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Ingo Niermann:
Minusvisionen
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Aktuellster
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Ingo Niermann in
seiner eigenen Schreibe
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Ingo Niermann im
Gespräch
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- MICHAELIS, Nils (2004): Was lehren
uns Pleiten?
in: Berliner Zeitung v. 07.01.
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Klappentext
"Seit Jahren wächst in Deutschland
die Zahl der Unternehmen. Noch schneller wächst die
Zahl der Insolvenzen. Der unsichere Arbeitsmarkt
drängt immer mehr Menschen, sich selbst anzustellen,
trotz ungenügender Finanzierung. Wer scheitert, hat
es wenigstens versucht. Eine Zeitlang darf man
handeln, als würden dann die Träume wahr. Je
versponnener die Geschäftsidee, desto größer der
Gewinn, wenn sie gelingt. Wenn nicht, verspricht nur
ein neues Unternehmen den baldigen Ausgleich der
Verluste. Doch wie oft läßt sich der Neuanfang
wiederholen?
Ingo Niermann befragte vierzehn Wagemutige, die
bereits ein oder mehrere Unternehmen hinter sich
haben: ob Sägewerk, panpazifische Küche,
Anlagebetrug oder Fernsehserie. Mit dem
Hauptaugenmerk auf Berlin seit der
Wiedervereinigung, fügen sich die verschiedenen
Schicksale zu einer neuen deutschen
Wirtschaftsgeschichte zwischen Soll und Sollen."
Pressestimmen
"Mit
»Minusvisionen« ist Niermann nun, in überaus
fruchtbarer Nachfolge der »Bottroper Protokolle«,
ein aufregender Mitschnitt aus jener Welt gelungen,
in der die Wirklichkeit noch nicht zur Statik
versteinert ist."
(Ijoma Mangold in der Süddeutschen
Zeitung vom 09.12.2003)
"Geld ist
in all diesen Berichten immer nur eine lächerliche,
lästige Nebenbedingung für das große Ganze, das man
plant (...) fast alle haben enormes Glück und Geld
und Selbstverwirklichung für einen Moment, aber
keiner kann es festhalten. Das Glück zerrinnt. Weil
sie alle enorme Dilettanten sind.
»Lumpenkapitalisten«, wie Niermann sie nennt.
(...).
Es geht den Traumunternehmern aus Niermanns Buch
(...) um dieses schöne Scheitern. Würdevoll.
Selbstverwirklicht."
(Volker Weidermann in der
Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom
27.12.2003)
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Rezensionen
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MANGOLD, Ijoma (2003): Wie ich mein Kunde war.
Ingo Niermann beschreibt den süßen Wahn einer
Gründerzeit,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.12.
- WEIDERMANN, Volker (2003):
Versager wie wir.
Scheitern mit Stil: Ingo Niermanns Protokolle aus der
Wirtschaftswelt der Phantasie,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.
12.
-
SUNDERMEIER, Jörg (2003): Schöne Untergänge.
Das also war Mitte:
In seinem Buch "Minusvisionen" porträtiert der
Schriftsteller Ingo Niermann die Gescheiterten der
New-Economy-Blase. Sie wissen immer noch, wie man eine
Geschichte verkauft - und sei es die des eigenen Untergangs.
Wie man ein Unternehmen führt, wissen sie immer noch nicht,
in: TAZ v.
27.12.
-
GEER, Nadja (2004): Generation X.
Scheitern macht Spaß. Ingo Niermann spürt der
Mentalitätsgeschichte der deutschen "Generation X" nach,
in: Die ZEIT Nr.12 v. 11.03.
- Inhalt:
"Dieses
Buch will Mentalitätsgeschichte schreiben: Die der
deutschen
»Generation X«.
Damit präsentiert uns Suhrkamp nach
Jürgen
Teipels Doku-Roman Verschwende Deine Jugend
einen weiteren Band, in dem eine alternde Nischenkultur
aus dem Nähkasten plaudert. Ging es bei Teipel um deutsche
Punks, (...) geht es nun um die Jahrgänge 1963 bis 1970
(...).
In Minusvisionen
wird nicht die Jugend verschwendet, hier haben wir es mit
jugendlichen Verschwendern zu tun. Hier verbreiten
Berlin-Mitte-Boys ihre
Knabenmorgenblütenträume – dass die Blüten echtes Geld
waren, stellt man nach der Lektüre mit Bestürzung fest. In
der Welt der »Generation X« sind Träume und Geld nahezu
identisch. Solange noch Ideen an den Käufer gebracht
werden können, und sei es die des eigenen Loser-Daseins,
ist noch nichts verloren",
schreibt GEER.
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Das Buch in der Debatte
- Neu:
STAUN, Harald
(2004): Die Invasion der Blogger,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11. 01.
- Inhalt:
Harald STAUN ordnet unter der Rubrik
"Kritik der Kritik" eine Innovation ein:
"Weblog
zu Ingo Niermanns Protokoll-Buch
»Minusvisionen«
(www.minusvisionen.de). Schon allein die Tatsache, daß die
meisten Einträge auf der Seite von Jens Thiel stammen, einem
der im Buch interviewten gescheiterten Unternehmer, ist ein
literaturgeschichtlich ungewöhnliches Ereignis: Es ist das
Buch, das hier spricht, nicht der Autor. Und obwohl sich
auch Niermann selbst gelegentlich zu Wort meldet, sind es in
erster Linie die Protagonisten aus
»Minusvisionen«,
die antreten, um das Buch gegen seine Kritiker zu
verteidigen. Denn
»unser
mikroökonomisches Feuilleton«,
so der Untertitel der Seite, dient nicht nur als Forum für
blog-typische Fundstücke über die Banalitäten des Alltags
und literarische Miniaturen, sondern vor allem als erste
Anlaufstelle für Rezensionen des Buches und deren
Erwiderung. Und wer weiß: Vielleicht schließt sich der
Kreis, wenn irgendwann alle Kritiker kritisiert worden sind
und aus den Diskussionen unter den Hauptfiguren genug Ideen
für ein neues Buch hervorgegangen sind."
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Weiterführende
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