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Susanne Gaschke: Die Emanzipationsfalle

 
       
   

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    Susanne Gaschke in ihrer eigenen Schreibe

     
       

    GASCHKE, Susanne (2005): Kinder, Küche, Karriere? Nicht bei uns.
    Deutschland hat weltweit eine der niedrigsten Geburtenraten. Und es sind vor allem die Akademikerinnen, die sich auf ein Leben ohne Kinder einstellen. Helfen kann nur ein neuer Geschlechtervertrag,
    in: Die ZEIT Nr.33 v. 11.08.

    GASCHKE, Susanne (2005): Keine Privatsache.
    Der neue Familienbericht provoziert: Fortpflanzung ist ein gesellschaftliches Ziel. Nur die Wirtschaft muss das noch erkennen,
    in: Die ZEIT Nr.33 v. 11.08.

    GASCHKE, Susanne & Susanne MAYER (2005): Weil sie eine Frau ist?
    Als erste Politikerin könnte Angela Merkel Kanzlerin werden. Ist die Frauenbewegung am Ziel? Wählerinnen, die sich nie vorstellen konnten, für die CDU zu stimmen, geraten plötzlich in Versuchung. Merkel wählen - aus Solidarität? Ein Pro und Contra
    in: Die ZEIT Nr.35 v. 25.08.

    • Natürlich geht es in der ZEIT nicht um die Frauen- sondern um die Mütterfrage.

      "Eine Gleichstellungspolitik, die lediglich darauf zielte, allen Frauen die gleiche bedingungslose »Freiheit« zu eröffnen, brauchen wir nicht: Sie käme zu spät. Zur Bindungslosigkeit sind wir heute schon frei – das beweisen sowohl die deutsche Geburtenrate als auch unsere Scheidungsquote",

      kläfft Susanne GASCHKE und Susanne MAYER erwidert:

      "Wäre Angela Merkel eine typische Ostdeutsche, dann wäre sie Mutter und hätte schon in Bonn in Ermangelung von Kita-Plätzen und Ganztagsschulen die Segel streichen müssen. Wäre sie eine typische Westdeutsche, hätte sie ihre Empörung darüber herausposaunt und sich alle zu Feinden gemacht. Angela Merkel ist ein gesamtdeutsches kinderloses Erfolgsmodell."

     
           
       

    Die Emanzipationsfalle (2005).
    Erfolgreich, einsam, kinderlos
    München:
    C. Bertelsmann

     
       
         
     

    Klappentext

    "Wir Töchter der Frauenbewegung sind aufgewachsen mit allen Freiheiten, für die die Feministinnen gekämpft haben. Mädchen und junge Frauen machen heute bessere Schulabschlüsse und studieren erfolgreicher als Männer. Um Spitzenpositionen in der Wirtschaft werden sie nur noch eine Weile ringen müssen. Ihre politische Teilhabe steht nicht zur Debatte: Niemand in unserem Land fragt sich mehr, ob eine Frau wirklich Bundeskanzlerin werden könne. Die Zeit des Jammerns ist vorbei. Doch wie alles, so hat auch die neue Freiheit ihren Preis. Denn seit den siebziger Jahren entscheiden wir uns für Studium, Beruf und Karriere - und gegen Kinder. Damit nehmen wir uns selbst ein wesentliches Moment dessen, was »Weiblichkeit« ausmacht - und entziehen der Gesellschaft die Zukunftsperspektive. Wir müssen uns endlich trauen, es auszusprechen: Die demografische Krise ist auch ein Kollateralschaden der Frauenbewegung. Warum dieser gerade in Deutschland so radikal ausfällt; warum es den Männern so schwer wird, sich auf die »neuen Frauen« einzustellen; warum wir andere Rollenbilder brauchen und wie aus den individuellen Entscheidungen vieler Frauen gegen Kinder kollektive Macht entstehen könnte - all dies beschreibt Susanne Gaschke in ihrem zugleich nachdenklichen wie provozierenden Buch."

