Thomas Schwarz ist nicht zu
fassen,
in: Jungle World
Nr.34 v. 16.08.
- OHLAND,
Angelika (2000): Haste was, biste was,
in: Deutsches
Allgemeines Sonntagsblatt
Nr.33 v. 18.08.
- KRUMBHOLZ,
Martin (2000): Abgewickelt, verwertet,
in: Neue Zürcher
Zeitung v. 19.08.
- HALTER, Martin
(2000): Kampfzonen, drinnen und draussen,
in: Tages-Anzeiger
v. 02.09.
- LEIDINGER,
Armin (2000): Geld, ein Fall für eine
beißende Sozialsatiere,
in: Saarbrücker
Zeitung v. 08.09.
- KRAUSSER,
Helmut (2000): Ich bin draußen!,
in: Welt
v. 09.09.
- MÜLLER,
Burkhard (2000): Die Unentbehrlichkeit
der Aasgeier,
in: Berliner Zeitung
v. 09.09.
- PALZER,
Thomas (2000): Georg M. Oswald: Alles was
zählt,
in: Büchermarkt,
Sendung des DeutschlandRadio
v. 18.09.
- RATHGEB,
Eberhard (2000): Knallhartdeutsch,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 27.09.
- WINKELS,
Hubert (2000): Turbokapitalismus in
Zeitlupe.
Georg M. Oswald
führt uns in die Klippschule der
geldbetriebenen Gemütszerstörung,
in: Die ZEIT
Nr.43 v. 19.10.
- MEIXNER,
Christiane (2000): Schurkiger Saubermann.
Georg M. Oswald
wirft einen Blick auf den Zeitgeist,
in: Berliner
Illustrierte Zeitung. Beilage der
Berliner Morgenpost v.
05.11.
- HAGESTEDT,
Lutz (2001): Nachrichten aus der Welt des
Geldes.
Georg M. Oswald
unterteilt die Gesellschaft streng in
Drinnen und Draußen,
in: Frankfurter
Rundschau v. 10.02.
- REINHOLD,
Ursula (2001): Nur das, was zählt,
zählt,
in: LeseZeichen
Nr.3, März
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Berichte von Lesungen
- NIEDENTHAL,
Clemens (2001): Klaustrophobischer Blick
auf die Moral des Marktes.
Georg M. Oswald las
aus seinem Roman "Alles was zählt,
in: Oberhessische
Presse v. 01.06.,
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Das Buch in der Debatte
- HÖRISCH,
Jochen (2001): Zählen und erzählen.
Geld ist das grosse
Thema der Literatur,
in: Neue
Zürcher Zeitung v.
24.02.
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