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Mariam Lau: Die neuen Sexfronten für die Normalfamilie der Neuen Mitte

 
       
     
       
     
       
   

Mariam Lau in ihrer eigenen Schreibe

 
   
  • LAU, Mariam (1999): Die geschäftsfähige Bürgerin.
    Das Jahrhundert der Frau oder Was ist dabei herausgekommen?,
    in: Berliner Zeitung v. 22.03.
  • LAU, Mariam (1999): Der Höhepunkt ist erreicht.
    Warum die sexuelle Befreiung in den einschlägigen Fernseh-Sendungen so kleinbürgerlich daherkommt,
    in: Welt v. 02.08.
  • LAU, Mariam (1999): Schwarzbuch der sexuellen Revolution.
    Jean-Claude Guillebaud liefert mit "Die Tyrannei der Lust" das theoretische Fundament zu Houellebecq,
    in: Welt v. 11.12.
  • LAU, Mariam (2000): Die Revolution stört ihre Enkel.
    Plötzlich war man nicht mehr alleine: Die Geschichte der sexuellen Befreiung ist erzählbar geworden,
    in: Welt v. 06.03.
  • LAU, Mariam (2000): Was eigentlich will das Weib?
    Der regierende Feminismus ist erstarrt: Noch immer sieht er Frauen nur als Opfer,
    in: Welt v. 31.03.
  • LAU, Mariam (2000): Die Revolution enttäuscht ihre Kinder,
    in:
    Merkur, Heft 4, April, S.337-341
  • LAU, Mariam (2000): Heterophobie.
    Sex ist gefährlich, besonders in Amerika,
    in: Merkur, Heft 9/10, September-Oktober
  • LAU, Mariam (2000): Auf der Suche nach dem Glück.
    Nie war sie so wertvoll wie heute, nie war sie so gefährdet wie heute: die Familie,
    in: Welt v. 16.09.
    • Inhalt:
      Mariam LAU setzt sich mit dem TAGESSPIEGEL-Artikel von Karl-Otto HONDRICH am 02.09. auseinander. Sie widerspricht seiner kulturpessimistischen Sichtweise.
  • LAU, Mariam (2000): Was wir der Psychoanalyse verdanken.
    Freuds Erkenntnisse berühren immer noch unser Sein: zwischen Autonomie und Abhängigkeit,
    in: Welt v. 29.11.
  • LAU, Mariam (2001): Emanzipation.
    Was wären wir heute ohne die sexuelle Befreiung?
    in: Welt v. 24.01.
  • LAU, Mariam (2001): "Good Neid, Ladies".
    Geschlechterkampf. Gibt es den noch? Oder schon wieder? Und was hat die Genom-Debatte mit dem Gebärneid zu tun?
    in: Tagesspiegel v. 09.03.
  • LAU, Mariam (2001): Die Ethik der Arbeitsplatte.
    Ikea, Schwedens Antwort auf McDonald's, vereint Hedonismus und Alternativkultur zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte,
    in: Welt v. 31.03.
  • LAU, Mariam (2001): Endloser Abschied von der deutschen Mutti,
    in: Welt v. 12.05.
    • Textauszug:
      "Vinkens Buch ist das letzte in einer langen Reihe dekonstruktivistischer Bemühungen, alle Abhängigkeiten zwischen Männern, Frauen und Kindern, alle Abhängigkeiten von der Biologie aus der Welt zu fisteln. Hierin hat die nachfolgende Generation das Erbe der 68er angetreten, die mit ihrem Misstrauen gegen die Kleinfamilie, den Vater schlechthin und das klassische (Ehe-)Paar nicht nur private, sondern auch gleich noch ein paar politische Probleme hatte lösen wollen. (...) Ungeduldig macht einen aber doch, dass in der bundesrepublikanischen Gegenwart es ja eben keine irgendwie kulturell bedeutsame, meinungsprägende Position gibt, von der aus das "Nur"-Muttersein als attraktive Option beschrieben wird. Daran ändern auch neueste Überlegungen zur Familienförderung und das Single-Bashing nichts, das der 'Stern' ausgemacht haben will. Im Zweifelsfall sticht Ally McBeal, nicht die fünffache Mutter Meryl Streep! Frauen, die ausschließlich zu Hause bei ihren Kindern bleiben, sind gefälligst unglücklich; wenn sie es noch nicht wissen, können sie es jederzeit nachlesen. Schönen Muttertag allerseits!"
  • LAU, Mariam (2001): Fight Club für alle,
    in:
    Welt v. 26.05.
  • LAU, Mariam (2001): Kinder machen alles falsch!
    In Deutschland ist Familienpolitik wieder eine Arena der Glaubenskämpfe. Wer die Wiederkehr von Vollzeitmutter und restriktiver Erziehung fordert, übersieht die Realität
    in: Welt v. 20.07.
    • Inhalt:
      Mariam LAU beschäftigt sich wie bereits Elke BUHR (FR vom 14.07.2001) mit dem FAZ-Artikel von Alexander SCHULLER, dem neuesten Buch von Susanne GASCHKE und Barbara VINKENs "Deutscher Mutter". Im Gegensatz zu BUHR berücksichtigt sie dabei bereits den SPIEGEL-Titel vom 16.07.2001 über das Comeback der Mutter.
            
