| |
|
[
Einführung
in die Generationendebatte ]
[ Autoren der
Generation Golf ]
[ News ] [
Suche ] [ Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Katja
Kullmann: Wir, die Generation Ally!
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Aktuellster
Beitrag
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Katja Kullmann in ihrer
eigenen Schreibe
|
|
| |
|
KULLMANN,
Katja (2002): Generation Ally.
Selbstbewusste Frauen um die
30 sind die Zielgruppe der US-Serie "Ally
McBeal". Die Heldin ist erfolgreich im Job,
doch glücklos in der Liebe. Mit den Wimpern
klimpern, die Lippen schürzen - so soll der Mann
fürs Leben her,
in:
Financial
Times Deutschland v. 18.01.
KULLMANN, Katja (2006): Rodeo der Rollenbilder.
Der Angriff auf die
Emanzipation als Teil einer reaktionären Bewegung,
in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 29.04.
Wer sich wie Katja KULLMANN über die immer
lauter werdenden Rufe, dass Frauen gefälligst wieder an den Herd
zurück sollen, aufregt, dann aber die nationalkonservativen
Dramatisierungen des Geburtenrückgangs übernimmt, der
muss sich vorhalten lassen, dass er längst Teil der reaktionären
Bewegung geworden ist.
KULLMANN schreibt:
"Die
Geburtenrate in Deutschland sinkt seit zwei Jahrzehnten, auf
statistisch nunmehr 1,35 Kinder je Frau. Mindestens 2,2 Kinder
müssten es sein, um die Sozialsysteme zu erhalten. Väter
beteiligen sich nur zu 1,8 Prozent an der Elternzeit. Deutschland
hinkt im europaweiten Vergleich beschämend hinterher, was die
staatliche Kleinkinderbetreuung angeht.
40
Prozent der Akademikerinnen entscheiden sich auch aus diesem
Grund von vorneherein gegen Kinder."
Weder
sinkt die Geburtenrate seit zwei Jahrzehnten, noch bleiben 40 %
der Akademikerinnen kinderlos. Und der Erhalt der Sozialsysteme
hängt in erster Linie nicht von der Geburtenrate ab, sondern vom
Verhältnis der Beitragszahler zu den Rentenbeziehern. Dieses
Verhältnis ist durch hohe Arbeitslosigkeit und rasante Zunahme
sozialversicherungsfreier Jobs wesentlich stärker gefährdet als
durch den demografischen Wandel. Aber
im Grunde interessiert das Katja KULLMANN eigentlich alles gar
nicht, denn seit Emanzipation zur Klassenfrage geworden ist,
kämpfen besser verdienende Mütter und kinderlose Karrierefrauen
Seite an Seite mit den Mittelschichtmännern
gemeinsam gegen die Unterschicht:
"Mauschelt
und munkelt es nicht schon längst, in den Talk-Runden und an den
Supermarktkassen, dass die »falschen« Frauen die »falschen« Kinder
kriegen? Dass der Unterbau der Gesellschaft sich zwar vermehrt,
die Elite aber degeneriert? Ist das nicht der eigentliche Schmerz,
der unsere »Schöpfungs«-Gemeinschaft dieser Tage erschüttert, der
uns den »Seelenfrieden« raubt?"
Die
entscheidende Frage der Zukunft lautet: auf welcher Seite sucht
der Feminismus sein Heil? Die FAZ
hat im Jahr 2005 einen
Artikel von Stanley KURTZ veröffentlicht, in dem die
Koalitionsmöglichkeiten der Feministinnen ( = kinderlose
Karrierefrauen) in Zeiten des Bevölkerungsrückgangs analysiert
werden. KURTZ - und mit ihm die Verfechter des
neuen Patriarchats -
geht davon aus, dass der Feminismus beseitigt werden muss.
Was passiert
also, wenn der Feminismus ums Überleben kämpfen muss? KURTZ geht
davon aus, dass der Feminismus zur reaktionären Bewegung
verkümmern wird.
Das Beispiel
Katja KULLMANN lässt befürchten, dass KURTZ Recht behält.
