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Sascha Lobo: Wir nennen es Arbeit

 
       
     
       
   
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    Sascha Lobo in seiner eigenen Schreibe

     
       
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    Sascha Lobo im Gespräch

     
         
           
       

    Sascha Lobo in der Debatte

     
       
    • BAUER, Patrick (2009): Der Loboist.
      Viele denken, Sascha Lobo sei ein schlecht frisierter Blogger aus Berlin, der sich wichtigmacht. Aber nur wenige wissen, wie wichtig er sich gerade macht,
      in: Neon,
      Mai
    • Neu:
      Don Alphonso (2009): Vodafone lädt auf und eckt an,
      in: faz.net v. 11.07.
     
           
       

    Wir nennen es Arbeit (2006).
    Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung
    (zusammen mit Holm Friebe)
    München: Heyne Verlag  

     
       
     
     

    Klappentext

    "ETWAS BESSERES ALS DIE FESTANSTELLUNG FINDEN WIR ÜBERALL!

    Sie verzichten dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklichen den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Mittels neuer Technologien kreieren sie ihre eigenen Projekte, Labels und Betätigungsfelder. Das Internet ist für sie nicht nur Werkzeug und Spielwiese, sondern Einkommens- und Lebensader: die digitale Boheme. Ihre Ideen erreichen – anders als bei der früheren Boheme – vor allem über das Web ein großes Publikum und finanzieren sich damit. Ein zeitgemäßer Lebensstil, der sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.

    Auf Angestellten-Frust kann man mit der »Entdeckung der Faulheit« reagieren, wie es Corinne Maier in ihrem Bestseller fordert: Arbeitszeit absitzen, sicheres Gehalt einstreichen. Die digitale Boheme repräsentiert die mutigere Alternative: Immer mehr junge Kreative entscheiden sich für das Leben in Freiheit. Ihr Hauptziel ist nicht das Geldverdienen, sondern ein selbstbestimmter Arbeitsstil, der den eigenen Motiven folgt – in unsicheren Zeiten vielleicht die überlegene Strategie. Denn ihre enge Einbindung in soziale, künstlerische und digitale Netzwerke bringt ständig neue, teilweise überraschende Erwerbsmöglichkeiten mit sich. Sie schalten Werbebanner auf ihren Websites, handeln mit virtuellen Immobilien, lassen sich Projekte sponsern oder verkaufen eine Idee an einen Konzern. Ihre Produkte und ihre Arbeitsweise verändern den Charakter der Medien und des Internets, bald auch den der Gesellschaft.

    Holm Friebe und Sascha Lobo porträtieren die digitale Boheme: Sie stellen erfolgreiche Konzepte und innovative Ansätze vor und erklären wirtschaftliche, technische und soziale Entwicklungen und Hintergründe. Ihre spannende Analyse einer zukunftsgewandten Daseinsform inspiriert dazu, so zu arbeiten, wie man leben will."

     
     
     
           
       
    • Rezensionen

    • MENSING, Kolja (2006): Freiheit muss nicht arm machen.
      Holm Friebe, Sascha Lobo: "Wir nennen es Arbeit",
      in: DeutschlandRadio v. 07.10.
    • JACOBSEN, Lenz (2006): Festanstellung verblödet.
      Ein Lob der "digitalen Bohème",
      in: Frankfurter Rundschau v. 08.11.
    • MENSING, Kolja (2006): Die ganz kreative Klasse.
      Holm Friebe und Sascha Lobo machen sich mit dem Laptop in der Hand auf die Suche nach einem intelligenten Leben jenseits der Festanstellung. Herausgekommen ist dabei "Wir nennen es Arbeit",
      in: TAZ v. 11.11.
    • ESCH, Christian (2006): Das lange Ende der Bourgeoisie.
      Holm Friebe und Sascha Lobo haben eine intelligente Lebensform entdeckt: Die digitale Bohème,
      in: Berliner Zeitung v. 20.11.
    • AREND, Ingo (2006): DSL für alle.
      Effizienzrevolution:
      In ihrem Erfolgsbuch "Wir nennen es Arbeit" funktionieren Holm Friede und Sascha Lobo die gute alte Bohème zur Avantgarde der Flexibilisierung und Individualisierung um,
      in: Freitag Nr.49 v. 08.12.
      • Inhalt:
        "
        Trotz Anzeichen symbolischer Dissidenz und rhetorischer Frontstellung gegen Bourgeoisie und Neoliberalismus scheint die digitale Bohème (...) eher das bürgerliche Ding erst so richtig ans Laufen bringen zu wollen. (...) Bohème scheint einfach das falsche Wort für das Milieu der kreativen Technoromancer zu sein, die sich da aus dem Umbruch der Produktivkräfte herausmendeln. Nennen wir sie doch einfach die Spontis der Digitalisierung", meint Ingo AREND.
    • RATHGEB, Eberhard (2006): Digitale Bohème.
      Sie nennen es Arbeit,
      in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 08.12.
      • Inhalt:
        "
        Wann hat ein Buch der Jugend so viel Hoffnung auf gutes Gelingen gemacht? Im Grunde ist das ein Hesse-Buch fürs digitale Zeitalter. Ein prosaischer »Steppenwolf«", meint Eberhard RATHGEB.
     
