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Marc Fischer:
Der neue Mann und das Meer
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Kurzbiographie
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1970 in Hamburg geboren
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Redakteur des
Zeitgeistmagazins "Tempo"
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2001 Debütroman "Eine Art
Idol"
-
2002 Roman
"Jäger"
-
2011 gestorben
-
2011 Buch
"Hobalala"
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Nachrufe
auf Marc Fischer
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Marc Fischer in seiner
eigenen Schreibe
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FISCHER, Marc (2010): Bubblegum Planet.
Unser Autor erinnert sich an das
Jahrzehnt, in dem alles Pop wurde,
in: Musikexpress,
März
FISCHER, Marc (2010): Mein schöner, toter Traum vom Popstar.
"Ich bin Popstar" war ein magischer
Satz. Es war der Satz aus einer weit entfernten Galaxie. Die Bewohner
dieser Galaxie hießen Elvis Presley und Michael Jackson - doch ihre
Zeit ist, genau wie die der Popstars, vorbei. Aber unser Autor gibt
noch nicht auf,
in: Musikexpress,
Juni
FISCHER, Marc (2010): Ein Fegefeuer
namens Berlin.
Tobt in der deutschen
Hauptstadt wirklich das beste Nachtleben der Welt? Der Journalist
Joseph Roth hatte bereits 1930 seine Zweifel - und schrieb einen
Klassiker über die "Berliner Vergnügungsindustrie". Genau 80 Jahre
später lädt Marc Fischer sein Idol zu einer imaginären Tour durch die
Party-Metropole,
in: Welt am Sonntag v.
08.08.
Berlin, Techno und der Easyjetset. Oder wie
Techno zur einflussreichsten Hauptstadtkultur geworden ist
FISCHER, Marc (2011): Das Gespenst von Ipanema.
João Gilberto ist die größte
Musik-Legende Brasiliens. Warum versteckt sich der Mann seit 30
Jahren?,
in: SZ-Magazin, Nr.13 v 01.04.
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Marc Fischer im
Gespräch
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fehlt noch
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Klappentext
"Girl from Ipanema, Chega de
Saudade, Corcovado -- diese Klassiker der Bossa Nova
sind täglich in den Cafés, Clubs und Radios dieser
Welt zu hören. Sie sind berühmt, weil sie so sind,
wie Musik sein sollte: ewig gültig und trotzdem
immer wieder neu. Erfunden wurde ihr einzigartiger
leiser Klang von einem Mann, dessen Gitarre und
Gesang alle kennen, mit dem aber kaum jemand geredet
hat, weil er sich seit dreißig Jahren in einem
Hotelzimmer in Rio de Janeiro versteckt, erst um 8
Uhr abends aufsteht und nie Interviews gibt: João
Gilberto. Wer ist dieser João Gilberto - warum
verlässt er sein Zimmer nie, warum spielt er jede
Nacht stundenlang nur für die Wände, wenn er vor
Zehntausenden auftreten könnte, warum halten ihn
fast alle, die je was mit ihm zu tun hatten, für
verrückter als Howard Hughes und Thomas Pynchon
zusammen? Wer darf zu ihm, wer nicht?
In HOBALALA
macht sich Marc Fischer auf die Suche nach der
letzten großen Musikerlegende unserer Zeit. Er
trifft Freunde, Frauen, Weggefährten, um
herauszufinden, wie das Herz der Bossa im Innersten
tickt und was Lohn und Preis der Kunst sind. Eine
Detektivgeschichte zum 80. Geburtstag des großen
geheimnisvollen Mr. João Gilberto. "
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Rezensionen
GORRIS, Lothar (2011): Das Ende der Sehnsucht.
Marc Fischers Reportage "Hobalala" erzählt von der
Schönheit und der Melancholie des Bossa nova,
in: Spiegel Nr.17 v. 23.04.
RÜDENAUER, Ulrich (2011): João, wo bist du?
Marc Fischer starb, bevor sein letztes Buch erschien. "Hobalala",
die Suche nach dem Bossa-Nova-König João Gilberto, ist sein
literarisches Vermächtnis,
in: Zeit Online v. 29.04.
Neu:
WEBER, Julian (2011): Das gesammelte Schweigen.
Ein Buch über den legendären Bossa-nova-Sänger und
-Gitarristen João Gilberto,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 10.06.
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Klappentext
"Gursky, ehemaliger
Star-Moderator bei einem Musiksender in Deutschland,
steht an der Schwelle zu einem neuen Leben. Bald
wird er seine Freundin heiraten und mit ihr eine
Familie gründen. Doch vorher will er sich noch einen
Traum erfüllen: Er fährt nach Kuba, um einen Hai zu
fangen – ein letztes Abenteuer, bevor er sesshaft
wird.