        LAU kritisiert in erster Linie den Ton, mit dem die familienpolitischen und erzieherischen Glaubensbekenntnisse daher kommen. Erziehung muss nach LAU zwar Grenzen setzen, aber die Ursache sieht sie nicht im Laissez-faire antiautoritärer Erziehung, sondern in elterlicher Unsicherheit:
            
        "Gerade weil die Familie für das Glücksempfinden der Leute so viel wichtiger geworden ist als früher, weil man um Gottes willen alles richtig machen will, scheut man vor Druck, Strenge, Restriktion zurück. Auch die zugegebenermaßen schmerzhaft hohen Scheidungsraten sind kein Gegenbeweis: Viele gehen auch auseinander, weil sie annehmen, die Zerrüttung könne den Kindern noch zusätzlich schaden. Das mag eine fromme Lüge sein und falsch noch obendrein, aber es ist nicht verwöhnte Gleichgültigkeit, die da spricht, sondern halt gemeines menschliches Unglück"
  • LAU, Mariam (2001): Bis dass die Ritze euch scheidet.
    Von Eichenbett und Matratzenlager zu Kuschelhöhle und ergonomischer Multifunktionsfläche: Schlafzimmer im Wandel

    in: Welt v. 15.08.
  • LAU, Mariam (2001): Schokolade? Lieber einen Mann!
    Bridget Jones eignet sich bestens als Identifikationsfigur weiblicher Singles über 30: Die Verfilmung des Bestsellers "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück"
    in: Welt v. 23.08.
  • LAU, Mariam (2001): Was Clinton mit Fischer vereint.
    Wir suchen Sündenböcke für unser anstrengendes Leben und wollen doch nicht zurück in die Fünfziger,
    in: Welt v. 01.09.
    • Inhalt:
      LAU berichtet über den ausführlichen Artikel von Paul BERMAN in der amerikanischen Zeitschrift The New Republic vom 27.08.2001, in dem es um die Abrechnung der Europäer mit ihrer 68er-Generation geht.
            
        BERMAN schreibt über HOUELLEBECQs Roman "Elementarteilchen": "a novel about the horrors of the 1960s (...) combined with a sentimental yearning for 1950s-style family life (...). The Fischer affair merely seemed to recapitulate in real life what Houellebecq had already imagined in his novel, down to the figure of Bettina Röhl, the distressed child of a New Left terrorist, who seemed to have stepped from his own pages."
                  LAU wundert sich darüber, dass "auch junge Leute sich im Ruf nach Ordnung, Sauberkeit und Restitution gefallen. Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq sorgt mit seinem gerade erschienenen Roman 'Platforme', in dem der Sextourismus als das Resultat antiautoritärer Bigotterie geschildert wird, in Frankreich für Aufruhr, während hier zu Lande zuletzt die Autorin Susanne Gaschke den Achtundsechzigern eine 'Erziehungskatastrophe' apokalyptischen Zuschnitts anlasten wollte.
      Das Bemerkenswerteste an dieser Protestkultur ist wohl, dass alle Beteiligten wissen: Niemand will ernsthaft die Verhältnisse der fünfziger Jahre wiederhaben,
      niemand will die Frauen zurück in die Küche schicken, die Kinder züchtigen, den vorehelichen Sex verbieten, die Homosexuellen verfolgen, die schuldhafte Scheidung wieder einführen; den Zwang zur Heimlichkeit, die Angst, die Ahnungslosigkeit - niemand will all das wirklich wiederhaben."
  • LAU, Mariam (2001): Der neue Mensch als Bote des Eros.
    Folgen und Spätfolgen der sexuellen Revolution,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 17.11.
    • Kommentar:
      Mariam LAU befasst sich mit den Folgen der sexuellen Revolution. Sie grenzt ihre Position gegen Michel HOUELLEBECQ ab, um danach die sexuelle Befreiung als Überforderung anzuprangern.