       
    • Die digitale Bohème in der Debatte

    • HETTLAGE, Bernd (2006): Die Wüste lebt.
      "Creative Industries" sind ein Wirtschaftszweig - wenn Politiker, Beamte und Investoren ihnen eine Chance geben. Und das tun sie nicht immer,
      in: zitty Nr.22 v. 26.10.
    • BUNZ, Mercedes (2006): Jenseits der Festanstellung.
      Holm Friebe und Sascha Lobo proklamieren die digitale Bohème,
      in: zitty Nr.22 v. 26.10.
    • Infos zu:
      Mercedes Bunz - Autorin der Generation Golf
    • SUCHSLAND, Rüdiger (2006): Jetzt geht die Party wieder los.
      Das schöne Leben kehrt zurück, Geiz ist nicht mehr geil. Elendsreden um Kinderkriegen, Prekariat und Hartz IV – alles von gestern,
      in: Tagesspiegel v. 05.11.
      • Anmerkung:
        Die Demografie-Thriller-Welle mit Filmen wie "Children of Men" oder "2030 - Der Aufstand der Alten" ist noch nicht einmal angerollt, da verkündet SUCHSLAND die Rückkehr der Spassgesellschaft. Gerhard SCHULZE ("Die Sünde") und FRIEBE & LOBO ("Wir nennen es Arbeit") gelten ihm als Propheten des gegenwärtigen Zeitgeists. Warten wir die neue Bevölkerungsvorausberechnung ab, die am Dienstag auf einer Pressekonferenz vorgestellt wird...
    • DENK, David (2006): Bin ich drin?
      Das Café Sankt Oberholz in Berlin-Mitte gilt als inoffizielles Hauptquartier der sogenannten digitalen Bohème. Aber wer sitzt dort eigentlich - und warum? Eine Homestory,
      in: TAZ v. 13.11.
      • Inhalt:
        Holm FRIEBE & Sascha LOBO, die Chronisten der digitalen Bohème, haben das Café St. Oberholz am Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte in ihrem Buch "Wir nennen es Arbeit" (Kapitel "Die Magie des Orts") zum typischen Treff der digitalen Bohème erklärt. DENK inspiziert deshalb das Café...
    • FANIZADEH, Andreas (2006): Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft.
      Wo Individualdarwinistenkosmopoliten auf Sonderangebotsfetischisten treffen und ein Mordsgegrummel veranstalten,
      in: Jungle World Nr.47  v. 22.11.
    • MÜLLER, Paul (2006): Schön und jung und stark.
      Wie jede Schicht, die einen materiellen Niedergang erfährt, schwanken die Kopfarbeiter zwischen Rebellion und Reaktion. Hierzulande überwiegt derzeit die Reaktion,
      in: Jungle World Nr.47  v. 22.11.
    • SOBOCZYNSKI, Adam (2006): Alles nur geerbt.
      Die Angehörigen der "Generation Praktikum" arbeiten umsonst, klagen über Ausbeutung und warten auf den Traumjob. Viele können es sich leisten: Sie leben vom Wohlstand ihrer Eltern,
      in: Die ZEIT Nr.50 v. 07.12.
      • Anmerkungen
        Vor einiger Zeit erschien das Buch "Wir nennen es Arbeit" von Holm FRIEBE und Sascha LOBO. Dort wird die Avantgarde der digitalen Bohème beschrieben. Diese polemisiert gegen Festanstellung und propagiert den Spaßarbeiter, der mit der New Economy untergegangen schien.

