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Markus Brauck: Die Generation Golf im Wartestand

 
       
     
       
   
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    Markus Brauck in seiner eigenen Schreibe

     
       

    BRAUCK, Markus (2001): Scheidungsquote.
    Die lange gefeierte heile Ehewelt der Beckers wird so öffentlich zu Grabe getragen, wie sie auch inszeniert worden ist - nach Privatsphäre fragt jetzt niemand,
    in: Frankfurter Rundschau v. 06.01.

    Markus BRAUCK fragt sich, was am Ende der Show steht und gibt die Antwort: Die Inszenierung der Wiederheirat, aber er übersieht, dass nicht die Ehe, sondern die Familie im Mittelpunkt des Medieninteresses steht. Die Postfeministen könnten in Boris Becker eine lang ersehnte Symbolfigur sehen.

    Egal wie der Prozess ausgeht, Becker wird zur Galionsfigur einer der beiden Hauptströmungen des Postfeminismus: entweder er wird zum Zahlvater, dann wird sich Karin JÄCKEL und die "Zahlväter-Bewegung" seiner annehmen oder er wird zum "Neuen Vater". The Show must go on...

    BRAUCK, Markus (2001): Nicht mehr lustig.
    Die angebliche Spaßgesellschaft und ihr Fernsehen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 17.05.

    Das Ende der Spassgesellschaft - Kulturkämpfe in der Popmoderne

    BRAUCK, Markus (2002): Berliner Gezeitenwende.
    Am Samstag erscheinen zum letzten Mal die "Berliner Seiten" der FAZ: ein Treffen mit Florian Illies,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.06.

    Die Generation Golf in der Jobkrise

    BRAUCK, Markus (2002): Verkalkuliert.
    Die 30-Jährigen schimpfen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.11.

    Der 1971 geborene Diplom-Theologe - wie Susanne LEINEMANN und Katja KULLMANN zu einer "Generation im Wartestand" gehörend - beklagt die selbstgefällige Debatte um Generationengerechtigkeit, in der die Jungen plötzlich den Alten ihr jahrelanges Sicherheitsbestreben und ihre Politik der Besitzstandwahrung vorwerfen, das die Generation Golf zugunsten der eigenen Karriere über Bord geworfen hat. Jetzt herrscht Katzenjammer, denn: wir

    "haben uns zu sehr an die Ellenbogen gewöhnt, um jetzt noch den Schulterschluss üben zu können".

    Die unpolitische Generation muss erkennen:

    "Wir haben uns verhoben an unserer Vorstellung von einer Gesellschaft, die Politik nicht mehr braucht. Egal, was auch immer geplant wird, so haben wir gedacht, ohne uns kommt man doch sowieso nicht aus. Doch da haben wir uns, wenn nicht alles täuscht, verkalkuliert." 

    BRAUCK, Markus (2003): Morgens nach Arbeit jagen, nachmittags den Ertrag abfischen.
    Die Gegenwart als Existenz in der Gegenutopie: Die normale Erwerbsbiographie auf der Suche nach der Zukunft der Freiheit im real existierenden Kapitalismus,
    in: Frankfurter Rundschau v. 13.05.

    Markus BRAUCK versucht Karl MARX und die Gegenwartsgesellschaft aufeinander zu beziehen und scheitert dabei, weil der Zusammenhang zwischen Kapital und Arbeit ganz anders ist:

    "Die einen tun, was sie wollen, morgens Leute entlassen, nachmittags Kapital um den Globus schießen und abends in Talkshows politisieren. Und wenn sie eine Yacht haben, können sie auch fischen gehen. Die anderen putzen Schuhe, in der Ich-AG Glänzende Sohle - was immer noch besser sein mag als das gleichnamige Kombinat - bewachen Häuser, polieren Glasfronten und fahren Pakete aus. Und jedem Sozialhilfeempfänger, der Florian Gerster fragt, wer denn die armen Schweine sind, die diese Jobs annehmen müssen, wird der Vorstandschef aller Arbeitsagenturen antworten: »Das werden Sie sein.«
    Das ist nicht mehr der einfache Gegensatz zwischen arm und reich. Und auch kein Gegensatz zweier Klassen, wie er Marx vorschwebte. Denn Arbeit und Kapital sind nicht mehr abhängig voneinander, so dass sie sie sich gegenseitig unter Druck setzen könnten. Für die Zukunft des Kapitalismus sei ein großer Teil der Arbeit und der Arbeitenden entbehrlich geworden, schreibt
    Ralf Dahrendorf.
    (...).
    Die Globalisierung hat Karl Marx visionäres Bild in die Wirklichkeit umgesetzt, wenn auch auf völlig anderen Wegen. Mit einer deutlichen Änderung: (...) Das Kapital ist auf die Arbeit, die Marx noch vorschwebte, nicht mehr angewiesen, und eine Solidarisierung der Schuhputzer-Klasse nicht mehr Erfolg versprechend. So gibt es nur noch den Kampf der einzelnen, und jeder versucht es eben für sich allein."

