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Das Buch in der Debatte
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LÜCKERT, Katja (2010): Fräuleinwunder in Berlin.
Die Aufregung um den Roman der 17-jährigen Autorin Helene Hegemann.
Florian Illies im Gespräch,
in: DeutschlandRadio v. 25.01.
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HILL, Karoline (2010): Schrei nach Beachtung.
Die 17-Jährige Helene Hegemann sorgt mit ihrem
Skandalroman "Axolotl Roadkill" für Aufsehen. Was sagt eine
fast Gleichaltrige dazu?
in: Freitag Online v. 04.02.
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SCHMETKAMP, Susanne (2010): Futter für die infantile
Gesellschaft.
Warum ärgern sich so viele über den Hype um Helene
Hegemann? Weil ihr Roman einen Nerv der Zeit getroffen hat.
Ein Kommentar,
in: Zeit Online v. 05.02.
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TSP (2010): Mix it.
Plagiatsvorwürfe gegen Helene Hegemann,
in: Tagesspiegel v. 08.02.
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LOVENBERG, Felicitas von (2010): Originalität gibt es nicht - nur
Echtheit!
Mit siebzehn Jahren hat die Schriftstellerin Helene Hegemann das
beeindruckende Buch "Axolotl Roadkill" geschrieben: Nun wirft man
ihr vor, sie habe einen anderen Autor plagiiert,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.02.
- Infos zu:
Felicitas von
Lovenberg - Autorin der
Generation Golf
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SONNABEND, Lisa (2010): Blogger entlarvt Fräuleinwunder.
Schönes Buch mit Makel: Der Blogger Deef Pirmasens deckt auf, wie
Jungstar Helene Hegemann für ihren Bestseller Axolotl Roadkill
kopiert hat,
in: sueddeutsche.de v. 08.02.
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HUGENDICK, David (2010): "Total gedankenlos und egoistisch".
Zeitgeist oder Plagiat? In ihrem bejubelten Romandebüt hat sich
Helene Hegemann bei einem anderen Autor bedient,
in: Zeit Online v. 08.02.
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HAAS, Daniel (2010): Kreativität ohne Reinheitsgebot.
Helene Hegemann, der neue Shootingstar der Literatur, hat
abgeschrieben. Na und? Das haben schon ganz andere vor ihr getan.
Die Plagiatsdebatte um ihren Roman "Axolotl Roadkill" ist naiv:
Publikum und Kritiker wollen hinter die Errungenschaften der Moderne
zurück,
in: Spiegel Online v. 08.02.
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POKATZKY, Klaus (2010): Verweis auf die Webkultur ist "naiv".
Zürcher Literaturwissenschaftler findet Ansatz der jungen Autorin
wenig originell. Gespräch mit Philipp Theison,
in: DeutschlandRadio v. 08.02.
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MICHALZIK, Peter (2010): Mieter im eigenen Kopf,
in: Frankfurter Rundschau v. 09.02.
- Inhalt:
Für
Peter MICHALZIK, der das
Buch erst in der
vergangenen Woche besprochen hat, bleibt das Buch
nach den Plagiatsvorwürfen das gleiche, aber er sieht es mit
anderen Augen:
"Das
Buch bleibt das gleiche, die Autorin ist auch weiterhin
enorm talentiert. Aber ein Untermieter, als den sie sich in
der Rechtfertigung bezeichnet, muss doch Mietzins
entrichten. Der wird nun darin liegen, dass sich weniger
Exemplare ihres Buchs verkaufen. Auch für die Kritik, wir
geben es gerne zu, liegt etwas Peinliches in dem Vorgang.
Wer ehrlich ist, wird das Gefühl, jemandem auf den Leim
gegangen zu sein, nicht verleugnen wollen.
Der Fall erinnert daran, dass Helene Hegemanns wesentliche
Leistung vielleicht darin besteht, eine Erfahrung von der
Sub- in die Hochkultur (schau an, die beiden gibt´s ja doch
noch!) transponiert zu haben. Deswegen haben wir
Kulturzirkel davon überhaupt Notiz genommen. Auch das
bedeutet: Das Buch bleibt das gleiche, aber wir schauen es
jetzt mit anderen Augen an."
-
WINKLER, Willi (2010): Untermieter im eigenen Kopf.
Die junge Erfolgsautorin Helene Hegemann will für ihr Buch "Axolotl
Roadkill" bewusst abgeschrieben haben. Das sei schließlich die
Technik ihrer Generation. Geht so Sowjetpropaganda?
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.02.
- Infos zu:
Willi Winkler - Autor der
Single-Generation
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APIN, Nina (2010): Axolotl Remix.
Plagiat: Die gefeierte Jungautorin Helene Hegemann soll für ihren
Roman "Axolotl Roadkill" aus einem Blog abgeschrieben haben. Sie
selbst spricht vom "Recht auf Kopie",
in: TAZ v. 09.02.
-
KILB, Andreas (2010): Entriegelung der Sinne.
Vom "poète maudit" zur verfluchten Poetin: Die junge Autorin
Helene Hegemann hat sich von dem Roman "Strobo" des Bloggers Airen
inspirieren lassen. Was taugt die Vorlage?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.02.
