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Nils Minkmar:
Mit dem Kopf durch die Wand
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Aktuellster
Beitrag
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Nils Minkmar in
seiner eigenen Schreibe
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MINKMAR, Nils (2001): 304 Seiten
Helmut.
Frank
Goosen sucht die alte Bundesrepublik und findet den Alltag eines
Universitäts-Helden,
in: Die ZEIT
Nr.13 v. 22.03.
- MINKMAR, Nils (2001): Was kommt nach
der Coolness?
Nick Hornby läßt linksliberalen Sprüchen Taten
folgen,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 29.08.
- MINKMAR, Nils (2003): Weh mir, wo
nehm ich, wenn es Winter ist, die Blumen?
Wo man auch hinsieht - müde Gestalten. Ob Musik, Kino oder
Fernsehen: In der Kultur erlebt die Depression ihre Renaissance,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.11.
- Kommentar:
MINKMAR sieht in der Depression u. a. eine
Krankheit der Eliten:
"Depression (ist), bei allem Zweifeln
und Grübeln, kein subkulturelles, sie ist durchaus ein
Elitenphänomen."
Prominente Frauen, an seiner Seite
schreiben mittlerweile Bücher darüber. Jedoch gilt: "If your're
depressed, you're not depressed".
Der Sozialpsychologe Martin SELIGMAN
bezeichnet dagegen die
Depression
als Extremfall des Pessimismus.
- MINKMAR, Nils (2004): Paradies der
Angestellten.
Wer arbeitet, sagt der französische Bestseller "Bonjour Paresse",
ist blöd. Im Büro soll man sich amüsieren,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.10.
- MINKMAR, Nils (2005): Wo sind die
Radwege, Mr. President?
Der "Dritte Weg" des SPD-Vordenkers Hans-Peter Bartels: Toast,
Eltern und erstklassige Haushaltsgeräte,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.05.
-
MINKMAR, Nils (2005): Die Rückkehr der Linken.
Der Neoliberalismus weiß auf die wichtigsten Fragen keine
Antworten. Die Zeit ist reif für neue Ideen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.06.
- MINKMAR, Nils (2006): Lesen macht
dumm.
Paul Nolte riskiert keinen Gedanken, schreibt aber trotzdem ein
Buch: "Riskante Moderne",
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 26.02.
- Inhalt:
Nils MINKMAR Rezension des Buches
"Riskante Moderne" von Paul NOLTE
ist ein 100 %iger Verriss:
Paul Noltes neues
Buch heißt (ein Mix aus Habermas und
Beck) »Riskante Moderne«; das vorige hieß (ein Mix aus
Illies und
Miegel)
»Generation
Reform«. Nolte benutzt gerne den Begriff des Risikos und meint
damit (...) immer das Risiko des anderen. Ein intellektuelles
Risiko vermeidet er unter allen Umständen."
Beispielhaft
für die intellektuelle Risikoscheu von NOLTE sind dessen
Ausführungen zur
"Single-Gesellschaft":
"Manchmal schreibt
Nolte einfach irgend etwas hin. An anderer Stelle geht es um die
Familienvorstellungen der Parteien. Da hießt es dann,
Sozialdemokraten und Grünen seien »eher als Fürsprecher der
bindungslosen Singlegesellschaft bekannt gewesen« - und würden
nun aber Familie »wieder« wertschätzen. Er braucht dieses erste
Moment nur, um irgendwie ein historisches Verlaufsmuster
konstruieren zu können. Bloß: Es ist falsch. Zu keinem einzigen
Zeitpunkt sind SPD und Grüne als
Fürsprecher einer bindungslosen Singlegesellschaft
aufgetreten.
Keine deutsche Partei ist das, denn es widerspricht dem Gedanken
einer jeden Partei. (...). Es stimmt weder soziologisch noch
milieutheoretisch: Viele Sozialdemokraten kommen aus kinderreichen
Familien, und Grüne wachsen bekanntlich in Wohngemeinschaften."
- MINKMAR, Nils (2006): Couscous für
die Terroristen.