    Die Regierung der Freiheit von Wolfgang FACH liefert die Ideengeschichte zur neuen Ungleichheit der Freiheit, die von der neoliberalen Klasse angestrebt wird. Im aktuellen Spiegel gibt es bereits einen Vorgeschmack.

    BRAUCK, Markus (2003): Gott lacht.
    Popkultur: Florian Illies, Chronist der "Generation Golf", trifft auf Harald Schmidt,
    in: Frankfurter Rundschau v. 11.07.

    Florian Illies für Eilige - Generation Golf zwei

    BRAUCK, Markus (2004): Leben in Zeiten der Krise.
    Veränderte Situationen erfordern neue Strategien. Eine Annäherung an das Leiden einer ganzen Generation,
    in: Frankfurter Rundschau v. 05.05.

    Die Hackordnung der Generationen hat sich dank Frank SCHIRRMACHERs Megaseller verändert. Schaute Florian ILLIES noch neidisch zu den 68ern auf, so sind nun bei Markus BRAUCK alle Generationen einen Platz aufgerückt, sodass die 68er vorne runter fallen und die 78er deren Platz übernommen haben. Die Generation Golf ist damit in die Zaungast-Position aufgerückt. Dies ist jedenfalls jene Perspektive aus der BRAUCK das Dilemma seiner Alterskohorte (richtiger: der Elite dieser Altersgruppe) beschreibt, wobei er sich gleich noch zum Anwalt der Generation Post-Golf macht. Hatten sich die Angehörigen der Generation Golf bisher als Lebensunternehmer stilisiert, so wird das neoliberale "Jeder ist seines Glückes Schmied" zum fatalistischen "wir sind bloß die Flickschuster des Zufalls". Die Leistungsgesellschaft wird von BRAUCK als Lüge entlarvt. Während jedoch der Elitenforscher Michael HARTMANN beruflichen Erfolg vor allem als Ergebnis sozialer Herkunft interpretiert, sieht BRAUCK dagegen allein den Zufall im Spiel:

    "Irgendwo reinzurutschen, zur richtigen Zeit die richtige Hand geschüttelt zu haben, das zählt."

    Den politischen Ausweg, sieht  BRAUCK nicht als Option seiner Generation:

    "Freiheit, werden uns die Alten sagen, kann durchsetzen, wer sich organisiert. In  Konzernen, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen. Aber was ist das für eine Freiheit, die auf Herrschaft aus ist?"

    Da bleibt nur noch Durchwursteln - jeder für sich. Dieses Programm und die dazugehörige Hoffnung stirbt zuletzt:

    "Wir wollen nicht mächtiger sein, sondern besser, ideenreicher. Vor allem wollen wir nichts sein als wir selbst. Eitel, egozentrisch und individualisiert, wie wir nun mal sind. Wir sind lauter kleine Davids gegen einen großen Goliath, der nun zufällig Methusalem heißt."

    Die 78er dürfen sich freuen! Solange die Generation Golf ihr Programm der Individualisierung weiter verfolgt, so lange ist ihr politische Führungsanspruch nicht gefährdet, das hat Bernd ULRICH richtig erkannt...

    BRAUCK, Markus (2004): Die zweite Haut.
    Seit 15 Jahren spielt Ulrike Folkerts die "Tatort"-Kommsissarin Lena Odenthal,
    in: Frankfurter Rundschau v. 17.07.

    BRAUCK, Markus (2004): Nirgends Halt.
    Der Altkommunarde Rainer Langhans werkelt noch immer am neuen Menschen in sich selbst - zwischen Kosmischem und 68ern,
    in: Frankfurter Rundschau v. 12.11.

    BRAUCK, Markus (2004): Im Gewand des Journalismus.
    Die PR-Strategien der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" stoßen zunehmend auf Kritik,
    in: Frankfurter Rundschau v. 11.12.

    BRAUCK, Markus (2005): Die Frage nach dem Mann.
    Berufstätige Mutter, 42, PR-Frau, verheiratet, eine Tochter,
    in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.

    BRAUCK, Markus (2006): Reiz der Rabenmütter.
    Der mediale Umgang mit Ursula von der Leyen und Susanne Osthoff - ein Zerrspiegel,
    in: Frankfurter Rundschau v. 01.02.

    Für wie dämlich hält die Presse eigentlich ihre Leser? Wer wie Markus BRAUCK das Image einer Person mit ihrer Persönlichkeit gleichsetzt, der möchte lediglich davon ablenken, dass die entscheidende Frage eine ganz andere ist: Für welche Politik tritt von der LEYEN ein und wird diese Politik gerade für gut oder schlecht befunden?

