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Michel
Houellebecq: Plattform
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Michel Houellebecq bei
single-generation.de
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Michel
Houellebecq im Gespräch
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- KARCHER, Eva
& U. LANGMANN (2002): Vom Ende der Erotik.
Berühmte Künstler, enge
Freunde: Der Zeichner Tomi Ungerer und der
Literat Michel Houellebecq streiten über Sex,
Tabus und den Islam,
in: Focus
Nr.5 v. 28.01.
- STEINFELD,
Thomas (2002): Ich werde nicht der neue Mensch
sein.
Wie schade, dass die
französische Revolution schon stattgefunden hat:
Ein Gespräch mit Michel Houellebecq,
in:
Süddeutsche Zeitung v.
07.02.
- BRÜGGEMANN,
Axel (2002): "Liebe ist kein Kitsch".
In
seinem neuen Roman "Plattform" findet
Michel Houellebecq die Liebe. Der Skandalautor
über geklonte Menschen, Fundamentalismus und
gefährliche Gefühle,
in: Welt
am Sonntag v. 10.02.
-
MINKMAR, Nils
& Volker WEIDERMANN (2002): Thai hart.
Michel Houellebecq über
Terrorismus, Tourismus, Glück und Geld, Bourdieu
und betrunkene Hunde,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung
v. 10.02.
- KOSPACH,
Julia & Robert TREICHLER (2002): Das Ekel.
Der
französische Schriftsteller Michel Houellebecq
ist einer der erfolgreichsten Autoren der
Gegenwart. Ist er deshalb ein ernstzunehmender
Denker? Nein. Seine Ansichten sind banal und
reaktionär,
in:
Profil Nr.7 v. 11.02.
- NIEDERMEIER,
Cornelia (2002): Das hässliche Lied vom
Menschen.
Der
französische Autor Michel Houellebecq beschreibt
Menschen in ihrer garstigen Durchschnittlichkeit
- und er versäumt es, sich von ihnen zu
distanzieren. Weshalb ihm der Skandal vorauseilt
- auch nach Wien,
in: Der Standard
v. 12.02.
- FUHRIG, Dirk
(2002): Sex hat ein Ende.
Michel Houellebecq über
seinen neuen Roman "Plattform",
in: Frankfurter
Rundschau v. 14.02.
- MÜLLER,
André (2002): "Sex ist sicher ein guter
Grund, sich nicht umzubringen",
in:
Weltwoche
Nr.9 v. 01.03.
-
DOTZAUER,
Gregor (2002): Macht Arbeit glücklich, Monsieur
Houellebecq?
in:
Tagesspiegel
v. 06.03.
- Kommentar:
Michel HOUELLEBECQ
liest aus seinem neuen Roman
"Plattform" im Herzen der
Berliner Republik.
Uwe
WITTSTOCK (Welt
v. 28.02. 2002) sieht im
Typus des Skandalautors vom Schlage eines
HOUELLEBECQ das Schriftstellermodell der
Zukunft: "Von Literatur ist (...)
selten die Rede. Selbst milde Kritiker
bezeichnen den neuen Houellebecq als
ästhetisch 'ungelenk' (...) - aber im
Grunde geht es schon längst nicht mehr
um (...) Texte, sondern um (...) Autoren
als Lieferanten von öffentlichem
Diskussions- und Erregungsstoff."
Aus diesem
Grunde wirbt Jörg
PLATH im TAGESSPIEGEL vom 04.03.2002 für die
Berliner Lesung mit der Person des
Autors:
"Schwitzen ist eine
unkontrollierbare und daher vielsagende
Reaktion des Körpers. Interessierte
Leser kann es nicht kaltlassen, bei
welchen Stellen seines Buches ein Autor
sie zeigt - zumal, wenn es sich um Michel
Houellebecq handelt. Da das Literarische
Colloquium am 6.3. (20 Uhr) überfüllt
sein dürfte, dünsten die Zuhörer
gleich mit ihm mit: Ausweitung der
Schwitzzone."
- LAUTERWEIN,
Andréa (2002): "Ich bin für die
Unsterblichkeit. Dann muss man keine Kinder mehr
zeugen".
Skandal-Autor
Michel Houellebecq über Sadomasochismus, Furcht
erregende Schweizer und den Hüftschwung von
Elvis,
in: Sonntagszeitung
Nr.11 v. 10.03.
