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Hera Lind: Das Superweib

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1957 als Herlind Wartenberg in Bielefeld geboren
    • 1989 Debütroman "Ein Mann für jede Tonart"
    • 1994 Roman "Das Superweib"
    • 1997 Moderation der Single-Show "Herzblatt"
 
       
     
       
   

Hera Lind im Gespräch

 
   
  • BÜRGER, Jan & Frauke MEYER-GOSAU (2002): Schreiben ohne Qualen.
    Bodo Kirchhoff contra Hera Lind: Bekommt man bei 30.000 verkauften Büchern kalte Füße oder geht es dann erst richtig los? Deutschlands Seller-Königin trifft im LITERATUREN-Streitgespräch auf den «Schundroman»-Autor,
    in: Literaturen Nr.10, Oktober
 
       
   

Hera Lind und die Debatte um die Single-Gesellschaft

 
     
       
   

Frauenromane über Superweiber in der Debatte

 
     
       
   

Das Superweib (1994)
Frankfurt a/M: Fischer

 
   
 
 

Klappentext

"Eigentlich ist Franziska Schauspielerin. Doch während ihr kreativer Gatte Wilhelm Großkötter in der Karibik Dreizehnteiler dreht, sitzt sie mit ihren kleinen Söhnen Franz und Willi zu Hause herum. Das ändert sich, als Franziska sich den Ehefrust von der Seele schreibt, das Manuskript auf Umwegen beim Frauen-mit-Pfiff-Verlag landet und daraus, wer hätte das gedacht, ein Bestseller wird. Franziska wird zur Erfolgsautorin Franka Zis, kauft für sich und ihre beiden Söhnchen ein Haus und reicht die Scheidung ein. Neben dem unheimlich praktischen Anwalt Enno Winkel treten noch andere interessante Männer in ihr Leben. Da kehrt der Ex-und- hopp-Gatte Großkötter aus der Karibik zurück, um den Roman einer gewissen Franka Zis zu verfilmen - nicht ahnend, dass es seine Ehe ist, die er auf Zelluloid bannen möchte"

Stimmen zum Roman

"Hera Lind hat mit ihrem Roman etwas Neues geschaffen - und darin dürfte auch das Geheimnis ihres Erfolgs begründet liegen. Was sie mit ihrem Roman Das Superweib geschaffen hat, ist eine neuartige, gleichsam modernisierte Form trivialer Frauenliteratur. Grundlegend für Literatur dieser Art war bis in die sechziger Jahre hinein die Behauptung, dass der soziale Aufstieg und das Liebesglück nur als Symbiose für Frauen erfahrbar sei - und zwar in Gestalt des in sehr vielen Kreisen beheimateten Traumprinzen. Solche Romane endeten dann allerdings in aller Regel mit der Hochzeit, ohne sich der prekären Frage zu stellen, wie es denn weitergegangen ist mit der Liebesheirat, mit den Mutterfreunden und den Haushaltspflichten. Hera Linds Roman entkoppelt nun den bis dahin für Frauen an den Mann gebundenen Zwangsnexus von sozialem Aufstieg und Liebesglück, ohne jedoch den alten Wunschtraum von familiärer Geborgenheit aufzugeben. (...).
Anders gewendet: Die berufliche Karriere wird nicht mit dem Preis der Vereinsamung bezahlt; die sexuelle Selbstbestimmung geht nicht zu Lasten einer stabilen Partnerschaft; die Scheidung führt nicht in den Teufelskreis aus Verarmung und Vereinsamung - fürwahr: ein umfassendes Glücksversprechen!"
(Oliver Sill, 2004)

 
 
 
       
   
  • Das Buch in der Debatte

  • SILL, Oliver (2004): Von Zauberfrauen und Superweibern. Hera Linds Roman Das Superweib (1994) als Erfolgsgeschichte der Neunziger Jahre. In: Georg Mein & Markus Rieger-Ladich (Hg.) Soziale Räume und kulturelle Praktiken. Über den strategischen Gebrauch von Medien, Bielefeld: transcript Verlag,
 
   

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Update: 25. Oktober 2004
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