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Autoren der
Generation Golf
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Andreas
Bernard: Die Geschichte des
Fahrstuhls & Vorn
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Kurzbiographie
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1969 in München geboren
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Studium der
Literaturwissenschaften
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2006 Buch
"Die Geschichte des Fahrstuhls"
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2010 Roman
"Vorn"
-
Mitarbeiter der Süddeutschen
Zeitung
-
wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theorie und Geschichte
künstlicher Welten der Universität Weimar
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Aktuellster
Beitrag
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Andreas Bernard in
seiner eigenen Schreibe
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BERNARD, Andreas (2000): Alles Pop?,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 06.04.
Die Debatte um die "Generation Golf". Ästhetische
Stilbildung als generationenstiftendes Ereignis
BERNARD, Andreas (2002): Die Stählung der
Körper.
Pop als Disziplinarmaschine: ein Streifzug durch deutsche
Journale,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.02.
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BERNARD hat die "Abschaffung des Pop als
Differenzsphäre zur Welt der Arbeit und Leistungsbereitschaft"
entdeckt. |
BERNHARD,
Andreas (2002): Die Einflößung der
Gegenwart in die Gegenwartsliteratur.
Keine Scheu vor
dem Gebrauch vorgefertigter Formulierungen:
Moritz Baßlers Buch über den
"deutschen Pop-Roman",
in:
Süddeutsche
Zeitung v. 14.06.
BERNARD, Andreas (2006): Die Himmelfahrt
der Bourgeoisie.
Ohne den vor 150 Jahren erfundenen Fahrstuhl säßen die kleinen
Leute hoch oben - und die oberen Zehntausend knapp überm Keller,
in: Süddeutsche Zeitung v.
21.10.
BERNARD, Andreas (2007): Unwiderlegliche Beweise.
Ist mein Kind mein Kind? Die Praxis der Vaterschaftstests führt
zu Machtverschiebungen zwischen den Elternteilen. Zur Geschichte
eines Zweifels,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.03.
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Der Popjournalist Andreas BERNARD erläutert
das Grundprinzip der Pop-Literatur
in
Anlehnung an Hubert WINKELS,
der zwischen Empathikern
(Authentizität von Autor und Werk) und Gnostikern (Differenz von
Autor und Werk) unterschied. Pop-Literaten verkörpern
ihr Buch und nehmen damit die "Rolle einer Geschmacksinstanz im
alltäglichen Leben" ein.
Gibt es aber überhaupt noch ein Außen des Pop?
"Das ermüdendste und
mittlerweile unglaubwürdigste Kriterium ist zweifellos jenes, dass
Pop-Autoren die wilde Antithese zum literarischen Kanon bilden
würden. (...). Außenseiter ist als junger Lektor oder Redakteur
inzwischen nicht, wer sich für
Goetz oder
Biller begeistert, sondern für
Stifter, Mörike und
Immermann."
Anti-Pop lebt einzig aus der Differenz zu
Pop und ist damit nichts anderes als Pop. Im gegenwärtigen
Kulturklassenkampf um die Hegemonie im Kulturbetrieb spielen die
feinen Unterschiede der Erlebnisklassen eine entscheidende Rolle. Wer nicht zur
Unterschicht der Erlebnisgesellschaft
gehören will, der muss sich inzwischen auf eine sinnige Weise zum
Pop abgrenzen. Dass diese Abgrenzung mit den Mitteln des Pop
geschieht ist der Unterschied zu den 1950er Jahren.
Die Debatte um das Ende der
Popliteratur |
Neu:
BERNARD,
Andreas (2011): Schaum vorm Mund.
Vor genau 15
Jahren kam ein harmloses italienisches Getränk nach Deutschland.
Warum haben sich alle so darauf eingeschossen?
in:
SZ-Magazin Nr.44 v. 04.11.
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Andreas BERNARD skizziert
nicht nur die 15jährige Erfolgsgeschichte des Latte Macchiato,
sondern auch dessen Stigmatisierung durch die Gesellschafts-
und Kulturkritik:
"Heute gilt der Latte
macchiato unter anderem als Metapher für die Gentrifizierung
von Stadtteilen, für den Lebensstil freiberuflicher
Akademiker, für die Struktur moderner Familien und für einen
grundsätzlichen Hang zu Phlegma und Substanzlosigkeit."