     
         
     
           
       

    Beiträge von single-generation.de zum Thema

    Die Emanzipationsfalle - Oder: Wenn die Rechnung ohne die Normalos gemacht wird

    Einsamkeit - Single-Haushalte und die Fröste der Freiheit

     
       

    Rezensionen

    NOLTE, Paul (2005): Endlich erwachsen werden.
    Susanne Gaschke glaubt: Die ursprünglichen Ziele der Frauenbewegung haben sich "geradezu unheimlich gründlich durchgesetzt". Das Ergebnis ist die Kinderlosigkeit vieler Akademikerinnen. Doch statt über den Gebärstreik müsste man ausführlich über den Zeugungsstreik der modernen Männer reden,
    in: Literaturbeilage der TAZ v. 19.10.

    TAUBER, Christine (2005): Klug empfangen statt schnell verhüten.
    Susanne Gaschke findet auch keinen Weg aus der Emanzipationsfalle,
    in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.10.

    Trotz aller Kritik an GASCHKEs Umgang mit demografischen Zahlen, die auf unserer Website geübt wird, empfehlen wir Kinderlosen das Buch Die Emanzipationsfalle zu lesen. Es gibt dafür mehrere Gründe:
              
    1. Bei dem Sachbuch handelt es sich eher um einen autobiographisch geprägten Essay zum Thema, d.h. Kinderlose werden feststellen können, dass die Ressentiments von GASCHKE u. a. biographische Wurzeln haben.
              
    2. Das Buch steht paradigmatisch für eine Flut von Büchern, die uns demnächst überschwemmen wird: persönliche Bekenntnisse zum Kind. Ursache dafür ist ein Strategiewandel, der mit jenem Faktum zusammenhängt, das hier als die abschreckende Wirkung der Single-Rhetorik bezeichnet wurde.
              
    3. Das Demografie-Thema geht alle Kinderlosen an (ein Begriff, der viele Unschärfen mitbringt, was wir immer wieder betont haben), ob sie sich dieser Auseinandersetzung stellen oder nicht.
              
    Wer sich dieser Auseinandersetzung jedoch nicht rechtzeitig stellt, dürfte in den nächsten Jahren von der Vehemenz, mit der dieses Thema in den eigenen Alltag einbrechen wird, überrascht werden.
              
    Hier wird diese Debatte bereits seit 5 Jahren dokumentiert. Mit unserer Einschätzung der generellen Debattenentwicklung lagen wir in den letzten Jahren immer richtig.
              
    Wir werden dem Buch von GASCHKE das Thema des Monats Dezember widmen. Darin wird jenes Bevölkerungssegment in den Mittelpunkt gestellt, das bei GASCHKE überhaupt nicht vorkommt: die Normalos zwischen den Extremmilieus der "kinderlosen" Eliten und den "kinderreichen" Unterschicht-Eltern. Kritik werden wir üben an den Deutungen von GASCHKE zum Heiratsengpass und zur Partnerlosigkeit von Ledigen. Wir werden außerdem jene Bibliographie nachliefern, die wir in dem Buch vermissen, d.h. wir machen die Debatte, die GASCHKE anregen möchte, auch für jene transparent, die sich mit dieser Debatte noch nicht näher befasst haben.

    Neu:
    BARING, Arnulf (2005): Der zweifelhafte Siegeszug der Emanzipation.
    Susanne Gaschke: Die Emanzipationsfalle,
    in: DeutschlandRadio v. 16.12.

    Arnulf Baring, der gerne andere auf die Barrikaden schickt, lobt GASCHKEs Buch. Alles andere hätte einem sowieso gewundert...
     
       

    Das Buch in der Debatte

    STROHMAIER, Brenda (2005): Schluss mit lustig: Berlins Singlekultur bekommt Gegenwind.
    Staatssekretärin beobachtet wachsende Kritik an Kinderlosen,
    in: Berliner Zeitung v. 10.10.

     
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 20. September 2004
    Update: 24. März 2011