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Michael Kumpfmüller: Menschliche Tragödien

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1961 in München geboren
    • Studium der Germanistik und Geschichte
    • 2000 Roman "Hampels Fluchten"
    • 2003 Roman "Durst"
    • Journalist
    • lebt in Berlin
 
       
     
       
   

Michael Kumpfmüller in seiner eigenen Schreibe

 
   

KUMPFMÜLLER, Michael (1998): Die widerwilligen Hauptstädter,
in: TagesAnzeiger v. 29.12.

KUMPFMÜLLER, Michael (2000): Der ganz große Stoff.
Wo bleibt der Roman zur Einheit?,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.09.

 
       
   

Michael Kumpfmüller im Gespräch

 
   

BEYER, Susanne & Wolfgang HÖBEL (2000): Das Spiel des Begehrens,
in: Spiegel
Nr.33 v. 14.08.

TEUWSEN, Peer (2000): "Das Bett ist als Topos einfach alles",
in: TagesAnzeiger v. 18.08.

MAYER, Verena (2000): Kumpfmüller. Hampels Fluchten,
in: Wiener Zeitung
v. 29.09.

OBST, Sylvia (2000): "Hampels Fluchten" in Jena,
in:
Ostthüringer Zeitung v. 08.11.

 
       
   

Durst (2003)
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Klappentext

"In der Hitze des Hochsommers, als selbst die Grünflächen in ihrer Wohnsiedlung versteppen, versucht eine junge Frau, aus ihrem Leben zu fliehen. Sie packt einen Rucksack und macht sich davon. Zurück bleiben ihre beiden kleinen Kinder und ein paar Päckchen Saft. Die Frau will nicht lange fortbleiben, und obwohl sie nicht weit kommt, findet sie nicht mehr zurück.
In seinem zweiten Roman lässt sich Michael Kumpfmüller auf ein Thema ein, vor dem sich die Gesellschaft mit Abscheu und Dämonisierung schützt: eine Mutter, die tötet.
Die Frage nach dem Naheliegenden leitet die Erzählung: Was, um alles in der Welt, treibt diese Frau, während in ihrer Wohnung das Entsetzliche geschieht? Mit kühlem, niemals anklagendem Blick begleitet Michael Kumpfmüller seine Figur dreizehn schwere Tage lang. In einer klaren, protokollartigen Sprache beschreibt er ihre ziellosen Wege, ihre ruppigen Liebschaften und ihre Einkaufstouren, die sie auch in Spielwarenabteilungen zu den Kuscheltieren führen. Und wie an unsichtbaren Fäden zieht es sie immer wieder in die Nähe ihrer Wohnung. Tag für Tag setzt sie neu an, doch sie ist zu schwach, um heimzukehren.
Schichtweise wird ihr mörderisches Versagen freigelegt, und wir ahnen voller Unbehagen, dass es mit Schwäche und Angst viel mehr zu tun hat als mit seelischen Defekten. Michael Kumpfmüller beweist mit diesem Buch, wozu die Literatur im besten Fall im Stande ist – Erkenntnis zu schaffen abseits von schieren Fakten und Psychologie.
"

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

KUNCKEL, Susanne (2003): Seele unter Glas.
Sein Debüt "Hampels Fluchten" war ein Bestseller. In seinem neuen Roman "Durst" wagt sich Michael Kumpfmüller an ein Tabu: Eine Mutter, die tötet,
in: Welt am Sonntag v. 17.08.

Neu:
KURZKE, Hermann (2003): Lebensinhalt im Tetrapak.
Die Kindsmörderin und ihr Nagellack: Michael Kumpfmüllers zweiter Roman folgt einer wahren Geschichte,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 07.10.

 
       
   

Hampels Fluchten (2000)
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Pressestimmen

"Lebensstory eines deutschen Casanovas"
(Wolfgang Höbel im Spiegel v. 14.08..2000)

"böses, trauriges und auch sehr komisches deutsches Märchen"
(Hajo Steinert in der Zeit v. 17.08.2000)

"ein Zeitroman ohne Zeitanalyse, ein zutiefst deutscher Roman beinahe ohne Deutschland"
(Dirk Knipphals in der TAZ v. 19.08.2000)

"Es geht nicht um Ideologie, nicht um Überzeugung, sondern allein um individuelles Scheitern und die Hoffnung auf einen Neuanfang"
(Manuela Reichert in der Berliner Zeitung v. 19.08.2000)

"»Uns geht's ja noch Gold«. Ja, das ist der Ton, der im Nachkriegs-Deutschland zu hören war, der Ton, wie er sonntags beim familiären Kaffeeklatsch aufkam, aus deutschen Landen frisch auf den Tisch. (...) Ja, das war die Stimme der Eltern und Grosseltern, das ist die Tonlage, die uns Kumpfmüller (...) ins Ohr diktiert"
(Andrea Köhler in der Neuen Zürcher Zeitung v. 16.09.2000)

"deutsche Geschichte von der Weimarer Republik bis vor der Wende. Ein Einzelschicksal spiegelt im Privaten das Politische wider - Hans Falladas Erbe sowie die Forderung der 68er-Generation löst der von seinem erzählerischen Anspruch her konservative, realistische Roman souverän ein."
(Katrin Hillgruber in der Süddeutschen Zeitung v. 26.09.2000)

Pressestimmen zu Heinrich Hampel dem Protagonisten von "Hampels Fluchten"

"Bankrotteur in beiden deutschen Staaten"
(Dirk Knipphals in der TAZ v. 19.08.2000)

"Er ist ganz Kavalier mit einem Gemüt der ewigen Sommerfrische und einem gelegentlich schmerzenden 'Teil', ist ganz der 'Süße Heinrich', wie die Zuckerstreuer in Cafés einst hießen."
(Katrin Hillgruber in der Süddeutschen Zeitung v. 26.09.2000)

 
     
 
       
   

Rezensionen

HÖBEL, Wolfgang (2000): Hampels erbärmliches, schönes Leben,
in: Spiegel
Nr.33 v. 14.08.

