[ Autoren der Generation Golf ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Matthias Kalle: Die Generation Golf und der Verzicht

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1975 in Minden geboren
    • 2003 Buch "Verzichten auf"
    • Chefredakteur des Stadtmagazin "Zitty"
 
       
   
  • Aktuellster Beitrag
  •  
           
       

    Matthias Kalle in seiner eigenen Schreibe

     
       
    • KALLE, Matthias (2001): So klein ist die Welt.
      Naomi Klein über die Macht der Marken und den Hype um ihre Person,
      in: Jetzt. Das Markenheft. Magazin der Süddeutschen Zeitung, Nr.13, v. 26.03.
    • KALLE, Matthias (2002): Auf wen ist die Jugend so wütend?
      James Dean, Eminem, die Globalisierungsgegner von Genua - alle wollen Rebellen sein. Ein Versuch über den Unterschied zwischen Haltung und Attitüde,
      in: Tagesspiegel v. 05.05.
    • KALLE, Matthias (2003): Blick zurück nach vorn.
      In den 90er Jahren hatte die Jugend sich die Wut abtrainiert - dieses Gefühl galt als uncool. Erlebt die Wut gerade ihr großes Comeback?,
      in: Tagesspiegel v. 13.04.
    • KALLE, Matthias (2004): Die Wutlosen.
      Vor zehn Jahren wurde der Frauentyp »Girlie« ausgerufen: Frech, kämpferisch, nicht aufzuhalten. Die Mädchen von heute sind sanft, nachsichtig und etwas ratlos,
      in: Die ZEIT, Nr.52 v. 16.12.
    • Inhalt:
      Matthias KALLE widmet sich der Geschichte des Medienphänomens "Girlie" in Deutschland, die ihren Ausgang bei einer Spiegel-Geschichte von Marianne WELLERSHOFF aus dem Jahr 1994 nimmt:

            
        "Im Spiegel erscheint damals eine Geschichte mit der Überschrift Die Bombe von nebenan, die all das zusammenfasst. Unterzeile: »Sie tragen Blümchenrock und Kampfstiefel, sie wollen wild und feminin sein, freizügig und egoistisch; sie nennen sich Mädchen, Girlies oder Babes – eine neue Generation von jungen Frauen kämpft für einen neuen Feminismus und lebt ihre eigene Vorstellung von Weiblichkeit: viel Sex, viel Spaß und kein verbissener Männerhass.« Die Geschichte schrieb Marianne Wellershoff, damals 31, sie kam gerade aus den USA zurück, wo sie beobachtete hatte, dass Mädchen anders auftraten, aggressiver, sexy, klug, selbstbewusst. Das waren die Riot-Grrrls, Anhängerinnen des »Girlism« – ein popkulturelles Phänomen mit eigenen Bands, eigenen Magazinen, eigenen Comics, eigener Mode. »Es ging um ein neues feministisches Selbstverständnis«, sagt Wellershoff heute. »Das resultierte aus den achtziger Jahren, aus dem Feminismus, der Friedensbewegung, den Kämpfen, die Frauen zu der Zeit gegen die Männer ausfochten. Anfang der neunziger Jahre kam dann der Spaß dazu.« Und damit es sich auch nach Spaß anhörte, klaute Wellershoff den Namen »Girlie« bei Madonna, die ihre Tournee 1993 »The Girlie-Show« genannt hatte."
            
        Was ist aus den damaligen Spiegel-Vorzeige-Girlies geworden? KALLE schreibt dazu:
            
        Wellershoff führte auch ein Interview mit drei Mädchen, eines war Heike Makatsch, damals 23 und Moderatorin bei Viva. Sie galt als Prototyp des neuen Mädchenbildes, und mochte schon damals das Wort »Girlie« nicht, in dem Interview fällt es kein einziges Mal. Heike Makatsch will heute nicht mehr über diese Zeit reden. Das zweite Mädchen, Johanna Adorján, damals eine 23-jährige Studentin und heute Feuilleton-Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, auch nicht. Das dritte Mädchen, Julia Hinrichsen, war damals 27 und Werbetexterin, und wir konnten sie nicht finden."
    • KALLE, Matthias (2005): Die Reifeprüfung.
      1995: Er suchte das Abenteuer und landete in Leipzig. Die Stadt machte ihm Angst. Zehn Jahre später traut er sich wieder dorthin,
      in: Tagesspiegel v. 22.01.
    • KALLE, Matthias (2005): Achtung Baby!
      Die Deutschen sollen mehr Kinder bekommen, die Politik muss familienfreundlicher werden, sonst ist unsere Zukunft in Gefahr. Ein Besuch in Prenzlauer Berg kann einen aber auf ganz andere Ideen bringen,
      in: Zitty Nr.15 v. 07.07.
      • Inhalt:
        Matthias KALLE mokiert sich in der Zitty-Titelgeschichte "Kleine Monster" über die Eltern vom Prenzlauer Berg, die "gerade eine neues Eltern-Bild" prägen, denn sie sind Akademiker, Besserverdienende, die gemäß dem FDP-Politiker Daniel BAHR in Deutschland zu wenig Kinder bekommen.