-
GÜNTNER, Joachim (2010): "Total legitim".
Kann Plagiat denn Sünde sein?
in: Neue Zürcher Zeitung v. 09.02.
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dirk-vongehlen (2010): Die Verteidigung des Remix gegen den Betrug.
In der Debatte um die Abschreiberin Helene Hegemann verrutschen
selbst renommierten Autoren die Begriffe. Zeit für eine
Klarstellung,
in: jetzt.sueddeutsche.de v. 09.02.
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christina-waechter (2010): "Das sind immer noch zwei
unterschiedliche Bücher".
Gespräch mit Frank Maleu, "Strobo"-Verleger,
in: jetzt.sueddeutsche.de v. 09.02.
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fabian-fuchs & johanna-kempter (2010): Die Sehrjungautorin.
Typologie eines Kulturspektakels.
Nur mal theoretisch: Wenn man einen kleinen Buchskandal
inszenieren müsste, wie würde dann das perfekte Personal dafür
aussehen? Vielleicht zufällig so?
in: jetzt.sueddeutsche.de v. 09.02.
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DELL, Matthias (2010): Die Kehrseite des Hypes.
Vor zwei Wochen wurde die 17-jährige Helene Hegemann samt ihres
Romandebüts "Axolotl Roadkill" gefeiert. Nun muss sie sich
Plagiatswürfe gefallen lassen. Ein Zusammenhang,
in: Freitag Online v. 09.02.
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BUCHNER, Kathrin (2010): Plagiatsdiskussion um "Axolotl Roadkill".
"Das Original wurde unter Schmerzen geschrieben". Gespräch mit
Frank Maleu,
in: Stern Online v. 09.02.
-
DIENER, Andrea (2010): Zwischen Gesetz, Moral und Remix: Das
Plagiat,
in: faz.blog v. 10.02.
-
KAUBE, Jürgen (2010): Germany's Next Autoren-Topmodel.
Hat Helene Hegemann selbst geschrieben oder nur selbst
abgeschrieben? Ihr Roman "Axolotl Roadkill" dokumentiert
weit über Plagiatsfragen hinaus die Verkommenheit des
Betriebs, der sie feiert,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.02.
- Infos zu:
Jürgen Kaube - Autor der
Single-Generation
-
KAMINER, Wladimir (2010): Der herbe Lohn der Kopie.
Plagiate: Helene Hegemann hat für ihren Roman "Axolotl
Roadkill" abgeschrieben. Wladimir Kaminers Sohn für eine
Englischarbeit. Beide bekamen einen Tadel. Warum nur?
in: TAZ v. 10.02.
- Infos zu:
Wladimir
Kaminer - Autor der
Generation Golf
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BAUMGARTNER, Edwin (2010): "Axolotl" oder: Eine Verblendung.
Eine 18-jährige Autorin mutiert innerhalb weniger Monate
vom Star zur Buhfrau der deutschen Literatur,
in: Wiener Zeitung v. 10.02.
-
RÖHL, Bettina (2010): Hegemann - wieviel Plagiat verträgt
die Literatur?
in: Welt Online v. 10.02.
- Infos zu:
Bettina Röhl - Autorin der
Single-Generation
-
SCHÄFER, Ulrike (2010): Plagiatsvorwürfe gegen Helene
Hegemann.
Fördert das Internet den Ideenklau?
in: Stern Online v. 10.02.
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GRAFF, Bernd (2010): Paradies der falschen Vögel.
"Ablösung von diesem ganzen Urheberrechtsexzess": Im
Streit um Helene Hegemanns Kulturtechnik des Zitats geht es
um mehr als Kopieren. "Mashups" kolportieren, was das Zeug
hält,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.02.
-
STEINFELD, Thomas (2010): Ich bin in Berlin. Es geht um meinen Wahn.
Die Autorin von Axolotl Roadkill war gezwungen, abzuschreiben:
Nur so konnte sie verbergen, was ihr fehlt. Dieses Buch ist
Pornographie, keine Literatur,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.02.
- Infos zu:
Thomas Steinfeld - Autor der
Single-Generation
-
SUCHSLAND, Rüdiger (2010): Die Lehren der Helene Hegemann.
Abschreiben ist was andres,
in: Telepolis v. 11.02.
-
RÜTHER, Tobias (2010): Das habe ich erlebt, nicht Helene Hegemann.
Der bestohlene Blogger Airen im Gespräch,
in: faz.net v. 11.02.
-
KULISH, Nicholas (2010): Author, 17, Says It's "Mixing", Not
Plagiarism.
in: New York Times v. 11.02.
-
HEINE, Matthias (2010): Die heilige Helene der Textblößen:
Warum alte Männer sie hassen.
Der Fall Hegemann rührt an einen ewigen Konflikt,
in: Welt v. 12.02.
