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Sascha Lobo:
Wir nennen es Arbeit
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Aktuellster
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Sascha Lobo
in seiner eigenen Schreibe
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Sascha Lobo im
Gespräch
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- CLARY, Elisalex (2006): Wildtiere der
Arbeitswelt.
Sascha Lobo und Holm Friebe sind Vorreiter der digitalen Bohème,
die ihr Geld im Internet schürft. Ein Gespräch über das
Auslaufmodell Festanstellung und Strategien des Durchwurstelns,
in: Welt v. 13.10.
-
YÜCEL, Deniz (2006): Woher kommt dieses breite Grinsen?
Wer ist die »digitale Bohème«? Bietet sie eine Antwort auf die
vergebliche Suche nach einem unbefriedigenden Brotjob? Oder ist sie
nur die Avantgarde einer völligen Ökonomisierung aller
Lebensbereiche? Gespräch mit zwei Mitherausgebern der Jungle World,
holm friebe und anton landgraf,
in: Jungle World Nr.47 v. 22.11.
-
BOZIC, Ivo (2008): "Man sollte die Einblickstiefe festlegen".
in: Jungle World
Nr.36 v. 04.09.
-
WENEIT, Saskia & Sylvia VOGT (2008): "Wer schiebt denn bitteschön
Rumliegen auf?".
Dinge aufschieben, um wichtige Aufgaben herumschleichen und erst
kurz vor der Deadline mit dem Arbeiten anfangen - furchtbar, oder?
Im Gegenteil, sagen Kathrin Passig und Sascha Lobo. Die beiden
Berliner haben ein Buch über das Phänomen Prokrastination
geschrieben. Ein Gespräch über produktives Nichtstun und den Teufel
Selbstdisziplin,
in: Tagesspiegel Online v. 22.10.
-
LOBO, Sascha (2009): Weshalb meine Schuhgröße im Netz steht.
Bloggen, twittern, social networking: Der Mensch will mehr sein
als seine reale Existenz – er will eine digitale Persönlichkeit
werden,
in: Tagesspiegel
v. 22.02.
-
LEINKAUF, Max & Björn ROSEN (2009): "Ich habe die Idiotenquote für
höher gehalten".
Sascha Lobo bloggt, twittert und verbringt den halben Tag vor dem
Laptop. Aber seine Freundin hat er analog kennengelernt,
in: Tagesspiegel
v. 10.05.
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Sascha Lobo
in der Debatte
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- BAUER, Patrick (2009): Der Loboist.
Viele denken, Sascha Lobo sei ein schlecht frisierter Blogger aus
Berlin, der sich wichtigmacht. Aber nur wenige wissen, wie wichtig
er sich gerade macht,
in: Neon, Mai
- Neu:
Don Alphonso (2009): Vodafone lädt auf und eckt an,
in: faz.net v. 11.07.
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Klappentext
"ETWAS BESSERES ALS DIE
FESTANSTELLUNG FINDEN WIR ÜBERALL!
Sie verzichten
dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklichen
den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Mittels
neuer Technologien kreieren sie ihre eigenen
Projekte, Labels und Betätigungsfelder. Das Internet
ist für sie nicht nur Werkzeug und Spielwiese,
sondern Einkommens- und Lebensader: die digitale
Boheme. Ihre Ideen erreichen – anders als bei der
früheren Boheme – vor allem über das Web ein großes
Publikum und finanzieren sich damit. Ein zeitgemäßer
Lebensstil, der sich zu einem bedeutenden
Wirtschaftsfaktor entwickelt.
Auf Angestellten-Frust kann man mit der »Entdeckung
der Faulheit« reagieren, wie es Corinne Maier in
ihrem Bestseller fordert: Arbeitszeit absitzen,
sicheres Gehalt einstreichen. Die digitale Boheme
repräsentiert die mutigere Alternative: Immer mehr
junge Kreative entscheiden sich für das Leben in
Freiheit. Ihr Hauptziel ist nicht das Geldverdienen,
sondern ein selbstbestimmter Arbeitsstil, der den
eigenen Motiven folgt – in unsicheren Zeiten
vielleicht die überlegene Strategie. Denn ihre enge
Einbindung in soziale, künstlerische und digitale
Netzwerke bringt ständig neue, teilweise
überraschende Erwerbsmöglichkeiten mit sich. Sie
schalten Werbebanner auf ihren Websites, handeln mit
virtuellen Immobilien, lassen sich Projekte sponsern
oder verkaufen eine Idee an einen Konzern. Ihre
Produkte und ihre Arbeitsweise verändern den
Charakter der Medien und des Internets, bald auch
den der Gesellschaft.
Holm Friebe
und Sascha Lobo porträtieren die digitale Boheme:
Sie stellen erfolgreiche Konzepte und innovative
Ansätze vor und erklären wirtschaftliche, technische
und soziale Entwicklungen und Hintergründe. Ihre
spannende Analyse einer zukunftsgewandten
Daseinsform inspiriert dazu, so zu arbeiten, wie man
leben will."
