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Kathrin Passig: Sie befinden sich hier

 
       
     
       
   
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    Kathrin Passig in ihrer eigenen Schreibe

     
       
    • PASSIG, Kathrin (2006): Sie befinden sich hier.
      Beitrag zum Bachmann-Preis 2006 in Klagenfurt
    • FRIEBE, Holm & Kathrin PASSIG (2006): Beduinisierung.
      Das nächste grosse Ding,
      in: Berliner  Zeitung v. 26.06.
      • Inhalt:
        "
        Der nomadische Gegenstand der Zukunft ist die Firma", schreiben Holm FRIEBE und die frischgebackene Bachmannpreisträgerin Kathrin PASSIG anlässlich eines Wired-Artikels, in dem "Going bedouin" zum aktuellen Trend erhoben wurde:
                  
         "Trend zur Firma (...), die keinen physischen Standort mehr hat und nur noch aus einer Website, Angestellten und deren Kommunikation untereinander besteht".
    • PASSIG, Kathrin (2006): Tage der Grillen.
      In Klagenfurt fehlten mir Schuhe, ein Fön und ein Kunstgriff,
      in: Süddeutsche  Zeitung v. 18.07.
     
           
       

    Kathrin Passig: Porträts und Gespräche

     
       
    • HETTINGER (2006): Preisträgerin verteidigt Bachmann-Wettbewerb.
      Kathrin Passig: Elite-Vorwurf muss man nicht ernst nehmen,
      in: DeutschlandRadio v. 26.06.
    • SUNDERMEIER, Jörg (2006): Die Vielbeschäftigte.
      Kathrin Passig, Sachbuchautorin, Übersetzerin, Kolumnistin, überzeugte Jury und Publikum mit ihrem literarischen Debüt,
      in: TAZ v. 26.06.
      • Inhalt:
        "Ich lernte Kathrin Passig kennen, als sie für den Verbrecher Verlag den Vertrag für »Das nächste große Ding« unterzeichnen sollte. Sie war müde, kurz angebunden und schlief kurz ein. Sie entschuldigte sich nicht, erklärte nur: »Ich bin müde.« Mehr war nicht zu sagen. Als sie das Buch Korrektur las, brauchte sie für 80 Seiten keine zwei Stunden. Ihre Korrektur war perfekt. Sie ist schnell. Vielleicht ist sie daher oft müde, vielleicht oft wortkarg, weil sie müde ist. Wenn sie aber spricht, dann trifft sie", schreibt Jörg SUNDERMEIER.
    • STAUN, Harald (2006): Und nächstes Jahr den Nobelpreis!
      In Klagenfurt haben sie schon gewonnen: Wie eine Gruppe aus dem Internet den Literaturbetrieb unterwandert,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.07.
    • Neu:
      KNIPPHALS, Dirk (2006): Mit der Sorgfalt einer Laborantin.
      Alles, bloß nicht der Versuch einer Unterwanderung: Kathrin Passig wollte einfach mal zum Spaß nach Klagenfurt, doch in ihrer Textproduktion steckt ein hoher literarischer Ernst. Eine Begegnung mit der diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis-Trägerin,
      in: TAZ v. 24.07.
     
           
       

    Sie befinden sich hier (2006).
    Beitrag zum Bachmann Preis 2006 in Klagenfurt

     
       
     
     

    Stimmen zur Kurzgeschichte

    "Das makellose Blendwerk der gebildeten Anspielungen auf nutzloses Wissen traf (...) zielsicher seinen Adressaten. »Das sind wir!« erkannte der Literaturwissenschaftler-Juror Heinrich Detering aufgeregt. Und brachte damit griffelspitzenscharf auf den Punkt, dass die Jury darüber lachte, wie jemand über sie lacht. Passigs Dauerquatscherin dreht mit ihrer Dekonstruktion der Besserwisserei nämlich weniger ihrem konstruierten Tod als dem Literaturbetrieb selbst eine lange Nase."
    (
    Sabine Vogel in der Berliner Zeitung vom 26.06.2006)

    "Was als harmlose Winterwanderung im tschechischen Riesengebirge begann, endet mit dem Gedankenstrom des Ich-Erzählers (oder ist es eine Frau?) kurz vor dem Erfrierungstod. (...). Der Text ist ein einziges In-Abrede-Stellen, ein existenzielles Leugnen der Gefahr."
    (Katrin Hillgruber im Tagesspiegel vom 26.06.2006)

    "Die 1970 geborene Autorin erzählt von einer tödlichen Verirrung im Schnee. Davon, wie man mit Worten die Wirklichkeit ableugnen kann. Sie erzählt von der Mordlust und der Nonchalance. Vom Pathos, das darin steckt, wenn man den eigenen, unausweichlichen Tod durch genialische Gedankenassoziationen entdramatisiert. Von der absurden Weisheit des Wirklichkeitsverlusts. Es ist ein Text, der beweist, wie erkenntnisstiftend Komik sein kann. Dass diese den Stil schärft und den Geist auf eine höchst kalkulierte Art zum Rasen bringen kann."
    (Ijoma Mangold in der Süddeutschen Zeitung vom 26.06.2006)

     
     
     
           
