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Ariadne von
Schirach: Der Tanz um die
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Aktuellster
Beitrag
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Ariadne von Schirach
in ihrer eigenen Schreibe
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SCHIRACH, Ariadne von (2005): Der Tanz um die Lust,
in: Spiegel Nr.42 v. 17.10.
- Kommentar:
Adel verpflichtet! Der Adel
greift nun auch in die bevölkerungspolitische Debatte ein und
erweitert damit sein Arbeitsfeld der Manieren auf das Gebiet der
Sexualpolitik.
"Je
pornografischer unsere Gesellschaft wird, desto mehr hat sie die
Lust an der Fortpflanzung verloren", behauptet deshalb unsere
junge Adelige.
Bereits
im Jahr 2001 hatten wir die
bevölkerungspolitische Wende dieser Debatte vorausgesagt.
Dass
kein Zusammenhang absurd genug sein kann, um
bevölkerungspolitische Eingriffe zu rechtfertigen, beweist der
Spiegel selber.
Am
24. März 1975 titelte dieses Blatt: "Mehr Sex - weniger Babys.
Sterben die Deutschen aus?" Bereits damals blickte uns der letzte
Deutsche an. Er mußte damals jedoch noch keine Rentner stemmen.
40
Jahre später wird genau das Gegenteil behauptet: weniger Sex -
weniger Babys.
In
beiden Fällen geht es jedoch um die Frage, wie die Entkopplung von
Sex und Fortpflanzung rückgängig gemacht werden kann.
Diese
sexualpolitische Debatte steht erst am Anfang,
bereits letzte Woche griff eine Adelige auf
diesem Gebiet ein und demnächst wird eine Adlige
Familienministerin, wobei dann nicht mehr Familienpolitik
(Verbesserung der Lage von schlechter gestellten Familien),
sondern Bevölkerungspolitik (Bestrafung von Kinderlosen) im
Mittelpunkt stehen wird.
Im
Oktober 2006 findet ein Soziologie-Kongress in Kassel statt. Sein
Thema "Die Natur der Gesellschaft". Dort wird die biopolitische
Wende verhandelt werden. Ganz sicher werden dort
bevölkerungspolitische Themen eine zentrale Rolle spielen.
In
der heutigen FAZ hat
Christian GEYER
zur Biologie als Leitwissenschaft dieser Gesellschaft Stellung
genommen.
Wir
sind sozusagen mitten in der Refeudalisierung der Gesellschaft.
Wie
weit diese Viktorianisierung der Gesellschaft betrieben werden
kann, das wird auch an den Singles liegen.
Vergangene
Woche hat der Sexualwissenschaftler SIGUSCH bereits das Ende des
sexuellen Zeitalters begrüßt.
Mit
dem Verschwinden der Jugendlichkeit, an der gerade gearbeitet
wird, werden wir endlich dort angelangt sein, wo wir keineswegs
hin wollten: in der Gerontokratie.
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Ariadne von Schirach:
Porträts und Gespräche
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SCHAAF, Julia (2007): Sex als Gebet.
Unsere Gesellschaft wird dominiert von Pornographie, glaubt
Ariadne von Schirach. Jetzt hat die Enkelin des Reichsjugendführers
der Beziehungsverwirrnis ein Buch gewidmet,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 25.02.
-
HEIER, Erik (2007): Die Frau von der Triebabfuhr.
Die 28-jährige Studentin Ariadne von Schirach hat ein
pornografisches Buch gegen die Pornografisierung der Gesellschaft
geschrieben. Wir haben sie in Berlin getroffen und versucht, dieses
Paradox aufzulösen,
in: TAZ v. 28.02.
- Inhalt:
HEIER porträtiert die von
Joachim
LOTTMANN und
Matthias MATUSSEK protegierte
Ariadne von SCHIRACH und charakterisiert das Buch folgendermaßen:
"Alles
nicht so aufregend.
Aber zeitgeistig, das schon.
Berlin, Berlin. So
ist auch der Sound ihres Buches. Reihenweise übliche Verdächtige für
den Hauptstadt-Hype. Die Clubs, die Bars. Das »Cookies« kommt vor,
das »103« auch. Das »Big Eden« nicht. Und dann die Leute. Da gibt es
keine Beamten, keine Maurer, keine Busfahrer. Stattdessen
Videokünstler, DJs, Models. Ein Journalist ist auch dabei, immerhin.
