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Ines Kappert: Der Mann in der Krise

 
       
     
       
   
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    Ines Kappert in ihrer eigenen Schreibe

     
       

    KAPPERT, Ines (2000): Weinende Männer.
    Mit der Inszenierung als Versager zum neuen Subjekt,
    in: Jungle World Nr.7 v. 09.02.

    Besprechung des Filmes Ausweitung der Kampfzone von Philippe Harel.

    KAPPERT, Ines (2002): Die Figur des Mannes in der Krise.
    Weil der Patriarch nicht mehr taugt, betreiben seine Söhne ein Krisenmanagement,
    in:
    Jungle World Nr.44 v. 23.10.

    KAPPERT über die Figur des Mannes in der Krise  in den Büchern von Jonathan FRANZEN ("Die Korrekturen"), David Foster WALLACE und Michel HOUELLEBECQ ("Ausweitung der Kampfzone", "Elementarteilchen" und "Plattform").

    METELMANN, Jörg & Ines KAPPERT (2003): Vom glücklichen Klon: Michel Houellebecq und krisengeschüttelte Männlichkeit. Houellebecq & Co. Die Rückkehr der "Grossen Erzählungen" und die neue Weltordnung,
    Tutzing (Evangelische Akademie)
    in: alexandria.unisg.ch

    KAPPERT, Ines (2007): Alphatierchen und Untergeher.
    "Der" Mann ist in der Krise - diese These gehört derzeit zu den beliebtesten Gassenhauern der Medien. Einfach nur dummes biologistisches Gerede? Oder Indiz für eine kriselnde symbolische Ordnung? Es lohnt sich, hinter dies Krisengerede zu gucken,
    in: TAZ v. 21.01.

    KAPPERT, Ines (2007): Trink- und Sprechgewohnheiten aus der Provinz.
    Mit ihrem Buch "Der Tanz um die Lust" bildet Ariadne von Schirach eine hippe Szene ab, die entspannt über Sexiness plaudern kann. Wozu sich also erregen?
    in: TAZ v. 13.03.

    Ines KAPPERT ist der Meinung, dass man als Frau - auch nach Sex and the City - noch Tabus in Bezug auf Sex Talk brechen kann (Desperate Housewives wird von der taz derzeit als Alternative gepriesen) . Nur blaues Blut ist dazu bei ihr nötig. Einzig die Flucht in den Kitsch namens Liebe stört sie am Buch Der Tanz um die Lust.

    KAPPERT, Ines (2007): Eine Wissenschaft der Angst.
    In seinem Buch "Der ewig währende Untergang" stellt Thomas Etzemüller fest, wie oft sich Demografen schon geirrt haben, die ein Volk schrumpfen sahen,
    in: TAZ v. 14.08.

    KAPPERT, Ines (2008): Die Lust am Schleim.
    Der Erfolg von Charlotte Roches Roman "Feuchtgebiete" zeigt: Feminismus ist wieder in. Denn von Sexualität bis zum Arbeitsmarkt erweist sich Gleichberechtigung als Mythos,
    in: TAZ v. 19.04.

    KAPPERT, Ines (2008): Vergletscherung der Seele.
    Mit ihrer Autobiografie meldet sich die vielgeschmähte Mutter des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq zu Wort - und muss für alles herhalten, was 68 angeblich angerichtet hat,
    in: TAZ v. 13.05.

    KAPPERT, Ines (2008): Der unglückliche Dritte.
    Superhelden waren gestern - das heutige Bild des Mannes als Opfer thematisiert weniger die Identitätskrise des Mannes als vielmehr jene der Gesellschaft. Warum eigentlich?
    in: TAZ v. 25.10.

    Ines KAPPERT denkt über die Krise des Mannes nach, u. a. am Beispiel des Erfolgsschriftsteller Michel HOUELLEBECQ:

    "Michel Houellebecqs Antihelden zählen zu den bis heute berühmtesten Verlierertypen in der Belletristik. Dass der französische Autor in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurde und unlängst auf der Shortlist für den Literaturnobelpreis stand, dürfte er just der Ausformulierung dieses spezifischen Lebensgefühls von Verlust, Wut und Verlorenheit verdanken. Sowohl in »Ausweitung der Kampfzone« und »Elementarteilchen« als auch in »Plattform« gilt sein Furor ebenso dem Verdruss über die männliche Schwäche wie der unzumutbaren Dumpfbackigkeit seiner Mitmenschen. Vor allem die systemkonformen Karrierefrauen rauben ihm den Nerv. Gleichzeitig eignet diesem wütenden Leiden ein nostalgisches Moment. Früher - das bedeutet für Houellebecq vor der sexuellen Revolution, vor der Legalisierung von Abtreibung und Pille, mithin vor der Entfesselung der weiblichen Sexualität und des zunehmenden Machtstrebens von Frauen -, da gab es sie noch, die richtigen Männer. Da machten Filmhelden ihnen noch Spaß und erhöhten ihr Selbstwertgefühl. Heute fühlt sich der normale Mann nur mehr als Karikatur seiner Exhelden. Das macht weniger Spaß. Von der Herablassung der weiblichen Kollegen gar nicht zu reden.
                Konsequenterweise lässt Houellebecq seine Icherzähler aus der Gesellschaft aussteigen. Allerdings nicht als traurige Rebellen, wie es etwa noch ein James Dean tat, sondern als Patienten. Seine Hauptfiguren sind schwer depressiv, überleben weder ihren Herzklappenfehler noch ihren Liebeskummer. Die Inszenierung des »Mannes in der Krise« ist unversöhnlich."

    KAPPERT, Ines (2008): Die Väterlüge.
    Die Debatte um die "neuen Väter" rüttelt nicht an ungerechten Arbeitsverhältnissen. Sondern schützt die Privilegien der Mittelschicht. Das erklärt auch den Hype um sie,
    in:
    TAZ v. 04.11.

