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Gerd
Koenen: 70er Jahre Recycling
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Gerd
Koenen in seiner eigenen Schreibe
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- KOENEN, Gerd (2001):
Die neuen Staatsgründer.
Joschka Fischer und das rote
Jahrzehnt: Der Generationsmythos gescheiterter
Weltrevolutionäre,
in: Welt
v. 08.03.
- KOENEN, Gerd
(2003): Die Leiden des jungen B.
Bernward Vesper war der Lebensgefährte von Gudrun Enssling und
der Sohn eines Nazidichters: Eine Jugend in Deutschland,
in: Süddeutsche Zeitung v. 06.09.
-
KOENEN,
Gerd (2005): Solidarität ist ein heiße Kiste.
Drei Neuerscheinungen
werfen interessantes Licht auf Gudrun Ensslin und ihren ersten
Lebensgefährten Bernward Vesper,
in: Die ZEIT Nr.22 v. 25.05.
-
Neu:
KOENEN, Gerd
(2005): Rainer, wenn du wüsstest!
Der Anschlag auf die Jüdische Gemeinde am 9. November 1969 ist
nun aufgeklärt - fast. Was war die Rolle des Staates?
in: Berliner Zeitung v. 06.07.
- Kommentar:
Die 68er-Bewegung terrorisiert uns weiter
als Zombie-Generation mit ihrem Traumata, das sie bereits an die
Generation Golf weitervererbt hat.
Sophie DANNENBERG hat in ihrem Buch
"Das bleiche Herz
der Revolution" nur den
Urkonflikt zwischen SDS
und Kommune I recycelt, ohne ihn zu verarbeiten.
Die öffentliche Demütigung der Politrocker
durch die Kommunarden hat
Klaus
HARTUNG auf den wunden Punkt der
narzisstischen Kränkung gebracht:
"Sie
verrieten ihre Familiengeschichte, sie verrieten ihre Privatheit.
Vor allem aber kehrten sie das Verhältnis von stark und schwach um
(...). Nicht der intellektuell gewappnete Politfunktionär hat
etwas zu sagen, sondern der, der Schwierigkeiten hat".
Wenn Gerd KOENEN Pop/Sex und Gewalt
zu den zwei Seiten einer Medaille stilisiert, dann führt dieses
Denken direkt weiter zu
Michel
HOUELLEBECQ und zu Sophie
DANNENBERG.
Wann werden wir dieses elendige
Politrockertum überwinden?
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Gerd
Koenen im Gespräch
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- ARNING,
Matthias (2001): Lücken im Familienroman.
Gerd Koenen über "das
rote Jahrzehnt" 1967-1977,
in: Frankfurter
Rundschau v. 27.01.
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Klappentext
"Gudrun Ensslin und Andreas
Baader waren so etwas wie das Urpaar des deutschen
Terrorismus, die Frankfurter Kaufhausbrandstiftung von 1968
der Urakt. Beide verließen ihre Lebensgefährten und ihre
Kinder, um sich auf einen Pfad zu begeben, der zwei Jahre
später zur Gründung der RAF führen sollte. Unter welchen
inneren Konflikten das geschah, erschließt sich erst aus
persönlichen Zeugnissen und Berichten; die zu Ikonen
erstarrten Figuren bekommen ein menschliches Gesicht.
Bernward Vesper, Sohn des Nazidichters Will Vesper,
langjähriger Verlobter Gudrun Ensslins und Vater ihres
Kindes, war der unglückliche Dritte in dieser Geschichte. In
derselben chaotischen Periode 1969/70, in der Baader/Ensslin
in den Untergrund gingen und die ersten bewaffneten Gruppen
sich bildeten, ging Vesper auf seinen eigenen Trip. Mit
Hilfe von Drogen, erotischen Erfahrungen, theoretischen
Lektüren und schonungsloser Selbstanalyse wollte er seinen
»faschistischen Charakterpanzer« zertrümmern und sich zum
bewussten Revolutionär ausbilden. Sein autobiographischer
Bericht »Die Reise« gilt – seit er posthum im »Deutschen
Herbst« 1977 erschien – als das literarisch bedeutendste und
authentischste Dokument dieser zeittypischen
Radikalisierungsprozesse. »Vesper, Ensslin, Baader« ist eine
extreme Liebesstory und zugleich eine exemplarische, längst
zum Mythos gewordene Geschichte, die ins Herz des deutschen
Familienromans führt."