                   Die Folie für diese Sichtweise ist die BECKsche Individualierungsthese, die als Wahlfreiheitspostulat des "Anything goes" interpretiert wird:
                   "Wo weder die Kirche noch ökonomischer Zwang noch der Druck sozialer Kasten dem Einzelnen oder der Paarbindung etwas vorgeben, wo Familien nicht mehr staatstragend sind, wo Differenzen zwischen den Partnern, was die Motivation der Eheschließung angeht, immer mehr abnehmen - wo all dies der Fall ist, da muss man sich völlig neu erfinden."
                   Angesichts der bevölkerungspolitischen Debatte um die Kinderlosigkeit und die Tatsache, dass die Heiratsmuster seit Jahrzehnten stabiler sind als dies die Debatte vermuten liesse, erscheint LAUs Credo der Missachtung der strukturellen Kontinuitäten und der Verschleierung der gegenwärtigen Ausgrenzungsversuche gegen Singles geschuldet zu sein.
                   Misstrauisch macht auch die Tatsache, dass LAU die Debatte der 80er Jahre in den Mittelpunkt rückt, während heutzutage der Postfeminismus der Generation Golf die Debatte bestimmt. Nicht Alice SCHWARZER, sondern Verona FELDBUSCH prägt das Bild der Frau in der Berliner Republik. LAU kämpft wie SCHWARZER die Kämpfe der Vergangenheit.
                   LAU beruft sich wie Susanne GASCHKE auf den Systemtheoretiker Niklas LUHMANN ("Liebe als Passion").
                   Der Unterschied zwischen beiden besteht nur darin, dass LAU noch die Problemdefinition "Liebesheirat" zum Thema macht, während GASCHKE mit der "Revolution im Reihenhaus" bereits die Lösung des Problems anbietet. Gemeinsam ist ihnen also die Arbeit an der Baustelle "Familie der Neuen Mitte".
  • LAU, Mariam (2001) Carl Djerassi, Erfinder der Pille, setzt sich nicht zur Ruhe.
    Der Chemiker Djerassi wollte ein Mittel gegen Arthritis entwickeln und entdeckte einen Stoff, der die Welt revolutionierte,
    in:
    Welt v. 30.11.
  • LAU, Mariam (2002): Der unternehmerische Einzelne als Leitbild der Berliner Republik.
    Jenseits von "Tunix" und Sozialstaat: Im kommenden Tarifstreit geht es auch um eine neue Vorstellung von Arbeit,
    in:
    Welt vom 03.04.
    • Kommentar:
      Mariam LAU möchte den Sozialstaat still und leise abbauen. LAU spielt Arbeitsplatzbesitzer und Arbeitslose gegeneinander aus und auch die übliche 68er-Schelte fehlt nicht.
            
