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Katharina Hacker: Die Habenichtse

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1967 in Frankfurt geboren
    • Studium der Philosophie, Geschichte und Judaistik
    • 2006 Roman "Die Habenichtse"
    • lebt in Berlin
 
       
   
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    Katharina Hacker in ihrer eigenen Schreibe

     
       
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    Katharina Hacker im Gespräch

     
       
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    Die Habenichtse (2006)
    Frankfurt a/M: Suhrkamp

     
       
     
     

    Klappentext

    "»Ich bin glücklich, wollte Jakob sagen, aber der Satz war wie ein Holzpüppchen, das man behutsam aufstellte und das sich doch nur einen Augenblick hielt, bevor es umkippte.« – Isabelle und Jakob treffen sich am 11. September 2001 nach Jahren auf einer Party in Berlin wieder. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen die Chance, nach London zu ziehen,  wo Jakob – Schicksal? Zufall? – eine Stelle in einer Anwaltskanzlei antritt, die eigentlich für einen Kollegen vorgesehen war, der bei den Anschlägen auf das World Trade Center umgekommen ist. Isabelle arbeitet von dort aus weiter für ihre Berliner Grafikagentur und genießt, in den spannungsreichen Wochen vor Ausbruch des Kriegs im Irak, ihr Londoner Leben.
    Die beiden haben alles, was ein junges, erfolgreiches Paar braucht – und stehen doch mit leeren Händen da. Sehnsüchtig und ratlos sehen sie zu, wie ihr Leben aus den Fugen gerät. Jakob ist fasziniert von seinem Chef, Isabelle von Jim, dem Dealer. Die untergründigen Ströme von Liebe und Gewalt werden spürbar, und das Nachbarskind Sara wird ihr Opfer.
    Wie das Weltgeschehen ins eigene Leben eingreift, wie sehr dabei die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder mitzufühlen, kollidiert mit der Sehnsucht nach existentiellen Erfahrungen, das erzählt Katharina Hacker meisterlich. Sie erzählt von jenen Mittdreißigern, die alle Möglichkeiten und Handlungsfreiheiten haben, sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung aber nicht vor Unheil bewahren können."

    Stimmen zum Roman

    "Der Roman Die Habenichtse von Katharina Hacker ist eine Verschmelzung von Ästhetik und Engagement. Fast möchte man sagen: eine Versöhnung. So sehr hat sich der Blick, bewusst oder unbewusst, daran gewöhnt, dass feinnervige, reflexive, avancierte Erzählweisen sich mit sensiblen, subjektiven Erzählstoffen kombinieren. Und umgekehrt sozial drastische Stoffe in eher biederen Romanen daher kommen. Dass wahre literarische Kunst eher die Seele sucht. Nicht die sozialpolitische Wahrheit im Leben von Sozialhilfeempfängern.
    Katharina Hacker (...) ist empfänglich für beides: für die Wahrnehmung geringfügigster Schwingungen der Seele und für die Wahrnehmung grober Elends- und Verwahrlosungsverhältnisse. Und es gelingt ihr, von beidem, von ideeller Armut und materieller Armut so zu erzählen, dass sie nicht in plakative Konkurrenz geraten. Denn sie hat vor beidem Respekt."
    (Ursula März in der Frankfurter Rundschau vom 15.03.2006)

    "Verhandelt wird hier auch das Problem sich vernutzender medialer Bilder. Die Wirklichkeit wird zur Attrappe. Der alte Wunsch, in dieser Welt zu leben und keineswegs zur Heimatlosigkeit verurteilte Gespenster oder Fremde auf der Erde zu sein, dies grundlegende Daseinsgefühl, das mit dem »Authentischen« verknüpft ist, verschwimmt."
    (Verena Auffermann in der Zeit vom 16.03.2006)

    "Das Datum des 11. September ist der Geschichte jenseits des Sensationellen eingeschrieben. Am Verhalten der schicken Clique, die sich im »Würgeengel« trifft, ändert die hilflose Aufregung darüber nichts. Es ändert sich im Gegensatz zu George Bushs Prophezeiung überhaupt nicht viel, jener Tag markiert lediglich »die Scheidelinie zwischen einem phantasierten, unbeschwerten Vorher und dem ängstlichen, aggressiven Gejammer, das sich immer weiter ausbreitete«". Dieses Gejammer gilt dem Verlust der Wirklichkeit, auf die man glaubte Anspruch zu haben. Jakob (...) erkennt das, und doch gibt er sich der Illusion hin, für ihn und Isabelle würde sich in London nichts ändern. Wie ein tragischer Held wählt er genau das Verhängnis, dem er entgehen will. Statt für die Wohnung in Primrose Hill, wo man posh, also angemessen schick wohnt, entscheidet er sich für ein Haus in Kentish Town, nicht gerade die beste Adresse für einen Anwalt und seine unbekümmt ihre Reize zur Schau stellende junge Frau."
    (Friedmar Apel in der FAZ vom 25.03.2006)

     
     
     
           
       
    • Rezensionen

    • MÄRZ, Ursula (2006): Wand an Wand mit Sara.
      Von großer humaner Intelligenz: Katharina Hackers Roman "Die Habenichtse" kennt alle Nöte, spielt sie aber nicht gegeneinander aus,
      in: Frankfurter Rundschau v. 15.03.
    • Infos zu:
      Ursula März - Autorin der Single-Generation
    • AUFFERMANN, Verena (2006): Schlimme brave Welt.
      Katharina Hackers überzeugender Zeitroman »Die Habenichtse«,
      in: Literaturbeilage der Zeit Nr.12 v. 16.03.
    • KRAUME, Anne (2006): So soll es sein.
      Wie es ist, ein leeres, unbeteiligtes Leben zu führen, und wie man gerade dadurch Schuld auf sich lädt: "Die Habenichtse" von Katharina Hacker,
      in: TAZ v. 16.03.
    • RUNGE, Heike (2006): Next Level,
      in: Jungle World Nr.12 v. 22.03.
    • APEL, Friedmar (2006): Nichts wird gut.
      Unerbittlich: Katharina Hackers Roman ihrer Generation,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.03.
    • Infos zu:
      Friedmar Apel - Autor der Single-Generation
    • Neu:
      KORFF, Christiane (2006): Seelische Mattheit.
      In dem Roman "Habenichts" zeichnet Katharina Hacker das desillusionierende Porträt ihrer "Generation Golf",
      in: Focus Nr.20 v. 15.05.
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 02. April 2006
    Update: 22. Mai 2006
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