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Rezensionen
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REINECKE, Stefan (2003): Eine deutsche Reise.
Gerd Koenen wollte
die linke Opferikone Bernward Vesper demaskieren - doch dann
hat es ihm die ideologiekritische Sprache verschlagen. So
schrieb er ein 68er-Buch, in dem wirklich was Neues steht,
in: TAZ v. 08.10.
- MIERSCH, Michael (2003): Die
grosse Theaterposse.
Zu den
Gründungsmythen der RAF gehört der Bruch mit den
Nazi-Eltern. Der Historiker Gerd Koenen hat den Nachlass von
Baader & Co gesichtet und zieht einen plausibleren Schluss,
in: Weltwoche Nr.41 v. 09.10.
-
RADDATZ, Fritz J. (2003): Der Gigolo und die Sphinx.
Gerd Koenens
aufwühlende Entdeckungen über die Ursprünge der
RAF-Terroristen,
in: Die ZEIT Nr.42 v. 09.10.
-
GRÖSCHNER, Annett (2003): Der Rausch, der bleibt.
Triangel und andere Dreiecksgeschichten,
in: Freitag Nr.43 v. 17.10.
-
FUHR, Eckhard (2003): Faschismus? Farce?
Gerd Koenen schaut
in den tiefen Brunnen der Vergangenheit und erblickt die
RAF,
in: Welt v. 25.10.
- OY, Gottfried (2003): Andreas
Baader Superstar.
Deutschland im Herbst 1977: Zwei Neuerscheinungen
stricken weiter am Mythos,
in: Frankfurter Rundschau v. 27.10.
- BEBBER, Werber van (2003):
Narziss und Terrorist.
Mythos Stammheim
und andere Legenden: Warum Andreas Baader im Gefängnis ein
Kind zeugen konnte und deutsche Terroristen vor allem
deutsch waren,
in: Tagesspiegel v. 24.11.
- WENZEL, Uwe Justus (2003):
Verratene Kinder?
Gerd Koenen über
«Urszenen des deutschen Terrorismus»,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 25.11.
- HACKE, Stefan (2003): Der
Voyeur.
In seinem Buch über
»Vesper, Ensslin, Baader« geriert sich Gerd Koenen als
»problematischer Held« – der deutschen Reaktion,
in: junge Welt v. 05.12.
- MÜCHLER, Günter (2004): Hass
hoch zwei.
Gerd Koenen über Urszenen des deutschen Terrorismus,
in: DeutschlandRadio v. 19.01.
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Klappentext
"Gerd Koenen, damals führendes Mitglied des KBW
(Kommunistischer Bund Westdeutschlands), hat dieses Kapitel
einer Mentalitäten- und Generationengeschichte der
Bundesrepublik in seinen zeithistorischen Bezügen wie in
seiner inneren Psychodynamik nachgezeichnet und zu
entschlüsseln versucht."
Pressestimmen
Gerd Koenens Buch ist ein
mutiger und nobler Akt des politischen
Exorzismus und das wichtigste politische
Buch, das mir seit langem untergekommen
ist"
(Stephan Wackwitz in der
Süddeutschen Zeitung v. 28.05.2001)
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Rezensionen
- MOHR, Reinhard
(2001): Süßer Wahn des Augenblicks.