- Anmerkungen:
Der Popper Matthias HEINE
(flankierte in der Vergangenheit jede Wende des
Feuilletons zum Neubürgerlichen mit Artikeln, ob gerade
Infantilismus bekämpfen
angesagt war oder
Religion zum radikal chic des
Neocons erklärt wurde) beschimpft seine
Altersgenossen, denn er gehört selber zu den "alten
Männern" der
Single-Generation, die
einerseits HEGEMANN hypten (z.B. Maxim BILLER oder Peter
MICHALZIK) und andererseits ob des Plagiats kritisierten
(z.B. Willi WINKLER oder Jürgen KAUBE). Es handelt sich
denn auch nicht um einen Generationenkonflikt oder einen
ewigen Konflikt zwischen Jung und Alt, sondern um die
üblichen
Style-Wars in der Popmoderne,
Marke
Spaßgesellschaft 2.0. Das
Kulturestablishment bleibt bei dieser Debatte auf
alle Fälle unter sich...
-
GRAFF, Bernd (2010): Die Kirche im Berghain lassen.
Eigentlich wäre jetzt Schweigen angebracht. Doch das
Geschwurbel ums tote Axolotl der Plagiatorin Hegemann geht
ungebremst weiter,
in: sueddeutsche.de v. 12.02.
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KNIPPHALS, Dirk (2010): Der Fall Hegemann geht weiter.
Axolotl Roadill: "Diese junge Frau ist extrem begabt":
Trotz der Plagiatsvorwürfe steht die Autorin Helene Hegemann
auf der Shortlist zum Preis der Leipziger Buchmesse. Wie
sensibel die Öffentlichkeit auf literarische Hypes reagiert,
kann man dennoch befriedigt feststellen,
in: TAZ v. 12.02.
-
SZ (2010): Vom Wunderkind zum Dussel.
Kritiker zu Helene Hegemanns Plagiat,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.02.
- RAPP, Tobias (2010): Aus
Ernst wird Spiel.
Im Internet und in einem Buch beschrieb ein Berliner
Blogger, wie er sich in einer Subkultur aus Sex und Drogen
verlor. Nun sind seine Erlebnisse in ein anderes Buch
eingeflossen, das in der Bestsellerliste gelandet ist.
Gefeiert wird die 17-jährige Helene Hegemann,
in: Spiegel Nr.7 v. 13.02.
- SCHMITZ, Rainer (2010):
Wunderkind abgestürzt.
Auf den Leim gegangen: Der Fall der Autorin Helene
Hegemann verrät weniger über Ideenklau als über den Zustand
deutscher Feuilletons,
in: Focus Nr.7 v. 13.02.
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SCHAPER, Rüdiger (2010): Schreib's auf, schreib's ab.
"Axolotl Roadkill" ist ein Präzedenzfall, wie der Titel
nahelegt. Roadkill, das sind überfahrene Tiere am
Straßenrand. Das Copyright gehört zu den Kollateralschäden
auf globalen digitalen Rennstrecken. Das macht die
Hegemann-Debatte so signifikant,
in: Tagesspiegel v. 13.02.
-
ZURHEIDE, Jürgen (2010): "Jeder kann sein eigenes Süppchen
aus dieser ganzen Affäre kochen".
Journalist Hajo Steinert im Gespräch über die
Plagiatsvorwürfe gegen Jung-Autorin Hegemann,
in: DeutschlandRadio v. 13.02.
-
ANONYMER KRITIKERPROMI (2010): Das Recht auf Reinheit.
Hegemann-Airen-Geschichte,
in: Frankfurter Rundschau v. 13.02.
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SUNDERMEIER, Jörg (2010): Pikante Stellen.
Literatur: Plagiat oder nicht? Darum geht es bei "Axolotl
Roadkill" gar nicht. Die Debatte um Helene Hegemann legt den Zustand
der Literaturkritik bloß,
in: TAZ v. 13.02.
-
MUEHLBAUER, Peter (2010): Ist Axolotl Roadkill
Jugendanscheinspornographie?
Auch wenn die siebzehnjährige Autorin die sexuellen Exzesse in
ihren Buch nur aus anderen Schilderungen übernahm, ging das deutsche
Feuilleton offenbar davon aus, dass es sich um Erlebnisse einer
Minderjährigen handelt,
in: Telepolis v. 13.02.
-
MARTENSTEIN, Harald (2010): Kempowski statt Hegemann,
in: Tagesspiegel v. 14.02.
- Infos zu:
Harald
Martenstein - Autor der
Single-Generation
-
EWERT, Laura (2010): Fall Hegemann: Teenager sollen scheitern,
in: Welt am Sonntag v. 14.02.
-
WEIDERMANN, Volker (2010): Hegemann,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.02.
- Infos zu:
Volker Weidermann - Autor der
Generation Golf
-
BARTELS, Gerrit (2010): Warum sich Literatur und Clubkultur
nicht vertragen.
Die Sprache der Nacht: Hegemann, Airen, Rainald Goetz,
in: Tagesspiegel v. 15.02.