                     Auf 279 Seiten verbreiten die Autoren das Flair einer neuen hippen Bohème. Erst ab Seite 280 wird deutlich, dass diese Bohème sich von der Unterschicht vor allem dadurch unterscheidet, dass sie nicht nur auf einen öffentlichen Generationenvertrag, sondern insbesondere auf einen privaten Generationenvertrag zurückgreifen kann, der die coole Selbststilisierung fragwürdig werden lässt:
                     "Wie schon die analoge Bohème, so setzt sich auch die digitale zu einem Gutteil aus Bürgersöhnen und Töchtern aus höherem Hause zusammen, die aus einer privilegierten Position heraus gegen das Lebensmodell ihrer Eltern opponieren. (...). Nicht unwahrscheinlich, dass es sich leichter und unbekümmerter mit der Ungewissheit lebt, wenn man weiß, dass man in äußerster Not finanziell auch auf die Familie zurückgreifen kann oder ein Erbe in Aussicht stehen hat."
                     SOBOCZYNSKI, ein Angehöriger der Generation Golf, geht diesem heiklen Thema in einem ZEIT-Beitrag nach:
                     "Die Chancen, zu erben, sind nicht nur für Westdeutsche größer, sondern auch für Akademiker. Höhere Bildungsschichten erben wesentlich häufiger als niedrige, Hochschulabsolventen fast doppelt so viel wie Hauptschulabgänger.
        Akademikerkinder erben nicht nur häufiger und mehr, sie haben auch eine viermal höhere Chance, das Gymnasium zu besuchen, als Kinder von Facharbeitern. Gerade die Hochschulabgänger also, die Angehörigen der Generation Praktikum, gehören damit einem Milieu an, das hohe Bildung und hohe Vermögen auf sich vereint und weitergeben kann. Mittelbar hat das Erbe die Generation Praktikum längst erreicht: in Form des regelmäßigen Geldumschlags von der Großmutter, durch die Eltern, die ihre monatlichen Überweisungen über das Studium hinaus verlängern, durch die Erstausstattung der Wohnung, vielleicht mit einem kleinen Auto.

                     (...).
        Natürlich missfällt es der Generation Praktikum, am finanziellen Tropf der Eltern zu hängen, die mit ihren Überweisungen die Adoleszenz ihrer Kinder verlängern. Das Erbe ist der verborgene Makel in einem individualistischen, bisweilen hedonistischen Leben, der weitreichende Folgen hat: Die Jüngeren haben einen Frieden mit der Elterngeneration geschlossen, sie sehnen sich nach einer neuen Bürgerlichkeit, sie werden zu Recht als pragmatisch und unideologisch beschrieben. Denn sie wissen, dass sie niemals so viel werden ansparen können, wie sie erben werden. Die Familie verdeckt mit ihrer Wärme, ihrer Liebe, ihrer fürsorglichen Zuneigung gern, dass ihr Zusammenhalt auch ökonomische Ursachen hat.
        "
    • SCHMIDT, Roman (2006): Es kommt drauf an, was man draus macht.
      Brotjob:
      Anmerkungen zur "digitalen Bohème" von Sascha Lobo und Holm Friebe,
      in: Freitag Nr.49 v. 08.12.
      • Inhalt:
        "
        Der Alltag von Lobo und Friebe, steht zu vermuten, ist durchzogen von Respektbekundungen und Freundschaftsdiensten unter Lebenskünstlern. In ihm ist das protestantisch-kapitalistische Dogma, nach dem jeder seines Glückes Schmied ist, glücklich vereint mit der rheinischen Ökonomie des wechselseitigen Händewaschens. Der natürliche Feind ist ihnen das kleinbürgerlich-linke Dreigestirn aus Planstelle, Ruhe und Ordnung, dessen Destruktion die Autoren en passant erledigen und dabei mutig lauter offene Türen eintreten", meint SCHMIDT. Ihn nervt jedoch die "Stilisierung eines coolen Lebens in der digitalen Bohème (...), weil sie gesellschaftliche Allianzen verbaut, die der Kampf für ein »gutes Leben« dringend benötigt."
     
         
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 16. Oktober 2006
    Update: 12. Juli 2009