Doch als er in Havanna unter mysteriösen Umständen
den Schriftsteller Lukas von Schweitzer trifft, sich
mit ihm anfreundet und die beiden beschließen,
gemeinsam auf die Jagd zu gehen, wird aus der
Traumreise schnell eine Fahrt in die Finsternis."
Pressestimmen
"Fischers Helden wollen nicht einfach so
dahindämmern oder verschwinden, die wollen was! Sie
suchen nach Sinn und wissen, dass diese Suche nie
aufhört; sie verschwenden sich gern an eine Sache,
die viel größer ist, als sie verkraften können.
Grundsolide Ansinnen also. Manchmal ein bisschen
schwitzig nach Art studentischer Verbindungen,
manchmal wie Rockmusik, die sich was drauf
einbildet, handgemacht zu sein. Doch in schweren
Zeiten wie diesen vielleicht genau das Richtige -
Marc Fischers Roman »Jäger« könnte das große
Trostbuch für ausgebrannte Medienmenschen sein. Das
Buch zur Krise. Es ist ein Buch, das sagt:
Dringlichkeit besteht immer, Plastikmenschen hin,
Haie her. Und: Sorge dich und lebe trotzdem."
(Gerrit Bartels in der TAZ vom
10.09.2002)
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Rezensionen
BARTELS, Gerrit (2002): Die jungen Männer und das Meer.
Komm, lass uns Haie fangen: Mit Marc Fischers Roman
"Jäger" macht sich die Popliteratur endgültig auf die Suche
nach der verlorenen Authentizität. Ausgerechnet beim
Hochseefischen vor der Küste Kubas finden Deutschlands
ausgebrannte Medienarbeiter und Dandyschriftsteller zu sich
selbst,
in: TAZ v. 10.09.
MESSMER, Susanne (2003):
Strapazen der Entgrenzung.
Wenn die Welt alles ist, was im Fall ist: Wohin fällt
dann, wer sich Hals über Kopf in sie stürzt?,
in: Frankfurter Rundschau v.11.01.
-
Susanne MESSMER geht bis zum 1. Weltkrieg zurück und
beschreibt das Umkippen des Dadaismus anhand der beiden
Protagonisten Hugo BALL und Richard HÜLSENBECK.
Die unterschiedlichen
Entwicklungen der beiden Dadaisten erklärt MESSMER als
Reaktionen auf die damalige tödliche Langeweile, die sie
auch in der Popliteratur wieder erkennt. Dies exemplifiziert
sie an den Büchern
Angela Davis löscht ihre Website
von Andreas NEUMEISTER und an Marc
FISCHERs Jäger.
Ihre Sympathie gehört eindeutig
ersterem und sie erteilt der neuen Ernsthaftigkeit in der
Tradition von Ernest Hemingway eine klare Absage:
"nicht
nur, weil im Buch immer wieder von Ernest Hemingway die Rede
ist, fühlt man sich immer wieder an dessen Schilderungen
einer verlorenen Generation nach dem Ersten Weltkrieg
erinnert. Wie diese sind auch Marc Fischers Männer
Zivilisationskritiker, die ihre verlorene Stärke mit
Sportsgeist und Durchhaltevermögen, einer Vorliebe für alles
Triebhafte, für Bewährungssituationen und pausenlosen
Aktivismus, mit Fischen, Boxen, Saufen und Sex kompensieren.
Die Grenzsituation des Todes, der Gewalt, des individuellen
Kampfs mit der Natur, dieser ungebrochene, pathetische
Heroismus und diese unerträglich übertriebene Männlichkeit
wirkt bei Marc Fischer geradezu abgeschrieben. Vergeblich
sucht man nach letzten Resten von Ironie"
In den beiden Protagonisten
erkennt MESSMER Ähnlichkeiten zu lebenden Personen:
"Seine beiden Helden sind Männer
aus dem Medienbetrieb. Der eine, Gursky, ein Art Stefan
Raab, ist ein erfolgreicher Showmoderator ohne Vornamen,
dessen Job darin besteht, Zeitungsartikel zu kommentieren
und seine Gäste zu beleidigen. Der andere, Lukas von
Schweitzer, der stark an
Christian Kracht
erinnert, ist ein Schriftsteller, der viel Geld hat, dauernd
auf Reise ist und nur Beige trägt; sein
erstes
Buch »Villeroy & Boch«, wird als Revolution in der
deutschen Literatur gefeiert weil er »voller Haß und
Verachtung Deutschland beschreibt, egal ob es um Nazis,
Hans-Josef Strauß, den Nemax, Euro oder Zuwanderer geht«."
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Weiterführende
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