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Holm Friebe:
Das nächste grosse Ding
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Aktuellster
Beitrag
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Holm Friebe
in seiner eigenen Schreibe
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- FRIEBE,
Holm (1999): German Psycho.
Die 78er gibt es
eigentlich nicht, aber mitunter schreiben
sie noch Romane wie "Deutsche
Einheit" oder "Alle oder
keiner",
in: Jungle
World Nr.48 v.
24.11.
-
FRIEBE, Holm/LANDGRAF, Anton/VOGEL,
Wolf-Dieter (2000): Beta-Blocker, Version 3.0.
Start Up - die Apologeten der Internet-Ökonomie
treffen sich in Berlin zur großen Konferenz. Die Kritik wird frei
Haus mitgeliefert,
in: Jungle World
Nr.36 v. 30.08.
-
FRIEBE, Holm (2001): Das Glück der Tür.
Douglas Adams hat
Menschen und Dinge glücklich gemacht. Jetzt ist er gestorben,
in: Jungle World
Nr.21 v. 16.05.
-
FRIEBE, Holm (2001): Viele
Smarties.
Trendguru Matthias Horx verkündet das Ende der Ausbeutung,
in: Jungle World
v. 11.07.2001
-
FRIEBE, Holm (2001): Weil ich es
kann.
Dave
Eggers' "Ein herzzereißendes Werk von umwerfender Genialität" ist
ein umwerfendes Werk von herzzereißender Genialität,
in: Jungle World Nr.42
v. 10.10.
-
FRIEBE, Holm (2002): Schöne Flecken.
Douglas Coupland: Beautiful Stains - Fotoprints. Eine Einführung,
in: Jungle World Nr.36 v. 28.08.
- FRIEBE, Holm (2003) Stars 'r' us,
in: Kursbuch Nr.154 Die
30jährigen, Dezember
-
FRIEBE, Holm (2004): Branding the Revolution.
Werbung ist keine Besonderheit des Kapitalismus. Über die Linke
und ihr Marketing,
in: Jungle World Nr.18 v. 21.04.
-
FRIEBE, Holm (2004): Ein Hauch von Ballermann.
Das Konzept Stadtstrand war gut, bis es Eventmanagern in die
Hände fiel,
in: Jungle World Nr.34 v. 11.08.
- Kommentar:
Holm FRIEBE betrachtet die Stadtstrände aus
der Perspektive der Schöner-Arbeiten & Schöner-Leben-Menschen.
Das Konzept sei von der
Clubkultur-Bohème erfunden und von den wahren Urbanisten (z.B.
Freelancer-Lebenskünstler, die ihr Leben jenseits des
Normalarbeitsverhältnisses nicht als Selbstausbeutung, sondern als
Emanzipation definieren) genutzt worden.
Jetzt sei das Stadtstrand-Konzept
jedoch zum Massenkonsum verkommen, schreibt FRIEBE.
Wer da an ästhetische Kritik à la
"Tristesse Royale" denkt, der liegt nicht ganz falsch, aber FRIEBE
geht es um den
Coolness-Faktor für linkshedonistische Lifestyle-Menschen,
deshalb klagt er:
"Stadtstrände
mögen als Projekt der Bohème gestartet sein, heute werden sie
zwischen den Polen
bourgeoiser Bohème und marginalisierter Mainstream zerrieben
wie Muschelkalk."
-
FRIEBE, Holm (2004): Der Zeitgeist ist zurück.
Die achtziger Jahre und Tempo,
in: Jungle World Nr.51 v. 08.12.
- Inhalt:
Holm FRIEBE meldet, dass das Zeitgeistmagazin
Tempo zurückkehrt.
-
FRIEBE, Holm (2004): Survival of the cheapest.
Alles für alle für wenig Geld? Mit dem im Phantasma der
Konsumentendemokratie verbrieften Versprechen auf klassenlose
Gleichheit ist es einstweilen Balsamico,
in: Jungle World Nr.52 v. 15.12.
- Kommentar:
FRIEBE wiederholt hier nochmals für die
globale Klasse, was bereits in allen Mitte-Zeitungen zu lesen war:
"Für Deutschland (...) gilt, dass
sich die Polarisierung der Einkommen natürlich auch in einer
Polarisierung des Konsums ausdrückt, die langfristig das mittlere
Segment ausdünnt. Kein Wunder, dass gerade in diesen Tagen
Karstadt und Opel, die beiden Ikonen der Mittelmäßigkeit, in die
Krise rutschen"
- FRIEBE, Holm & Kathrin PASSIG (2005):
Unterschichtwechsel.
