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Moritz von
Uslar: Waldstein
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Aktuellster
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Moritz von Uslar in
seiner eigenen Schreibe
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Moritz von Uslar im
Gespräch
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- ENCKE, Julia (2006): Sex ist das
Ende.
Moritz von Uslar über seinen ersten Roman, über das
Pop-Mißverständnis, Männerfreundschaften und Liebe,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 09.04.
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Klappentext
"Walter
Gieseking muss sich bewegen. Es geht um eine Form
der Lebensbejahung. Zu irgendwas, am besten etwas
Großem, Übergeordneten, muss er doch mal Ja sagen.
Bisher hat er immer prima Nein sagen können. Das
geht jetzt plötzlich nicht mehr. Aus damit. Vorbei.
Walter Gieseking, dreißig Jahre, in Großstädten
aufgewachsen, seit sechs oder sieben Jahren mit
Ellen von Galgern zusammen, ist plötzlich wieder
allein unterwegs und taumelt durch das halbe Jahr,
das ihm vor der Ehe bleibt - auf die es mit seiner
Ex-Freundin Ellen wohl doch hinauslaufen wird. Er
verlässt den gemeinsamen Wochenendsitz Waldstein,
ein Gutshaus in Oberfranken, und fädelt sich mühelos
wieder ein in sein altes Leben in der müden
Hauptstadt Berlin. Freundschaften werden erneuert
oder laufen aus. Die Arbeit wird getan. Bankkonten
laufen wie selbstverständlich leer. Das Problem ist
nicht, dass das Leben so nicht funktioniert. Das
Problem ist, dass es zu gut funktioniert. Alles geht
einfach immer so weiter. Schleichender Niedergang.
Gieseking bewegt sich, er fährt nach München, Ellens
Heimatstadt, um Mädchenluft zu schnuppern. Am Ende
kann Gieseking, seinem berühmten Namensvorbild
folgend, plötzlich Klavier spielen (Beethovens
Klaviersonate Opus 53) und er kehrt nach Waldstein,
den Ort der Natur und der bürgerlichen Zweisamkeit,
zurück."
Pressestimmen
"»Die
unendlichen Möglichkeiten, die es gibt, sind wie ein
vorbei fliegender Schluck Wasser. Es gibt keine. Man
hat die Möglichkeit, sich eine Frau zum Heiraten zu
suchen, Künstler zu werden oder sich einer
terroristischen Vereinigung anzuschließen«, heißt es
im Roman. Der unbedeutende Mann mit dem bedeutenden
Namen hängt am Ende die Wäsche auf. Das war's."
(Julia Encke in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27.02.2006)
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Rezensionen
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SCHÄFER, Andreas (2006): So endfertig wie sympathisch.
Der Starjournalist
Moritz von Uslar möchte in seinem ersten Roman "Waldstein"
gern uncool sein, hat aber verlernt, wie das geht,
in: Welt am Sonntag v. 19.02.
- GRATON, Elise (2006):
Heuschnupfen der Hipster.
Moritz von Uslar
erfindet einen Zeitgeist-Journalisten in Berlin-Mitte,
in: Berliner Zeitung v. 27.04.
- Inhalt:
"Gieseking
verkörpert die latent-depressive Stimmung einer
Generation, der nichts neues geboten wird. Trotz bissiger
Kritik scheitern aber seine Versuche, sich über seine
Artgenossen zu erheben.
Die Trennung zwischen »Coolen« und »Uncoolen« existiert
nicht mehr. Wo fast jeder Techno-Musik und Drogen
kennt, Originalität über die Bekleidung beweist und Kritik
übt sowieso, läge Unkonventionalität in biederer
Normalität. Aber das ist doch zu langweilig. Gieseking
spiegelt den Zeitgeist, in dem er selber steckt, so scharf
wieder, dass es schmerzt. Nur die Reflexionen darüber
nerven",
meint GRATON zum Roman "Waldstein" von Moritz von USLAR.
-
KRON, Norbert (2006): Moritz von Uslars Abgesang auf den
Pop.
Der "100-Fragen-an"-Steller Moritz von Uslar hat einen
neuen Roman geschrieben - sein Titel: "Waldstein oder Der
Tod des Walter Gieseking am 6. Juni 2005",
in: Radio Berlin-Brandenburg v. 27.04.
- Infos zu:
Norbert Kron - Autor der
Generation Golf
- FUCHS, Oliver
(2006): Tausendmal erlebt, doch es weigerte sich.
Erwachsenwerden jenseits der Dreißíg: Moritz von Uslars
erster Roman schaut verzweifelt liebend auf die
Wirklichkeit,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.04.
- Kommentar:
Wenn ein Popjournalist einem
Pop-Autor das Pop-Etikett nicht umhängen möchte, sondern
verzweifelt um Kopf und Kragen rezensiert, dann ist das
eine der Merkwürdigkeiten des neuen deutschen Adult-Pop.
Was
Blumfelds Album
"Verbotene Früchte" für
die Musik ist, das ist Moritz von USLARs "Waldstein" für
die Popliteratur: Die Wende zum Adult-Pop.
Das
liest sich bei FUCHS dann so:
"Am Ende kehrt Gieseking nach Waldstein
zurück. Es ist der 5. Juni 205. Er staunt, wie grün alles
ist. Wie die Vögel zwitschern und die Hasen hopsen. Jetzt
fließen die Sätze ruhig dahin. Am nächsten Morgen hängt
Gieseking gemeinsam mit Ellen Wäsche auf. Ist das eine
Vision, wie sie Sterbende haben? Oder ist er schon tot?
Nein, vermutlich ist Gieseking bloß erwachsen geworden,
spät, aber hey! Da hat einer seine Sprache verloren und
eine Art von Glück gefunden. Er ist frei."
- Neu:
OBERLÄNDER,
Jan (2006): Lasst uns froh und tapfer sein.
Moritz von Uslar wird erwachsen,
in: Tagesspiegel v. 04.06.
- Inhalt:
Für OBERLÄNDER markiert der Roman
"Waldstein" von Moritz von USLAR einen Wendepunkt der
Popliteratur:
"Uslar,
Jahrgang 1970, ist kein Theoriefreak wie Thomas Meinecke
und kein Großkünstler wie Rainald Goetz, die beide für
unterschiedliche Spielarten von Popliteratur stehen, und
doch aktualisiert sein Romandebüt das Genre. Sein
Schnappschuss deutscher Gegenwart erinnert an Christian
Krachts
»Faserland« (1995), mit dem Unterschied, dass Walter
Gieseking sich im Vergleich zu Krachts snobistischem
Erzähler auch mal ganz grundsätzlich Gedanken macht. Man
wird eben nicht jünger."
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Lesungen
- ENCKE, Julia
(2006): Rhythmus statt Pop.
Waldsteinsonatenhauptsatzform: Moritz von Uslar liest,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.02.
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Weiterführende
Links
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