- Anmerkungen:
Gerrit BARTELS unternimmt anlässlich
der Debatte um Helene HEGEMANN ("Axolotl Roadkill") und
den "Roman
Strobo" des Bloggers
Airen einen Streifzug durch die
(Techno-)Clubkulturromane
von Rainald GOETZ ("Rave")
über Martin SCHACHT ("mittendrin"
und
"Straßen der Sehnsucht")
bis zu Rainer SCHMIDT ("Liebestänze"), nur um zu belegen,
dass Literatur und Clubkultur nicht wirklich
zusammenpassen. Einzig dem Roman
"Geschäftsjahr 1968/69"
von Bernd CAILLOUX als Erinnerung an die "Urszene der
Clubkultur" und mit Abstrichen "Rave" kann BARTELS etwas
abgewinnen.
Dumm
nur, dass AIREN "Strobo" gar nicht als Roman versteht, wie
er im
FAZ-Gespräch
mit Tobias RÜTHER (12.02.) erzählt:
"Du
gehst in den Club, kommst raus und wirst langsam wieder
klar, dann fallen dir die ganzen Sachen wieder ein, dann
bildest du dir die Geschichte von selbst noch mal nach.
Aber es ist kein Roman: Es ist (...) eine Art
Live-Biographie. Wir haben gehofft, dass die Leute das
auch kapieren: Es ist nicht irgendein Techno-Roman, den
sich jemand ausgedacht hat, sondern echt."
Es
handelt sich um die Schilderung von Erlebnissen, denen
fälschlicherweise das Etikett "Roman" verpasst wurde,
weswegen BARTELS mit seiner Kritik an "Strobo" ins Leere
zielt:
"Die
Nacht, der Exzess, das Clubben, sie alle entziehen sich
jedoch immer wieder einer konsistenten Erzählung. Das
Flüchtige des Pop und der Anspruch der Literatur,
Beständigkeit und Dauer herzustellen, passen nicht
wirklich zusammen, und eine krasse Berghain-Szene an die
andere zu reihen, wie es Airen in seinem "Strobo"-Roman
macht, ist auf Dauer ermüdend. Dahinter verschwindet allzu
schnell die von Airen angedeutete Sehnsucht des jungen
Mannes, aus seinem Dasein zwischen Unternehmensberatung
(tagsüber) und den Exzessen im Berghain (nachts) endlich
ausbrechen zu können. Irgendwann kennt man das Berghain,
weiß, was dort passiert, man will mehr: die Begründung,
warum das einer alles erzählt, worin seine Notwendigkeit
besteht."
Wenn
AIREN sein Werk als "Live-Biographie" beschreibt, dann
wäre hier die Biografieforschung gefragt, denn auch
Biographien haben ihre Tücken: z.B. die Sache mit der
Echtheit...
-
MARTIN, Marko (2010): Die Sache mit der Authentizität,
in: Welt v. 15.02.
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Don Alphonso (2010): Der vergessliche Herr Weidermann,
in: rebellmarkt.blogger.de v. 15.02.
- Inhalt:
Der Blogger
Don Alphonso kritisiert,
dass Volker
WEIDERMANN bei der gestrigen Verteidigung von "Axolotl
Roadkill" den Lesern der gestrigen FAS nicht
mitteilt, dass er in der
Jury
gesessen hat, die Helene HEGEMANN für den Leipziger
Buchpreis nominiert hat.
-
WEYH, Florian Felix (2010): Der Fall Hegemann.
Literaturkritik als Teil enthemmter Marketingstrategien,
in: DeutschlandRadio v. 16.02.
-
ALBERS, Sophie (2010): Warum der Lektor nicht einfach
gegoogelt hat.
In der Diskussion um Helene Hegemanns Mix-Roman "Axolotl
Roadkill" wird auch den Lektoren im Verlag Versagen
vorgeworfen. Aber was sind eigentlich deren Aufgaben?
in: Stern Online v. 16.02.
-
WEGMANN, Thomas (2010): Die Leihen des jungen W.
Auch du, Goethe: Erfolgreiche Jugendliteratur war schon
immer ein bisschen abgeschrieben,
in: Tagesspiegel v. 16.02.
-
FISCHER, Karin (2010): Die Internetkultur sampeln.
Gespräch mit Ines Dettmann,
in: DeutschlandRadio v. 17.02.
-
FLORIN, Christiane (2010): Axolotl overkill.
Plagiat - Der Fall Hegemann blamiert die Buchkritiker:
Auch gebildete Menschen fallen auf die billigen
Marketingtricks der Verlage herein,
in: Rheinischer Merkur Nr.7 v. 18.02.
- Infos zu:
Christiane Florin - Autorin der
Generation Golf
ZEIT-Titelgeschichte:
Die Kunst des Täuschens.
Der Fall Helene Hegemann stellt die Gretchenfrage: Was ist Literatur,
was geistiger Diebstahl? Die junge Autorin hat abgeschrieben und
machte damit nichts anderes als Büchner, Brecht und Thomas Mann |
-
RADISCH, Iris (2010): Die alten Männer und das junge
Mädchen.
Warum das männliche Kulturestablishment auf Helene
Hegemann einschlägt,
in: Die ZEIT Nr.8 v. 18.02.
- Infos zu:
Iris Radisch - Autorin der
Single-Generation
-
JOFFE, Josef (2010): Über das Plagiat.