Jedenfalls meist Freiberufler.
Wir sind ja so frei. Frei von
festen Einkommen, frei von wirklichen existenziellen Nöten.
Digitale Boheme. Wir nennen
es Arbeit. Holm Friebe lässt
grüßen.
Bei der Sekundärliteratur, die die
Vielleserin vor allem in der ersten Buchhälfte meist kurz zitiert,
wird man das Gefühl nicht los, sie wollte vor allem zeigen: Hab das
Zeug gelesen, ehrlich.
Jörg Metelmanns Reader »Porno
Pop«,
Ulf Poschardts
»Cool«,
Martin Amis' »Pornoland«,
unvermeidlicherweise viel Michel Houellebecq. Walter Benjamin
aber auch.
(...).
Mit derlei Reflexionen im Rücken seziert Ariadne von Schirach das
Nachtleben von Leuten kurz vor dem Lebensabschnitt, in dem es ernst
werden müsste: mit dem Job, mit einer Beziehung, einer Familie. Aus
ihrem Freundeskreis destilliert sie pointierte Dialoge, fast eine
Soap in Buchform, »Sex in the Berlin-City«. (...).
Man redet vor allem über das Jagen. So nennt sie das Scannen,
Abschleppen, Nichtabschleppen. Ist schon übel, diese Postadoleszenz.
So wirre. (...).
Man
kann es aber auch mit Lottmann sagen: In der Jugend von heute wird
einfach zu viel im Kopf gebohnert und zu wenig mit dem Unterleib.
(...).
So ist das Buch gegen Ende, wenn aller wilder Thesenüberbau
abgearbeitet ist, die melancholische Bilanz eines Abschieds. Des
Abschied von einer Jugend, in der alles möglich schien und Spaß über
allem stand. Eines Abschieds, den man immer weiter vor sich hin
schiebt. Das könnte vor allem ein Berlinphänomen sein. Wegen der
Fluchtwege vor dem Erwachsenwerden, die diese Stadt öffnet wie keine
andere im Land."
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Klappentext
"Leben wir in einer
pornographischen Gesellschaft?
Nie war das
Angebot an Sex größer. Nie war die Flut der Bilder
größer. Befriedigung ist heute nur noch einen
Mausklick entfernt. Die Folge: In der Generation
Ego-Sex verweigern sich viele Männer, während Frauen
den Spieß umdrehen und selbst auf die Jagd nach Mr.
Right gehen …
Das Thema Sex, Liebe und Pornographie – endlich
einmal aus der Perspektive einer jungen Frau. Die
Berliner Philosophin Ariadne von Schirach, 28,
zeichnet das Porträt einer Generation auf der Suche
nach ihrer Identität und ihren Sehnsüchten. Klug,
ehrlich, provokant!
Jugend und
Schönheit sind die maßgeblichen Objekte der Begierde
in einer Gesellschaft, in der fast alles, auch Sex,
käuflich ist. Wie ist erotische Begegnung noch
möglich in dieser überästhetisierten Welt? Wie
inszenieren wir uns als begehrenswert, und wie
können wir selbst noch begehren? Die 28-jährige
Ariadne von Schirach, prominente Vertreterin einer
neuen Jugend, widmet sich diesen Fragen – und findet
kluge, überraschende, provozierende Antworten. Sie
denkt nach über Pornographie, erotische Strategien,
heutige Formen der Jagd nach einem Sexualpartner.
Und wagt die These, dass der einzige Ausweg aus der
ästhetischen Entfremdung – immer noch und immer
wieder – in der Liebe liegt, im Wagnis echter
Begegnung. Philosophische, gesellschaftliche und
ganz private Gedanken zu einem Thema, das die
Menschen über alle Zeiten hinweg antreibt und
bewegt: das Thema Sex und Liebe."
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Beiträge von
single-generation.de zum Thema
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Das Buch in der Debatte
- Neu:
PASTÖTTER,
Jakob (2007): Generation Porno.
Schmuddelfilme als Vorbild: Die Gewalt in Hardcore-Videos
beeinflusst das Sexleben von Jugendlichen in Deutschland,
in: Tagesspiegel v. 04.03.
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Weiterführende
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