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FLORIN, Christiane (2000): Generation
Golf: Die Freiheit nehm ich mir,
in: Rheinischer Merkur
Nr.11
- FLORIN,
Christiane/ÖHLER, Andreas/SCHÖN, Wolf (2001):
Immer schön langsam.
Die 68er haben nach langem
Marsch die Institutionen zwar besetzt, aber nicht
erobert. Deshalb freut euch, ihr Standhaften! Das
Konservative ist der wahre Sieger in Politik,
Wirtschaft, Medien und Kultur. Eine deutsche
Gesellschaftskomödie in sechs Akten,
in:
Rheinischer
Merkur Nr.5 v. 02.02.
- Kommentar:
Feindbild Alice
SCHWARZER aus der Sicht der katholischen
Soziallehre, deren Anhänger aber immer
weniger den Rheinischen Merkur lesen
wollen, wenn man die sinkende Auflage
betrachtet. "Biologisch gesehen
haben die Linken keine guten Karten. Sie
geben ihre Gene nicht weiter, was sie mit
Selbstverwirklichung und
patriarchalischen Familienstrukturen
verwechseln." Vielleicht liegt hier
nur die gleiche Verwechslung von Leben
und Literatur vor wie bei
MAYER...
- FLORIN, Christiane (2001):
Was ist gut? Was ist böse?
Florian Illies pinselt ein deutsches
Sittenbild,
in: Rheinischer Merkur
Nr.41 v. 12.10.
- FLORIN, Christiane (2003): Generation
Golfkrieg.
Erinnerung. Der Opa erzählt von der Front, der Enkel staunt,
in: Rheinischer Merkur Nr.18 v. 01.05.
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FLORIN, Christiane (2003): Die Du-AG.
Liebesglück. Der Single hat ausgedient, wonnige Paare müssen her.
Beobachtungen vom Mars, von der Venus und vom Deutschen Trendtag,
in: Rheinischer Merkur Nr.21 v. 22.05.
- Kommentar:
Der Single kann nicht ausgedient haben, denn
Singles waren in Deutschland gesellschaftlich nie richtig
akzeptiert.
Akzeptiert sind voreheliche Singles, geduldet das
nacheheliche Alleinleben von Witwen. Singles im Familienlebensalter
müssen dagegen mit negativen gesellschaftlichen Stereotypen leben,
wenn sie ihre Lebensform nicht als vorübergehend betrachten.
Die Verwechslung von
Alleinwirtschaften, Alleinwohnen und Partnerlosigkeit hat eine
zeitlang einem Single-Mythos Vorschub geleistet.
Selbst die
empirische Sozialforschung - als Nachhut gesellschaftlicher
Entwicklungen - konstatiert mittlerweile einen Wertewandel.
FLORIN kommt deshalb gut ein Jahrzehnt
zu spät mit ihrem Trendbericht.
Selbst in der ehemaligen
Alternativszene bekennt man sich
heutzutage zum neubürgerlichen Eheglück.
- FLORIN, Christiane (2003): Das
Reichtumsrisiko.
Babyboom. Einst traten prominente Frauen öffentlich in den
Gebärstreik, heute zeigen sie öffentlich Ultraschallfotos. Warum
Schwangersein wieder schick ist. Ein Musterbeispiel,
in: Rheinischer Merkur Nr.31 v. 31.07.
- Inhalt:
Berichterstattung über die Medienoffensive in
Sachen Schwanger ist schick.
- FLORIN, Christiane (2003): Väterchen
Frust.
Gesellschaftsporträt. Die Kinder der 68er waren sehr nett.
Trotzdem mag sie keiner. Wer in den Achtzigern jung war, wollte
nicht das System sprengen, sondern funktionieren. Diese Jugend
rebellierte nie. Holt sie das jetzt nach?
in: Rheinischer Merkur Nr.36 v. 04.09.
- Kommentar:
Die aktuelle
Generationendebatte muss als Ausdruck eines neuen
Familienfundamentalismus gelesen
werden:
"Wenn
wir erst mal groß sind (...) holen wir alles nach, was wir an
Rebellion gegen die Alten verpasst haben. Nur Mama und Papa nehmen
wir aus,"
bringt FLORIN den Unterschied zwischen öffentlichem
Generationenkrieg und privatem Generationenvertrag auf den
Punkt.