        Einzig die Ökolibertären und ihr Nachfolgemodell des Leitbildes vom "unternehmerischen Einzelnen", das Heinz BUDE der Generation Berlin auf den Weg gegeben hat, findet Gnade: Freiheit statt Gleichheit!
  • LAU, Mariam (2002): Die bessere CDU?
    Franz Walter erzählt die Geschichte der SPD als sehr deutschen Bildungsroman,
    in: Welt v. 27.04.
  • LAU, Mariam (2002): Ein vergifteter Apfel für Eva.
    Ute Kätzel porträtiert ehemalige Aktivistinnen, die für die 68er-Revolution wenig gute Worte finden,
    in:
    Welt v. 04.05.
  • LAU, Mariam (2002): Ally McBeal: Wenn Frauen nicht wissen, was sie sein wollen.
    Calista Flockhart dankt als Ally McBeal ab - jetzt sitzen die Frauen mit sich und dem Geschlechterkampf wieder ganz allein vor dem Fernsehschirm,
    in:
    Welt v. 24.05.
  • LAU, Mariam (2002): Allein erziehen: Glück oder Unglück?
    Eineltern-Familien sind nun einmal da - der Staat soll helfen, nicht den Zustand verklären,
    in: Welt v. 04.11.
    • Kommentar:
      Man möchte nicht in Mariam LAUs Milieu zuhause sein, denn dort gibt es außer Frau LAU nur infantile  Alleinerziehende, die Wiglaf DROSTEs Kolumnen entsprungen scheinen.

            
        Glücklicherweise ist dieses Milieu quantitativ gesehen irrelevant, leider hält es sich für repräsentativ und da liegt das Problem der LAU-Fraktion.
            
        Alleinerziehen ist nur für Neue-Mitte-Yuppie-Moms á la Stella BETTERMANN eine fröhlich-freiwillige Angelegenheit. Oftmals handelt es sich auch nur um ein steuer- bzw. familienrechtliches Alleinerziehen. Ansonsten werden alle Privilegien des Standes genossen - einschließlich des Partners, mit dem man zusammenwohnt.
            
        Ähnlich wie die Onkel-Ehen der Nachkriegszeit, ist der Status "Alleinerziehende" die Konsequenz eines Staates, der Lebensformen nicht gleichbehandelt, sondern diskriminiert.
            
        Jenseits der Neuen Mitte - dort wo Frau LAU keinen Blick hinwirft - beginnt das Schicksal jener Alleinerziehenden, die ihrem Status keinen Mehrwert abgewinnen können.
            
        Aber dafür ist im Betroffenheitsjournalismus à la LAU kein Platz!
  • LAU, Mariam (2002): Weitere Lebenslügen entlarvt!
    in: Merkur Nr.11, November
    • Kommentar:
      Mariam LAU befasst sich mit dem "Quartett junger Salon-Apokalyptiker". Dazu zählt sie David Foster WALLACE, Donald ANTRIM, Rick MOODY und Jonathan FRANZEN.

            
        LAU verurteilt jegliches Kratzen  am Lack des Familienidylls der Normalfamilie. Sie möchte nur Romane über glückliche Familien lesen, die es mit einer familienfeindlichen Umwelt zu tun haben.
            
        LAU stellt FRANZEN in eine Erzähltradition der 50er Jahre, die David RIESMANs "Die einsame Masse" literarisch recycelt hat. LAU sieht Zusammenhänge zwischen SALINGERs ("Der Fänger im Roggen") bzw. Arthur MILLERs Figuren ("Der Tod eines Handlungsreisenden") und FRANZENs Personal in den "Korrekturen".
  • LAU, Mariam (2002): Feindbild Familie.
    Zu Weihnachten pflegt die Therapiegesellschaft ihr Klischee vom Schlachtfeld unter dem Tannenbaum,
    in: Welt v. 24.12.
    • Kommentar:
      Mariam LAU musste in abseitigen Stadtmagazinen kramen, um ihre typischen 70er-Jahre-Reflexe befriedigen zu können, weil in den Neue-Mitte-Medien einig Familienland herrscht...
  • LAU, Mariam (2005): Es war nicht alles schlecht, oder doch?
    Die Achtundsechziger und kein Ende,
    in: Merkur, Nr.669, H.1, Januar
    • Kommentar:
      LAU hat auch noch etwas zu Sophie DANNENBERGs Roman "Das bleiche Herz der Revolution" nachzutragen.

            
        LAU erzählt von ihrem Kohorten-Schicksal, eine geordnet verlaufene Kindheit in den 60er Jahren, und ihre Sicht auf die Mutter:
            
        "Meine Mutter wurde als Sekretärin beim linken Argument-Verlag nach Strich und Faden ausgebeutet".
            