Zwischen Judith HERMANNs
Erzählband
Sommerhaus, später und Florian ILLIES'
Generation Golf 2
verortet BERNARD den Siegeszug des Kaffeegetränks, der
parallel zur Etablierung von Kaffeehausketten in deutschen
Innenstädten und der Entstehung der digitalen Bohème als
Inbegriff eines neuen Arbeits- und Freizeitstils stattfindet.
Was bei BERNARD fehlt: die Geschichte der
Family-Gentrifier in
Berlin
Prenzlauer Berg und in anderen Szenevierteln, die zur
Entstehung des Begriffs "Latte macchiato-Mütter" führt.
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Klappentext
"Aus dem Labor einer Generation
Mitte der neunziger Jahre: Tobias Lehnert gelingt
der Sprung in die Redaktion einer großen deutschen
Zeitung. Hier glaubt er das eine, richtige Leben zu
finden. Bis er erkennt, wie ihm seine Freundin Emily
immer mehr entgleitet."
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Rezensionen
BAYER, Felix (2010):
Zerrissen zwischen Jetzt-Magazin und Post-Hardcore: auch so
waren die Neunziger,
in: Musikexpress,
März
ASAMER, Florian (2010): "Oasis oder Blur" als Fahnenfrage.
Von seinem Leben als Magazinjournalist in den 90er-Jahren
erzählt Andreas Bernard im Debütroman "Vorn". Und vom
aussichtslosen Spagat zwischen unvereinbaren Welten,
in: Die Presse v. 28.02.
KERSCHBAUMER, Sandra (2010):
Stilles Wasser marsch!
Stilpolizei: Der Journalist und Autor Andreas Bernard
rockt sich in die Krise,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.03.
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Klappentext
"Seine Geschichte beginnt vor ziemlich
genau 150 Jahren, im New York der 1850er Jahre. In
amerikanischen Hotels der Ostsküste sind Fahrstühle
bereits zehn Jahre später die Regel, in Europa
verläuft die Ausbreitung etwas langsamer. Doch
einige Jahrzehnte später ist er hier wie dort eine
urbane Selbstverständlichkeit. So unscheinbar sich
diese Neuerung auf den ersten Blick ausnimmt: Sie
hatte mannigfache Auswirkungen, von der
Umstrukturierung der Häuser bis zur literarischen
Imagination, die sich mit diesem beweglichen Ort
verband. Andreas Bernard verbindet in seiner
Darstellung dieser Geschichte auf elegante und
anregende Weise Technikgeschichte, Architektur,
Prozesse der Modernisierung und Urbanisierung,
Alltagsphänomene und Literatur- und Filmanalyse."
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Rezensionen
WEFING, Heinrich (2006):
Welcher Stock, bitte?
Katastrophenverhüter: Andreas Bernard sieht im Fahrstuhl
den eigentlichen Ort der Moderne,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.12.
WEFING referiert den Kerngedanken des
Werkes, die symbolische Umkehrung der Hierarchie durch den
Fahrstuhl:
"Jahrhundertelang war das
erste Stockwerk eines Hauses, die »Bel Etage«, der Ort der
Wohlhabenden. (...). Unter dem Dach, wohin man nur über
Stiegen und Gänge gelangte, hausten die Dienstboten und die
lausigsten Pensionsgäste. Ein, zwei Generationen später
haben sich die Dinge auf den Kopf gestellt, mit
unterschiedlicher Geschwindigkeit auf beiden Seiten des
Atlantiks. Schon im Jahr 1897 kann ein amerikanischer
Artikel jauchzen, es gebe einen neuen Typus von
Geschäftsleuten, die »Hoch-Lebenden« (»High livers«), die
ihr Büro oben haben (...). Fortan, bis heute, bildet sich
das soziale Prestige in der räumlichen Lage ab: Wer oben
angekommen ist, wohnt und arbeitet auch oben, die
»Chefetage« liegt im höchsten Stockwerk, und das »Penthouse«
ist geradezu Synonym für Luxus und Ausschweifung geworden.
Eine Entwicklung, die ohne Fahrstuhl nicht vorstellbar
wäre."
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POLT-HEINZL, Evelyne (2006): Zug nach oben.
Über die Rolle des Lifts in Literatur, Film und
Architektur – Zur Kulturgeschichte des Fahrstuhls,
in: Wiener Zeitung v. 29.12.
GUTZEIT, Angela (2007): Hinauf in die Moderne.
Andreas Bernards Geschichte des Fahrstuhls,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 21.03.
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Weiterführende
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