Während
es einen durchaus funktionierenden privaten Generationenvertrag
gibt - siehe hierzu
Martin KOHLI - versuchen
Erbeneliten und Modernisierungsgewinner zum einen das
Erreichte zu bewahren und zum zweiten ihren Anteil am
gesellschaftlichen Reichtum zu vergrößern.
Die
Debatte um den öffentlichen Generationenvertrag ist also ein
Klassenkampf von oben, bei dem das Erbenproletariat und die
Modernisierungsverlierer auf der Strecke bleiben werden.
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FLORIN, Christiane (2003):
Alle Rädchen stehen still.
Generation Golf. Florian Illies hat leider ein
Nachfolgemodell in den Verkehr gebracht,
in: Rheinischer Merkur Nr.28 v. 10.07.
- FLORIN, Christiane (2003): Vom Weibe
befreit.
Männerrechte. Frauenförderung gehört in Politik und Medien zum
guten Ton. Kann es nicht sein, dass auch das vermeintlich starke
Geschlecht Hilfe braucht? Maskulisten formieren sich,
in: Rheinischer Merkur Nr.47 v. 20.11.
- Inhalt:
FLORIN berichtet über die neuen
Antifeministen:
"Die
Männerrechtler (...) formieren sich: Im Internet schaffen sie unter
phantasivollen Adressen wie www.manndat.de, oder www.maskulist.de
ein Forum wider die feminine Macht; der Buchhandel munitioniert sie
mit Titeln wie »Sind Frauen bessere Menschen?« von Arne Hoffmann,
»Das
bevorzugte Geschlecht« von Martin van Creveld und dem Klassiker
»Die vaterlose
Gesellschaft« von Matthias Matussek. In Berlin-Pankow betreibt
der Familienberater Peter Thiel eine Zufluchtsstätte für
misshandelte Männer."
FLORIN wirft den Maskulisten,
(bei single-generation.de werden sie als
Antifeministen bezeichnet), ihr
Alice-SCHWARZER-Feindbild vor.
FLORIN weist darauf hin,
dass in der
Generation Ally nicht mehr der
klassische 70er-Jahre-Feminismus dominiert, sondern
Postfeministinnen den Mainstream
bestimmen.
- FLORIN, Christiane (2004): Kinder
machen reich.
Mutterschaft war zu lange
ideologisch vermintes Terrain. Nun setzt sich Pragmatismus durch.
Doch etwas Herz könnte in der Debatte nicht schaden,
in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 22.07.
- Inhalt:
FLORIN sieht in der Ganztagskinderbetreuung
keinen demografischen Königsweg, sondern im positiven Denken:
"Weder
staatliche Pampers-Maßnahmen noch ein familienfreundliches
Steuersystem können potenziellen Eltern die Panik vor den
Lebensumkremplern im Strampelanzug nehmen. Viel mehr kommt es auf
die Kopfgeburt an. Die coole Kalkulationsdebatte kann ein wenig
Romantik vertragen (...). Eltern sollten, anstatt ein Bild des
Jammers abzugeben, ihren unentschiedenen Zeitgenossen zurufen: Die
Kleinen sind ganz anders, als ihr befürchtet! Sie machen nicht nur
arm, sondern reich. Sie schränken nicht nur ein, sondern schärfen
den Blick fürs Wesentliche. Sie räumen nicht nur die Bücherregale
aus, sondern die dunklen Gedanken gleich mit. Sie sind ein Geschenk.
Nicht für Deutschland, den Kanzler oder die Rentenkasse, sondern für
ihre Eltern."
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FLORIN, Christiane (2004):
Romantik war gestern.
Partnersuche. Der
letzte Brunftschrei aus dem Ratgeberregal: Die große Liebe fällt
nicht vom Himmel, sie lässt sich strategisch planen,
in: Rheinischer Merkur Nr.41 v. 07.10.