Bettina Röhl hat ein kluges und kitschfreies Buch über ihre
Eltern Ulrike Meinhof und Klaus Rainer Röhl geschrieben,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 19.03.
-
MINKMAR, Nils (2006): Was ist nur mit den Männern los?
Die beste Ausbildung, die friedlichste Erziehung, kein Tag im
Leben ohne drei Mahlzeiten - der deutsche Mann um die Vierzig könnte
alles erreichen. Warum tut er es dann nicht?
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.04.
- MINKMAR, Nils
(2006): Joachim Lottmann - Zombie Nation,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.04.
- Kommentar:
MINKMAR hält LOTTMANNs neuestes Machwerk für eine
"Studie über die gestörte Beziehung zwischen der Wirklichkeit und
ihrer Beschreibbarkeit".
LOTTMANN verstehe
sich als Vertreter einer "visionären Gemeinschaft" im Gegensatz zu
einer "realitätsverhafteten Gemeinschaft".
Zu deutsch: Wenn
uns z.B. Frank SCHIRRMACHER bezüglich des demographischen Wandels
ganz dreist anlügt, dann tut er es zum Wohle der Nation (also
zum Wohle der
Ich-zuletzt-Elite). Genauso wie
MATUSSEK und LOTTMANN,
der mit seiner
"Jugend von heute" dieses Prinzip bereits ausgiebig
demonstriert hat.
Kurz gesagt: Der
Zweck heiligt jegliches Mittel!
- MINKMAR, Nils
(2006): Licht an!
Wie denkt man etwas Neues?
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 09.04.
- Kommentar:
Nils MINKMAR liefert gleich noch die
Rechtfertigung zu PETERSDORFF
nach:
"Geisteswissenschaften haben einen fatalen Hang dazu, die Geltung
eines (wie Sartre gesagt hätte) »Geistes der Ernsthaftigkeit« zu
reklamieren; und darum wird ihr Wirkungskreis von Jahr zu Jahr
kleiner. Heute wird für diese reduzierte, aber privilegierte
Wirkungszone der Begriff
der Gnosis vorgeschlagen. Mit diesen Begriffen und
Kategorisierungen (und als Höhepunkt muß hier der Begriff von der
»sprachbezogenen Literatur« gelten, die der Gnostiker von der
rauchzeichen- oder signalflaggengestützten unterscheidet) kann man
auf immer überschaubarerem Raum den Wissenschafts- und
Literaturbetrieb organisieren. Neue Einsichten gewinnt man damit
nicht."
Sicherlich,
als Mitglied einer
visionären Gemeinschaft oder als
Kirchgänger, reicht es aus, der
Auslegung des Meisters andächtig zu lauschen.
Wenn die
Empirie jedoch nicht mehr Grundlage einer Debatte ist, dann
könnten wir doch gleich zum Märchenonkel gehen, das wäre
ehrlicher!
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Nils Minkmar
im
Gespräch
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Klappentext
"Wer 1530 gestorben und ein
Jahrhundert später wieder auferstanden wäre, hätte
die Welt problemlos wiedererkannt an den
wesentlichen Strukturen hatte sich nichts verändert.
Heute würden wir schon nach einem Jahrzehnt nichts
mehr verstehen, so schnell fliegen uns die
Gewissheiten und neuen Erkenntnisse um die Ohren.
Wenn es ein
Schlagwort für unsere Epoche gibt, dann ist es wohl:
die Unvorhersagbarkeit. Unsere Lebensläufe, aber
auch unser Alltag, unsere Lebenswelt sind voll von
überraschenden Ereignissen. Keiner hat den
Islamismus kommen sehen, noch heute gibt es auf ihn
keine Antwort. Google hat in zehn Jahren mindestens
ebenso viel für die Demokratisierung des Wissens
getan wie sozialdemokratische Volksbildungspolitik
in hundertfünfzig Jahren. Und die SMS ist zum
privaten wie politischen Leitmedium geworden.
Weil
Standardwerke die Welt nicht mehr erklären können,
ergründet Nils Minkmar in zum Teil ganz
persönlichen, so witzigen wie ernsthaften
Geschichten die modernen Kerngebiete des Normalen:
Politik, Kunst, Religion, Tod und das Leben im
Großraumwagen."
