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Antonia Baum: Vollkommen leblos, bestenfalls tot

 
       
     
       
   
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    Antonia Baum in ihrer eigenen Schreibe

     
       

    BAUM, Antonia (2011): Wie ich einmal vorlas.
    Bachmannpreis in Klagenfurt: Entbeinte Texte, Literaturvollzugsbeamte und ein schöner See - das ist Klagenfurt beim alljährlichen Bachmannpreis-Wettbewerb. Ein Selbsterfahrungsbericht vom Wettlesen am Wörthersee,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.07.

     
           
       

    Antonia Baum im Gespräch

     
       

    fehlt noch

     
           
       

    Vollkommen leblos, bestenfalls tot (2011)
    Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Wie findet man im Labyrinth der Möglichkeiten den Weg ins eigene Leben? Antonia Baums junge Heldin erzählt in furiosem Stakkato von der Enge der Freiheit und der Bedrohlichkeit des Glücks.

    Eine junge Frau bricht auf, aus der Provinz in die Stadt, die Hoffnung auf Veränderung ist groß. Aber schnell stellt sie fest, dass sie nicht frei ist: nicht frei vom Unglück ihrer Eltern, nicht frei von der Angst, die sie in Ketten legt, nicht einmal frei in der Liebe, die sich als Farce entpuppt. Wer nur die Geborgenheit eines Gefängnisses kennt, dem erscheint jede Bewegung als Gefahr. Antonia Baums Heldin gibt jener Generation eine Stimme, die in den unendlichen Möglichkeiten des Glücks und der Selbstverwirklichung verloren ist. Ein erstaunliches Debüt, eine tragikomische Suada und ein ebenso emotionaler wie kühl sezierender Blick auf eine kaputte Gesellschaft."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    WEHN, Jan (2011): Aggro-Stakkato.
    Weltunverständnis: Bis zum Rand der Verzweiflung - und darüber hinaus: Antonia Baums Debütroman "Vollkommen leblos, bestenfalls tot" haut rein,
    in: Literaturbeilage der TAZ v. 12.10.

    JUNGEN, Oliver (2011): Banale Phase oder Die Dilettanten des Wunders.
    Ein Fanal: Antonia Baums vollkommen lebloses Debüt, in dem eine junge Frau in Berlin nach der Liebe sucht, wird als neue deutsche Literatur verkauft. Was für ein Irrtum!
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.10.

    FIEDLER, Cornelia (2011): Der Kopf ist ein stickiges Frauenwohnzimmer.
    In den Fußstapfen der Wut-Literatur: Antonia Baums Romandebüt "vollkommen leblos, bestenfalls tot",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 10.11.

    Neu:
    MANGOLD, Ijoma (2011): "Eine Welt voll Scheiße".
    Antonia Baum gibt in ihrem Debüt "Vollkommen leblos, bestenfalls tot" dem wütenden Affen Zucker,
    in: Die ZEIT  Nr.47 v. 17.11.

    Ijoma MANGOLD zieht Parallelen zum Buch Mars von Fritz ZORN:

    "Ein bisschen fühlt man sich an Mars erinnert, wenn man das Debüt von Antonia Baum Vollkommen leblos, bestenfalls tot liest. Auch hier vergisst die Ich-Erzählerin nie, zu betonen, aus welch gutem Haus sie stammt und wie ihren Eltern der Wohlstand zu den Ohren rauskommt und wie verlogen und krank die Denkweisen hinter der lässig-teuren Fassade sind. Allerdings haben sich die Inhalte der Verlogenheit seit Mars zeitgemäß verschoben. Bei Fritz Zorn ging es gegen die sexuelle Prüderie, den protestantischen Puritanismus und den Muff des Unausgesprochenen. Der Horror des Justemilieu bei Antonia Baum sieht anders aus: Es ist die Gleichgültigkeit der permissiven Gesellschaft, die Lieblosigkeit der Patchworkfamilie, die Abgebrühtheit der Kulturschickeria, die selbstgefällige Angeberei der Highperformer, ihr heuchlerisches Engagement bei allen sozialen Fragen, kurzum: insgesamt eher eine linkshedonistische Hypokrisie, an der sich Antonia Baums Icherzählerin abarbeitet."

    Im Jahr 2000 verglich single-generation.de das Buch Elementarteilchen von Michel HOUELLBECQ mit Mars von Fritz ZORN. Während man HOUELLEBECQ seinen Furor allzu bereitwillig glauben wollte, wirft MANGOLD der Autorin Posertum vor. Die Maßstäbe erscheinen willkürlich und das Beispiel Helene HEGEMANN zeigte vor nicht allzu langer Zeit, wie daneben der Kulturbetrieb mit seinem Authentizitätszertifizierungswahn liegen kann.

    Auffällig ist dagegen, dass in der Generation @ die Patchworkfamilie jenes Familienmodell ist, an dem sich die Kontroversen entzünden.

     
       

    Antonia Baum in der Debatte

    LOTTMANN, Joachim (2011): Flaschen und Luschen.
    Am Ende gibt’s den Speisekartenständer: Der Hamburger Schriftsteller Joachim Lottmann besuchte für profil den Bachmann-Preis 2011 in Klagenfurt,
    in: Profil v. 12.07.

     
       

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    © 2002-2011
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 20. November 2011
    Update: 20. November 2011