War die Revolte von
1968 nur ein "Spukschloss"? In
seiner Studie "Das rote
Jahrzehnt", durch die Debatte um
Joschka Fischers Vergangenheit
hochaktuelle, zieht der Autor Gerd Koenen
eine bittere Bilanz der Jahre 1967 bis
1977,
in: Spiegel
Nr.16 v. 14.04.
- SEMLER,
Christian (2001): Es war die Verheißung.
Gerd Koenen war mehr
als zehn Jahre einer der führenden
Aktivisten beim Kommunistischen Bund
Westdeutschlands. Zeit für eine
Abrechnung, dachte er sich wohl, und geht
über 500 Seiten mit dem "Roten
Jahrzehnt" 1967 bis 1977 hart ins
Gericht. Das Produktive der Zeit hat er
leider vergessen,
in: TAZ
v. 24.04.
- HERZINGER,
Richard (2001): Das schwarze Loch.
Gerd Koenen
durchdringt das linksradikale
Paralleluniversum der sechziger und
siebziger Jahre,
in: Die
ZEIT Nr.18 v.
26.04.
- KD WOLFF
(2001): Auf der Nadelspitze des eigenen
Erlebens.
Ohne Sound, aber
auch im Sog: Gerd Koenens Bilanz des
"roten Jahrzehnts" übersieht
die Triebkräfte von '68,
in: Frankfurter
Rundschau v. 07.05.
- FICHTER,
Tilman (2001): Im Unreinen.
Gerd Koenen zieht
eine Bilanz der Studentenbewegung. Die
Maoisten kommen am besten dabei weg,
in: Berliner
Zeitung v. 19.05.
- OPITZ, Dieter
J. (2001): Das große rote Spukschloss.
Was in den Jahren
1967 bis 1977 geschah, ist bis heute
vielen Zeitgenossen unverständlich
geblieben. Gerd Koenen hat sich mit dem
Thema auseinandergesetzt,
in: Berliner
Illustrierte Zeitung. Beilage der
Berliner Morgenpost
v. 27.05.
- WACKWITZ,
Stephan (2001): Es war was faul im Staate
Deutschland.
Gerd Koenens Buch
"Das rote Jahrzehnt" - ein
mutiger, bewegender Akt des politischen
Exorzismus der Jahre von 1967 bis 1977,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 28.05.
- Kommentar:
"Wenn
man von verschiedenen Büchern
über die RAF, von einigen
persönlichen
Erfahrungsberichten, Reinhard
Mohrs 'Zaungästen', Heinz Budes
einsichtigem Buch über die
Achtundsechziger und den
nun ja Essays des
unvermeidlichen und meist nicht
allzu hilfreichen Klaus Theweleit
absieht, hat es vor Koenen keine
eingehende Auseinandersetzung mit
'unserer kleinen
Kulturrevolution' gegeben, meint
WACKWITZ, aber in dieser
Auflistung fehlt sowohl Michael
RUTSCHKYs Bestandsaufnahme
"Erfahrungshunger"
als auch der autobiographische
Roman "Der schöne Vogel
Phönix" von Jochen
Schimmang,
in dem der Zusammenhang zwischen
dem Zerfall der
Stundentenbewegung und der
Individualisierung zum Thema
gemacht wird.
- SCHLÖGEL,
Karl (2001): 1968 - Eine künstliche
Erregung.
Wie ein ehemaliger
Aktivist einen großen Beitrag zur
Abregung der Republik leisten konnte,
in: Literaturen
Nr.6, Juni, S.59f.
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Das Buch in der Debatte
- KNIPP,
Kersten (2001): Ästhetik des
Widerstands.
Gerd Koenen über
Protest als Fiktion,
in: Aus
dem literarischen Leben. Sendung des
DeutschlandRadio v.
08.05.
- SCHLÜTER, Christian
(2001): Totalitäre Ausnahme von der
Regel.
Links-literarische
Vergangenheitsbewältigung in Frankfurt:
Denkanstöße, Daumenschrauben und labile
Typen,
in: Frankfurter
Rundschau v. 05.06.
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