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Michael
Kumpfmüller: Menschliche Tragödien
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Kurzbiographie
- 1961 in
München geboren
- Studium der
Germanistik und Geschichte
- 2000 Roman "Hampels Fluchten"
- 2003 Roman
"Durst"
- Journalist
- lebt in Berlin
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Michael
Kumpfmüller in seiner eigenen Schreibe
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Michael
Kumpfmüller im Gespräch
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Klappentext
"In der Hitze des
Hochsommers, als selbst die Grünflächen in ihrer
Wohnsiedlung versteppen, versucht eine junge Frau,
aus ihrem Leben zu fliehen. Sie packt einen Rucksack
und macht sich davon. Zurück bleiben ihre beiden
kleinen Kinder und ein paar Päckchen Saft. Die Frau
will nicht lange fortbleiben, und obwohl sie nicht
weit kommt, findet sie nicht mehr zurück.
In seinem zweiten Roman lässt sich Michael
Kumpfmüller auf ein Thema ein, vor dem sich die
Gesellschaft mit Abscheu und Dämonisierung schützt:
eine Mutter, die tötet.
Die Frage nach dem Naheliegenden leitet die
Erzählung: Was, um alles in der Welt, treibt diese
Frau, während in ihrer Wohnung das Entsetzliche
geschieht? Mit kühlem, niemals anklagendem Blick
begleitet Michael Kumpfmüller seine Figur dreizehn
schwere Tage lang. In einer klaren, protokollartigen
Sprache beschreibt er ihre ziellosen Wege, ihre
ruppigen Liebschaften und ihre Einkaufstouren, die
sie auch in Spielwarenabteilungen zu den
Kuscheltieren führen. Und wie an unsichtbaren Fäden
zieht es sie immer wieder in die Nähe ihrer Wohnung.
Tag für Tag setzt sie neu an, doch sie ist zu
schwach, um heimzukehren.
Schichtweise wird ihr mörderisches Versagen
freigelegt, und wir ahnen voller Unbehagen, dass es
mit Schwäche und Angst viel mehr zu tun hat als mit
seelischen Defekten. Michael Kumpfmüller beweist mit
diesem Buch, wozu die Literatur im besten Fall im
Stande ist – Erkenntnis zu schaffen abseits von
schieren Fakten und Psychologie."
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Das Buch in der Debatte
- KUNCKEL, Susanne
(2003): Seele unter Glas.
Sein Debüt "Hampels Fluchten" war ein Bestseller. In
seinem neuen Roman "Durst" wagt sich Michael Kumpfmüller an
ein Tabu: Eine Mutter, die tötet,
in: Welt am Sonntag v. 17.08.
- Neu:
KURZKE, Hermann
(2003): Lebensinhalt im Tetrapak.
Die Kindsmörderin und ihr Nagellack: Michael Kumpfmüllers
zweiter Roman folgt einer wahren Geschichte,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung v. 07.10.
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Pressestimmen
"Lebensstory eines
deutschen Casanovas"
(Wolfgang Höbel im Spiegel
v. 14.08..2000)
"böses, trauriges und auch
sehr komisches deutsches Märchen"
(Hajo Steinert in der Zeit
v. 17.08.2000)
"ein Zeitroman ohne
Zeitanalyse, ein zutiefst deutscher Roman
beinahe ohne Deutschland"
(Dirk Knipphals in der TAZ
v. 19.08.2000)
"tragikomische Geschichte
eines Getriebenen"
(Elmar Krekeler in der Welt
v. 19.08.2000)
"Es geht nicht um
Ideologie, nicht um Überzeugung, sondern
allein um individuelles Scheitern und die
Hoffnung auf einen Neuanfang"
(Manuela Reichert in der
Berliner Zeitung v. 19.08.2000)
"»Uns geht's ja noch
Gold«. Ja, das ist der Ton, der im
Nachkriegs-Deutschland zu hören war, der
Ton, wie er sonntags beim familiären
Kaffeeklatsch aufkam, aus deutschen Landen
frisch auf den Tisch. (...) Ja, das war die
Stimme der Eltern und Grosseltern, das ist
die Tonlage, die uns Kumpfmüller (...) ins
Ohr diktiert"
(Andrea Köhler in der Neuen
Zürcher Zeitung v. 16.09.2000)
"deutsche Geschichte von
der Weimarer Republik bis vor der Wende. Ein
Einzelschicksal spiegelt im Privaten das
Politische wider - Hans Falladas Erbe sowie
die Forderung der 68er-Generation löst der
von seinem erzählerischen Anspruch her
konservative, realistische Roman souverän
ein."
(Katrin Hillgruber in der
Süddeutschen Zeitung v. 26.09.2000)
Pressestimmen zu Heinrich
Hampel dem Protagonisten von "Hampels
Fluchten"
"Bankrotteur
in beiden deutschen Staaten"
(Dirk Knipphals in der TAZ
v. 19.08.2000)
"Er
ist ganz Kavalier mit einem Gemüt der ewigen
Sommerfrische und einem gelegentlich
schmerzenden 'Teil', ist ganz der 'Süße
Heinrich', wie die Zuckerstreuer in Cafés
einst hießen."