Irgendwann zwischen
Generation Ally und
Fortschreitende
Herzschmerzen hat die
Geschichte der kinderlosen Karrierefrau eine ungute Wendung
genommen... |
KULLMANN, Katja (2011):
Ich war ein anderer, und ein anderer war ich.
Facebook-Tod:
Ein Fremder hat versucht, sich meine Online-Identität unter den Nagel
zu reißen. Facebook glaubt dem Fremden, dass er ich ist, und hat mich
rausgeworfen. Aber ich habe mich ins virtuelle Leben zurückgekämpft,
in: faz.net v. 08.08.
Neu:
KULLMANN, Katja (2012): Taktik einer Mittelmutigen.
Feige oder
Clever: Viele Frauen beugen sich dem Alltagssexismus und setzen auf
strategisches Schweigen. Aus Pragmatismus? Oder aus Angst um Status
und Ansehen,
in:
TAZ v. 08.03.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Katja Kullmann im
Gespräch
|
|
| |
|
HEIMBACH, Ariane & Christine HOLCH
(2002): Er kämpfte gegen das große Schweigen. Sie sehnt sich nach
der Sexualität als Mysterium,
in: Chrismon, Nr.10, Oktober
KULLMANN diskutiert mit Oswald KOLLE über Liebe und
Sex.
LEWITAN, Louis (2011): "Ich habe wenig gegessen und Kontakte
gepflegt".
Die Autorin Katja Kullmann über ihre Zeit als
Hartz-IV-Empfängerin,
in: ZEITmagazin Nr.25 v.
16.06.
WULFF, Matthias (2011): "Sicher kein Einzelschicksal".
Der Verlag der Autorin Katja Kullmann
ist pleite. Was nun?
in: Welt Kompakt v. 20.06.
FREUDENSCHUß, Ina (2011): "Ich sprech' inzwischen über Geld".
Katja Kullmann
über die Politikverdrossenheit ihrer Generation: "Woher soll ich
wissen, was ich politisch will, wenn ich gar nicht weiß, wer ich
selber bin, wo ich im sozialen Raum eigentlich stehe?",
in: Der Standard v. 10.07.
SCHOLZ, Nina (2011):
Wir nennen es nicht Armut.
Die Journalistin
Katja Kullmann erzählt in ihrem autobiographischen Buch »Echtleben«
von ihrer eigenen prekären Existenz als Kulturschaffende,
in: Jungle World
Nr.31 v. 04.08.
MISSY
Magazine-Titelgeschichte:
Generation Gehetzt.
Warum Coolsein keine Lösung ist |
KRÖVER, Chris & Stefanie LOHAUS (2011): "Uns
geht's nicht gut."
Nina
Pauer (28) und Katja Kullmann (41) haben beide ein Buch über die
Auswirkungen der Flexibilisierung auf ihre je eigene Generation
geschrieben. Sie vermitteln vor allem eins: So kann es nicht
weitergehen. Aber wie dann? Zeit für ein (Generationen-)Gespräch,
in: Missy Magazine,
Heft 3
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Echtleben (2011).
Warum es heute so kompliziert ist, eine
Haltung zu haben
Frankfurt:
Eichborn
|
|
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
Klappentext
"Es geht um Werte, Baby! Klug und
unerschrocken seziert Katja Kullmann den emotionalen
Klimawandel bei den über 30-Jährigen. Sie zeigt,
warum Vertrauen, Verbindlichkeit und Zusammenhalt
immer wichtiger werden. Vor zehn Jahren hat uns
Katja Kullmann die Generation Ally erklärt.
Inzwischen hat sich die Welt mehrmals überschlagen:
In der Gesellschaft geben Wirtschaftskrisen,
Flexibilisierung, Erosion der Mittelschicht den Takt
vor. Auf der persönlichen Ebene stellen sich die
Fragen konkret: Bin ich noch bereit, meine Ideale zu
verraten, um meinen sozialen Status zu halten? Was
ist der Ausweg, wenn mein individualisiertes
Lebenskonzept in die Sackgasse führt? - Da helfen
Coolness, Ironie oder Flucht in Lifestyle-Marotten
nicht weiter. Scharfsichtig und unterhaltsam
zeichnet Katja Kullmann den emotionalen Klimawandel
innerhalb ihrer Generation nach. Und sie zeigt, wie
vermeintlich alte Werte mit neuem Leben gefüllt
und..."