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Rezensionen
- GORKOW, Alexander (2009): Steak
Montaigne.
Nils Minkmars Erforschung einer durchgedrehten Gegenwart,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.03.
-
KNIPPHALS, Dirk (2009): Dudweilers weite Horizonte.
Der Journalist Nils Minkmar macht sich auf, die veränderte
Normalität zu durchleuchten: "Mit dem Kopf durch die Welt",
in: TAZ v. 18.04.
- Inhalt:
"Was
zum Beispiel im Spiegel unter Essay steht, sind meist nur
ums Ichsagen literarisch aufgehübschte Leitartikel, stets um fünf
vor zwölf geschrieben. Und bei den Essays im Zeit-Feuilleton
wusste man zuletzt immer schon, was rauskommt - auf irgendeine
Form von Neoliberalismuskritik lief es immer heraus.
Es
fehlt also hier und da das Spielerische. Insofern freut man sich,
wenn sich mal wieder ein Autor aufmacht, die Form des Essays ein
bisschen zu erneuern - und damit in der Öffentlichkeit sogar
durchkommt. Bei Nils Minkmar ist das so.
(...).
»Personal
essays« nennt Nils Minkmar selbst diese Texte oder »ganz
persönliche Geschichten aus der Normalität«. In Wirklichkeit sind
es genausogut Versuche, den Essay mit den Mitteln des Features und
der Reportage zu erneuern",
meint Dirk KNIPPHALS zum Buch "Mit dem Kopf durch die Wand" von
Nils MINKMAR.
-
PFOHLMANN, Oliver (2009): Klebt gut,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.05.
-
KUENHEIM, Haug von (2009): X-mal Deutschland.
Nils Minkmar hat eine feine, essayistische Momentaufnahme unserer
Zeit gemacht,
in: Die ZEIT
Nr.23 v. 28.05.
- Neu:
BARTELS, Gerrit (2009): Essen ist das halbe Leben.
Wozu ist man eigentlich auf der Welt? Nils Minkmar erzählt in
seinem Essayband persönliche Geschichten aus der Normalität,
in: Tagesspiegel v. 10.06.
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Klappentext
"Berlin ist und bleibt eine
Zumutung. Die Kassen sind leer, der Bürgermeister
findet die Stadt trotzdem sexy, und was sich so
Bohème nennt, ist in Wirklichkeit nur ein
immerwährendes Praktikum. Klar, alles schaut auf
diese Stadt: Schon weil Berlin nicht auf sich selbst
aufpassen kann. Neue Geschichten aus Berlin, unserer
barbarischen Hauptstadt.
Im Sommer 2003 erschien »Hier spricht Berlin«: Die
Berliner empörten sich, der Rest amüsierte sich über
die kleinen, bösen Geschichten aus dem Alltag der
sogenannten Hauptstadt – die Aufmerksamkeit war
groß, der Erfolg war es auch.
Seither sind
drei Jahre vergangen, in denen viel geschehen ist
und es immer noch so vieles gibt, worüber mit Berlin
dringend mal gesprochen werden muss: Das Leben,
Leiden und die Lächerlichkeit der Bundespolitiker
zum Beispiel. Den regierenden Bürgermeister und
seine Freunde. Den Mietmarkt und seine immer
tieferen Abgründe. Das Geld, das manchmal zu Besuch
kommt in die Bohème, und plötzlich kriegen auch
linksradikale Künstler ganz leuchtende Augen. Die
Wolfskinder vom Prenzlauer Berg, die direkt aus
ihren Käffern ins große Jugenddorf Berlin ziehen und
das für die Großstadt halten. Den Untergang der
Dörfer Charlottenburg und Wilmersdorf. Die
sogenannte Neue Bürgerlichkeit. Die Kampfradler. Die
lokale Presse, die sich an Lokalchauvinismus von
niemandem überbieten lässt.
In kleinen
Geschichten, in welchen es nicht groß um Meinung und
Reflexion geht, sondern um Empirie und Anschauung,
begegnen die Autoren diesem Berlin, diesem
barbarischen Ort. Nur gut, dass sie sich dabei die
gute Laune nicht verderben lassen. Denn gute Laune
ist auch eine Form des Widerstands – gegen Berlin."