        Die Hoffnung der 60er Jahre grenzt sie deshalb gegen den Niedergang in den 70er Jahren ab:
            
        "Die Aktivisten jener Jahre - wenn man mal von besser gelaunten Spontis absieht - fühlten sich als ewige Epigonen".
            
        Die Bücher von Ulrich ENZENSBERGER über die Kommune I, von Gerhard SEYFRIED ("Der Schwarze Stern der Tupamaros") und Sven REGENERs "Neue Vahr Süd" interpretiert sie als Ausdruck "gemütlicher Entfremdung" bzw. als Beleg für eine Epoche des Linkskonservatismus.
            
        Bezeichnend für die Methode LAU ist, wie sie z.B. Frank Lehmann, den Protagonisten in "Neue Vahr Süd", und seine Einstellung zur Bundeswehr, zitierend entstellt.
            
        Bei LAU kommt man zu dem falschen Eindruck, dass Lehmann am feierlichen Gelöbnis nur nicht teilnehmen will, weil seine Freunde auf der anderen Seite stehen. LAU unterstellt ihm eine Bewunderung für den Major, weil er das Gelöbnis ohne wenn und aber verteidigt:
            
        "»Das Feierliche Gelöbnis (...) ist kein Selbstzweck (...), sondern ein Versprechen an die Gesellschaft, (...) und dafür brauchen wir uns nicht zu verstecken« ... Das ist nun doch erstaunlich, dachte Frank, der alte Fuchs!"
            
        LAU hätte weiter zitieren sollen, denn dann folgt:
            
        "Irgendwie war ihm der Major, den sie in der Kompanie immer nur englisch major nannten, wenn er nicht dabei war, nicht ganz unsympathisch, er hat das gewisse Etwas, dachte Frank, und sei es nur deshalb, weil er vollkommen verrückt ist." (S.451)
            
        LAU schlussfolgert:
            
        "Staatsbürger in Uniform! Wenn es einem wie Herrn Lehmann gelingt, zwischen den Welten zu pendeln, kann der Graben nicht so tief sein, wie 1968ff. vermutet. Ein paar Tage darauf beendet Frank Lehmann seine Jugend und geht nach Berlin".
            
        So kann man das auch verzerrend zusammenfassen, aber Lehmann hat seine Bundeswehrzeit nicht bis zum Ende absolviert, sondern das Gelöbnis war der letzte Anstoß dazu, seine persönliche Verweigerung durchzuziehen. Wie, das darf jeder selbst nachlesen.
  • Neu:
    LAU, Mariam (2006): Freud und die 68er.
    Die Erotisierung des Alltagslebens wurde als Schlüssel zu einer freien Gesellschaft gesehen,
    in: Welt v. 06.05.
    • Kommentar:
      Mariam LAU ficht ihren Kampf gegen die Kommune I (= Rainer LANGHANS), quasi die halbierten 68er, und den SCHWARZER-Feminismus weiter aus. Beides zusammen kumuliert für LAU in den neuen Sexfronten:

            
        "Hatte Freud schon in der Frühphase der Studentenbewegung keinen guten Stand, so war es mit der Ankunft des Feminismus dann endgültig um ihn geschehen. Für seine Idee vom Penisneid wurde er intensiv und engagiert gehaßt; man bekämpfte den Geschlechtsunterschied an sich, vor allem das biologische Potential von Frauen als Müttern wurde zum Unaussprechlichen, zum Reaktionären schlechthin. Es war nicht zuletzt diese Verleugnung, die es Frauen wie Ulrike Meinhof ermöglicht hat, ihre Kinder zu verlassen. Um so beeindruckender ist es, daß eine ihrer Töchter, die Journalistin Bettina Röhl, sich ihr nach langem und zähem Ringen in so fairer und einfühlsamer Weise nähern konnte wie in ihrem neuen Buch."    
 
