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Susanne Gaschke:
Die Emanzipationsfalle
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Susanne Gaschke bei
single-generation.de
zur Hauptseite von
Susanne Gaschke: Gespräche, Porträts und
weitere Bücher
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Aktuellster
Beitrag
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Susanne Gaschke in ihrer eigenen Schreibe
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GASCHKE, Susanne (2005): Kinder, Küche, Karriere? Nicht bei uns.
Deutschland hat weltweit eine der niedrigsten Geburtenraten. Und es
sind vor allem die Akademikerinnen, die sich auf ein Leben ohne Kinder
einstellen. Helfen kann nur ein neuer Geschlechtervertrag,
in: Die ZEIT Nr.33 v. 11.08.
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Im
August 2003 hat Susanne GASCHKE ihrer
Generation Golf, speziell
dem Frauenjahrgang 1965, Gebärfaulheit vorgeworfen. Damals
hat single-dasein.de bereits widersprochen.
Inzwischen ist auch empirisch bewiesen, dass dieser Geburtsjahrgang
wesentlich gebärfreudiger ist, als GASCHKE damals behauptet hat.
GASCHKE
hat damals nicht mit den Spätgebärenden gerechnet.
Auf diese setzt nun
sogar das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Sie sollen für den neuen Babyboom sorgen. Aber
auch bei der Kinderlosigkeit der Akademikerinnen liegt GASCHKE
vollkommen daneben.
Christian SCHMITT hat nachgewiesen, dass die Kinderlosigkeit bei
den Akademikerinnen wesentlich niedriger ist als es die öffentliche
Debatte behauptet. Und
auch der Indikator Heirat, den GASCHKE als Beweismittel nennt, muss
in seiner Bedeutung relativiert werden, denn in den neuen
Bundesländern werden über 50 % der Kinder unehelich geboren. Unsere
"katholische Statistik" führt dazu, dass Trendaussagen in Zukunft
immer unwägbarer werden.
Dies musste inzwischen auch das Statistische Bundesinstitut in
Wiesbaden eingestehen. Wir
haben es nicht mehr mit gesicherten Erkenntnissen zu tun, sondern
mit einem Glaubenskrieg, in dem das Ziel die Argumentation leitet.
In diesem Stadium ist es dann auch nicht mehr weit zum Fatalismus:
Der simplifizierenden Gebärstreikthese wird dann ein
trotziges
Gebärweltmeister entgegen geschleudert. Der
Familienwahlkampf tritt mit dem heutigen Tag in seine heiße Phase
und das sind keine Zeiten für kühle Betrachtungen... |
GASCHKE, Susanne (2005): Keine Privatsache.
Der neue Familienbericht provoziert: Fortpflanzung ist ein
gesellschaftliches Ziel. Nur die Wirtschaft muss das noch erkennen,
in: Die ZEIT Nr.33 v. 11.08.
GASCHKE, Susanne & Susanne MAYER (2005): Weil sie eine Frau ist?
Als erste Politikerin könnte Angela Merkel Kanzlerin werden. Ist
die Frauenbewegung am Ziel? Wählerinnen, die sich nie vorstellen
konnten, für die CDU zu stimmen, geraten plötzlich in Versuchung.
Merkel wählen - aus Solidarität? Ein Pro und Contra
in: Die ZEIT Nr.35 v. 25.08.
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Natürlich geht es in der ZEIT nicht um
die Frauen- sondern um die Mütterfrage.
"Eine
Gleichstellungspolitik, die lediglich darauf zielte, allen Frauen
die gleiche bedingungslose »Freiheit« zu eröffnen, brauchen wir
nicht: Sie käme zu spät. Zur Bindungslosigkeit sind wir heute schon
frei – das beweisen sowohl die
deutsche Geburtenrate
als auch unsere
Scheidungsquote",
kläfft
Susanne GASCHKE und
Susanne MAYER erwidert:
"Wäre Angela Merkel eine typische Ostdeutsche, dann
wäre sie Mutter und hätte schon in Bonn in Ermangelung von
Kita-Plätzen und Ganztagsschulen die Segel streichen müssen. Wäre
sie eine typische Westdeutsche, hätte sie ihre Empörung darüber
herausposaunt und sich alle zu Feinden gemacht. Angela Merkel ist
ein gesamtdeutsches kinderloses Erfolgsmodell."