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Rezensionen
MINKMAR, Nils (2011): Es lohnt sich nicht, fleißig und
gebildet zu sein.
Das Ideenland Deutschland
braucht die kreativen Köpfe - bezahlt sie aber zu schlecht:
Katja Kullmanns Buch "Echtleben" widerlegt die schöne
Propaganda,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
19.06.
MÄRZ, Ursula (2011): Ein-Euro-Philosoph.
Zwei Bücher über den Typus des
gebildeten Hartz-IV-Empfängers,
in: Die ZEIT Nr.26 v. 25.06.
FÜCHTJOHANN, Jan
(2011): Traurige Tagelöhner.
Hier spricht das
Kreativprekariat: Katja Kullmanns "Echtleben",
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.07.
Der Unternehmensberater FÜCHTJOHANN, der sich
vor einem Jahr in der SZ bereits das Hamburger
Kreativproletariat vorgeknöpft hat, nimmt sich nun das "Indie-Popmädchen"
Katja KULLMANN vor:
"Beschwerde einer Boheme,
die am Ende eben doch nicht alles haben konnte: Das freie
Leben von Künstlern, die Gewinnmöglichkeiten von
Unternehmern und die Sicherheit von Postbeamten. Bis heute
hört man Kullmann das Unverständnis darüber an, wenn sie
feststellt:
»Es ist ein Prinzip, das viele jetzt verfolgen: Gezielt
einer entfremdeten Arbeit nachgehen, einem 'Brotjob', und
das, was man eigentlich tun möchte und eigentlich auch am
besten kann, unbezahlt weiter machen.«"
FÜCHTJOHANN vermisst bei
KULLMANN eine "Perspektive jenseits der Berliner Nabelschau".
Nils MINKMARs Bewertung, dass es ein "wichtiges
soziologisches, politisches Buch" sei, mag er nicht zustimmen:
"Dafür wirken die
angeführten Zahlen zu nachträglich ergoogelt, um vorher
längst fertige Meinung zu erhärten".
Diesen Vorwurf könnte
man wohl den meisten Journalisten machen. Tatsächlich zitiert
KULLMANN oftmals Angelesenes. Ihre Technik der Typisierung
kennt man bereits seit den 1980er
Jahre-Beststellern von Matthias HORX, die Charaktere
entstammen vorwiegend dem individualisierten Milieu, das
Claudius SEIDL bereits 2005 im Buch
schöne junge Welt beschrieben hat. Aber KULLMANN geht
über die Berliner oder Münchner Nabelschau - wenngleich auch
nur zaghaft - hinaus, z. B. wenn sie einen elitären
Journalisten auf einer Party mit einer Autohaus-Sekretärin ("Freak
von Normalfall") zusammenprallen lässt. Im Vergleich zu
Claudius SEIDL schwingt darin eine Außensicht mit, die der
Nabelschau des individualisierten Medienmilieus im Allgemeinen
völlig fehlt. Normalos sind für diese lediglich Teil der
belächelten oder gar verhassten Masse.
Es handelt sich bei der
Sicht von KULLMANN auch nicht, wie FÜCHTJOHANN meint, um
"Berliner Nabelschau", sondern vielmehr um eine Frankfurter
Weltsicht ("Mainhattan
Kuscheltown"), denn dort hat sie ihre prägenden Jahre
verbracht.
|
MALE, Eva (2011):
Katja Kullmann: "Ein Auf und Ab wie im Film".
In ihrem neuen Buch
"Echtleben" erzählt die Soziologin, Journalistin und
Schriftstellerin Katja Kullmann nicht nur ihr eigenes Leben,
sondern spiegelt die Nöte einer ganzen Generation "neuer
Erwachsener" wider,
in: Die Presse v.
03.07.
BRAND, Jobst-Ulrich (2011): Gegen Bier zurück am Rechner.
Von
wegen fröhliche Subkultur: Die Autorin Katja Kullmann erzählt
vom geplatzten Traum der "digitalen Bohème". Statt
selbstbestimmt zu arbeiten, beutet sie sich aus,
in: Focus Online v. 05.07.