Das nächste grosse Ding,
in: Berliner Zeitung v. 28.07.
- Inhalt:
Wer bestimmt den Lifestyle? Die
Subkultureliten, wie
Diedrich DIEDERICHSEN in der SZ
gemäß FRIEBE & PASSIG behauptet, oder die Unterschichten, wie
Georg DIEZ in der
FAS nahe legt?
FRIEBE
& PASSIG sehen nicht im kulturellen Transfer entlang der
Statusunterschiede, sondern entlang des Altersunterschieds,
genauer von jung zu alt, das Grundprinzip kultureller Evolution:
"In
der Nachfolge von Leslie Fiedlers bahnbrechendem Aufsatz »Cross
the Border, Close the Gap« (1969), der die Aufhebung der Trennung
von Populär- und Hochkultur anmahnte, erschien kürzlich Steven
Johnsons Sachbuch »Everything Bad Is Good For You«, in dem
dargelegt wird, wie Computerspiele und U-Kultur nicht zur
Verdummung der Jugend, sondern durch ihre immer komplexere
Narration zum stetigen Anstieg des durchschnittlichen IQs seit den
50ern geführt haben."
-
FRIEBE, Holm (2005): Nur Normalos und Neo-Popper.
Die "jungen Konservativen",
in: Jungle World Nr.35 v. 31.08.
- Inhalt:
Nach einem Ausflug in die
Achtziger Jahre mit ihren Poppern
(deren von FRIEBE beschriebenes
Outfit erst in den 90ern durch Christian
KRACHT popularisiert wurde), kommt FRIEBE auf die
Storys in
SZ-Magazin und
Stern/NEON zu sprechen, bevor
er resümiert:
"Der
neue Konservatismus der jungen Generation ist (...) ein
pragmatischer, privatistischer und eskapistischer. Er hat nichts
gemein mit dem auf Konfrontation angelegten Programm, das etwa die
»konservative Revolution« in Weimar verfolgte und das sich
kulturell heruntergebrochen auch bei den originären Poppern noch
fand. Während jene mit arrogantem Elitarismus zu provozieren und
polarisieren verstanden, sind die »jungen Konservativen«
harmoniesüchtig. Der Neo-Popper wäre demnach gar keiner, sondern
ein Normalo."
- FRIEBE, Holm (2005): Schmeißt das Geld
weg!
Kann es so etwas wie eine ironische Firma geben?
in: konkret Literatur. Sonderheft Kapital und (keine) Arbeit,
Nr.30, Oktober
-
FRIEBE, Holm &
Kathrin PASSIG (2005): Der Rattenschwanz.
Das nächste grosse Ding,
in: Berliner Zeitung v. 22.12.
- FRIEBE, Holm
& Kathrin PASSIG (2006): Beduinisierung.
Das nächste grosse Ding,
in: Berliner Zeitung v. 26.06.
- Inhalt:
"Der
nomadische Gegenstand der Zukunft ist die Firma",
schreiben Holm FRIEBE und die frischgebackene
Bachmannpreisträgerin Kathrin PASSIG
anlässlich eines Wired-Artikels, in dem
"Going bedouin" zum aktuellen Trend erhoben
wurde:
"Trend
zur Firma (...), die keinen physischen Standort mehr hat und nur
noch aus einer Website, Angestellten und deren Kommunikation
untereinander besteht".
-
FRIEBE, Holm & Kathrin PASSIG (2006): Das Live-Internet.
Das nächste grosse Ding,
in: Berliner Zeitung v. 28.07.
- FRIEBE, Holm & Kathrin PASSIG (2007):
Kollektivismus.
Das nächste große Ding,
in: Berliner Zeitung v. 04.10.
-
FRIEBE, Holm & Kathrin PASSIG (2008): Geld für nichts.
Das nächste grosse Ding,
in: Berliner Zeitung v. 23.01.
-
FRIEBE, Holm & Kathrin PASSIG (2008): Ungeduld.
Das nächste große Ding,
in: Berliner Zeitung v. 27.03.
-
FRIEBE, Holm & Kathrin PASSIG (2008): Soziale Bewegungen.
Das nächste grosse Ding,
in: Berliner Zeitung v. 01.07.
-
FRIEBE, Holm (2008): Currywurst mit Blattgold,
in: Magazin der Berliner Zeitung v. 13.09.