    "Die Akademikerin soll Kinder bekommen. Die aber begnügt sich angesichts der schlechten Kinderbetreuung in der Regel mit nur einem Kind. Das reicht den Demografie-Adepten nicht. Immerhin sind in der Unterschicht und bei so genannten Migrantinnen zwei bis drei Kinder die Regel. Auf dem »neuen Vater« liegt damit die Hoffnung, die Mittelschicht am Leben zu erhalten. Das erklärt auch das große Interesse an ihm. Er soll verhindern, dass die Keimzelle des Staates »von unten« oder »vom Ausländer« überrundet wird", meint Ines KAPPERT.

    KAPPERT, Ines (2009): Konfrontation, Leute!
    Superwahljahr: Das konservative Lager bringt sich skrupellos in Stellung. Die Linken haben bislang nicht mal eine Idee von sich selbst,
    in: TAZ v. 20.06.

    Die dritte Variante der Poplinken verkörpert Ines KAPPERT: Frau besitzt einen irgendwie gearteten Machtanspruch. Es existiert eine Multitude. Und jetzt fehlt nur noch eine Idee, wie jene vom eigenen Machtanspruch überzeugt werden könnte. Dumm gelaufen, dass unter Poplinken solche Ideenlosigkeit herrscht!

    KAPPERT, Ines (2009): Das Genussverbot.
    Spitzenmanagement: Frauen, Macht und Hedonismus - das geht nicht zusammen. Die Deutschen haben es lieber protestantisch,
    in: TAZ v. 07.11.

    KAPPERT, Ines (2011): Habgier ist der Welten Lohn.
    Kunstbetrieb: "Die Karte und das Gebiet": Michel Houellebecqs Nihilismus schlägt diesmal in der Kulturschickeria zu,
    in: TAZ v. 17.03.

    Neu:
    KAPPERT, Ines (2014): Gott, Familie, Vaterland.
    Rechtspopulisten: Ihre Masche ist die Tirade gegen Gruppen, die besonders gehasst werden sollen, damit die Mitte sich besonders wohl und wichtig fühlen kann
    in:
    TAZ v. 10.05.

    Ines KAPPERT macht es sich mit dem Rechtspopulismus sehr leicht, wenn sie schreibt, dass die Verteidigung des Patriarchen und der ihr unterstellten Familie das Fundament allen rechten Denkens sei. Dies ist eindeutig ein zu enger Begriff des Rechtspopulismus. Heutzutage zeigt sich rechtes Denken in der Demografisierung gesellschaftlicher Probleme, d.h. in der Position, die im demografischen Wandel einen Sachzwang sieht, der politische Entscheidungen erzwingt. Der demografische Wandel ist jedoch kein Sachzwang, sondern lediglich eine politische Herausforderung, die verschiedene Lösungsmöglichkeiten zulässt. Am einfachsten lässt sich der schwarze Peter dem Reproduktionsbereich zuschieben, indem man unterschiedliche soziale Gruppen gegeneinander ausspielt, z.B. Eltern gegen Kinderlose oder Mütter, die Beruf und Familie miteinander vereinbaren möchten, gegen Mütter, die ihre kleinen Kinder in erster Linie selbst erziehen möchten usw. usf. Der Produktionsbereich bleibt dann außen vor, denn dort sollen mit dem demografischen Wandel Profite gemacht werden. Indem Produktion und Reproduktion nicht als Einheit, sondern als getrennte Sphären betrachtet werden und zudem natürliche (Geburten) gegen nicht-natürliche Bevölkerungsbewegungen (Migration) in Stellung gebracht werden, wird bereits eine ganz bestimmte Sichtweise vorstrukturiert, die unhinterfragt bleibt - und das gilt genauso für Zeitungen wie die taz, die sich links fühlt.

     
           
       

    Ines Kappert im Gespräch

     
       
    • BUTTINGER, Kaus (2009): Mann in der Krise, weil Krise im Mann.
      Der Mann sei in der Krise, tönt es immer lauter. Bücher, Filme, Medien tun das ihre zum Krisendiskurs dazu. Was steckt hinter der Krise des Mannes? Die Krise der Weltwirtschaft gar? Ein Gespräch mit der Berliner Philosophin, Feministin und Journalistin Ines Kappert,
      in: Oberösterreichische Nachrichten Online v. 14.02.

     
           
       

    Der Mann in der Krise (2008).
    Oder: Kapitalismuskritik in der Mainstreamkultur
    Bielefeld: Transcript Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Die Figur des ›ganz normalen Mannes‹ als Verlierer unserer Gesellschaft erfreut sich seit Ende der 1990er Jahre großer Popularität. Aber was ist an der marktfähigen Rede von Männern in der Krise interessant?

    Die Studie zeigt, dass die Inszenierung des unrettbar realitätsuntüchtigen Mannes zum Sigle einer harschen Gesellschaftskritik wird. Hollywoodblockbuster wie »American Beauty« von Sam Mendes oder »Fight Club« von David Fincher ebenso wie die Romane von Michel Houellebecq koppeln die Erzählung von dysfunktionalen Mittelschichtsmännern an die Beschreibung der Konsumgesellschaft als weder menschliches noch zu humanisierendes System."

     
         
     
           
       

    Rezension von single-generation.de

    Der Mann in der Krise?
    Das Buch ist allen zu empfehlen, die sich für die Frage interessieren, wie heutzutage in Film und Literatur eine Geschlechterordnung abgesichert wird, in der nicht mehr die Benachteiligung der Frau, sondern die des Mannes im Mittelpunkt steht.

     
       

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    © 2002-2015
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 03. November 2008
    Update: 21. Februar 2015