LÖHR,
Julia (2011):
Die Berliner Republik.
Über die
finanziellen Nöte der kreativen Klasse,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
01.08.
MÜLLER, Wolfgang (2011):
Das echte Leben im Falschen.
Die Tödliche
Doris liest (28): Die Kinder der Berliner Seiten schreiben um ihre
Existenz – Katja Kullmanns Buch über das neue Prekariat,
in: Junge Welt v. 06.08.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
Klappentext
"Ein großartiger Neuanfang soll es
sein: Simone kommt aus dem Dorf in die Stadt, mit
kleinem Gepäck, großen Hoffnungen und ein paar
Erinnerungen, die sie dringend loswerden will. Bloß
keine Schinkenbrote mehr essen und nicht mehr
»Fräulein« genannt werden.
Die bunte Illustriertenwelt ist die Vorlage für
ihren Traum. Sie hat sich ihren Dialekt abtrainiert,
kennt sich aus mit Glitzerkleidern und weiß genau,
was Schönheit kostet. Aber Simone landet in den
Katakomben der Stadt, im Studio de la Beauté. Der
Arbeitskittel kratzt, die Kolleginnen bleiben ihr
fremd, alles riecht nach künstlicher Vanille. Und
nach einer großen Enttäuschung. Dann erscheint ein
neuer Kunde. Jung, gebildet und gewandt,
umschmeichelt er sie mit verführerischen
Wortspielen, und je länger sie ihm zuhört, desto
mehr wird er ihr zum Rätsel. Mit gewohntem Fleiß
setzt sie alles daran, dieses Rätsel zu lösen – doch
er ist nur 45 Minuten pro Woche bei ihr.
Mit eingängiger Sprache und raffinierter
Dialogführung erzählt Katja Kullmann ein Drama des
Alltags, das hoffnungsvoll beginnt und tragisch zu
enden droht. Die Geschichte von Simone zeigt auf
komische und anrührende Weise, wozu es führt, wenn
jemand alles richtig machen will und trotzdem nicht
überall mitspielen darf."
Pressestimmen
"Katja Kullmann (...) nimmt mit dieser charmanten,
sprachlich nicht überschminkten Erzählung das
klassische Pygmalion-Motiv auf: Schlichte Frau
bildet sich so lange am klugen Manne heran, bis sie
ihm fremd geworden ist. Kullmann beschreibt einen
beschränkten Horizont, was Reich-Ranicki gern als
anödend verboten hätte, hier aber zu einer eigenen
Art der Weltaneignung gerät."
(Berliner Zeitung vom 16.09.2004)
"Solange die Geschichte in der Schwebe ist und das
Paar eine Chance zu haben scheint, macht die
Erzählung Spass. Mona ist in ihrer
Liebesunbedingtheit eine sympathische Figur, aber
ihre Naivität wird ihr von der Autorin nicht
verziehen. (...). Letztlich verbündet die Autorin
sich nicht mit der schwärmenden Heldin, sondern mit
dem Mann, mit dem Stärkeren."
(Martin Krumbholz in der Neuen
Zürcher Zeitung v. 22.09.2004)
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Rezensionen
Harald MARTENSTEIN lobt die Erzählung.
Für ihn ist das Thema der Erzählung "Lonely on the Top",
also die
einsame Karrierefrau:
"Reich,
erfolgreich, sexy und einsam, ist das die deutsche Frau?
Katja Kullmann (...) hat über ihresgleichen das Buch »Generation Ally« geschrieben, sozusagen
die weibliche Antwort auf
»Generation Golf«. Das Problem der »Generation Ally«
besteht darin, dass zwar Frauen häufig bereit sind, sich in
männliche Macho-Karriere-Lifestyle-Monster zu verlieben,
diese Bereitschaft umgekehrt bei Männern aber weit weniger
vorhanden ist. Wir Männer dulden keine Karrieremonster neben
uns. Darüber könnte man auch mal ein ernstes Buch schreiben.
Genau das hat Katja Kullmann jetzt gemacht. Die Erzählung »Fortschreitende Herzschmerzen bei milden 18
Grad« ist (...) besser als die übliche Frauenliteratur,
weil nicht nur Klischees darin vorkommen, sondern richtige
Gefühle."
|
COSMO, Claudia (2004): Ohne Traumprinz.