- Inhalt:
Holm FRIEBE schreibt über
Gentrifizierung und Currywurst am Beispiel Berlin:
"»Heißt
Gentrifizierung auch, dass ihr endlich aufhört, vor meinen Laden
zu pissen?«, fragte unlängst in seinem Schaufenster ein
irritierter Galerist im von Gentrifizierung arg betroffenen
Kreuzkölln, dem an Kreuzberg grenzenden Zipfel von Neukölln. Den
Menschen können wir beruhigen. Bis dahin wird es wohl noch so
zwei, drei Jahre dauern.
Das voll entfaltete Spätstadium der Gentrifizierung ist dagegen in
Prenzlauer Berg und Mitte zu besichtigen, inklusive aller
unschönen Auswüchse und Dekadenzphänomene. Zu letzteren zählt
eindeutig die »Currywurst Gold« mit »22 Karat Blattgold«".
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Holm Friebe im
Gespräch
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Klappentext
"Der Aufstand der Massen gegen die
Massenproduktion
Wir erleben
den Aufstand des Selbermachens gegen eine anonyme
industrielle Massenproduktion. Die Marke Eigenbau
verlässt den Hobbykeller und entert die Ladenlokale,
Laufstege und das Internet. Wo die listenreiche und
verstreute Revolution des Selbermachens zuschlägt,
verändert sie die Spielregeln von Arbeit, Produktion
und Konsum. Ihre Vorboten sind boomende
Webplattformen für Handgemachtes, neue Märkte für
hochwertige und ökologische Produkte zu fairen
Preisen, die wachsende Open Source-Bewegung und die
Renaissance der Manufakturen.
Holm Friebe
und Thomas Ramge belegen anhand vieler Beispiele,
warum Masse künftig die Summe der Nischen sein wird,
wo die Grenzen zwischen Produzenten und Käufern
verschwinden und wie auch Unternehmen von der neuen
individualistischen Massenbewegung profitieren
können, die dem globalen Kapitalismus eine neue
Wendung geben wird.
Jedes Buch ein
handgemachtes Unikat!"
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-
- STAUN, Harald (2006): Und
nächstes Jahr den Nobelpreis!
In Klagenfurt haben sie schon gewonnen: Wie eine Gruppe
aus dem Internet den Literaturbetrieb unterwandert,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
02.07.
- Inhalt:
Die
Kontroverse zwischen Gnostikern und
Empathikern, die sich zuerst an der
Literaturgeschichte "Lichtjahre" von Volker WEIDERMANN
entzündet hat, geht weiter.
Im
Mittelpunkt der aktuellen Runde steht die
Bachmannpreisträgerin Kathrin PASSIG:
"Jana
Hensel etwa warf Kathrin Passig
in der Online-Ausgabe
der »Zeit« vor, sie habe keine »Autorenstimme« und tat
ihren Text als »Schreibkurs-Arbeit« und „intellektuelle
Spielerei“ ab. Hensels Kritik ist exemplarisch für die
Forderung nach literarischer Wahrhaftigkeit, die Passig
gnadenlos torpediert. Mit der Authentizitätspose eines
Clemens Meyer etwa hat Passigs Text nicht viel zu tun, es
ist ein abgeklärter und zurückhaltender, vor allem aber
ist es ein kalkulierter Text."
STAUN
wirkt mit seinem Artikel an dem Generation Golf-Mythos vom
Netzwerk Zentrale Intelligenz Agentur (ZIA) mit.
Die
Agentur gründeten Holm FRIEBE und Kathrin PASSIG im Jahr
2001. Zur Agentur gehört auch der Schriftsteller
Wolfgang HERRNDORF. Die Funktion dieses
Netzwerkes schildert STAUN folgendermaßen:
"Sie
ist nur der Schutzschild, hinter (und an) dem eine neue
Generation von Autoren arbeitet. Auch sie ist nur eine
Tarnung.
Vermutlich
können die einzelnen Mitarbeiter schon lange nicht mehr
über sie lachen. Und trotzdem fühlen sie sich sehr gut
aufgehoben in einer Gemeinschaft, die man heute so gerne
Netzwerk nennt, einer flexiblen Gruppe von Autoren und
Kreativen, von Halb- und Wahl- und Gesinnungsberlinern,
die vielleicht am ehesten das teilen, was man früher bei
Suhrkamp und heute bei KiWi eine Kultur nennt: eine
gemeinsame Haltung, einen gemeinsamen Stil - oder
zumindest die Aversion gegen überholte Schreibweisen,
gegen das, was Mitarbeiter Philipp Albers ganz einfach
»Erlebnisschrott« nennt."
- DEGENS, Marc (2006):
Laufmasche im Netz.