- Inhalt:
Interview mit
Überlänge, in dem Michel HOUELLEBECQ
solche Sätze sagt wie:
"Ich
schätze die Deutschen, weil sie die
Fähigkeit haben, Schuldgefühle zu
entwickeln.(...) Die Deutschen haben
einen Hang zur Selbstauslöschung. Die
Juden sind allerdings noch interessanter,
denn sie sind noch extremer: Sie fühlen
sich schuldig, jüdisch zu sein - und
sind dennoch stolz. Ich empfinde
Sympathie für Leute, die sich dafür
hassen, was sie sind. Die Amerikaner
hingegen mag ich nicht, denn sie haben
keine Schuldgefühle. Und ohne
Schuldgefühle ist keine Moral
möglich."
Oder:
"Sexualität ist von Natur aus ein
Wettkampf. Sie ist fundamental mit
Fortpflanzung verbunden. Diese Einsicht
war einer der grössten Schocks meines
intellektuellen Lebens. Das Überleben
des Stärksten ist Quatsch. Es geht um
das Überleben desjenigen, der am meisten
Nachfahren hat. Und diese biologische
Voraussetzung beeinflusst die Psychologie
des Beischlafs."
Oder:
"Tagebuch schreiben ist ein gutes
Mittel. Es führt dazu, dass einem die
eigenen Probleme ankotzen. Nachher kann
man sich Neuem zuwenden."
- Neu:
JOCKS,
Heinz-Norbert (2002): Houellebecq: Sex mildert
die Sorgen.
Interview mit dem
französischen Skandalautor,
in: Neuß-Greuvenbroicher
Zeitung v. 29.06.
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Pressestimmen zu Michel
Houellebecq
"Manche
Schriftsteller ernähren sich vom Unglück,
andere von der Hoffnung; Houellebecq ernährt
sich von der Kränkung."
(Jens Jessen in der Zeit vom
07.02.2002)
"Houellebecq ist
ein Trüffelschwein für
Verletzungspotenziale."
(Jens Jessen in der Zeit vom
07.02.2002)
"Man muss
Houellebecq nicht mögen, man kann ihn sogar
ablehnen wegen seiner hasserfüllten
Affirmation des Hasses und wird sich doch
beklommen fragen, was unsere Zeit
prädestiniert für diese bittere Wiederkehr
der Seelenklage des Fin de Siècle."
(Jens Jessen in der Zeit vom
07.02.2002)
"Im Grunde genommen bedient
sich Michel Houellebecq der Tricks eines
Taschenspielers: (...). Was er in Abrede
stellt, ist eine Übereinkunft: nämlich die,
dass Literatur und öffentliche Rede zwei
verschiedene Orte des Sprechens sind, mit
denen sich auch unterschiedliche Regeln
verbinden. Houellebecq spricht in der
Öffentlichkeit nach den Maßgaben der
Literatur.
(...)
Die Literaturkritik sitzt in einer solchen
Situation natürlich in der Klemme. Was soll
sie eigentlich besprechen? Das Buch oder den
Autor?"
(Julia Encke in der SZ vom
21.02.2002)
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Pressestimmen zu
"Plattform"
"Michel
Houellebecqs (...) Roman, »Plattform«,
(...) liefert (...) die Therapie jener
Krankheit, die er in »Ausweitung der
Kampfzone« (1994) und »Elementarteilchen«
(1998) der westlichen Gesellschaft attestiert
hatte: Die sexuelle Befreiung machte die
Sexualität zu einem freien Markt mit
Unterprivilegierten, die nie zum Zug kommen,
und ewig Begehrten, die am permanenten
sexuellen Leistungsdruck scheitern. Quasi
»oversexed and underfucked« verbringen alle
ab 30 ihr Leben »in einem Zustand ständigen
Mangels«. Als beziehungstherapeutischen
Heilsweg aus der Misere schlägt Houellebecq
in »Plattform« den Sextourismus vor. "
(Julia Kospach in Profil vom
11.02.2002)
"Im Satirischen, vor allem
bei der Beschreibung der Thailand-Rundreise
im ersten Teil, liegen die Stärken von
»Plattform«. Die Gruppendynamik der
zufällig zusammengewürfelten Reisegruppe
beschreibt die angebotsorientierte Ökonomie
des Wünschens und Begehrens - das ist mit
glänzender Boshaftigkeit beschrieben."
