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Sonja Zekri:
Deutschland extrem
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Kurzbiographie
- 1967 in Dortmund geboren
- Studium der
Geschichte und Slawistik
- 2004 Mitherausgeberin von
"Deutschland extrem"
- Feuilleton-Redakteurin der
Süddeutschen Zeitung
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Aktuellster
Beitrag
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Sonja Zekri in ihrer
eigenen Schreibe
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ZEKRI, Sonja (2002): Stadt, Land,
Flucht.
Nach den Promis gehen die Klempner: Der Exodus aus Deutschland hat
schon begonnen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.11.
-
RAULFF, Ulrich/SCHMIDT,
Christopher/ZEKRI, Sonja (2004): Politik der falschen Fünfziger.
Vom Junggesellen bis zum Leichtmatrosen: Die Sprache der goldenen
Adenauer-Jahre kehrt zurück - ein Glossar,
in: Süddeutsche Zeitung v. 06.08.
- Kommentar:
Die greisenhafte SZ hätte gerne die 50er Jahre
zurück, weswegen sie Begriffe wie den
Junggesellen
für ein Glossar aus der Mottenkiste holt. Gerechtfertigt wird das
mit Verweis auf die Lokalzeitung Münchner Merkur.
Warum jetzt von der
Mitte-Presse (SZ bis SPIEGEL) die 50er Jahre zum Vorbild erhoben
werden, das erfährt man dagegen aus dem
Glossar der
Gegenwart...
-
ZEKRI, Sonja (2005): Die netten Jahre sind vorbei.
Nach dreißig Jahren Emanzipation stellen moderne Paare fest: Der
kleine Unterschied ist größer, als sie dachten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.01.
- Inhalt:
Sonja ZEKRI eröffnet mit ihrem Beitrag die
neue SZ-Serie
"Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im
Krisengebiet".
"In
jüngster Zeit werden Partnerschaften wieder verstärkt unter
präriewühlmaushaften Maßstäben betrachtet. Wie Mann und Frau
zueinander finden, nach welchen Regeln sie zusammen leben und
woran sie scheitern – diese Fragen werden nach Jahrzehnten fein
ziselierter soziologischer Debatten, nach Frauenliteratur und
Männerstudien, nach
Carrie Bradshaw und Gleichstellungsauflagen zusehends als
evolutionäre Unausweichlichkeiten diskutiert:
Alles Natur, alles
schon festgelegt in irgendeinem Gen-Krümel, wer jagt, wer sammelt,
wer Geld ranschafft, wer wen abschleppt",
beschreibt ZEKRI den
postfeministischen Paradigmenwechsel von Gender (soziale Rolle)
zum Sex (biologische Rolle).
Aus dieser Sicht wird Joschka FISCHER zur gesellschaftlichen Norm
erhoben:
serielle Monogamie.
Mit
Verweis auf die Schweizer Weltwoche
wird das Patriarchat als zählebiger dargestellt als es sich die
Feministinnen erwartet hatten. Eines sei jedoch für
Postfeministinnen anders geworden:
"Im
Zeitalter einer ausgeklügelten Beziehungsbewirtschaftung ist es
schwerer geworden, Ausreden zu finden.
Wer in seiner Partnerschaft unglücklich ist, sollte es mal mit
Online-Therapie versuchen. Wer einsam ist, muss sich beim Speed
Dating eben mehr anstrengen. Früher konnten Frauen auf stete
Unterdrückung verweisen. Heute wirkt dieser Opfergestus so
zeitgemäß wie Stricken im Bundestag."
Nach Meinung von ZEKRI hat der
Streit um den Vaterschaftstest die bislang verdeckten, neuen
Geschlechterkämpfe ans Tageslicht gebracht: zum einen das Problem
der weiblichen Untreue und zum anderen die Tatsache, dass
Alleinerziehen kein Familienideal ist.
-
ZEKRI, Sonja (2005): Tausend Tage unterwegs.
Aufzeichnungen einer Wochenend-Pendlerin. Montage sind
Mitchum-Tage. Oder: München vs Berlin - ein Leben zwischen zwei
Welten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 06.08.