Katja Kullmann: "Fortschreitende Herzschmerzen bei milden 18 Grad",
in: Büchermarkt. Sendung vom DeutschlandRadio v. 14.09.
-
Hatte die
Generation Ally-KULLMANN
verachtend auf Ramona, die Unterschichtfrau, herabgeblickt, so wird
in dem literarischen Debüt von Katja KULLMANN
die
Generation Golf aus der Perspektive der Unterschichtfrau
Simone beschrieben. Simone möchte gerne
dazugehören und mitspielen beim Distinktionsspiel der Mittelklasse. Verliebt in einen - na ja
- Feuilletonisten, entwickelt sich die Frauenzeitschriften-Leserin
in eine versierte Feuilleton-Leserin und Kennerin. Ihr Angebeteter -
offenbar vom
Typus Matthias HEINE - lässt sie
jedoch seine Verachtung spüren. KULLMANN merkt dazu an:
"Eine Sache, die mich gekitzelt
hat und die ganz in der Ursprungsinspiration dieser Geschichte
liegt, ist, dass mir aufgefallen ist, dass die Feuilletons, diese
Anzug tragenden, flotten, mehrsprachig aufgewachsenen Männer, die
heute die Seiten voll schreiben, immer wieder- ich habe die Artikel
dazu gesammelt! - sich in ihren Berlin-Texten mokieren über die
schwäbisch sprechenden Verkäuferinnen, die die Frechheit hatten,
nach Berlin zu ziehen und den Hauptstadtruf zu versauen. Die gibt es
ja real, die werden dann immer »gedissed«. Da formiert sich die
bürgerliche Klasse neu. In meinem Buch sagt ja Simone auch mehrfach:
Die Unterschiede kehren zurück. Das ist genau das, was wir haben:
Unterschicht und Mittelschicht unterscheiden sich neu."
Dies könnte spannend sein und
die Rezensentin findet den Roman auch für Männer interessant. KULLMANN macht aber nichts
daraus, denn sie schreibt nicht aus der "Klassen"-Perspektive,
sondern aus der Sicht des Gleichheitsfeminismus. Es ist jedoch fraglich, ob die
Substitution der individualistischen Distinktionsstrategie
durch feministische Strategien der richtige Weg ist, um die
Rückkehr der neuen Klassengesellschaft
zu verhindern oder zumindest abzufedern. KULLMANN setzt dagegen auf
einen Eliten-Feminismus. Ramona oder Simone kommen darin nicht
wirklich vor. |
BERLINER ZEITUNG (2004): Eine Frau wie ein Ibiza-Flitzer,
in: Berliner Zeitung v. 16.09.
KRUMBHOLZ,
Martin (2004): Narziss und Psyche.
Katja Kullmann erzählt von "fortschreitenden
Herzschmerzen",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.09.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
Klappentext
"Warum
es heute so kompliziert ist, eine
Frau zu sein.
Sie sind erfolgreich im Job, kennen
sich aus in Sachen Karriere,
Lifestyle und Sex. Und Ally McBeal,
die neurotische Anwältin aus der
gleichnamigen Kult-Fernsehserie, ist
ihre Heldin. Denn sie trifft genau
das Lebensgefühl der Frauen um die
30.
Die Generation Ally weiß vor
allem, was sie nicht will: weder
Karrieremonster sein, noch eine
Backpflaumenexistenz, und schon gar
kein Boxenluder. Sie will raus aus
der Entweder-Oder-Falle, sich nicht
entscheiden müssen zwischen Kind und
Karriere, Kopf und Körper, und
wartet deshalb in vielen Fragen erst
einmal ab - manchmal zu lange.
Doch wie kann sie aussehen, die
souveräne, unangestrengte
Weiblichkeit? Katja Kullmann zeigt,
warum die Rollenbilder in unserer
Gesellschaft an ihre Grenzen stoßen
- und wie eine ganze Frauengeneration
ein neues Selbstverständnis
entwickelt.
Was Generation Golf für die
Männer war, ist Generation Ally
für die Frauen, die in den
Achtzigern großwurden."
