"Die
Welt steht ihnen offen, sie sind behütet
aufgewachsen, gesund ernährt und bestens
ausgebildet, mobil, mehrsprachig, ideologisch
unverdorben und informationstechnisch auf dem neues
Stand – sie sind bereit und bestens gerüstet, das
Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Erwachsen zu
werden. Sie sind Meister der Anpassung an eine
Gegenwart, die außer dem Wandel nichts Stetiges mehr
kennt. Sie sind flexibel durch und durch, erfinden
sich täglich neu. Sie sind professionelle
Lebenspraktikanten mit mehreren Visitenkarten. Sie
leben auf Probe. Vermutlich für immer."
Stimmen zum Buch
"Ein bisschen wehleidig, diese Generation, die droht
in jahrelanger Dauerpraktikantenschaft hängen zu
bleiben. 2005 waren die Zeitungen voll von Berichten
über diese »Generation Praktikum«, von der
»Süddeutschen« über »Neon«, dem Magazin für die, die
immer jung bleiben wollen, bis zur »ZEIT«, die
schrieb:
»Die Wissenschaft hat diesen Jahren bereits einen
Namen gegeben: die floundering period. Eine Phase,
in der man zappelt wie eine Flunder. Vor zwei, drei
Jahren war in den Zeitungen viel über die
'Generation arbeitslos' zu lesen, von jungen, gut
ausgebildeten Menschen, die früh ihren Job verloren.
Die Flundermenschen sind anders: Sie wurden nie
arbeitslos, weil sie nie einen festen Job hatten.«
Nikola Richter beschreibt in ihrem Buch, wie sie
zappeln, wie sie verzweifelt nach dem Einstieg
suchen, sich von Praktikum zu Praktikum hangeln,
welche Strategien sie entwickeln, um in
Bewerbungsgesprächen zu bestehen, wie sie versuchen,
nach Niederlagen neue Anläufe zu nehmen".
(Georg Gruber im DeutschlandRadio
vom 31.01.2006)