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- BISKY, Jens (2001): Das
Empire in seinem Lauf.
Michael Hardt und Antonio Negri verkuppeln Marx
mit der Postmoderne - Ein enttäuschender Erfolg,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 29.12.
- Inhalt:
Jens BISKY ist enttäuscht über
"Empire" von
HARDT & NEGRI.
- BISKY, Jens (2002): Angenehm leer.
In der demographischen Zeitenwende: Ziellos mobil,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.09.
- Kommentar:
Es ist nichts als blanker Zynismus, wenn
BISKY die Probleme eines strukturschwachen Gebietes - und damit
die räumliche Dimension sozialer Ungleichheit - in ein Modell der
zukünftigen Entwicklung der Altengesellschaft in Deutschland
umdeutet.
Dieser Zynismus hat
System und ist durchaus kein zufälliger Einzelfall, sondern er ist
paradigmatisch für die neue Art den Verteilungskampf zu
verfechten.
Neue Mythen braucht das Land!
Das ist das Motto der bevölkerungspolitisch
motivierten Sozialpopulisten.
Im Jahr 1966 wurde in
den USA der Roman Make Room! Make Room! (deutsch: New York
1999) von Harry HARRISON veröffentlicht. Damals war die
Bevölkerungsexplosion ein weit verbreitetes Schlagwort und
HARRISON
malte sich aus, wie New York im Jahr 1999 aussehen würde. Er
beschrieb die Metropole als 40 Millionen-Stadt,
in der die Menschen wegen
Nahrungsmittelknappheit Soylent Green (Menschenfleisch!)
verabreicht bekommen.
Besser bekannt dürfte der Film
von Richard FLEISCHER sein: "Jahr 2022 ... die überleben wollen"
(im Original "Soylent Green", USA 1973). Anfang der 70er Jahre
musste man die Geschichte bereits ins Jahr 2022 verlegen, um noch
glaubwürdig zu erscheinen.
Heutzutage reden
Bevölkerungswissenschaftler nicht mehr von einer
Bevölkerungsexplosion, denn auch die Weltbevölkerung nimmt nicht
in dem Maße zu, wie das die
Bevölkerungsexperten Mitte der 60er
Jahre prognostiziert haben.
BISKYs Szenario des
leeren Landes wird in 30 Jahren genauso überholt sein wie
heutzutage das Science-Fiction-Szenario "New York 1999".
New York City hatte im Jahr
2001 etwas mehr als 8 Millionen Einwohner. Und das ist gut so!
- BISKY, Jens (2002): Traumbilder vom
Osten in den Farben des Westens.
Die Jahre, die Ihr nicht kennt, im Land, das Ihr zu kennen meint:
Jana Hensel und
Wolfgang Engler versuchen, das Leben der Ostdeutschen zu
beschreiben,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.10.
- BISKY, Jens (2002): Aufstand,
Stillstand.
Wie einst im Herbst, in der DDR: Was soll uns ein neues 1989?
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.11.
- Inhalt:
Jens BISKY beschäftigt sich mit den
FAZ-Feuilletonrevolutionären:
"Es
ist wohl kein Zufall, dass die revolutionär gefärbten
Unmutsbekundungen im juste milieu der Bundesrepublik am lautesten
sind. Je größer die sozialen Unterschiede werden, desto mehr geht es
ihm an den Kragen. Die kulturelle Dominanz der Mittelschicht, die
eine Konstante der bundesrepublikanischen Geschichte schien, geht
wohl zu Ende. Um es aufzuhalten, erinnert man sich plötzlich an die
Rebellion der kleinen Leute. Die sind allerdings für Freiheit auf
die Straße gegangen, und sei es die Freiheit, sich zu bereichern und
zu konsumieren, Neues zu erfahren. Das stärkste Motiv der neuen
Umstürzler dagegen scheint die Furcht vor dem Abstieg."
- BISKY, Jens (2003): Party in den Ruinen
des kalten Krieges.
Jammerossi und Westzicke: Susanne Leinemann schließt die
Kinderzimmertür fest zu,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.01.
- Kommentar:
BISKY protegiert das "sympathische", aber bislang
erfolglose Unternehmen von Susanne LEINEMANN, die mit "Aufgewacht.
Mauer weg" nach Meinung von BISKY ein
"Anti-Illies"-Buch geschrieben
hat.