Abgeschrieben wurde schon immer. Schlimm genug,
in: Die ZEIT Nr.8 v. 18.02.
-
KÜMMEL, Peter (2010): Autor und Über-Autor.
Was hat Helene Hegemann mit dem deutschen Theater zu tun?
Sie hat dort gelernt, den Begriff des Urhebers neu zu
definieren: Der Urheber ist nur derjenige, der uns allen das
»Material« liefert,
in: Die ZEIT Nr.8 v. 18.02.
-
GRAF, Jürgen (2010): Literatur an den Grenzen des
Copyrights.
Helene Hegemann schrieb nicht ab, sondern verfasste einen
Montagetext – und sie hat berühmte Vorgänger wie Bertolt
Brecht, Thomas Mann, Georg Büchner und Elfriede Jelinek,
in: Die ZEIT Nr.8 v. 18.02.
-
MANGOLD, Ijoma (2010): "Ich bin ein bibliomanischer
Schreiber".
Ein Gespräch mit Thomas Meinecke, dem Altmeister des
literarischen Samplings, über Montage, Plagiat und andere
literarische Ab- und Umschreibetechniken,
in: Die ZEIT Nr.8 v. 18.02.
- Infos zu:
Thomas Meinecke - Autor der
Single-Generation
- MAUS, Stephan (2010): Klauen
mit Ansage.
Erst wurde sie als literarisches Wunderkind der Saison
gefeiert, dann konfrontierte man sie mit Plagiatsvorwürfen.
Nun wird der Jungautorin Helene Hegemann ein Hexenprozess
gemacht. Zeit, den Fall genauer zu betrachten,
in: Stern Nr.8 v. 18.02.
-
BARTELS, Gerrit (2010): Axolotl Overkill.
Der Hegemann-Wahnsinn geht in seine nächste, vermutlich
letzte Runde - mit einem einmaligen Vorgang: Der
Ullstein-Verlag legt offen, wo Helene Hegemann abschrieb –
und sich inspirieren ließ,
in: Tagesspiegel v. 18.02.
-
DIECKMANN, Dorothea (2010): Jüngstes Trauma der Kritik.
Räderwerk: Der Literaturbetrieb läuft heiß und verheizt eine
Debütantin: Der Fall der Helene Hegemann – eine
Missbrauchsgeschichte,
in: Freitag v. 18.02.
- Anmerkungen:
"Diese so extreme wie repräsentative
Opfergeschichte umgibt ein soziokulturelles Panorama des
ersten Millenniumsjahrzehnts, wie es nur eine wirklich
kluge, wirklich beschädigte und wirklich junge Frau eröffnen
kann",
meinte Dorothea DIECKMANN in ihrer
Rezension 4 Tage bevor die Plagiatsvorwürfe bekannt wurden
in der
NZZ.
Die Gleichsetzung von Autorin und Protagonistin treibt die
schäumende Literaturkritikerin ("die für eine dreistellige
Summe über Hegemann" schreiben musste, "die derweil eine
mindestens achtstellige Summe anschafft") im Meinungsmedium
noch auf die Spitze:
"Man
braucht nicht viel Psychoanalyse, um im Hass auf die tote
Mutter und in der Selbstentblößung vor einem gleichgültigen,
abwesenden Vater, hinter dem eine ganze gleichgültige
Gesellschaft steht, die Verbindung zwischen Helenes/Miftis
Mädchenschicksal und dem Wahnsinn zu sehen, der über der
Autorin hereingebrochen ist." Die "Entladung eines
traumatisierten Bewusstseins" soll der Roman sein und
HEGEMANN eine "traumatisierte Halbwüchsige".
Es
ist aber gerade diese Art von Psychologismus gegen den sich
der Roman verwahrt. Die schäumende Literaturkritikerin, die
sich zum Opfer des
Hochkulturfeuilletons
stilisiert ("weil die NZZ (...) es für nötig befand, und das
wiederum, weil das Buch beim Riesen Ullstein erschien und
nicht da, wo es doch hingehörte: in einen
Undergroundverlag"), sitzt im Grunde der Popmoderne auf:
nämlich der
Popdialektik in der Nachfolge der 68er.
Mit
Helene HEGEMANN hat sich das Generationenkarussell eine
Runde weiter gedreht. Im Gegensatz zum Puppietum eines
Michel HOUELLEBECQ oder eines Maxim BILLER verhält es sich
bei HEGEMANN wie der Punk zum Punkrock oder wie die Sex
Pistols zu Nirvana. Der Artikel im FREITAG sagt
mehr über Dorothea DIECKMANN als über Helene HEGEMANN aus.
-
KRAUSE, Philip (2010): Literatur im Geiste des Copy & Paste.
Die 17-jährige Helene Hegemann löst mit ihrem neuen Roman
„Axolotl Roadkill“ eine intensive Debatte aus. Darin haben
sich bisher aber fast nur ältere Kritiker zu Wort gemeldet,
in: Literaturkritik.de v. 19.02.
-
HEIDENREICH, Elke (2010): Helene und die Brotgelehrten.