Pressestimmen
"Kullmann (...) hat
eine Art
Hardcore-»Brigitte«-Dossier
geschrieben, in einem sehr soliden,
niemals gesucht witzigen und darum
absolut unterhaltsamen
Magazinjournalismus-Tonfall, bei dem
auch Mann gerne dran bleibt: Eine
Generationsbeschau auf 217 Seiten,
ohne Bilder und
»Focus«-Infokästchen - aber voller
Selbstzweifel."
(Frederik Hanssen im
Tagesspiegel vom 12.02.2002)
"Für mich, die ich
ja eher der »Generation
Lindenstraße« angehöre, ist es
hoch interessant: Da kommt doch das
Wort »Helferinnensyndrom« beim
Thema Geschlechterverhältnis
tatsächlich nie vor. Wow! "
(Almut Klotz in der
TAZ vom 14.02.2002)
"Endlich der Illies
für Mädchen, nur mit Schlumpfine
statt des Playmobil-Männchens."
(Susanne Gaschke in
der ZEIT vom 14.03.2002)
"Die Unterzeile
»Warum es heute so kompliziert ist,
eine Frau zu sein« trifft den
Zeitgeist und macht das Buch zu einem
Renner für all jene, die in properen
Reihenhaussiedlungen aufgewachsen
sind und die unfrisierte
Latzhosenfraktion à la
Startbahn-West schon als historisch
ansehen."
(Martina Dreisbach
in der Frankfurter Neue Presse vom
15.03.2002)
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Beitrag von
single-generation.de zum Thema
Die Emanzipationsfalle
|
|
| |
|
Rezensionen
OEHMIGEN,
Karin (2002): Alles Ally oder was?
Sie können alles,
dürfen alles und wollen alles. Genau das
macht es den Frauen der Generation Ally
so schwer,
in:
SonntagsZeitung
v. 03.02.
KOERNER,
Swantje-Britt (2002): Die unglücklichen
Frauen der "Generation Ally"
in:
Frankfurter
Allgemeine Zeitung Online
v.
04.02.
HANSSEN,
Frederik (2002): Was bin ich?
Katja Kullmann
analysiert die "Generation
Ally",
in:
Tagesspiegel v.
12.02.
KLOTZ,
Almut (2002): Immer wieder wir.
Von
der Unmöglichkeit, eine coole
Karrierefrau zu sein, ohne schnell alt
auszusehen: Katja Kullmann las bei
Kiepert aus ihrer "Generation
Ally",
in:
TAZ
Berlin v. 14.02.
BARTHELEMY,
Andrea (2002): Kühn, klug, cool und
kreuzunglücklich.
«Generation Ally»
hat Katja Kullmann weibliche «Thirty
Somethings» genannt, die zwischen 1965
und 1975 geboren sind,
in: Der Landbote
v. 25.02.
-
|
Susanne
GASCHKE
spricht gerne im WIR-Modus,
deshalb ist sie gekränkt, wenn
andere ebenfalls im WIR-Modus
schreiben. Ausnahme: sie tun es
aus der Perspektive
der
Generation Berlin,
aber diesen Gefallen tut Katja
KULLMANN mit "Generation
Ally" der ZEIT-Rezensentin
nicht, weswegen der Verriss kaum
jemand erstaunen wird. |
DREISBACH,
Martina (2002): Die Frauenversteherin,
in:
Frankfurter Neue
Presse v. 15.03.
LORENTZ,
Frank (2002): So schwierig ist es, Frau
zu sein.
Und
daher hat die Kölnerin Katja Kullmann
das Buch "Generation Ally"
geschrieben. Aber gibt es die deshalb
wirklich?
in:
Welt
am Sonntag v.
17.03.
TOEPFER,
Nina (2002): Das Herz ist ein leerer
Basar.
Die "Generation
Ally" und ihre exzentrischen
Erzählungen,
in:
Neue
Zürcher Zeitung am Sonntag
v. 17.03.
KEGEL, Sandra
(2002): Drei Sekunden Sympathie.
Katja Kullmann
leidet wie Ally McBeal,
in:
Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 19.03.
GASCHKE,
Susanne (2002): Generation Schlumpfine.