SCHMITZ, Rainer (2000): Der Bettenverkäufer,
in:
Focus Nr.33 v. 14.08.

LEBERT, Stephan (2000): Hoffnung für einen erbärmlichen Helden,
in:
Tagesspiegel v. 16.08.

Infos zu: Stephan Lebert - Autor der Single-Generation

STEINERT, Hajo (2000): Der deutsche Hampel,
in:
Die ZEIT Nr.34 v. 17.08.

BLANK, Gunter (2000): Die große Versöhnung,
in:
Die Woche Nr.34 v. 18.08.

SCHÜTZ, Erhard (2000): Hampels Parabel oder Die wahrhafte Wiederkehr des Erzählens,
in: Freitag
Nr.34 v. 18.08.

SCHREINER, Christoph (2000): Seelenlage eines Matratzenverkäufers,
in:
Saarbrücker Zeitung v. 18.08.

ILLIES, Florian (2000): Könnt ich Dich haben,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.08.

Infos zu: Florian Illies - Autor der Generation Golf

RATHGEB, Eberhard (2000): Könnt ich Dich vergessen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.08.

REICHART, Manuela (2000): Besseres Leben im schlechteren Land,
in: Berliner Zeitung
v. 19.08.

KNIPPHALS, Dirk (2000): Heinrich, immer wieder Heinrich,
in:
TAZ v. 19.08.

KREKELER, Elmar (2000): Dann geh doch nach drüben,
in: Welt
v. 19.08.

MICHALZIK, Peter (2000): Der Balancekünstler und sein stolpernder Schatten,
in:
Frankfurter Rundschau v. 19.08.

Infos zu: Peter Michalzik - Autor der Single-Generation

OLBERT, Frank (2000): Heinrich geht über die Grenze,
in:
Kölner Stadt-Anzeiger v. 24.08.

HILLGRUBER, Katrin (2000): Alptraum im Federbett,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 26.08.

SCHNEIDER, Rolf (2000): Die Sprache macht falsche Fakten wett,
in:
Berliner Illustrierte Zeitung, Beilage der Berliner Morgenpost v. 03.09.

FREUND, Wieland (2000): Alltag eines Taugenichts,
in:
Rheinischer Merkur Nr.36 v. 08.09.

Infos zu: Wieland Freund - Autor der Generation Golf

BENGSCH, Gerhard (2000): Hampelmännchen Abenteuer.
Vom Klassenkampf in deutschen Betten,
in: Junge Welt v. 14.09.

KÖHLER, Andrea (2000): Gehampel in deutschen Betten,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 16.09.

Infos zu: Andrea Köhler - Autorin der Single-Generation

HAGESTEDT, Lutz (2000): Quer durch die Betten.
Heinrich Hampel und wie er die Welt flieht,
in: Badische Zeitung v. 23.09.

KUGLER, Bettina (2000): Bei Hampels auf dem Sofa,
in:
St. Gallener Tagblatt v. 26.09.

CHASE, Jefferson (2000): Humpelnde Fluchten.
Kumpfmüller, Biller und die Zukunft der deutschen Literatur,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.09.

TREICHEL, Hans-Ulrich (2000): Ab in die Betten!,
in:
Literaturen, Oktober

Infos zu: Hans-Ulrich Treichel - Autor der Single-Generation

HAGESTEDT, Lutz (2000): Quer durch die Betten.
Michael Kumpfmüllers Erstling - nur Kimbles Fluchten sind spannender,
in: Literaturkritik.de
v. November

 
   

Berichte von Lesungen

LEIDINGER, Armin (2000): Ein Autor, der sich immer noch "im Zustand des Staunens" befindet.
Der literarische Shooting-Star Michael Kumpfmüller startete seine Lese-Reise bei Phönix in Saarbrücken - "Hampels Fluchen", ein Roman der polarisiert,
in: Saarbrücker Zeitung v. 13.09.

 
   

Hintergrundberichte und Debatte

TEUWSEN, Peer (2000): Der Schelmenroman und seine Geschichte,
in: TagesAnzeiger
v. 18.08.

AREND, Ingo (2000): Literatur nach der Wende.
Kein Ende der Gesinnungsästhetik,
in: Freitag
Nr.40 v. 29.09.

FREUND, Wieland (2000): Noch ein Nibelungenlied.
In jeder Saison wird er eingefordert, niemand will ihn schreiben. Was steckt eigentlich hinter der Sehnsucht nach "dem großen deutschen Roman"?,
in: Welt v. 21.10.

Infos zu: Wieland Freund - Autor der Generation Golf

SCHNEIDER, Rolf (2000): Kumpfmüllers Kunstwelt.
Auch Synthetisierung kann nicht verhindern, dass die DDR als Thema der Literatur verschwindet,
in: Welt
v. 06.11.

 
   

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© 2002-2011
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 19.August 2000
Stand: 16. Mai 2011