Der "Selbstgerechtigkeit wie
Nostalgie", die er bei den erfolgreichen ostdeutschen
Jana HENSEL,
Jakob HEIN usw. vorfindet, stellt
er den berechtigten Hass auf die DDR und die gleichzeitige Liebe
zur ostdeutschen "proletarischen Kultur" als vernünftigen
Gefühlsmix gegenüber.
- BISKY, Jens (2003): Zonenkinderlein.
Neueste deutsche Literatur in der Berliner Volksbühne,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.02.
- Inhalt:
Jens BISKY räsoniert über den Erfolg der
Zonenkinder-Literatur:
"Die
Standardfloskeln der Literaturkritik, mit denen man das Phänomen vom
Halse hätte – pubertär, Schulaufsatz, Schreibübung, belanglos –
helfen in Sachen »wilder Osten« nicht recht weiter. Ein Bedürfnis
wird hier befriedigt, und die schlimmste aller Vermutungen hat viel
Wahrscheinlichkeit für sich: Dass so viele derlei Texte hören und
lesen wollen, weil sie schon längst geplant
haben, ihre eigene Kindheitsgeschichte aufzuschreiben."
- BISKY, Jens (2003): Wer mit Playmobil
gespielt.
Vom 9.11. bis zum 11.9. im Bademantel: Heute wird "Generation
Golf zwei" ausgeliefert,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.07.
- BISKY, Jens (2003): Sind so kalte
Menschen.
Nörgeln nach Plan: Fünf Feuilletonisten verachten Berlin,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.11.
- BISKY, Jens (2003): Die Wiederkehr
des Revisionismus.
Das Hamburger Institut für Sozialforschung sucht die neue soziale
Frage,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.12.
- Inhalt:
BISKY berichtet über die Tagung "Gibt es
eine neue soziale Frage?", die von Heinz BUDE und Berthold VOGEL
am Hamburger Institut für Sozialforschung im Rahmen der Reihe
"Revisionen der Denkweise" veranstaltet wurde:
"Gibt
es eine neue soziale Frage, die sich von der vertrauten der
Industriegesellschaft unterscheidet? Und wenn ja, mit welchen
Begriffen wäre darüber vernünftig zu reden? Ja, es gibt sie,
erklärte einleitend
Stephan
Lessenich (...). Die gute alte soziale Frage beruhte auf der
Diagnose, dass es einigen oder vielen zu schlecht ginge, dass es
»defizitäre Lebenslagen« gebe.
Demgegenüber
herrsche heute der Eindruck, dass es vielen zu gut ginge.
Heute müssten Verluste verteilt werden. Es gebe ein
verbreitetes Ressentiment gegen die Demokratisierung von Wohlfahrt.
Freiheit werde vor allem als Freiheit begriffen, die eigenen
Marktchancen zu nutzen.
»Autonomiegewinne der Leute«, etwa das »Glück der faulen
Arbeitslosen«, müssten auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt
werden. Der
Sozialneid der Mittelschichten richte sich weniger nach oben als
nach unten. Dieses Ressentiment, der Ruf nach einer
Neujustierung von Pflichten und Rechten werde von der Politik
aufgegriffen, verstärkt und kanalisiert. Auf dem Grund der neuen
sozialen Frage fänden wir mithin die uralten Gefühle von Neid und
Missgunst. Die Sorge angesichts der Freiheiten in der
Wohlstandsgesellschaft, der Glaube an die heilende Kraft der
Marktzwänge und die Bereitschaft zur autoritären Durchsetzung von
Änderungen machten eine
Entwicklung in
Richtung »zunehmende Unfreiheit« wahrscheinlich."
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BISKY, Jens (2004): Zonensucht.
Kritik der neuen Ostalgie,
in: Merkur Nr.658, Februar
- BISKY, Jens (2004): Freiheit statt
Wohlstand.
Abbau Ost: Endlich beginnt die deutsch-deutsche Neiddebatte,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.04.
- BISKY, Jens (2004): Abstieg
wahrscheinlich.
Soziologie am Nachmittag des Wohlfahrtsstaates,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.09.
- Inhalt:
Jens BISKY bespricht einen Artikel von
Berthold VOGEL in der Zeitschrift
Mittelweg 36 vom August/September 2004.
Die Soziologie der Neuen Mitte à la
Heinz BUDE, die lange Zeit nur um
den "unternehmerischen Einzelnen" kreiste und dann mit dem
Niedergang der New Economy die Kategorie der Überflüssigen und
damit das Begriffspaar der Inklusion/Exklusion entdeckte, ist nun
mit Hartz IV bei den Statusängsten der neuen Mittelschichten
angekommen.