              
          KALLE weist darauf hin, dass der angeblich kinderreiche Vorzeige-Bezirk gar nicht so kinderreich ist (Anmerkung: das hatte schon Christian SCHWÄGERL in der FAZ vom 27.04.2005 mit zweifelhaftem Erfolg vorgemacht).
              
          KALLE kritisiert außerdem, dass die Prenzlauer-Berg-Eltern nur Eltern-Darsteller sind, die Kinder nicht der Kinder willen bekommen, sondern aus purem Egoismus. Die Folge: Ihr Leben unterscheidet sich nicht von dem der Kinderlosen, was KALLE ihnen ankreidet.
              
          Als Kinderloser sieht er sich jedoch in der Defensive, denn seit einiger Zeit ist Kinderkriegen ein "patriotischer Akt" und Kinderlose sind die Unverantwortlichen. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den Stern-Titel "Land ohne Kinder".
              
          Bernd ULRICH (ZEIT v. 17.02.2005) stimmt er in einem Punkt zu, dass sich die Politik nicht einmischen sollte, denn Kinder zu instrumentalisieren ist das Allerletzte:
              
          "Sie sind schuldlos, sie können nichts dafür, dass sie angeblich zu wenig sind und vor allem können sie nichts dafür, wenn ihre Eltern sie aus der Sucht nach Selbstverwirklichung oder aus schlechtem Gewissen bekommen. Kann man eigentlich noch grausamer zu Kindern sein?
    • KALLE, Matthias (2009): Der Altersunterschied.
      Er ist sechzehn Jahre jünger als sie - kann das auf Dauer gut gehen? Unser Kolumnist überrascht sich selbst: Er hat ein gutes Gefühl bei der Sache,
      in: Neon,
      Mai
    • KALLE, Matthias (2009): Die Unfall-Liebe.
      Zufall statt Lebensplanung: Wie ein ungewolltes Kind und ein durchwachtes Wochenende das Leben klären kann,
      in: Neon,
      Juni
    • KALLE, Matthias (2009): Das Parship-Paar.
      Im Internet findet man schnell und bequem einen Menschen, der sehr gut zu einem passt. Mit Liebe hat das erst mal nichts zu tun,
      in: Neon,
      Juli
      • Inhalt:
        "Liebe darf nicht passen. Liebe muss drücken und wehtun, und ein heilloses Chaos anrichten", meint Matthias KALLE.
    • KALLE, Matthias (2009): Dreier ohne.
      Ein Mann, zwei Frauen - das riecht nach Ärger. Geht schon, sagen die Teilnehmer. Schwierig, sagt der Kolumnist,
      in: Neon, August
    • Neu:
      KALLE, Matthias (2009): Die Berliner Frau.
      Sie befindet sich in einem Zustand ständiger Überforderung und hält sich verkrampft an ihrer Bierflasche fest. Eine Abrechnung,
      in: ZEIT-Magazin Nr.34 v. 13.08.
     
           
       

    Matthias Kalle im Gespräch

     
       
    • FRIEBE, Holm (2003): Verzichten - worauf?
      in: Berliner Zeitung v. 08.12.
     
           
       

    Verzichten auf (2003)
    Köln: Kiepenheuer & Witsch

     
       
     
     

    Klappentext

    "Das Jammern über »die Krise« nervt. Die goldenen Neunziger sind vorbei, das stimmt. Aber muss deswegen gleich für und von einer ganzen Generation »die Krise« ausgerufen werden? Es ist Zeit, sich Fragen zu stellen, findet der Journalist Matthias Kalle – statt immer nur dumme Antworten zu geben und sich selbst Leid zu tun. Wütend über die Sattheit, die Angepasstheit und die abgeklärte Attitüde vieler Altersgenossen, wagt der Autor in diesem Buch einen radikalen Aufräumversuch, ausgehend von der Frage: Wie will ich leben?
    Um das herauszufinden, erzählt Matthias Kalle seine Geschichte, die ihren Anfang am 9. November 1989 hat und durch die neunziger Jahre bis heute führt. Es ist eine Geschichte des Verzichts. Worauf haben wir verzichtet? Worauf sollten wir verzichten? Worauf dürfen wir niemals verzichten? Die Antworten darauf führen zu den Dingen, die wirklich wichtig sind und auf die wir nie verzichten sollten: Haltung, Angst und Wut. Und einiges andere. Aber lesen Sie selbst.
    "

     
     
     
           
         
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

    Bitte beachten Sie:
    single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

     
       
     
         
       
     
       
    © 2002-2009
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 23. Juli 2003
    Update: 13. August 2009