- Kommentar:
"Viele
weibliche Singles kommen erst gar nicht in die Verlegenheit, ihren
Radar ständig im Auge zu behalten. Ihnen fehlt schlicht das Objekt
auf dem Schirm. Mögen gut gemachte Homepages wie
www.single-dasein.de noch so vehement gegen das Klischee vom
unglücklichen Alleinstehenden angehen: Studien machen ziemlich
schnell klar, dass der fröhliche, dauernd liebesaktive
Großstadtsingle ein Mediengeschöpf ist. Der wissenschaftlich
erforschte Single, so fand etwa Beate Küpper heraus, ist, gemessen
an Paaren, eher unglücklich und blickt weniger optimistisch in die
Zukunft."
Wir bedanken uns natürlich für das
Lob, müssen jedoch die Vorwürfe von Frau FLORIN vehement
zurückweisen.
Die
Autorin erzeugt durch die Vermengung dreier Konzepte einen
Widerspruch, der in dieser Form gar nicht existiert.
Beate KÜPPER hat sich in ihrer
Studie nicht mit
Alleinstehenden (Unverheirateten)
beschäftigt, wie das FLORIN behauptet, sondern mit
Partnerlosen. Dies ist die entscheidende Differenz!
KÜPPER führte ihre Untersuchung
an 19- 47jährigen Partnerlosen mit heterosexueller Orientierung
durch. Nur für diese Personengruppe gelten die Aussagen von KÜPPER.
Alleinstehenden können jedoch
genauso wie
Alleinlebende (Personen, die einen
Single-Haushalt führen ) in Partnerschaften leben, die mindestens
genauso befriedigend sind wie für Verheiratete.
Daneben gibt es Menschen,
die - aus welchen Gründen auch immer -, ohne feste Partnerschaften
glücklicher sind.
Wer wie FLORIN nur die Ehe als
befriedigende Lebensform gelten lassen möchte, der verkennt, dass je
nach Lebensphase, persönlichen Erfahrungen oder Umständen, andere
Lebensformen gleichwertig sein können.
Das unverheiratete
Zusammenleben und die
Liebe auf Distanz sind keine
minderwertige Partnerschaftsform, sondern sie können entweder
notwendiger Erprobungsraum sein
oder auch eine Alternative zur Ehe.
Die Ehe kann nicht als
ahistorische Institution betrachtet werden, sondern ist immer auch
historisch zu sehen. In ihrer gegenwärtige Form ist die Ehe
offensichtlich nicht für alle Erwachsenen gleichermaßen geeignet.
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FLORIN, Christiane (2005): Je
oller, je doller.
Klammheimlich wurde die
Midlife-Crisis abgeschaft. Der alternde Mensch von heute geht
nahtlos von von der Dauerjugend in die Rente,
in: Rheinischer Merkur Nr.10 v. 10.03.
- Inhalt:
"Je
weniger Kinder zur Welt kommen, desto infantiler werden die schon
Geborenen. Medizinsendungen, in denen einst Frühinvalide über ihr
Rheuma klagen durften, bitten nur noch paarungswillige
Endsiebziger ins Studio, die vor der Kamera ihr Erektionsverhalten
offen legen",
schreibt Christiane FLORIN anlässlich des neuen Buches
"schöne junge Welt" von Claudius SEIDL.
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FLORIN, Christiane/LÖBBERT, Raoul/NEUBAUER, Hans-Joachim (2005):
Oh,
wie weh ist mir!
JAMMERTAL / Deutsches Panoptikum: Sieben Typen, die den
RM-Redakteuren die Laune verderben,
in: Rheinischer Merkur Nr.34 v. 25.08.
- Kommentar:
"Müde, matt, marode? Die »deutsche Jammermentalität«
ist ein Medienmythos", lautet die Botschaft des
Psychologie Heute-Essays des Soziologen Helmut KLAGES (09/2005).
Er trifft damit den Nagel auf den Kopf, denn es sind unsere
Medienmacher, die uns mit ihrem Gejammer den Kopf zunageln. Schaut
in den Spiegel!
IHR seid die Jammer-Elite!