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Klappentext
"Wir
Töchter der Frauenbewegung sind aufgewachsen mit
allen Freiheiten, für die die Feministinnen gekämpft
haben. Mädchen und junge Frauen machen heute bessere
Schulabschlüsse und studieren erfolgreicher als
Männer. Um Spitzenpositionen in der Wirtschaft
werden sie nur noch eine Weile ringen müssen. Ihre
politische Teilhabe steht nicht zur Debatte: Niemand
in unserem Land fragt sich mehr, ob eine Frau
wirklich Bundeskanzlerin werden könne. Die Zeit des
Jammerns ist vorbei. Doch wie alles, so hat auch die
neue Freiheit ihren Preis. Denn seit den siebziger
Jahren entscheiden wir uns für Studium, Beruf und
Karriere - und gegen Kinder. Damit nehmen wir uns
selbst ein wesentliches Moment dessen, was
»Weiblichkeit« ausmacht - und entziehen der
Gesellschaft die Zukunftsperspektive. Wir müssen uns
endlich trauen, es auszusprechen: Die demografische
Krise ist auch ein Kollateralschaden der
Frauenbewegung. Warum dieser gerade in Deutschland
so radikal ausfällt; warum es den Männern so schwer
wird, sich auf die »neuen Frauen« einzustellen;
warum wir andere Rollenbilder brauchen und wie aus
den individuellen Entscheidungen vieler Frauen gegen
Kinder kollektive Macht entstehen könnte - all dies
beschreibt Susanne Gaschke in ihrem zugleich
nachdenklichen wie provozierenden Buch."
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Beiträge von
single-generation.de zum Thema
Die
Emanzipationsfalle - Oder: Wenn die Rechnung ohne die Normalos
gemacht wird
Einsamkeit -
Single-Haushalte und die Fröste der Freiheit
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Rezensionen
NOLTE, Paul (2005): Endlich erwachsen werden.
Susanne Gaschke glaubt: Die
ursprünglichen Ziele der Frauenbewegung haben sich "geradezu
unheimlich gründlich durchgesetzt". Das Ergebnis ist die
Kinderlosigkeit vieler Akademikerinnen. Doch statt über den
Gebärstreik müsste man ausführlich über den Zeugungsstreik der
modernen Männer reden,
in: Literaturbeilage der TAZ v. 19.10.
TAUBER, Christine (2005): Klug
empfangen statt schnell verhüten.
Susanne Gaschke findet auch keinen Weg aus der Emanzipationsfalle,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.10.
Trotz aller Kritik an
GASCHKEs Umgang mit
demografischen Zahlen, die auf unserer Website geübt wird, empfehlen
wir Kinderlosen das Buch Die Emanzipationsfalle zu lesen. Es gibt
dafür mehrere Gründe:
1.
Bei dem Sachbuch handelt es sich eher um einen autobiographisch
geprägten Essay zum Thema, d.h. Kinderlose werden feststellen
können, dass die Ressentiments von GASCHKE u. a. biographische
Wurzeln haben.
2.
Das Buch steht paradigmatisch für eine Flut von Büchern, die uns
demnächst überschwemmen wird: persönliche Bekenntnisse zum Kind.
Ursache dafür ist ein Strategiewandel, der mit jenem Faktum
zusammenhängt, das hier als die
abschreckende Wirkung der Single-Rhetorik bezeichnet wurde.
3.
Das Demografie-Thema geht alle Kinderlosen an (ein Begriff, der
viele Unschärfen mitbringt, was wir immer wieder betont haben), ob
sie sich dieser Auseinandersetzung stellen oder nicht.
Wer
sich dieser Auseinandersetzung jedoch nicht rechtzeitig stellt,
dürfte in den nächsten Jahren von der Vehemenz, mit der dieses Thema
in den eigenen Alltag einbrechen wird, überrascht werden.
Hier
wird diese Debatte bereits seit 5 Jahren dokumentiert. Mit unserer
Einschätzung der generellen Debattenentwicklung lagen wir in den
letzten Jahren immer richtig.
Wir
werden dem Buch von GASCHKE das
Thema des Monats Dezember widmen.
Darin wird jenes Bevölkerungssegment in den Mittelpunkt gestellt,
das bei GASCHKE überhaupt nicht vorkommt: die Normalos zwischen den
Extremmilieus der "kinderlosen" Eliten und den "kinderreichen"
Unterschicht-Eltern. Kritik
werden wir üben an den
Deutungen von GASCHKE zum Heiratsengpass und
zur Partnerlosigkeit von Ledigen. Wir
werden außerdem jene Bibliographie nachliefern, die wir in dem Buch
vermissen, d.h. wir machen die Debatte, die GASCHKE anregen möchte,
auch für jene transparent, die sich mit dieser Debatte noch nicht
näher befasst haben. |
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Das Buch in der Debatte
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Weiterführende
Links
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