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- KALLE, Matthias (2001): So klein ist die Welt.
Naomi Klein über die Macht der Marken
und den Hype um ihre Person,
in: Jetzt. Das
Markenheft. Magazin der Süddeutschen Zeitung,
Nr.13, v. 26.03.
- KALLE, Matthias (2002): Auf wen ist die Jugend so wütend?
James Dean, Eminem, die Globalisierungsgegner von Genua -
alle wollen Rebellen sein. Ein Versuch über den Unterschied
zwischen Haltung und Attitüde,
in: Tagesspiegel v. 05.05.
- KALLE, Matthias (2003): Blick zurück nach vorn.
In den 90er Jahren hatte die Jugend sich die Wut
abtrainiert - dieses Gefühl galt als uncool. Erlebt die Wut
gerade ihr großes Comeback?,
in: Tagesspiegel v. 13.04.
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KALLE,
Matthias (2004): Die Wutlosen.
Vor zehn Jahren wurde der Frauentyp »Girlie« ausgerufen: Frech,
kämpferisch, nicht aufzuhalten. Die Mädchen von heute sind sanft,
nachsichtig und etwas ratlos,
in: Die ZEIT, Nr.52 v. 16.12.
- Inhalt:
Matthias KALLE widmet sich der
Geschichte des Medienphänomens "Girlie" in Deutschland, die
ihren Ausgang bei einer Spiegel-Geschichte von
Marianne WELLERSHOFF aus dem Jahr 1994 nimmt:
"Im Spiegel erscheint
damals eine Geschichte mit der Überschrift Die Bombe von
nebenan, die all das zusammenfasst. Unterzeile: »Sie
tragen Blümchenrock und Kampfstiefel, sie wollen wild und
feminin sein, freizügig und egoistisch; sie nennen sich
Mädchen, Girlies oder Babes – eine neue Generation von
jungen Frauen kämpft für einen neuen Feminismus und lebt
ihre eigene Vorstellung von Weiblichkeit: viel Sex, viel
Spaß und kein verbissener Männerhass.« Die Geschichte
schrieb Marianne Wellershoff, damals 31, sie kam gerade aus
den USA zurück, wo sie beobachtete hatte, dass Mädchen
anders auftraten, aggressiver, sexy, klug, selbstbewusst.
Das waren die Riot-Grrrls, Anhängerinnen des »Girlism« – ein
popkulturelles Phänomen mit eigenen Bands, eigenen
Magazinen, eigenen Comics, eigener Mode. »Es ging um ein
neues feministisches Selbstverständnis«, sagt Wellershoff
heute. »Das resultierte aus den achtziger Jahren, aus dem
Feminismus, der Friedensbewegung, den Kämpfen, die Frauen zu
der Zeit gegen die Männer ausfochten. Anfang der neunziger
Jahre kam dann der Spaß dazu.« Und damit es sich auch nach
Spaß anhörte, klaute Wellershoff den Namen »Girlie« bei
Madonna, die ihre Tournee
1993 »The Girlie-Show« genannt hatte."
Was ist aus den damaligen
Spiegel-Vorzeige-Girlies geworden? KALLE schreibt
dazu:
Wellershoff führte auch ein
Interview mit drei Mädchen, eines war Heike Makatsch, damals
23 und Moderatorin bei Viva. Sie galt als Prototyp des neuen
Mädchenbildes, und mochte schon damals das Wort »Girlie«
nicht, in dem Interview fällt es kein einziges Mal. Heike
Makatsch will heute nicht mehr über diese Zeit reden. Das
zweite Mädchen, Johanna
Adorján, damals eine 23-jährige Studentin und heute
Feuilleton-Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen
Sonntagszeitung, auch nicht. Das dritte Mädchen, Julia
Hinrichsen, war damals 27 und Werbetexterin, und wir konnten
sie nicht finden."
- KALLE, Matthias (2005): Die Reifeprüfung.
1995: Er suchte das Abenteuer und landete in
Leipzig. Die Stadt machte ihm Angst. Zehn Jahre später traut
er sich wieder dorthin,
in: Tagesspiegel v. 22.01.
- KALLE, Matthias
(2005): Achtung Baby!
Die Deutschen sollen mehr Kinder bekommen, die Politik
muss familienfreundlicher werden, sonst ist unsere Zukunft
in Gefahr. Ein Besuch in Prenzlauer Berg kann einen aber auf
ganz andere Ideen bringen,
in: Zitty Nr.15 v. 07.07.