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- BARTELS,
Gerrit (2007): Der lange Weg aus Mitte,
in: Tagesspiegel v. 12.06.
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Klappentext
"Kurze und grausame
Geschichten, aus dem Leben derer, die neu sind in
Berlin. Geschichten von Menschen, die nach Berlin
gekommen sind, weil es sich so ergeben hat. Sie sind
nicht nach Berlin gezogen, weil da die Hauptstadt
war oder der Hype oder die Hoffnung auf eine
Abwechslung. Sie sind nach Berlin geworfen worden.
Und genauso fühlt sich die Stadt jetzt an: böse und
barbarisch.
Sie erzählen von Erfahrungen, die man nur in Berlin
machen kann, dem einzigen Ort in Deutschland, wo man
sich manchmal nach Sibirien sehnt. Sie erzählen von
Menschen, denen man nur in Berlin begegnen kann:
jede Menge Schnauze, nirgendwo Manieren, und wenn da
ein Herz ist, ist es gut versteckt.
Und sie sind trotzdem immer wieder bereit, der Stadt
und ihren Bewohnern eine Chance zu geben: auf
Partys, im Taxi, beim Einkaufen. Jeder Satz ist ein
Versöhnungsangebot. Und jedes dieser Angebote wird
von Berlin umgehend zurückgewiesen.
Warum, das ist die große Frage dieses Buchs, warum
geht es hier nicht so zivilisiert zu wie in Hamburg
oder München. Und warum nicht so großstädtisch wie
in London oder New York. Berlins Antwort: Keine
Ahnung.
Warum das alles nun aufschreiben? Es muss einfach
sein. Man muss aufschreiben, was einem in Berlin
alles geschieht, weil man sich am Ende sonst noch
daran gewöhnt."
Pressestimmen
"Das Berlin-Bashing ist in den letzten Jahren zur
überaus populären Pose geworden - und wird
hauptsächlich von jenen betrieben, die noch kurz
zuvor geradezu ohnmächtig der Hauptstadteuphorie und
Metropolenhysterie erlegen waren und über jede neue
Entdeckung in Verzückung geraten sind - wie etwa
auch die Autoren der inzwischen eingestellten
Berliner Seiten der «FAZ». Zurück auf dem
Flickenteppich der manchmal ganz banalen Realitäten,
erweisen sich die von ihren eigenen Erwartungen und
Projektionen Enttäuschten als spiessbürgerliche,
kleinkarierte Kritiker der - eben: von ihnen
beklagten Spiessbürgerlichkeit und
Kleinkariertheit."
(Susanne Oswald in der Neuen
Zürcher Zeitung vom 03.09.2003)
"Das Berlin, das hier spricht, ist das Berlin des
FASlers, der in Prenzlauer Berg wohnt, gern auch
in einem Dachgeschoss, der mit der Tram zu seinem
Arbeitsplatz nach Mitte fährt und dabei seine
Berlin-Eindrücke sammelt, privat aber gern mal mit
dem »Angeberauto« unterwegs ist, »schwarz und
schnell und böse und Cabrio«, (dafür einen feuchten
Schmatz für den Herrn Diez auf seine hoffentlich mit
einer Mach-III-Klinge kahl rasierten Wange!), und
der vor allem in den üblichen Lokalitäten wie dem
Strandbad Mitte, dem Einstein und dem 103
herumsitzt."
(Gerrit Bartels in der TAZ vom
15.11.2003)
"Feuilletonisten neigen dazu, Käseersatz,
Kellnerungeschick, peinliche Herrenmode,
Straßenbahnverspätungen, ja nahezu jedes Phänomen
als eine an sie persönlich gerichtete Botschaft
misszuverstehen. Etwas von dieser
Feuilleton-Paranoia findet man auch in diesem Buch,
das von wenig mehr handelt als den Belanglosigkeiten
eines Redakteursalltags: Arbeitsweg,
Nahrungsaufnahme, Taxifahrten, Shoppen, Bar- und
Party-Besuchen. Die größte Kränkung, die dem
selbstbewussten Berlin hier angetan wird, besteht in
Auslassungen."
