"Dieser neueste Roman
Heinrich Bölls behandelt ein Thema, das uns
alle berührt: das Schicksal der
Kriegerwitwen und Kriegswaisen, die bittere
Hinterlassenschaft des Krieges überhaupt,
die weder allein mit Fürsorgeämtern noch
mit nur Rentenreformen zu ordnen ist -
Menschen, die, jeder auf seine Weise, der
Unordnung, der Unsicherheit ihres Daseins
begegnen, die Vergangenheit verfluchen, sich
in der Gegenwart nicht zurechtfinden können
oder gegen sie ankämpfen, sie bloß ertragen
oder nachgiebig sich ihr unterwerfen."
"Zwei
Schulfreunde, zwölfjährige und vaterlos, stehen im
Mittelpunkt dieser Geschichte aus der frühen Nachkriegszeit.
Heinrich und Martin wachsen ohne ihre Väter auf, denn die
sind nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Ihre Lebensumstände
sind grundverschieden, und doch teilen sie prägende
Erfahrungen."
Stimmen zum
Buch
"Daß nicht nur die
Jugendlichen der sechziger Jahre eine, wie
Alexander Mitscherlich schrieb, »vaterlose
Generation« waren, sondern daß von 1945 bis
weit in die siebziger Jahre die Deutschen in
einer Seelenlandschaft hausten, die Heinrich
Böll zutreffend als Haus ohne Hüter
kennzeichnete, bezeugen deutsche Filme und
Schlager."
(aus: Dieter Bartetzko
"Wo meine Sonne scheint", 1998)