       
   

Mariam Lau im Gespräch

 
   
  • HUEMER, Peter (2001): Die neuen Sexfronten.
    Mariam Lau über das Schicksal der sexuellen Revolution,
    in: Gehört Gehört. Sendung auf Ö1 v. 09.08.
    • Kommentar:
      Mariam LAU rechtfertigt die Ehe im Gespräch mit HUEMER. Zufriedene Ehepaare versus sexuell unzufriedene Singles und das verlöschende Begehren sind die beiden Topoi, die das Credo von LAU bestimmen. Solch allgemeine Aussagen sind jedoch angesichts der Heterogenität der beiden gegenüber gestellten Gruppen mehr als fragwürdig. Die Scheidungszahlen sprechen nicht gerade für die Zufriedenheit der Ehepartner, während bei den Singles mindestens zwischen freiwilligen bzw. unfreiwilligen Partnerlosen und Paaren unterschieden werden muss.
 
       
   

Harald Schmidt (2003).
Eine Biografie
München: Ullstein

 
   
 
 

Klappentext

"Harald Schmidt ist der erste deutsche Komiker seit Wolfgang Neuss, der in der Lage ist, sowohl Intellektuelle als auch schlichte Gemüter an sich zu binden. Mit seiner demonstrativen Ambivalenz gegenüber der »Spaßgesellschaft«, dem Fernsehen oder Deutschland schlechthin (»Ich finde, die Deutschen sind ganz in Ordnung. Schuldgefühle, Minderwertigkeitskomplexe. Aber im großen und ganzen auf einem Level mit den Österreichern.«) bringt er es mit seiner Fernsehshow allabendlich auf eine respektable Quote. Sein selbstironisches Jonglieren zwischen U und E, der immer souveräner werdende Umgang mit den Grenzen des Privatfernsehens, die herausragende Position in der deutschen Comedy-Landschaft, die Raffinesse seines politischen Kabaretts – all das weckt die Neugier, mehr über die Hintergründe und den Lebensweg dieses deutschen Entertainers zu erfahren."

Pressestimmen

"Der Mangel an Primärmaterial zwingt die Autorin, so weit auszuholen, dass ein Großteil der Biografie aus Ortsbegehungen und ausführlichen Genreerklärungen besteht (»Kabarett«, »Late Night«). Zudem ergeht Lau sich im Abwatschen der Achtundsechziger und des deutschen Films."
(Alexander Menden in der SZ vom 17.03.2003)

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • MENDEN, Alexander (2003): Immer Ärger mit Harry.
      Mariam Lau fand, es sei Zeit für eine Biografie von Harald Schmidt, der das aber anders sah,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 17.03.
    • FRANK, Arno (2003): About Schmidt.
      Die Meta-Kabarettisten-Korrekturen: Mariam Lau schreibt die erste Harald-Schmidt-Biografie und macht sich darin an die behutsame Entzauberung dessen, wovon sie sich hat verzaubern lassen,
      in: TAZ v. 04.04.
    • GEHRS, Oliver (2003): Auf Augenhöhe.
      Mariam Lau vermeidet in ihrer Harald-Schmidt-Biografie die übliche Vergötterung,
      in: Frankfurter Rundschau v. 19.04.
    • BOTT, Eugéne (2003): Ernsthafter Umgang mit Satire.
      Erste Biografie von Harald Schmidt! Da gibt es nichts zu lachen,
      in: Die ZEIT Nr.25 v. 12.06.
 
   
  • Das Buch in der Debatte

    • FESTENBERG, Nikolaus von (2003): Die Ironie-Offensive.
      In den Medien tobt der Irak-Krieg, aber Abend für Abend nehmen sich die Zuschauer Fronturlaub und lachen bei Harald Schmidt. Eine erste Biografie erklärt die Witzkultur des Entertainers,
      in: Spiegel Nr.14 v. 31.03.
    • MELLER, Marius (2003): Der Weltverbesserer.
      Die Lehre des Ohrensessels: Über Harald Schmidts Katholizismus, die gründliche Zubereitung einer US-Army-Marschverpflegung - und warum die Spaßgesellschaft weitergehen muss,
      in: Tagesspiegel v. 13.04.
    • HAGER, Angelika & Nina HOROWITZ (2003): Stahlhart gute Laune.
      Im Zuge der Irak-Offensive lief Harald Schmidt zur Bestform auf. Deutschlands Late-Night-König demaskierte lässig die Absurdität des Kriegs und fuhr damit Höchstquoten ein,
      in: Profil Nr.16 v. 14.04.
 