- Inhalt:
Sonja ZEKRI schreibt über
Berufliche Mobilität und Lebensform:
"Ein
Kneipenabend in
Berlin. Der Freund eines Freundes sagt: »Du lebst in München
und in Berlin? Phantastisch! Zwei so großartige Städte!« Drei
Biere lang setze ich ihm auseinander, dass er der größten
Mobilitätslegende seit dem Ponyexpress aufgesessen ist; dass mir
Berlin fremd wird, ohne dass mir München näher kommt; dass jedes
Konzert, jedes Fest stattfindet, wenn ich gerade in der anderen
Stadt bin; dass ich überhaupt nur arbeite, damit ich zwei
Wohnungen bezahlen kann, also Geld verdiene, um mir das
Geldverdienen leisten zu können; kurz, dass ich jeden
Baumwollsklaven um seine Sesshaftigkeit beneide."
- Neu:
ZEKRI, Sonja (2006): Die Ware Liebe.
Das Liebesprojekt 2006:
Kontaktbörsen, Profiling, Coaching, Streitseminar. Wie ausgerechnet
die vermeintlich selbstbestimmten Internet-Nutzer ihre Partnerwahl
fremden Dienstleistern überlassen
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.03.
- Kommentar:
Sonja ZEKRI ist - wie
Elke BUHR - sichtlich genervt von
SCHIRRMACHERs
"Minimum"-Pamphlet, das sie als
"Reproduktions-Enzyklika" und als "Kittelschürzenphantasien"
beschimpft. Erst danach kommt sie zu ihrem eigentlichen Thema.
Da wird
der Ratgeber-Markt durchforstet und die Single-Börsen inspiziert.
Außerdem hat sie die Soziologin
Ruth LIMMER und den Mannheimer
Psychologen Jürgen SCHMIDT, der für eine Single-Börse einen
Marktwerttest entworfen hat, befragt.
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SZ- Serie "Deutschland
extrem"
- LEWITSCHAROFF, Sibylle
(2002): Mainmücken und Lüsterweibchen.
Wo die meisten Frauen wohnen: Würzburg.
Deutschland extrem Teil 1,
in: Süddeutsche Zeitung v.
24.08.
- Inhalt:
LEWITSCHAROFFs Fazit: "Der Frauenüberschuss
ist ein Fall frei von Problemen".
Gesucht hat sie den
Überschuss unter den älteren Frauen. 1000 Nonnen; eine
Frau, die seit kurzem Würzburg regiert und zwei Stiftungen
beruhigen die Autorin:
"Juliusspital und Bürgerspital
sind Stiftungen, die selbst Weinberge besitzen, mit deren
Erlös Alte und Kranke gepflegt werden. Sie haben riesige
Gasträume, sehr schöne Innenhöfe, und sind als Alterssitze
begehrt, nicht zuletzt, weil jedem Alten täglich ein Glas
Wein aus eigener Bocksbeutelflasche kredenzt wird. Kein
Wunder, dass Frauen, die ja sowieso älter als Männer
werden, bei dieser zuvorkommenden Behandlung mit dem
Sterben aufhören."
-
BRUSSIG, Thomas (2002):
Die Treppe war zu steil für den Sarg.
Deutschland extrem (4): Vor allem nicht stehen bleiben -
Zwickau will nicht gerade die älteste, aber die lebendigste
Stadt sein,
in: Süddeutsche Zeitung v. 23.09.
-
DÜFFEL, John von
(2002): Seebären im Trockendock.
Deutschland extrem (5): Bremen: Eine Lebensform zwischen
Seefahrt und Seemannsmission,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.10.
-
MOSEBACH, Martin
(2003): Tätiges Warten.
Deutschland extrem (11): Am vornehmsten Wasserhäuschen
der Stadt Frankfurt lässt der Winterwind allen Zank zu
Raureif erstarren,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.03.
- PEHNT, Annette (2003):
Poppiger Früchtetee.
Deutschland extrem (12): Altena, die älteste
Jugendherberge Deutschlands,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.03.
- KOPETZKY, Steffen (2003): Im
Baumarkt der Lust.
Deutschland extrem (13): Ein Besuch im Kölner "Pascha",
dem größten Bordell der Republik,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.04.
- FUCHS, Oliver (2003): Du, die
Pfanne ist voll.
Deutschland extrem (16): Die längste Bratwurst der
Republik wird in Sulzfeld produziert,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.06.
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