- Inhalt:
Matthias KALLE mokiert sich in der
Zitty-Titelgeschichte "Kleine
Monster" über die
Eltern vom Prenzlauer Berg,
die "gerade eine neues Eltern-Bild" prägen, denn sie sind
Akademiker, Besserverdienende, die gemäß dem
FDP-Politiker Daniel BAHR
in Deutschland zu wenig Kinder bekommen.
KALLE weist darauf hin, dass
der angeblich kinderreiche Vorzeige-Bezirk gar nicht so
kinderreich ist (Anmerkung: das hatte schon
Christian
SCHWÄGERL in der FAZ vom 27.04.2005 mit
zweifelhaftem Erfolg vorgemacht).
KALLE
kritisiert außerdem, dass die Prenzlauer-Berg-Eltern nur
Eltern-Darsteller sind, die Kinder nicht der Kinder willen
bekommen, sondern aus purem Egoismus. Die Folge: Ihr Leben
unterscheidet sich nicht von dem der Kinderlosen, was
KALLE ihnen ankreidet.
Als Kinderloser sieht er
sich jedoch in der Defensive, denn seit einiger Zeit ist
Kinderkriegen ein "patriotischer Akt" und Kinderlose sind
die Unverantwortlichen. Er verweist in diesem Zusammenhang
auf den
Stern-Titel "Land ohne Kinder".
Bernd ULRICH (ZEIT v. 17.02.2005)
stimmt er in einem Punkt zu, dass sich die Politik nicht
einmischen sollte, denn Kinder zu instrumentalisieren ist
das Allerletzte:
"Sie sind schuldlos, sie können nichts
dafür, dass sie angeblich zu wenig sind und vor allem
können sie nichts dafür, wenn ihre Eltern sie aus der
Sucht nach Selbstverwirklichung oder aus schlechtem
Gewissen bekommen. Kann man eigentlich noch grausamer zu
Kindern sein?
- KALLE, Matthias (2009): Der
Altersunterschied.
Er ist sechzehn Jahre jünger als sie - kann das auf Dauer
gut gehen? Unser Kolumnist überrascht sich selbst: Er hat
ein gutes Gefühl bei der Sache,
in: Neon,
Mai
- KALLE, Matthias (2009): Die
Unfall-Liebe.
Zufall statt Lebensplanung: Wie ein ungewolltes Kind und
ein durchwachtes Wochenende das Leben klären kann,
in: Neon,
Juni
- KALLE, Matthias (2009): Das
Parship-Paar.
Im Internet findet man schnell und bequem einen Menschen,
der sehr gut zu einem passt. Mit Liebe hat das erst mal
nichts zu tun,
in: Neon,
Juli
- Inhalt:
"Liebe darf nicht passen. Liebe muss
drücken und wehtun, und ein heilloses Chaos anrichten",
meint Matthias KALLE.
- KALLE, Matthias (2009):
Dreier ohne.
Ein Mann, zwei Frauen - das riecht nach Ärger. Geht
schon, sagen die Teilnehmer. Schwierig, sagt der Kolumnist,
in: Neon, August
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KALLE, Matthias (2009): Die Berliner Frau.
Sie befindet sich in einem Zustand ständiger
Überforderung und hält sich verkrampft an ihrer Bierflasche
fest. Eine Abrechnung,
in: ZEIT-Magazin Nr.34 v. 13.08.
- Neu:
KALLE, Matthias (2010): Die Welt durch die Brille des Nerds.
Ich habe verstanden: Nerds sind nach landläufiger Meinung
Menschen, die viel vor dem Computer sitzen und dicke
schwarze Brillen tragen. Nerds schaffen all die Räume, in
denen sich moderne Menschen heute bewegen - doch das Leben
kennen sie nicht,
in: Tagesspiegel v. 09.10.
- Inhalt:
Anlässlich eines Vorfalles bei der
Buchvorstellung von Jonathan FRANZEN und angesichts des
gerade angelaufenen Films The Social Network macht
sich KALLE Gedanken über
Nerds:
"Schon
seit längerem wird der Typus des Nerds gefeiert als
derjenige, der die Welt entwirft, in der wir leben. Der
Nerd schuf Facebook, der Nerd schuf das Internet, der Nerd
schuf all die Räume, in denen sich moderne Menschen heute
bewegen. (...).
Während
man den virtuellen Raum im Griff hat, sich dort sicher und
zielgerichtet bewegt, tapst man in der Realität
orientierungslos durch die Gegend. Und für einen Moment
dachte ich, dass die Nerds vielleicht ein wenig zu viel
Macht haben."
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