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FLORIN, Christiane (2005): Ein
ehrenwertes Haus, ein ehrenwerter Haushalt.
Rot-Grün hat erreicht, was
Moralisten nicht zu träumen wagten: Die wilde Ehe ist am Ende,
in: Rheinischer Merkur Nr.44 v. 03.11.
- Kommentar:
Christiane FLORIN ist der Meinung, dass
Hartz IV das Ende der wilden Ehe ist:
"Die
rot-grüne Bundesregierung hat mit ihrer Arbeitsmarktreform
erreicht, wovon Moralisten seit der Abschaffung des
Kuppeleiparagrafen im Jahre 1974 immer geträumt haben: Die wilde
Ehe ist nicht mehr zeitgemäß. Das war einmal anders: Der
bürgerliche Mensch guckte Ende der Sechziger voll Abscheu und
Entsetzen durchs Fernglas ins Fenster gegenüber".
Darauf
setzt insgeheim auch der Verfassungsrichter Udo DI FABIO, wie wir
aufgrund einer
Analyse seines Spiegel-Interviews
nachgewiesen haben.
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FLORIN, Christiane (2008): Ach, wie
niedlich! Die Mädchenplage.
Neuer Feminismus: Gemeinsam sind wir schwach: Fünf weibliche
Schreibkräfte stemmen zwei Bücher,
in: Rheinischer Merkur Nr.14 v. 03.04.
- Inhalt:
Rezension der Bücher
"Neue
deutsche Mädchen" von Jana HENSEL & Elisabeth RAETHER
sowie "Wir Alphamädchen" von Meredith HAAF/Susanne KLINGNER/Barbara
STREIDL.
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FLORIN, Christiane (2008): Schaumschläger unter sich.
Wir leben in einer Latte-Macchiato-Republik, jammern Denker. Eine
Kaffeesatzleserei,
in: Rheinischer Merkur Nr.37 v. 11.09.
- Inhalt:
"Die Trennschärfe zwischen Schwarz und Weiß ist
verloren gegangen. Wir leben in einer Latte-Macchiato-Republik, in
einem Geisteszustand des Sowohl-als-auch und des Weder-noch,
Hauptsache mit viel Schaum obenauf und hübsch transparent im Glas
serviert. Die graue Maus trinkt braun, zartbraun.
Die
Kritiker dieser sanften Indifferenz drehen die Heißluftdüse
mächtig auf: Die Kaffee-Milch-Mischung ist schuld an der
Uniformierung der Fußgängerzonen (Starbucks!), am Verfall der
Tischsitten (Coffee to go!) und der Anglifizierung des Alltags
(zwei Cinnamon Dolce Latte, tall!). Jazzsongs wie die von Norah
Jones, die sich sofort dem Kurzzeitgedächtnis entwinden, nannte
der »Kulturspiegel« Latte-Macchiato-Musik. Der Journalist Martin
Reichert fordert in seinem Buch
»Wenn ich mal groß bin« die
digitale Bohème dazu auf, in der eigenen Wohnung deutschen
Filterkaffee aufzubrühen, anstatt im Coffeeshop hellbraune Brühe
über die Notebook-Tastatur zu kippen. Schon in dem Bestseller
»Blühende Landschaften«
hatte sich Ossi-Kenner Peter Richter über Milchbubis aus dem
Westen lustig gemacht, die mit dem Modegetränk ihre Mutterbindung
über den 30. Geburtstag retten", erläutert Christiane FLORIN.
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FLORIN, Christiane (2008): Links durch die Mitte.
Der Kapitalismus verliert selbst bei braven Bürgern seine
Kreditwürdigkeit. Sachbücher und Salons zeigen sich von der
sozialkritischen Seite. Armut ist das Thema der Saison,
in: Rheinischer Merkur Nr.39 v. 25.09.
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Neu:
FLORIN, Christiane (2009): Morbide Mode.
Krebsliteratur in der Kritik: Exhibitionismus unterstellen
Rezensenten den Autoren, Voyeurismus den Lesern. Der Tod ist zur
Sensation geworden,
in: Rheinischer Merkur Nr.44 v. 29.10.
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