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Marc
Wortmann: Der Witwentröster
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Marc
Wortmann in seiner eigenen Schreibe
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Marc
Wortmann im Gespräch
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Klappentext
"Sie sind 80 Jahre
alt und älter, sie stinken, sie
treiben Unfug, und sie erinnern sich
an nichts: die Witwen. Jan Oltrogge,
der junge Zivildienstleistende, will
sie zum Reden bringen. Er wäscht
sie, er wirbt um sie, er erfüllt
ihnen die ausgefallensten Wünsche.
Doch als das alles nicht hilft,
greift er zu anderen Methoden.
Kein Ort, an dem man Abenteuer
erwartet: die Luisenstiftung, ein
Frauen-Altersheim in Altona. Aber was
Jan Oltrogge, der Witwentröster, zu
erzählen hat, ist außergewöhnlich
und spannend: seine besessene Suche
nach dem Geheimnis der Witwen. Seine
Diagnosen sind fragwürdig, seine
Maßnahmen sind drastisch und stehen
quer zu allen Pflegeplänen. Und
natürlich stößt er auf Widerstand:
Die Schwestern sitzen ihm im Nacken
und pochen auf Erfüllung des
Arbeitspensums, die Angehörigen
benutzen ihn, um ihr schlechtes
Gewissen zu beruhigen. Ganz auf sich
gestellt, verfolgt Jan sein geheimes
Programm. Bald zeigen sich die ersten
Erfolge: Die Witwen beginnen, sich zu
erinnern - und wieder zu leben. Doch
dann kommt das Sommerfest, und Jan
verliert die Kontrolle über das
Geschehen."
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Heime in
der Debatte
- FUCHS,
Peter & Jörg MUSSMANN (2001): Das
Skandalon der gestohlenen Zeit.
Aufzeichnungen
aus Pfleehäusern (I): Die
Missstände sind schier unvorstellbar,
aber sie sind das übliche Normale, der
Alltag,
in: TAZ
v. 31.10.
- FUCHS,
Peter & Jörg MUSSMANN (2001): Die
Realität der Hochglanzbroschüren.
Aufzeichnungen
aus Pflegehäusern (2): Der Altenbetrieb
ist nur effizient, wenn es ihm gelingt,
Zeit in unentwegte Repetition gerinnen zu
lassen. Am besten wäre es, alles könnte
mit allen gleichzeitig verrichtet werden,
aber da dies nicht geht, muss in schmalen
Zeitfenstern sequenziert werden,
in: TAZ
v. 07.11.
- FUCHS,
Peter & Jörg MUSSMANN (2001): Die
fortlaufende Produktion der Scham.
Aufzeichnungen
aus Pflegehäusern (3): Die Beobachtung,
die der gealterte Körper erfährt,
inflationiert. Es gibt keine Stufen der
intimen Zugänglichkeit, die an bestimmte
Personen gebunden wären, keinen
Intimpass, mit dem sich regulieren
ließe, vor wem man sich nun schämen
müsste oder auch nicht,
in: TAZ
v. 14.11.
- FUCHS,
Peter & Jörg MUSSMANN (2001): Der
alte Mensch als Trivialmaschine.
Aufzeichnungen
aus Pflegehäusern (4): Der Pflegebedarf
muss errechnet werden. Die Einheit sind
exakt festgelegte Bedarfsminuten. Es muss
nur eine Mindestmenge an examiniertem
Personal zur Verfügung stehen. Gerechnet
wird mit Kosten- und Nutzenfaktoren. Was
darüber hinausgeht, ist Luxus,
in: TAZ
v. 21.11.
- FUCHS,
Peter & Jörg MUSSMANN (2001): Die
Erkrankung Einsamkeit.
Aufzeichnungen
aus Pflegehäusern (5): Im rationellen
Zeitmanagement kann eben nicht
wahrgenommen werden, dass Kommunikation
zwar alles andere als effektiv und linear
ist, sondern eher ornamental, aber genau
darin - unverzichtbar,
in: TAZ
v. 27.11.
-
Einsamkeit -
Single-Haushalte und die Fröste der Freiheit
- FUCHS,
Peter & Jörg MUSSMANN (2001):
Lebenswert liebenswert.
Aufzeichnungen
aus Pflegehäusern (6): In einer auf
Jugend getrimmten Gesellschaft ist an die
Stelle von menschlicher Betreuung ein
ökonomisches Altenmanagement getreten,
das weder Höflichkeit noch Taktgefühl
oder Scham kennt,
in: TAZ
v. 04.12.
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