Berthold VOGEL hat zu diesem Zweck
die Begriffe der "sozialen Verwundbarkeit" und des "prekären
Wohlstands" fruchtbar gemacht. Damit kann nun der Abschied von der
staatlichen Statussicherung, die mit den Hartz-Gesetzen
eingeleitet wird, wissenschaftlich begleitet werden.
BISKY sieht in dem Beitrag von VOGEL
keine Hysterie, sondern ein "überzeugendes Plädoyer für engagierte
Gelassenheit".
BISKY macht außerdem deutlich, dass
sich ein politischer Wandel vollzogen hat. Nicht mehr der
ökonomische
Neoliberalismus bestimmt unsere Gesellschaft, sondern ein
neuer "sozialpolitischer Autoritarismus".
Diese Entwicklung hat der Liberale
Ralf DAHRENDORF
bereits vor längerer Zeit aufgrund der Erfahrungen mit der
britischen Politik prognostiziert.
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BISKY, Jens (2005): Mutti steht ihren Mann.
Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im Krisengebiet.
Unbegrenzt belastungsfähig, multifunktional: Die Ostfrau,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.03.
- Inhalt:
Jens BISKY erklärt uns, warum Beziehungen zwischen
Ostfrau und Westmann - gegen alle Voraussetzungen - in der Regel
gut funktionieren.
- BISKY, Jens
(2005): Ost gegen West.
Der große Graben (3). Das Tabu, ängstlich gehütet: Die deutsche
Einheit ist gescheitert,
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.08.
- Inhalt:
Jens BISKY geißelt den Transferwahn, der auf
dem unerfüllbaren Versprechen von der Angleichung der
Lebensverhältnisse beruht.
Eine
innere Einheit existiere nicht. Der Osten verweigere sich sogar
der westlichen Mitte-Presse, weil es im Osten an einem Bürgertum
wie in München mangele:
"Nach
der systematischen Entbürgerlichung in der DDR, nach der
Ausschaltung der sozialistischen Funktionseliten und der
anhaltenden Abwanderung fehlt es im Osten an einem Bürgertum,
einem Mittelstand, an Eliten. Der soziale Raum zwischen Familie
und Staat ist nur schwach besetzt."
BISKY
fordert deshalb eine Kultur der Ungleichheit und der Unterschiede.
- BISKY, Jens
(2006): Zeit für einen Abschied.
Die "neue Bürgerlichkeit" ist nur ein Lifestyle unter vielen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.01.
- Inhalt:
Jens BISKY konfrontiert das
Gerede über die neue Bürgerlichkeit
von der
taz bis zur Jungen
Freiheit mit dem liberalen Großbürgertum der
Dienstbotengesellschaft.
Dagegen
erscheint das neue kleinbürgerliche Spießertum von
Paul NOLTE bis
Udo Di FABIO, das auf Family
Values setzt, angesichts der neuen Wirtschaftsordnung als
nostalgische Omnipotenzphantasie:
"Das
neubürgerliche Familienbild wird gegen Singles und Schwule, gegen
Zeugungsunwillige und Bindungsunfähige entworfen. Dabei war und
ist die Entmachtung der Familie ein Werk des Staates.
Es
ist das letztlich Frivole des Geredes (...), dass hier
strukturelle Probleme und Krisen zu Mentalitäts- und Benimmfragen
verniedlicht werden."
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BISKY, Jens (2006): Laptops und Cargopants.
Die Festanstellung hat als Lebensziel ausgedient. Handy und
Notebook ermöglichen nicht nur räumliche Flexibilität. Jetzt
beschreibt ein Buch die Freiberufler-Romantik der digitalen Bohème,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.10.
- Inhalt:
"Als
Bericht über die Bloggerszene und die Welt der Computerspiele ist
das Buch hoch willkommen. Es enthält glänzende Beobachtungen",
meint Jens BISKY über das Buch
"Wir nennen es Arbeit" von Holm Friebe & Sascha Lobo.
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BISKY, Jens (2006): Die Hauptstadt des Provisorischen.
Ewige Baustelle Berlin: Nach der Wende waren die Erwartungen
riesig - auch an ein neues Bürgertum. Stattdessen gibt es Brachen
und schöne Kulissen für leichtfüßige Tagediebe,
in: Welt v. 06.11..