Grimme-Preis,
Bachmann-Preis, Weltherrschaft: Die Zentrale Intelligenz
Agentur ist die Kaderschmiede der Off-Kultur,
in: Tagesspiegel v. 02.07.
- Inhalt:
Marc DEGENS erzählt seine Version
der
Zentrale Intelligenz Agentur-Story:
"Der
ZIA-Geschäftsführer war Fanzinemacher, betrieb ein
winziges Label und übersetzt amerikanische
Slacker-Literatur, zu den fünf weiteren Gründern gehören
eine Internetkolumnistin und Übersetzerin, zwei
Kulturwissenschaftler, ein Grafikdesigner und ein
Journalist und Volkswirt. Anfänglich konnte man das
Sextett aus Dreißigjährigen leicht mit den
von Mercedes Bunz so
genannten »Urbanen Pennern« verwechseln: Hierbei
handelt es sich um hervorragend ausgebildete
Hochschulabsolventen, die, meist alimentiert von den
Eltern, rund um die Uhr in Berlins Vorzeigevierteln in
leeren Ladenlokalen sitzen und sich laut der
Berliner
Bohemeband »Britta« bis zum Hals mit Arbeit, die es
gar nicht gibt, eindecken. Zwar traf man die ZIA-Leute
häufig in der Nähe der Kastanienallee, doch Büroräume
besaßen sie keine(...).
Der
Weltherrschaft entscheidend näher gekommen ist die ZIA
schließlich dank zweier Phänomene.
Im Juli 2003
veranstaltete man im Kurvenstar »Die letzte lange Nacht
der Popliteratur« zu Ehren Joachim Lottmanns und an
diesem Abend erstrahlte zum ersten Mal der Stern des
Supatopcheckerbunnys am Berliner Bühnenhimmel. Der kurze
Lesungsauftritt begeisterte so nachhaltig, dass (...)
einmal im Monat im NBI die von der ZIA realisierten
»Berlin Bunny Lectures« (stattfanden). Die unterhaltsame,
ebenso kluge wie ironische Themenshow wurde ein
Publikumsmagnet und die beiden Bunnies Kultfiguren des
kulturellen Off. Die ZIA konnte ihren ersten großen Erfolg
verbuchen, auch weil das geschickt gesponnene Netzwerk
sich bewährte: In Tageszeitungen interviewten sie
einander, bewarben und besprachen die Veranstalter ihre
eigenen Attraktionen, die Einladung von Gastexperten
führte zu Aufwertung und Ausweitung des eigenen
Mitarbeiterpools.
Der
zweite wichtige Schritt zur Erlangung der Weltherrschaft
war die Inbetriebnahme des
Weblogs
»Riesenmaschine« im Juni 2005. Der aus dem Umfeld der
ZIA hervorgegangene, täglich aktualisierte Blog hat sich
der Ästhetik des Alltags und der Technik- und Warenwelt
verschrieben. Aufgrund der originellen, äußerst witzigen
Beiträge von handverlesenen Autoren wurde »Riesenmaschine«
zu einem der beliebtesten Weblogs der Republik und erhielt
in diesem Jahr verdientermaßen den angesehenen
Grimme-Online-Award. Auch wenn es noch schwer ist, aus
einer Internetseite mit rund zehntausend Besuchern pro Tag
unmittelbar Gewinn zu schlagen, lohnt sich der Betrieb
insbesondere für die beteiligten Autoren: Die Bekanntheit
wird gefördert und die Seite kann als Werbeplattform für
eigene Veranstaltungen und Bücher genutzt werden.
Letzte
Woche nahm ZIA-Gründerin
Kathrin Passig mit ihrem dem Vernehmen nach ersten
literarischen Text beim Ingeborg-Bachmann-Wettlesen in
Klagenfurt teil und gewann den Hauptpreis. (...). Dass
Kathrin Passig nebenbei auch noch den per Onlineabstimmung
ermittelten Kelag-Publikumspreis gewann, was zwei Jahre
vor ihr auch Wolfgang
Herrndorf gelang, ist angesichts der großen
Internet-Community in ihrem Rücken wenig überraschend. Und
schon drängt sich die Frage auf, die auch Musikmanager
umtreibt, nachdem immer mehr Bands ihrer Karriere im
Internet den ersten Schub geben, ob die
Schriftsteller-Stars des elektronischen Zeitalters von den
Online-Gesellschaften auserkoren werden. (...).
Auch
an dem Aufstieg von
Holm Friebes Bruder Jens zum deutschsprachigen Popstar
und Kritikerliebling war die ZIA übrigens nicht
unbeteiligt."
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