    Gegner der Familienpolitik von der LEYEN werden auch Frau von der LEYEN abwerten. Umgekehrt werden Befürworter der Politik Frau von der LEYEN aufwerten. Dies ist die Konsequenz einer politischen Berichterstattung, die sich der Identitätspolitik verschreibt. BRAUCKs  Imagedesign bewegt sich hier auf Boulevardzeitungsniveau. 

    BRAUCK, Markus (2005): Die elitären Revolutionäre.
    FR-Plus-Thema Welt, WamS und Cicero: Drei Chefredakteure gegen die 68er,
    in: Frankfurter Rundschau v. 27.07.

    Markus BRAUCK porträtiert Wolfram WEIMER (Jahrgang 1964), Christoph KEESE (Jahrgang 1964) und Mathias DÖPFNER in einem oberflächlichen Artikel. Wenn wir wirklich keine einflussreicheren Anti-68er zu bieten hätten, dann könnten wir uns getrost Wichtigerem widmen...

    BRAUCK, Markus (2007): Das große Krippen-Spiel.
    Fast überall, wo zurzeit über Kinderbetreuung, Geschlechterrollen und Mütterlichkeit diskutiert wird, wirkt das "Familiennetzwerk" mit. Erzkonservativ-christlich im Grundton führt es einen ideologischen Kreuzzug an - mitfinanziert von Ex-"Tagesschau"-Sprecherin Eva Herman,
    in: Spiegel Nr.20 v. 16.05.

    Markus BRAUCK berichtet darüber, wie das familienfundamentalistische Familiennetzwerk die Medien der Neuen Mitte für seine Zwecke nutzt:

    "Die Kampagne feiert Erfolge auch dort, wo nicht einmal ihr Name fällt. In der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« (»FAS«) erschien Anfang April der Appell eines »Krippengipfels«, zu dem das Blatt Väter und Mütter geladen haben will. »Liebe Ministerin von der Leyen: Gebt lieber uns das Krippen-Geld!« lautete die Überschrift. Ohne das Familiennetzwerk zu erwähnen, gab das Blatt exakt dessen Position wider.
                
    Und unter den fünf befragten Elternpaaren waren gleich drei Leiter von Regionalbüros des Familiennetzwerks. Eine getarnte Aktion? »FAS«-Ressortleiter Rainer Hank sagt dazu: »Wir sind nicht die geheimen Helfershelfer des Familiennetzwerks.« Die Redaktion habe aus großen Leserbriefgruppen und dem eigenen Bekanntenkreis Familien ausgesucht. »Dass mehr als die Hälfte Netzwerker sind, ist purer Zufall. Jedenfalls wurde es von uns nicht gelenkt«.
                 Das Konzept der schleichenden Unterwanderung jedenfalls scheint aufzugehen."

    Neu:
    BRAUCK, Markus (2008): Ich bin wie du.
    Keine Zeitschrift bildet das Lebensgefühl junger Deutscher unter 40 so gut ab wie das Generationenblatt "Neon". Doch dem Heft droht ein Schicksal, das schon die Zeitgeistmagazine "Twen", "Wiener", "Tempo" und "Max" ereilte: aus der Mode zu geraten.
    in: Spiegel Nr.22 v. 26.05.

    Markus BRAUCK berichtet darüber, dass der Neon-Verlag Gruner & Jahr mit Nest an einer neuen Zeitgeist-Zeitschrift für die Neubürgerlichen arbeitet. Nest soll eine Zeitschrift werden "für Menschen, die (...) eine Familie gründen und dem Ernst des Lebens doch noch ins Auge blicken wollen."

     
           
       

    Techno: 180 Beats und null Worte (1999).
    Ekstase ohne Botschaft?
    (zusammen mit Oliver Dumke)

    GTB Gütersloher Taschenbücher

     
       
         
     

    Klappentext

    "Es begann als exotischer Musikstil. Heute, am Ende der 90er Jahre, ist es das Lebensgefühl einer ganzen Generation: Techno.

    Was ist an Techno so faszinierend, warum kommen Hunderttausende zur Love-Parade zusammen? Klar ist: Techno hat auch eine spirituelle Dimension. Was die Kirche von diesem Phänomen lernen und welche kreativen Anstöße sie daraus gewinnen kann, arbeitet dieses Buch heraus: die Sehnsüchte junger Menschen zu erkennen und mit ihnen religiös-produktiv umzugehen.

    Ursprünge ? Stilrichtungen ? DJs
    Was Kirche von Techno lernen kann
    Für Jugendseelsorger, Gruppenleiter, Eltern und Verwandte"

     
         
     
           
       

    Beitrag von single-generation.de zum Thema

    Berlin, Techno und der Easyjetset. Oder wie Techno zur einflussreichsten Hauptstadtkultur geworden ist
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. Juli 2003
    Update: 29. August 2015