(Katrin Hillgruber in der
Süddeutschen Zeitung v. 26.09.2000)
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Rezensionen
- HÖBEL,
Wolfgang (2000): Hampels erbärmliches,
schönes Leben,
in: Spiegel
Nr.33 v. 14.08.
- SCHMITZ,
Rainer (2000): Der Bettenverkäufer,
in: Focus
Nr.33 v. 14.08.
- LEBERT,
Stephan (2000): Hoffnung für einen
erbärmlichen Helden,
in: Tagesspiegel
v. 16.08.
- STEINERT, Hajo
(2000): Der deutsche Hampel,
in: Die ZEIT
Nr.34 v. 17.08.
- BLANK, Gunter
(2000): Die große Versöhnung,
in: Die Woche
Nr.34 v. 18.08.
- SCHÜTZ,
Erhard (2000): Hampels Parabel oder Die
wahrhafte Wiederkehr des Erzählens,
in: Freitag
Nr.34 v. 18.08.
- SCHREINER,
Christoph (2000): Seelenlage eines
Matratzenverkäufers,
in: Saarbrücker
Zeitung v. 18.08.
- ILLIES,
Florian (2000): Könnt ich Dich haben,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 19.08.
- RATHGEB,
Eberhard (2000): Könnt ich Dich
vergessen,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 19.08.
- REICHART,
Manuela (2000): Besseres Leben im
schlechteren Land,
in: Berliner Zeitung
v. 19.08.
- KNIPPHALS,
Dirk (2000): Heinrich, immer wieder
Heinrich,
in: TAZ
v. 19.08.
- KREKELER,
Elmar (2000): Dann geh doch nach drüben,
in: Welt
v. 19.08.
- MICHALZIK,
Peter (2000): Der Balancekünstler und
sein stolpernder Schatten,
in: Frankfurter
Rundschau v. 19.08.
- OLBERT, Frank
(2000): Heinrich geht über die Grenze,
in: Kölner
Stadt-Anzeiger v.
24.08.
- HILLGRUBER,
Katrin (2000): Alptraum im Federbett,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 26.08.
- SCHNEIDER,
Rolf (2000): Die Sprache macht falsche
Fakten wett,
in: Berliner
Illustrierte Zeitung, Beilage der
Berliner Morgenpost
v. 03.09.
- FREUND,
Wieland (2000): Alltag eines Taugenichts,
in: Rheinischer
Merkur Nr.36 v.
08.09.
- BENGSCH,
Gerhard (2000): Hampelmännchen
Abenteuer.
Vom Klassenkampf in
deutschen Betten,
in: Junge
Welt v. 14.09.
- KÖHLER,
Andrea (2000): Gehampel in deutschen
Betten,
in: Neue Zürcher
Zeitung v. 16.09.
- HAGESTEDT,
Lutz (2000): Quer durch die Betten.
Heinrich Hampel und
wie er die Welt flieht,
in: Badische
Zeitung v. 23.09.
- KUGLER,
Bettina (2000): Bei Hampels auf dem Sofa,
in: St. Gallener
Tagblatt v. 26.09.
- CHASE,
Jefferson (2000): Humpelnde Fluchten.
Kumpfmüller, Biller
und die Zukunft der deutschen Literatur,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 28.09.
- TREICHEL,
Hans-Ulrich (2000): Ab in die Betten!,
in: Literaturen,
Oktober
- HAGESTEDT,
Lutz (2000): Quer durch die Betten.
Michael
Kumpfmüllers Erstling - nur Kimbles
Fluchten sind spannender,
in: Literaturkritik.de
v. November
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Berichte von Lesungen
- LEIDINGER,
Armin (2000): Ein Autor, der sich immer
noch "im Zustand des Staunens"
befindet.
Der literarische
Shooting-Star Michael Kumpfmüller
startete seine Lese-Reise bei Phönix in
Saarbrücken - "Hampels
Fluchen", ein Roman der polarisiert,
in: Saarbrücker
Zeitung v. 13.09.
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Hintergrundberichte und
Debatte
- TEUWSEN,
Peer (2000): Der Schelmenroman und seine
Geschichte,
in: TagesAnzeiger
v. 18.08.
- AREND,
Ingo (2000): Literatur nach der Wende.
Kein Ende der Gesinnungsästhetik,
in: Freitag
Nr.40 v. 29.09.
- FREUND,
Wieland (2000): Noch ein Nibelungenlied.
In jeder Saison wird
er eingefordert, niemand will ihn
schreiben. Was steckt eigentlich hinter
der Sehnsucht nach "dem großen
deutschen Roman"?,
in: Welt
v. 21.10.
- SCHNEIDER,
Rolf (2000): Kumpfmüllers Kunstwelt.
Auch Synthetisierung
kann nicht verhindern, dass die DDR als
Thema der Literatur verschwindet,
in: Welt
v. 06.11.
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