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BISKY, Jens (2008): Ungewollte Gerechtigkeit.
Eine fulminante Streitschrift gegen das Bildungsprivileg,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.02.
- Anmerkungen:
Jens BISKY lobt das Buch
"Das Bildungsprivileg" seines Kollegen
Bruno PREISENDÖRFER.
Kompensatorische
Bildung war einst der Begriff, der für die Förderung
bildungsferner Schichten stand. Seit jedoch die
erfolgreichen Bildungsaufsteiger selber Kinder haben,
fürchten sie nichts mehr als die Konkurrenz durch
erfolgreiche Aufsteiger aus den Unterschichten.
Ulf
POSCHARDT steht z.B. mit seinen Pöbeleien gegen
die Unterschichten für eine Kanalisation dieser Ängste,
die jenen jenseits des eigenen Milieus die Ausbeutung des
Sozialstaats vorwirft.
PREISENDÖRFER
nennt den zentralen Nachteil von Aufsteigern gegenüber den
Etablierten:
"Ein
Kind aus nicht-akademischem Haushalt opfert, wenn es sich
anschickt, die Gipfel der Bildung zu erklimmen, seiner
Zukunft die Herkunft, entfremdet sich mit jedem Schritt
von der Familie, von seinem Milieu. Ein Akademikerkind
hingegen verbleibt im vertrauten Umfeld. Vieles von dem,
was wir Begabung nennen, erweist sich bei näherem Hinsehen
als Effekt dieses Vertrautheitsvorschusses."
Single-generation.de
hat diesen Aspekt radikaler ausformuliert: Das
postadoleszente Single-Dasein ist in der
Vergangenheit nicht selten die Konsequenz eines
Aufstiegsversuchs gewesen. Wer Singles auszugrenzen
versucht, der gehört zu den Etablierten, die sich die
nachrückende Konkurrenz vom Halse halten will.
Aufstrebende Singles wiederum haben in Reaktion darauf
versucht ihren Lebensstil positiv umzuwerten.
Die
Debatte um das Single-Dasein kann nicht ohne diesen
Hintergrund verstanden werden. Anhand
zweier Karrierefrauen der Generation
Golf (Geburtselite vs. Aufsteiger)
hat single-generation.de diesen Aspekt exemplarisch
aufgezeigt.
- BISKY, Jens (2008): Aufruhr der
Uhren.
Zur rechten Zeit: Uwe Tellkamps großer Roman "Der Turm" erzählt
von den sieben letzten Jahren der DDR,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.09.
- Inhalt:
Rezension des Romans
"Der Turm" von Uwe TELLKAMP.
- BISKY, Jens (2008): Wir
Staatsbedürftigen.
Kapitalismuskritik: Was nützt Karl Marx in der Krise?
in: Süddeutsche
Zeitung v. 08.11.
-
BISKY, Jens (2009): Das Phantom, das keines ist.
Sie wächst heran: Die europäische Öffentlichkeit,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 29.05.
-
BISKY, Jens (2009): Warum uns die Love Parade einst so entzückte.
Die 90er - ein Schäferspiel des 20. Jahrhunderts? Über eine
Parade, die etwas Utopisches an sich hat,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.07.
- Neu:
BISKY, Jens (2009): Die Lücke der Schelte der Linken.
Die neue Zeitschrift "Fackelkopf" attackiert Jan Fleischhauer,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.07.
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Rezensionen
- CAMMANN, Alexander
(2004): Vom Wir zum Ich.
Auferstanden aus den Ruinen: Zonenkind Jens Bisky erzählt
seine Bildungsgeschichte,
in: Berliner Zeitung v. 01.10.
- Infos zu:
Alexander Cammann - Autor
der Generation Golf
-
BOYSEN, Jacqueline (2004): Jens Bisky: Geboren am 13. August
- Der Sozialismus und ich,
in: BuchTipp. Sendung des DeutschlandRadio Berlin v.
03.10.
- PLATTHAUS,
Andreas (2004): Vom unbezähmbaren Wunsch, "ich" zu sagen.
Abbau Ost: Die Belebung des DDR-Biographiebaumarkts durch
Jens Bisky ist sehr zu begrüßen,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung v. 06.10.
-
KÜPPER, Mechthild (2004): Eine Totgeburt von Anfang an.
Jens Bisky schreibt über sein Leben im Sozialismus - und
über seine Eltern,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
17.10.