Der Fall Hegemann zeigt: Das Feuilleton schreibt nur noch
füreinander, jeder will der Gescheiteste und Arroganteste sein. Der
Leser ist den Kritikern egal. Aber er kann sich wehren,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.02.
- Infos zu:
Elke Heidenreich - Autorin der
68er-Generation
-
RABE, Jens-Christian (2010): Das Dokument zur Debatte.
Was im Quellenverzeichnis zu Helene Hegemanns Bestseller
steht,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.02.
- Inhalt:
RABE bemängelt einzig, dass ein
vielfach zitierter Axolotl-Roadkill-Satz im
Quellenverzeichnis nicht hinreichend als Zitat
gekennzeichnet wird:
"Bemängeln
könnte man allenfalls, dass Ullstein mit der Formulierung
»S.49: Modifizierte Leserkommentare von Makita ( . . . )«
doch etwas leichthändig über die Tatsache hinwegtäuscht,
dass zum Beispiel der vielfach zitierte
Axolotl-Roadkill-Satz: »Ich hingegen erfreue mich an der von
mir perfekt dargestellten Attitüde des arroganten,
misshandelten Arschkindes, das mit seiner versnobten
Kaputtheit kokettiert und die Kaputtheit seines Umfeldes
gleich mit entlarvt.« - dass also dieser Satz schlicht nicht
von Helene Hegemann ist. Sie hat nur die Worte »von mir«
eingefügt, alles andere ist identisch mit der Formulierung
der Kommentatorin »Makita« auf der Internet-Seite
www.kurzgeschichten.de."
-
BARTELS, Gerrit (2010): Hegemann-Wahnsinn geht weiter.
Der Ullstein Verlag feierte im Berliner Tresor den 18.
Geburtstag von Helene Hegemann und die Veröffentlichung
ihres Romans „Axolotl Roadkill“, dem Buch, das seit zwei
Wochen Gott, die Welt und vor allem den Kultur- und
Literaturbetrieb bewegt,
in: Tagesspiegel v. 20.02.
-
ZYLKA, Jenni (2010): Endlich voll!
Skandalautorin Hegemann wird 18,
in: Spiegel Online v. 20.02.
- Infos zu:
Jenni Zylka - Autorin der
Generation Golf
-
KÄMMERLINGS, Richard (2010): Willkommen im Club.
Hegemanns Buchpräsentation,
in: faz.net v. 20.02.
- Infos zu:
Richard
Kämmerlings - Autor der
Generation Golf
-
Don Alphonso (2010): Das Versagen des heiligen Feuilletons
deutscher Nation vor dem Westviertel,
in: faz.net/blogs v. 20.02.
-
CASSIER, Philip (2010): Mit Lurch hinter Gittern,
in: Welt am Sonntag v. 21.02.
- HAGE, Volker (2010): Tanz der
Texte.
War da was? Helene Hegemann feiert und liefert die
Quellen für ihren Roman nach,
in: Spiegel Nr.8 v. 22.02.
-
KNIPPHALS, Dirk (2010): Ein Moment flirrender Erkenntnis.
Literaturbetrieb: Wer nahe genug dran war, für den war bei der
Ullstein-Party das Phänomen Helene Hegemann kurz ganz greifbar,
in: TAZ v. 22.02.
-
LUTZ, Cosima (2010): Helene Hegemann endlich hinter Gittern.
Die Autorin feierte Geburtstag und den Erfolg ihres
Bestsellers "Axolotl Roadkill",
in: Welt v. 22.02.
-
MÜLLER, Tobi (2010): Im "Tresor" bei Tanz und Zuckerwatte,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.02.
-
SEIBT,
Gustav (2010): Anything Ghost.
Helenes 18. Birthday - eine Coverversion,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.02.
- Infos zu:
Gustav Seibt - Autor der
Single-Generation
-
VOGEL, Sabine (2010): Lollies statt Ketamin.
Helene Hegemann darf jetzt offiziell Zigaretten rauchen.
Sie feierte ihren 18. Geburtstag und den Erfolg ihres
Debütromans im Technoclub Tresor,
in: Berliner Zeitung v. 22.02.
-
HEIDBÖHMER, Carsten (2010): Kindergeburtstag im
Raubtierkäfig.
Die umstrittene Autorin Helene Hegemann feierte am
Freitag in einem Berliner Club ihren 18. Geburtstag.
Allerdings nicht im Kreise ihrer Freunde. Lieber las sie vor
rund 1000 Gästen aus ihrem Buch "Axolotl Roadkill". Es war
der traurige Abend einer zu früh Gereiften,
in: Stern Online v. 22.02.
-
GRÜNBEIN, Durs (2010): ""Plagiat"".
Eine Wortmeldung,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.02.
