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Kurt Oesterle: Der Fernsehgast

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1955 in Oberrot geboren
    • Studium der Literatur, Geschichte und Philosophie
    • 2002 Roman "Der Fernsehgast" Nachkriegszeit.
 
       
   
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    Kurt Oesterle in seiner eigenen Schreibe

     
       
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    Kurt Oesterle im Gespräch

     
       
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    Der Fernsehgast (2002).
    Oder Wie ich lernte die Welt zu sehen
    Tübingen: Klöpfer & Meyer

     
       
     
     

    Klappentext

    "»Der Fernsehgast«, das ist eine Art Heimat- und Dorfroman, die etwas andere »Beschreibung eines Dorfes« um 1960: Ein Junge im Alter von acht, neun Jahren erlebt den Einbruch des Fernsehens in die fast noch archaische, ganz bäuerlich-handwerkliche Welt seines Fleckens. Er, dem das Fernsehen von den Eltern streng verboten ist, muß sich, um trotzdem in den schwarz-weißen Genuß zu kommen, heimlich Zutritt zu den weit verstreuten »Fernsehhäusern« des Dorfes verschaffen. Und wie sich dieser altkluge, beherzte, neugierige, aber auch ganz und gar naive Junge, dieser Bildhausierer, nun hineinmogelt, hineinschwadroniert in die ersten »Fernsehgastgeberzimmer«, hin vor die Apparate der Nachbarschaft, was er nun an Eindrücken und Erlebnissen mitbringt von seinen Streifzügen auf der Spur der Antennen, was sich in seiner jungen, noch »unverbildeten« Seele bewegt: das alles zusammen gibt ein faszinierendes Muster, ein starkes, auch witziges Beispiel kindlicher Weltaneignung und Welterfahrung. Andererseits aber entsteht in dieser »Dorfweltgeschichte« auch das bewegende Bild einer »menschelnden« Gesellschaft, die den Fortschritt so ersehnt wie fürchtet …"

    Pressestimmen

    "Das Fernsehen wird bei Oesterle zum Sinnbild eines einschneidenden Wandels. Der Junge wohnt nämlich in einem Dorf, wo es im Gegensatz zum Fernsehprogramm höchst behäbig zugeht. Geradezu archaisch. Sein Vater ist Schreiner und Sargmacher mit Werkstatt im Haus. Zusammen mit der Mutter und den Großeltern wohnt man unter einem Dach. Stille, fromme Leute sind das, die ihre Tage nach dem Gebimmel der Kirchenglocken ausrichten. Die stets ein Abendgebet sprechen. Und die natürlich keinen Fernsehgerät besitzen. Auch kein Telefon. Noch nicht einmal ein Badezimmer. Das Zimmer des Jungen heißt hier noch »Bubenkammer«. Über seinem Bett hängt ein Jesus mit Dornenkrone. Und mit dem Fernsehen bricht nun die große in die kleine Welt ein. Entsprechend bestimmen Antagonismen den Plot. Tradition versus Fortschritt, Bilderflut gegen Bilderarmut. Wenn man nicht wüsste, dass es sich tatsächlich um eine autobiographische Geschichte handelt, könnte man schon den Eindruck gewinnen, Oesterle habe sie klar auf Kontraste hin konstruiert."
    (Gisa Funck im DeutschlandRadio vom 21.08.2002)

    "Das Wahrhaftigste über die deutsche, die im speziellen schwäbische Provinz Anfang der sechziger Jahre hat Kurt Oesterle geschrieben. Sein 2002 erschienener Roman »Der Fernsehgast oder Wie ich lernte die Welt zu sehen« erzählt die Geschichte eines Jungen, der durch sein Dorf streunt und bei unterschiedlichen Menschen fernsieht. Seine Eltern besitzen keinen Fernseher. Sie glauben, gefesselt von einer besonderen Art der protestantischen Bilderangst (meine Großmutter mißtraute dem Schwarzweißfernsehen auf Grund ebendiesen Gefahrenphantasma: Der Fernseher fresse die Seele auf), daß er, der Ich-Erzähler, dem Verderben anheimfalle, wenn er Fliegerfilme schaue oder anderes Teufelswerk.
    Oesterles Buch über ein nächtens sich ängstigendes, tagsüber weltneugieriges Kind aus einer Schreinerfamilie ist das Taktvollste, was ich seit langem las."
    (Jürgen Roth in der jungen welt vom 13.02.2003)

     
     
     
           
         
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 20. März 2003
    Update: 20. März 2003
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