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Rezensionen
-
MENSING, Kolja (2006): Freiheit muss nicht arm machen.
Holm Friebe, Sascha Lobo: "Wir nennen es Arbeit",
in: DeutschlandRadio v. 07.10.
- JACOBSEN, Lenz (2006):
Festanstellung verblödet.
Ein Lob der "digitalen Bohème",
in: Frankfurter Rundschau v. 08.11.
-
MENSING, Kolja (2006): Die ganz kreative Klasse.
Holm Friebe und Sascha Lobo machen sich mit dem Laptop in
der Hand auf die Suche nach einem intelligenten Leben
jenseits der Festanstellung. Herausgekommen ist dabei "Wir
nennen es Arbeit",
in: TAZ v. 11.11.
- ESCH, Christian (2006): Das lange
Ende der Bourgeoisie.
Holm Friebe und Sascha Lobo haben eine intelligente
Lebensform entdeckt: Die digitale Bohème,
in: Berliner Zeitung v. 20.11.
-
AREND, Ingo (2006): DSL für alle.
Effizienzrevolution:
In ihrem
Erfolgsbuch "Wir nennen es Arbeit" funktionieren Holm Friede
und Sascha Lobo die gute alte Bohème zur Avantgarde der
Flexibilisierung und Individualisierung um,
in: Freitag Nr.49 v. 08.12.
- Inhalt:
"Trotz
Anzeichen symbolischer Dissidenz und rhetorischer
Frontstellung gegen Bourgeoisie und Neoliberalismus
scheint die digitale Bohème (...) eher das bürgerliche
Ding erst so richtig ans Laufen bringen zu wollen. (...)
Bohème scheint einfach das falsche Wort für das Milieu der
kreativen Technoromancer zu sein, die sich da aus dem
Umbruch der Produktivkräfte herausmendeln. Nennen wir sie
doch einfach die Spontis der Digitalisierung",
meint Ingo AREND.
-
RATHGEB, Eberhard (2006): Digitale Bohème.
Sie nennen es Arbeit,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung v. 08.12.
- Inhalt:
"Wann
hat ein Buch der Jugend so viel Hoffnung auf gutes
Gelingen gemacht? Im Grunde ist das ein Hesse-Buch fürs
digitale Zeitalter. Ein prosaischer
»Steppenwolf«",
meint Eberhard
RATHGEB.
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Die digitale Bohème in der
Debatte
- HETTLAGE, Bernd (2006): Die
Wüste lebt.
"Creative Industries" sind ein Wirtschaftszweig - wenn
Politiker, Beamte und Investoren ihnen eine Chance geben.
Und das tun sie nicht immer,
in: zitty Nr.22 v. 26.10.
- BUNZ, Mercedes (2006):
Jenseits der Festanstellung.
Holm Friebe und Sascha Lobo proklamieren die digitale
Bohème,
in: zitty Nr.22 v. 26.10.
- Infos zu:
Mercedes Bunz -
Autorin der Generation Golf
- SUCHSLAND, Rüdiger (2006): Jetzt
geht die Party wieder los.
Das schöne Leben kehrt zurück, Geiz ist nicht mehr geil.
Elendsreden um Kinderkriegen, Prekariat und Hartz IV – alles
von gestern,
in: Tagesspiegel v. 05.11.
- Anmerkung:
Die Demografie-Thriller-Welle mit Filmen
wie
"Children of Men" oder "2030 - Der Aufstand der Alten"
ist noch nicht einmal angerollt, da verkündet SUCHSLAND
die
Rückkehr der Spassgesellschaft. Gerhard SCHULZE ("Die
Sünde") und FRIEBE & LOBO ("Wir nennen es Arbeit")
gelten ihm als Propheten des gegenwärtigen Zeitgeists.
Warten wir die neue Bevölkerungsvorausberechnung ab, die
am Dienstag auf einer Pressekonferenz vorgestellt wird...
-
DENK, David (2006): Bin ich drin?
Das Café Sankt Oberholz in Berlin-Mitte gilt als
inoffizielles Hauptquartier der sogenannten digitalen
Bohème. Aber wer sitzt dort eigentlich - und warum? Eine
Homestory,
in: TAZ v. 13.11.
- Inhalt:
Holm FRIEBE & Sascha LOBO, die Chronisten
der digitalen Bohème, haben das Café St. Oberholz am
Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte in ihrem Buch "Wir
nennen es Arbeit" (Kapitel "Die Magie des Orts") zum
typischen Treff der digitalen Bohème erklärt. DENK
inspiziert deshalb das Café...
-
FANIZADEH, Andreas (2006): Das ist die Berliner Luft, Luft,
Luft.
Wo Individualdarwinistenkosmopoliten auf
Sonderangebotsfetischisten treffen und ein Mordsgegrummel
veranstalten,
in: Jungle World Nr.47 v. 22.11.
-
MÜLLER, Paul (2006): Schön und jung und stark.
Wie jede Schicht, die einen materiellen Niedergang
erfährt, schwanken die Kopfarbeiter zwischen Rebellion und
Reaktion. Hierzulande überwiegt derzeit die Reaktion,
in: Jungle World Nr.47 v. 22.11.