Endlich der
Illies für Mädchen: In ihrem Buch
Generation Ally will Katja Kullmann
erklären, "warum es heute so
kompliziert ist, eine Frau zu sein"
- und schreibt doch wieder nur über
Esprit-Sweatshirts und Caipirinhas. Soll
das wirklich alles sein?,
in:
Berliner
Republik Heft 2
OESTREICH,
Heide (2002): Achtung, Frau am Steuer!
Mit
ihrem Buch "Generation Ally"
wurde Katja Kullmann bislang lediglich
als Trittbrettfahrerin kritisiert. Dabei
überbrückt ihr Bestseller erfolgreich
die Kluft zwischen den Frauengenerationen
in:
TAZ
v. 03.06.
-
Heide OESTREICH
rechnet mit
Susanne
GASCHKE
(ZEIT vom 14.03.2002) und der
Generation
Berlin
ab, indem sie KULLMANNs
Bestseller verteidigt:
"Seine
Position sowohl im
Generationendiskurs als auch im
feministischen Diskurs könnte
sogar markant sein, würde es in
diesen Gefilden nicht als
tendenziell 'seichter Bestseller'
gelabelt und entsprechend
ignoriert."
OESTREICH
geht sogar noch weiter:
"Das
Buch füllt das kommunikative
Loch, das zwischen
Alice
Schwarzer
und Verona Feldbusch klafft - auf
eine Weise, die in der
nichtfeministischen
Öffentlichkeit angekommen ist.
Aus der heilen Welt der
Frauenzeitschriften guckt ein
unglückliches Gesicht. Es zu
zeigen ist heute ein geradezu
politischer Akt."
Der
Glücksanspruch des neoliberalen
Ich-Feminismus, der von KULLMANN
aus der Innenansicht beschrieben
wird, gerät mit der Kinderfrage
an seine Grenzen:
"Wo
die gesellschaftlichen Wellen der
alten Frauenbewegung sie nicht
mehr tragen, versagt diese
Gruppe. 'Dann mache ich es doch
lieber selber', seufzt Kullmann
über den liegen gebliebenen
Haushalt - genau wie ihre
siebtelemanzipierte Mutter, die
ihre Selbstverwirklichung in den
Volkshochschulkurs verlagert hat.
Die Karriere reicht genau bis zum
biologischen Scheitelpunkt, an
dem sich die Kinderfrage stellt.
Entscheidet man sich für Kinder,
ist sie mit relativ hoher
Wahrscheinlichkeit beendet. Und
plötzlich sieht das
Rollenangebot gar nicht mehr so
attraktiv aus: Luder mit
Geschäftssinn, Karrierefrau ohne
Familie oder Mama mit
Halbtagsjob."
|
|
|
| |
|
Die Generation Ally in
der Debatte
BENDA,
Andrea (2002): Rechthaberische Frauen.
Ally
McBeal macht Schule: Deutsche
Produktionen zeigen, wie schön und
schwierig das Leben vor Gericht ist,
in:
Welt
am Sonntag v.
03.02.
-
Das deutsche
Fernsehen hat die kaufkräftige
Zielgruppe
Generation
Golf
entdeckt. Das Interesse gilt
jetzt speziell dem weiblichen
Part: der Generation Ally. Wie BENDA den AllyMcBealismus sieht:
"Ally
McBeal
(betrat) den fiktionalen
Gerichtssaal und seitdem wissen
wir es besser. Die neurotische
Anwältin mit den Schmoll-Lippen
und dem Rehblick vollführte das
Kunststück, kurze Röcke tragen
zu können, ohne ihren Intellekt
gleich mit zu mindern. Fortan war
klar: Jura ist sexy. Gleichzeitig
verriet Ally alle Ideale der
Frauenbewegung, indem sie
vorführte, dass auch die toughe
Karriere-Singlefrau noch den
viktorianischen Drang nach
Romantik und der einzig wahren
Liebe in sich verspürt. Das
Dilemma der modernen Frau:
Karriere ja, Familie auch, und
dabei noch so gut wie möglich
aussehen."
"Edel
und Starck" sowie "Alicia" sollen das deutsche
Generation Golf-Publikum nach Ally Mc
Beal-Art befriedigen. |
|
|
| |
|
Weiterführende
Links
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|