(Jens Bisky in der Süddeutschen
Zeitung vom 17.11.2003)
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- MOHR, Reinhard
(2003): Sibirien an der Spree.
In ihrem Buch-Pamphlet lassen fünf Autoren ihrem Hauptstadt-Hass
freien Lauf: "Hier spricht Berlin" nennen sie die "Geschichten aus
einer barbarischen Stadt",
in: Spiegel Nr.34 v. 18.08.
- Inhalt:
Reinhard MOHR
verteidigt Berlin gegen seine Hasser und ihre
Tristesse Royale:
"Sie
träumten vom vollkommenen Glück des Lebens. Doch leider lebten sie
in Berlin.
So schrieben sie, fünf tapfere Feuilletonisten der »Frankfurter
Allgemeinen Sonntagszeitung« (»FAS«) die rein beruflich und also
schicksalhaft aus München, Saarbrücken und Dresden in die deutsche
Hauptstadt »zwangsumgesiedelt« wurden, ein bitterböses Buch".
MOHR
sieht einen Zusammenhang zwischen dem Hype, den die Berliner
Seiten der FAZ herbeischreiben mussten und der enttäuschten Rache
der Autoren.
Er
betont jedoch, dass sich die Dresdner Autoren
Peter RICHTER und
Anne ZIELKE wohltuend davon abheben.
- MATTHIES, Bernd (2003): Die
Hauptstadt der Barbarben.
Wie verschreckte Intellektuelle aus München, Dresden und
Saarbrücken das Meckern lernten und endlich zu echten Berlinern
wurden,
in: Tagesspiegel v. 20.08.
- Kommentar:
MATTHIES hält sich bei der Rezension von "Hier
spricht Berlin" an die Vorgaben
von Reinhard MOHR:
"Berlin
ist (...) jener Ort, in dem Sichtweisen und Vorurteile aus
östlicher und westlicher Richtung so unversöhnlich zusammenstoßen
wie Spreewaldgurken und Olivenöl extra vergine. Und so kommt es,
dass die nahe liegende Kritik am Geschnösel der Autoren (West)
gleich sehr hübsch selbstironisch aufgefangen wird durch Sottisen
der Autoren (Ost), die das Prinzip begriffen haben: »Da hocken sie
nun traurig in viel zu großen Altbauwohnungen mit viel zu
niedrigen Lebenshaltungskosten«, schreibt
Peter Richter über die
neuen Kollegen im schnieken Büro in Mitte, »sie wollen Berlin ein
bisschen mehr wie München machen, und sie fangen da an, wo es
besonders weh tut.»"
- NUTT, Harry (2003): Fremdeln am
Görlie.
"Hier spricht Berlin" lautet der Titel eines Leitfadens von
Journalisten für Berlin-Hasser - aber was sagt es?
in: Frankfurter Rundschau v. 22.08.
-
BÜSCHER, Wolfgang (2003): Eine barbarische Stadt? Nicht barbarisch
genug!
Zwischenrufe zu einem neuen Berlin-Hasser-Buch von
Westrepublikanern, die es in die Hauptstadt verschlug,
in: Welt v. 25.08.
- OSTWALD, Susanne
(2003): Schaut auf diese Stadt.
Berlin in zwei neuen Büchern - einmal geliebt, einmal gehasst,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 03.09.
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BARTELS, Gerrit (2003): Hier spricht die "FAS" aus Berlin.
Dies ist Prenzlauer Berg
und nicht München oder Münster: Der Berlin-Reader "Hier spricht
Berlin - Geschichten aus einer barbarischen Stadt",
in: TAZ v. 15.11.
- BISKY, Jens (2003): Sind so kalte
Menschen.
Nörgeln nach Plan: Fünf Feuilletonisten verachten Berlin,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.11.
-
BEYME, Evelyne vom (2003): Rachesentiments der Zwangsversetzten.
"Hier spricht Berlin - Geschichten aus einer barbarischen Stadt",
in: Literaturkritik.de, Nr.12, Dezember
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