       
    • Der Beitrag in der Debatte

    • BARTELS, Gerrit (2006): Superstars und glückliche Väter.
      Dieselbe Prozedur beim Ingeborg-Bachmann-Wettlesen wie jedes Jahr: Rituale, Trends, Texte, Fernsehen. Die Jury wurde allen gerecht - bis auf Clemens Meyer, der den besten Text vorlas, aber leer ausging,
      in: TAZ v. 26.06.
    • Inhalt:
      "Der blutarme, typische Klagenfurter »Ich bin ein Mädchen und komme in der Welt nicht zurecht, will aber Kunst machen«-Text ist passé - die »Reife Frauen machen Kunst«-Texte regieren, die »Männer wollen das pralle Leben«-Texte. Also: Bedrückendes aus der Eifel, die Arbeitswelt von unten und weiter oben, viel Vaterschaftsbejahung, Fischköderanfertigung und Aquarisches, sogar Experimentelles (...). Die Jury aber hatte Lust auf Neues, Anarchisches. Sie zeichnete mit Passig eine im herkömmlichen Literaturbetrieb Unbekannte mit deutlicher Mehrheit aus", meint BARTELS.
    • HILLGRUBER, Katrin (2006): Im Riesengebirge der Wörter.
      Kabinettstückwerker und Sprachgymnastiker: Wer beim Klagenfurter Literaturwettbewerb ankommt,
      in: Tagesspiegel v. 26.06.
    • HUSMANN, Wenke (2006): Sieger ohne Relevanz.
      Kathrin Passig hat den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Eine falsche Entscheidung, meint Jana Hensel, die beweist, dass in Klagenfurt nur die kleine Welt des Literaturbetriebs abgebildet wird - nicht aber die literarische Vielfalt, die es unter jungen Autoren gibt,
      in: Zeit online v. 26.06.
    • MANGOLD, Ijoma (2006): Was ist da los?
      Ein siechendes Favoriten-Sterben: Auch beim Hauptpreis des 30. Literaturwettbewerbs überzeugte - weniger die Autorin. Es überzeugte die Jury,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 26.06.
    • VOGEL, Sabine (2006): Kleines Fischsterben am Wörthersee.
      Mit Kathrin Passig gewinnt eine Autorin der Berliner Zeitung den Ingeborg-Bachmann-Preis,
      in: Berliner Zeitung v. 26.06.
    • FREUND, Wieland (2006): "Weitgehend humorfreie Zone".
      Der Wiener Medienaktivist Konrad Becker über die Macht von Informations-Agenten,
      in: Welt v. 05.07.
      • Inhalt:
        Wieland FREUND spricht mit Konrad BECKER über die Zentrale Intelligenz Agentur, die durch den Sieg von Kathrin PASSIG beim Bachmannwettbewerb in Klagenfurt in den Blickpunkt der Medien rückte:

                  
         "WELT: Kathrin Passig ist Mitglied der »Zentralen Intelligenz Agentur« (ZIA). Was muß man sich darunter vorstellen?
                  
         Becker: Nicht nur ein amüsantes Interface für eine PR-Agentur und ein cleveres Branding als »Intelligence Agency«, sondern ein klug gewähltes Auftreten, das auf relevante gesellschaftliche Entwicklungen verweist. In der Welt der post-fordistischen Informationsökonomie sind wir zunehmend mit dem Phänomen einer unüberschaubaren Menge von Informationsagenturen konfrontiert, die über teilweise astronomische Ressourcen verfügen. Es handelt sich dabei nicht nur um klassische staatliche Nachrichtenagenturen und Geheimdienste, sondern zunehmend um eine komplex verschachtelte Welt privater ThinkTanks, PR-Agenturen, Business Intelligence Units, Strategic Communication Büros, Riskio-Management-Firmen und Private Military Companies, deren Auftrag und Interessenlage im Dunkeln bleiben."
    • HARTWIG, Ina (2006): Clash der Milieus.
      Kathrin Passig war schon da,
      in: Frankfurter Rundschau v. 12.07.
      • Inhalt:
        Ina HARTWIG möchte dem Literaturbetrieb weitere Peinlichkeiten ersparen:

                  
         "Kathrin Passig hätte man (...) längst kennen können, man hätte nur die taz-Wahrheit-Seite regelmäßig zu lesen brauchen (...). Passig ist nicht identisch mit der taz, aber die taz ist das Milieu, in dem man sie und die ZIA versteht, vielleicht sollte man von fließenden Übergängen sprechen. Die Verblüffung in Klagenfurt war offenkundig so groß, weil dieses Wahlberliner Milieu dort weitgehend unbekannt ist. Es wäre sicherlich wünschenswert, wenn die Jury hier mal nacharbeitete, dann blieben dem Wettbewerb einige Peinlichkeiten erspart."
    • GEISEL, Sieglinde (2006): Autorin auf Probe.
      Nachforschungen bei der Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 14.07.
      • Inhalt:
        Nach Ina HARTWIG fügt GEISEL neue Mosaiksteinchen zum ZIA-Hintergrund der Bachmann-Preisträgerin Kathrin PASSIG hinzu:

                  
         "Die Wurzeln der ZIA, die derzeit über einen festen Kern von sieben Mitgliedern sowie zwei Dutzend «IM» verfügt, gehen auf ein Magazin zurück, das zwei Hauptakteure Mitte der neunziger Jahre als Studenten in Münster herausgegeben hatten. Trug man früher die Texte zum Drucker und verkaufte die selbst verlegten Heftchen in Kneipen, stellt man jetzt einfach alles ins Netz."
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. Juli 2006
    Update: 02. August 2006
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