-
SOBOCZYNSKI, Adam (2006): Alles nur geerbt.
Die Angehörigen der "Generation Praktikum" arbeiten
umsonst, klagen über Ausbeutung und warten auf den Traumjob.
Viele können es sich leisten: Sie leben vom Wohlstand ihrer
Eltern,
in: Die ZEIT Nr.50 v. 07.12.
- Anmerkungen
Vor einiger Zeit erschien das Buch
"Wir nennen es Arbeit" von Holm FRIEBE und Sascha LOBO.
Dort wird die Avantgarde der digitalen Bohème beschrieben.
Diese polemisiert gegen Festanstellung und propagiert den
Spaßarbeiter, der mit der New Economy untergegangen
schien.
Auf
279 Seiten verbreiten die Autoren das Flair einer neuen
hippen Bohème. Erst ab Seite 280 wird deutlich, dass diese
Bohème sich von der Unterschicht vor allem dadurch
unterscheidet, dass sie nicht nur auf einen öffentlichen
Generationenvertrag, sondern insbesondere auf einen
privaten Generationenvertrag zurückgreifen kann, der die
coole Selbststilisierung fragwürdig werden lässt:
"Wie
schon die analoge Bohème, so setzt sich auch die digitale
zu einem Gutteil aus Bürgersöhnen und Töchtern aus höherem
Hause zusammen, die aus einer privilegierten Position
heraus gegen das Lebensmodell ihrer Eltern opponieren.
(...). Nicht unwahrscheinlich, dass es sich leichter und
unbekümmerter mit der Ungewissheit lebt, wenn man weiß,
dass man in äußerster Not finanziell auch auf die Familie
zurückgreifen kann oder ein Erbe in Aussicht stehen hat."
SOBOCZYNSKI, ein Angehöriger der Generation Golf, geht
diesem heiklen Thema in einem ZEIT-Beitrag nach:
"Die
Chancen, zu erben, sind nicht nur für Westdeutsche größer,
sondern auch für Akademiker. Höhere Bildungsschichten
erben wesentlich häufiger als niedrige,
Hochschulabsolventen fast doppelt so viel wie
Hauptschulabgänger.
Akademikerkinder erben nicht nur häufiger und mehr, sie
haben auch eine viermal höhere Chance, das Gymnasium zu
besuchen, als Kinder von Facharbeitern. Gerade die
Hochschulabgänger also, die Angehörigen der Generation
Praktikum, gehören damit einem Milieu an, das hohe Bildung
und hohe Vermögen auf sich vereint und weitergeben kann.
Mittelbar hat das Erbe die Generation Praktikum längst
erreicht: in Form des regelmäßigen Geldumschlags von der
Großmutter, durch die Eltern, die ihre monatlichen
Überweisungen über das Studium hinaus verlängern, durch
die Erstausstattung der Wohnung, vielleicht mit einem
kleinen Auto.
(...).
Natürlich missfällt es
der Generation Praktikum, am finanziellen Tropf der Eltern
zu hängen, die mit ihren Überweisungen die Adoleszenz
ihrer Kinder verlängern. Das Erbe ist der verborgene Makel
in einem individualistischen, bisweilen hedonistischen
Leben, der weitreichende Folgen hat: Die Jüngeren haben
einen Frieden mit der Elterngeneration geschlossen, sie
sehnen sich nach einer neuen Bürgerlichkeit, sie werden zu
Recht als pragmatisch und unideologisch beschrieben. Denn
sie wissen, dass sie niemals so viel werden ansparen
können, wie sie erben werden. Die Familie verdeckt mit
ihrer Wärme, ihrer Liebe, ihrer fürsorglichen Zuneigung
gern, dass ihr Zusammenhalt auch ökonomische Ursachen hat."
-
SCHMIDT, Roman (2006): Es kommt drauf an, was man draus
macht.
Brotjob:
Anmerkungen zur "digitalen Bohème"
von Sascha Lobo und Holm Friebe,
in: Freitag Nr.49 v. 08.12.
- Inhalt:
"Der
Alltag von Lobo und Friebe, steht zu vermuten, ist
durchzogen von Respektbekundungen und
Freundschaftsdiensten unter Lebenskünstlern. In ihm ist
das protestantisch-kapitalistische Dogma, nach dem jeder
seines Glückes Schmied ist, glücklich vereint mit der
rheinischen Ökonomie des wechselseitigen Händewaschens.
Der natürliche Feind ist ihnen das kleinbürgerlich-linke
Dreigestirn aus Planstelle, Ruhe und Ordnung, dessen
Destruktion die Autoren en passant erledigen und dabei
mutig lauter offene Türen eintreten",
meint SCHMIDT. Ihn nervt jedoch
die "Stilisierung eines coolen Lebens in der digitalen
Bohème (...), weil sie gesellschaftliche Allianzen
verbaut, die der Kampf für ein »gutes Leben« dringend
benötigt."
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