- KÜHNE, Hartmut (2004): Blick
hinter die Mauer.
Den Kommunismus hat er schon mit der Muttermilch
eingesogen. Doch später wurden seine Zweifel am SED-Regime
immer größer,
in: Rheinischer Merkur Nr.44 v. 28.10.
-
AREND, Ingo (2004): Abschied von einem schlechten Traum.
Avantgarde der Ernüchterung. Der Berliner Journalist Jens
Bisky hat sich seiner Jugend in der DDR eher nüchtern
erinnert,
in: Freitag Nr.45 v. 29.10.
- STRECKER, Nicole (2004): Jens
Bisky: Geboren am 13. August,
in: Büchermarkt. Sendung des DeutschlandRadio v.
08.11.
-
HOVEN, Heribert (2004): Zwischen Politik und Selbstfindung.
Jens Bisky in seiner Autobiografie "Geboren am 13.
August",
in: Litereraturkritik.de, Nr.12, Dezember
- ENSIKAT, David (2005):
Bekenntnisse eines Ja-Sagers.
Jugend nach Plan: Jens Bisky erinnert sich an seine Jahre
in der DDR,
in: Tagesspiegel v. 02.01.
-
NEDO, Kito (2005): Abschied vom Sozialismus.
Jens Bisky: Geboren am 13. August,
in: fluter.de v. 09.01.
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Jens Bisky in der Debatte
-
PIRKER, Werner (2004): Vom Lothar zum Jens,
in: junge Welt v. 14.08.
- THIEME, Manuela
(2004): Geburtsname: Chef.
Entscheidet die Herkunft über Karriere und Erfolg? Deutschlands
Eliteforscher sagt ja. Bemerkungen zu einigen neuen biographischen
Erkundungen auf dem Buchmarkt,
in: Das
Magazin, Nr.9 September
- Inhalt:
Manuela THIEME beschäftigt sich u.a. am
Beispiel von Jens BISKY mit dem Zusammenhang von Herkunft und
Karriere:
"»Jens Bisky. Geboren
am 13. August. Der Sozialismus und ich« steht auf dem Buchcover.
Es geht um Kindheit und Jugend in der DDR, die übliche Meterware,
die es seit geraumer Zeit aus vielen Verlagen gibt. (...).
Heute ist er Kulturredakteur
der Süddeutschen Zeitung und einer der wenigen Ostdeutschen, die in
meinungsführenden Blättern in der Leitartikelliga mitmachen. (...).
Auch wenn der Stoff einer
Zonenkinderkindheit nun wirklich nicht mehr originär ist, wird
sein Rowohlt-Debüt garantiert große Aufmerksamkeit erregen. Denn er
ist nun mal der Sohn des PDS-Vorsitzenden Lothar Bisky. Verdammnis
muß er nicht fürchten, ob »Bild«-Zeitung oder »Spiegel«, sein Vater
hat es im Unterschied zur Restpartei geschafft, als wackerer,
gescheiter Sozialist respektiert zu werden.
Und weil die Medien Prominentengeschichten lieben, werden sie die
Frühmemoiren von Bisky jr., Jahrgang 1966, gern auf der Suche nach
einer Familiensaga oder wenigstens ein paar unbekannten
Konfliktmomenten durchforsten. Die gibt es, wenn überhaupt, nur
streng dosiert, dafür kann man es gut und gern als Lehrbuch für eine
Jugend nach Plan lesen, wie Jens Bisky selbst textet.
An dem Punkt werden die
Erinnerungen vielleicht für einen anderen Mann interessant, der in
diesem Herbst wieder als Autor für Furore sorgen will.
Michael Hartmann,
Professor an der TU Darmstadt, hat sich als Eliteforscher in den
letzten zwei Jahren einen Namen gemacht, 2002 erschien bei Campus
sein vieldiskutiertes Buch
»Der Mythos
von den Leistungseliten«. (...). Das Protokoll der weitgehend
bruchlosen Bilderbuch-Karriere von Jens Bisky paßt als winzige
Miniatur bestens in sein Bild. Wieder ist da einer, der durch seine
Herkunft einfach besser vorankam. Hartmann formuliert das nicht als
persönlichen Vorwurf, sein großes Thema ist die Elitebildung der
Gesellschaft. Wer schafft es nach oben, wer tritt beharrlich
mittendrin auf der Stelle, wer bleibt auf der Strecke?"
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