     
       
   

Die neuen Sexfronten (2000)
Berlin: Alexander Fest Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"Was war die sexuelle Revolution, und wie sieht man sie heute? Was sind ihre Schattenseiten, was ihre Verdienste? Mariam Lau gibt darauf eine Antwort und beschreibt die Schauplätze, Aktivisten, Theorieentwürfe und Mythenbildungen der Revolte wie ihrer Nachwehen: von der legendären Kommune I mit Uschi Obermeier und Rainer Langhans über das Projekt der sexuellen Aufklärung bis zur Genderdebatte, von der Wirkung eines Alfred Kinsey über Beate Uhse bis zu Lilo Wanders und »Liebe Sünde«."

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Im Windschatten von Alfred Kinsey: Die Volkshelden der sexuellen Befreiung

2. "Tröster, Künder und Erwecker" - Herbert Marcuse und Wilhelm Reich

3. Phantastisch leben: Die Kommune 1

4. Das sexualisierte Kind

5. Vergewaltigung als Metapher - Die tristen Siege der neuen Frauenbewegung

6. Gender ohne Sex

7. Paare in der Postmoderne

 
 
 
       
     
   
  • Auszug aus dem Buch

    • LAU, Mariam (2000): Sind wir nicht alle ein bisschen Verona?
      Überraschung! Glücklich sind nur konservative Eheleute: Aus Mariam Laus neuem Buch "Die neuen Sexfronten",
      in: Welt v. 16.09.
 
   
  • Rezensionen

    • LÜDEMANN, Susanne (2000): Zwischen den Daunen.
      Serielle Monogamie zu verhandeln: Vermischte Meldungen aus der Sexualdemokratie,
      in: Frankfurter Rundschau v. 18.10.
    • SÖRENSEN, Berit (2000): Schatz, ich hab' Migräne.
      Nichts Neues von der Sexfront - Mariam Lau schreibt's trotzdem auf,
      in: Junge Welt v. 18.10.
    • HERRMANN, Ulrike (2000): Die Verhandlungsmoral der Erotik.
      Die sexuelle Revolution ist trotz Alice Schwarzer ein Erfolg, meint Mariam Lau. Denn heutzutage darf jeder zu seiner Lustlosigkeit stehen,
      in: TAZ v. 24.10.
    • KÄMMERLINGS, Richard (2000): Lustverlustanzeige.
      Bloß keine Experimente!,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 6.11.
    • KRIPPENDORFF, Ekkehart (2000): Alte Mythen und neue Fronten.
      Zwei aufschlussreiche Bücher zu 1968 und den Folgen,
      in: Financial Times Deutschland v. 10.11.
    • SICHTERMANN, Barbara (2000): Womit wir bei den Kindern wären.
      Mariam Lau will mit der sexuellen Revolution abrechnen - und verfehlt das Thema,
      in: Die ZEIT Nr.47 v. 16.11.
    • PHILIPP, Stefanie (2000): Von der Entmystifizierung der '68er.
      Was sie schon immer über die sexuelle Revolution wissen wollten,
      in: Literaturkritik.de, Nr.12, Dezember
    • ROEDIG, Andrea (2000): Weiter kämpfen.
      Gebrauchte Unterhosen, alte Kleider. Alice Schwarzer und Mariam Lau sind zwar ganz gegensätzlich - aber in ihren neuen Büchern "Der grosse Unterschied" und "Die neuen Sexfronten", in denen sie auf mehr als zwanzig Jahre sexuelle Revolution zurückblicken, ähneln sich die zwei bunten Fische in ihrer Unfähigkeit zum metaphorischen Denken,
      in: Freitag Nr.51 v. 15.12.
    • STAUN, Harald (2001): Der Beischlaf der Vernunft.
      "Die neuen Sexfronten": Mariam Lau versucht sich an einer Dialektik der sexuellen Aufklärung,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 17.01.
 
   

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