- Anmerkungen:
"Begriffe wie Menschen, alles was nicht fühlt, dass
dieses Buch jenseits der Nachprüfung steht und aller literarischen
Intellektualismen. Dass von ihm jene erregende Sicherheit ausgeht,
dass sich etwas Notwendiges und Neues unausweichlich auf einen
zubewegt, jenes »Lawinengefühl«, wie ich es nennen möchte, das
aufsteigt aus der großen amerikanischen Epik, sei es »Fänger im
Roggen« oder dem Montageroman der Beatniks. Ob dabei die
Handlungsorte aus der Netzliteratur oder dem Nibelungenlied stammen,
das tritt wohl ganz vor dem zurück, dass jeder Satz und jeder Dialog
durchatmet und durchströmt wird von der Inspiration einer großen
Schöpferin",
preist
angeblich der Lyriker Durs GRÜNBEIN
das Buch "Axolotl Roadkill" von Helene HEGEMANN. In Wirklichkeit
handelt es sich um einen
Text von Gottfried BENN, der durch
die Nennung des
"Fängers im Roggen" und die
Beatnikromane den Anschein von Aktualität erwecken sollte.
"Wie
du immer mal wieder »sozusagen« an Satzenden anbaust, überhaupt der
Trick, mit Füllwörtern intellektuelle Sätze verworren und atemlos zu
machen - beeindruckend, Mifti!" heißt es dagegen im Roman auf
Seite 45 lapidar über den hochgelobten "Hegemann-Sound" (Maxim
BILLER).
-
KÄMMERLINGS, Richard (2010): Das "Plagiat"-Plagiat.
Warum haben Sie geklaut, Herr Grünbein?
in: faz.net v. 23.02.
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AUGSBURG, Jörg (2010): "Authentisch war schon Hitler"...
...sangen Kettcar auf ihrem letzten Album. Echtheit ist sowas wie
das ungeschriebene Gesetz der Popkultur. Aber wie "authentisch" ist
sie denn wirklich?
in: Freitag Online v. 23.02.
-
MALE, Eva (2010): Attitüde des arroganten Arschkindes.
Das ungestüme Romandebüt von Helene Hegemann wurde in
Berlin just an ihrem 18.Geburtstag vorgestellt. Ein nicht
nur sprachliches Feuerwerk. Die Massen sind in Berlins
legendären Technoclub Tresor gestürmt,
in: Die Presse v. 23.02.
-
RABE, Jens-Christian (2010): Im Datenhagel der Verweishölle.
Der Schriftsteller Thomas Meinecke über den Zusammenhang von
Literatur und humpelnden Beats,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.
-
MÜLLER, Burkhard (2010): Das Gesicht der Anonymität.
Helene Hegemann begeht ein Eigentumsdelikt von paradoxer Art,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.
-
GEHLEN, Dirk von (2010): Das Genie in der Krise.
Remix, Mashup, Plagiat: Zeit für eine Begriffsklärung,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.
-
SCHMIDT, Christopher
(2010): Klau ist Klau.
Was führen die eigentlich für ein ödes Leben? Feridun Zaimoglu über
Literaturkritik, popkulturelle Missverständnisse und die Fräuleins der
Saison,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.
-
MEINHOLD, Philip (2010): Tropfende Sabberfäden.
Die Jugend von Morgen: Das brisante Romandebüt einer Zwölfjährigen,
in: TAZ v. 24.02.
- Anmerkungen:
Die aufgebrachte Literaturkritikerin Dorothea
DIECKMANN prophezeite
in der Wochenzeitung FREITAG:
"die
nächste (...) wird wieder weiblich - doch ich fürchte, nicht siebzehn,
sondern dreizehn sein".
MEINHOLD
präsentiert nun eine zwölfjährige Autorin. Das ist nichts als die
Wahrheit!
-
WITTSTOCK, Uwe (2010): Grünbein baut ab,
in: Welt v. 24.02.
-
WEIXLER, Antonius (2010): Ein authentischer Diebstahl.
Der Fall Hegemann und die Authentizität,
in: Literaturkritik.de v. 24.02.
-
LIPPITZ, Ulf (2010): Lässt er Helene Hegemann rein
Sven Marquardt, Türsteher des Berliner Clubs Berghain, über seine
Einlasspolitik,
in: ZEIT-Magazin Nr.9 v. 25.02.
-
HENSEL,
Jana (2010): Falsche Freunde.
Ursprünglich war ich zu der Buchpremiere von Axolotl Roadkill
gegangen, um meine – bitte lachen Sie jetzt nicht – Plagiatsvorwürfe
höchstpersönlich vorzutragen,
in: ZEIT Nr.9 v. 25.02.
-
KRAUSE-BURGER, Sibylle (2010): Die Legende von der frommen Helene.
Das große Theater um den Roman "Axolotl Roadkill" belegt die
Langeweile der Literaturkritiker,
in: Tagesspiegel v. 25.02.
- Anmerkungen:
Jeder darf mal in die Zeitung! Wer findet die
jüngste zukünftige Autorin heißt das neue Lieblingsspiel der
HEGEMANN-Kritiker. Die schäumende
Dorothea DIECKMANN prophezeite eine
13Jährige. Die taz
konterte mit einer 12Jährigen und KRAUSE-BURGER wettet auf eine
7Jährige. Alle viel zu alt: demnächst schreibt bereits ein Fötus
seine Memoiren aus dem Mutterleib! Und die Talkshow wird direkt aus
dem Uterus gesendet: Dort unterhalten sich seine Geschwister über
ihren frühreifen Altersgenossen.
-
THEISOHN, Philipp (2010): Nennt das Kind beim Namen.
Die Debatte um die Plagiatsvorwürfe gegenüber Helene Hegemanns
Roman zeugt von vielfacher Ignoranz,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 25.02.
-
HASLINGER, Josef (2010): An den Quellen der Literatur.
Ein musikalischer Remix trägt keine Fußnoten. Was aber, wenn es
sich um Literatur handelt? Über Originale und Plagiate - Ein Essay,
in: Der Standard v. 27.02.
-
WEITIN, Thomas (2010): Eigentümlich genial.
Schon Aristoteles erklärte die Nachahmung zum Grundprinzip der
Dichtung - Historische Anmerkungen zu einer aktuellen Debatte,
in: Der Standard v. 27.02.
-
FÖDERL-SCHMID, Alexandra (2010): Der Hegemann-Hype im Feuilleton.
Die überhitzte Debatte über Helene Hegemanns Roman legt die
Mechanismen des Literaturbetriebs und der Medienkultur bloß,
in: Der Standard v. 27.02.
-
ANDERSON, Sascha (2010): Von einem der auszog, das Abschreiben zu
lernen,
in: Neues Deutschland v. 27.02.
-
KRAUSE, Tilman (2010): Hegemann und die Herren mittleren Alters,
in: Welt v. 27.02.
- STEPHAN, Cora (2010): Wahre Autoren
verzweifelt gesucht.
Das Menschenrecht auf kostenlose Information macht alle arm:
Schriftsteller, Journalisten, Verlage und Leser,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.02.
-
BITTERMANN, Klaus (2010): Das Plagiat ist notwendig.
Es hegemanntelt immer noch gewaltig im Feuilletong,
in: junge Welt v. 01.03.
-
MARTENSTEIN, Harald (2010): Hegemann und Airen im Textvergleich.
Harald Martenstein wundert sich über den Literaturskandal um Helene
Hegemann. Er findet, sie hat den Text des Bloggers Airen verbessert,
in: ZEIT-Magazin Nr.10 v. 04.03.
-
BRAKEBUSCH, Lydia (2010): Operation Helene.
Lesen und lesen lassen,
in: Zitty Nr.6 v. 11.03.
-
WITTSTOCK, Uwe (2010): Der Axolotl-Komplex.
Sollte man Plagiate mit Preisen würdigen? Zum Beginn der
Leipziger Buchmesse ist die Debatte über Helene Hegemanns Buch
"Axolotl Roadkill" neu entbrannt,
in: Welt v. 17.03.
-
MICHALZIK, Peter (2010): Der VS erklärt,
in: Frankfurter Rundschau v. 17.03.
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WOLFF, Thomas (2010): Geliebter Lurch.
Das Tier zum Buchpreis: Allein dem Roman von Helene Hegemann
verdankt ein kaum beachtetes Tier eine neue Popularität: der
Axolotl. Was kann er, was will er? Eine Annäherung,
in: Frankfurter Rundschau v. 17.03.
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MÜLLER, Lothar (2010): Doppelt hält schlechter.
Kopieren ist kein Kavaliersdelikt, ein Preis für ein geklautes
Buch würde den Betrug bagatellisieren. Eine Leipziger Erklärung vor
der möglichen Verleihung des Buchpreises an Helene Hegemann,
in: Süddeutsche Zeitung v.
17.03.
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PREISSLER, Brigitte (2010): "Seitenweise Text abschreiben - das ist
keine Intertextualität".
Helene Hegemann sagt, sie schreibe "intertextuell". Aber was
bedeutet dieser Begriff? Seine Erfinderin, die Philosophin Julia
Kristeva, erklärt es uns,
in: Welt v. 18.03.
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THOMAS, Christian (2010): Axolotl,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.03.
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BARTELS, Gerrit (2010): Abschreiben? Lesen!
Leipziger Buchmesse (1): Die Alten dominieren den Betrieb – trotz
aller Hegemanie,
in: Tagesspiegel v. 18.03.
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MICHALZIK, Peter (2010): Was wirklich geschah.
Nach der Hegemann-Debatte steht fest: Erstens - Literaturkritiker
treffen sich lieber mit jungen Mädchen, als Bücher zu lesen. Zweitens
- Eine Autorin wurde zu Unrecht beschädigt,
in: Frankfurter Rundschau v. 01.04.
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PACHALI, David (2010): Flaschengeist des Eigentums.
Plagiatsdebatte: Die Diskussion um Helene Hegemann verfehlt eine
Reflexion über Urheberrecht in Zeiten der Digitalisierung - und
beschwört stattdessen ein romantisches Künstlerbild,
in: TAZ v.
19.04.
- Neu:
KEGEL, Sandra (2010): Problemkind Helene.
Die Schriftstellerin Helene Hegemann ("Axolotl Roadkill") hat
ihren Kritikern jetzt in der "Zeit" geantwortet. Sie scheint Feinde
mit Problemen zu haben und braucht daher Freunde mit Prominenz.
Trotzdem "danke",
in: faz.net v. 29.04.
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