(Richard Kämmerlings in der
FAZ vom 16.02.2002)
"Der Verlag wirbt mit dem
Slogan, dies sei der erste Liebesroman
Houellebecqs. Das ist vielleicht richtig, nur
ist das kein Vorzug, sondern macht das
größte Manko des Buchs deutlich. Solange
nämlich Velérie nur als männliches
Phantasma der allzeit bereiten
Sexualpartnerin auftritt, kann nicht viel
schiefgehen (...). Wenn aber Valérie vom
Sexual- zum Liebesobjekt mutiert, rächt sich
Houellebecqs Prämisse, daß Individualität
nur noch als zufällige Schnittmenge von
Zielgruppendefinitionen vorkommt."
(Richard Kämmerlings in der
FAZ vom 16.02.2002)
"Wenn man vom Autor nichts
gehört hätte, wenn nicht überall sein Bild
hinge und man ihn nie in einem Vorort von
Dublin trunken im Essen hätte liegen sehen,
könnte man unaufgeregt feststellen, dass
»Plattform« eine gute Bettlektüre ist. Und
das wäre ein entschiedenes Kompliment.
"
(Julia Encke in der SZ vom
21.02.2002)
Pressestimmen zum
Protagonisten Michel in "Plattform"
"Einen
Sextouristen als Identifikationsfigur gab es
bisher nicht."
(Julia Kospach & Robert
Treichler in Profil vom 11.02.2002)
Pressestimmen zur
Debatte um den Sextourismus
"Das Buch wurde - zu Recht,
wie Interviews mit Houellebecq belegten - als
Rechtfertigung des schmutzigen Geschäfts des
Sextourismus und gar der Kinderprostitution
gelesen, seine jüngst wiederholten,
peinlichen Ausfälle gegen den Islam brachten
den Autor gar vor Gericht. Schließlich ist
in den Schilderungen (...) eine Unmenge an
rassistischem Gedankengut enthalten, das man
dem Autor nur deswegen nicht vorwerfen kann,
weil die weißen Männer - und Frauen - hier
am allerschlechtesten wegkommen."
(Richard Kämmerlings in der
FAZ vom 16.02.2002)
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Die Debatte nach dem
Erscheinen in Frankreich
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Vorabdruck
- HOUELLEBECQ,
Michel (2001): Der neue Houellebecq.
Ein Mann von vierzig
Jahren, nicht nett, nicht fröhlich, aber
Beerdigungen sind sein Ding: Das erste
Kapitel aus dem Roman
"Plattform",
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung
v. 30.12.
- Kommentar:
Die FAS hat
das erste Kapitel von
HOUELLEBECQs umstrittenen Roman
"Plateforme"
abgedruckt, der ab Februar auch
in Deutschland erscheinen soll.
Der DuMont Verlag hat das
Erscheinen so vorverlegt, dass
das Medienspektakel um den
angekündigten Gerichtsprozess
gegen HOUELLEBECQ verkaufswirksam
genutzt werden kann.
Das
Bild vom Single wird gleich im
ersten Kapitel sozialpolitisch
korrekt dargestellt:
"Ich
habe auch nicht geheiratet.
Gelegenheit dazu bot sich mir
mehrfach; aber ich habe jedesmal
abgelehnt. Dabei mag ich Frauen
sehr. Daß ich ledig geblieben
bin, ist eines der Dinge, die ich
im Leben ein wenig bedaure. Vor
allem im Urlaub wirkt sich das
störend aus. Im Urlaub bringen
die Leute unverheirateten
Männern ab einem gewissen Alter
ziemliches Mißtrauen entgegen:
Sie vermuten bei ihnen einen
starken Egoismus und wohl auch
einen gewissen Hang zum Laster;
ich kann ihnen nur recht
geben."
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Rezensionen
- deutschsprachiger
Raum
- FEDERMAIR,
Leopold (2001): Michel
Houellebecq: Plateforme,
in:
WochenZeitung
Nr.42 v. 18.10.
- Inhalt:
Der
österreichische
Schriftsteller
Leopold
FEDERMAIR
ist der Übersetzer von
Houellebecqs
Debütroman
"Ausweitung der
Kampfzone".
Seine Rezension ist ein
eindeutiger Verriss des
neuen Romans. Er
unterscheidet jedoch
zwischen
"Plateforme"
und den beiden
vorangegangenen
Romanen. Sein Fazit:
"Einer der
talentiertesten Autoren
der neuen französischen
Literatur, einst ein
Kritiker des Nihilismus,
ist dabei, sein Talent
der massenmedialen
Nichtigkeit zu
opfern."
- TRABANT,
Jürgen (2002): Wühlen in
Europas Wunden.
Eine
trostlose Suche nach Liebe und
Glück: Michel Houellebecqs Roman
"Plattform",
in: Tagesspiegel
v. 27.01.
- Inhalt:
Professor
TRABANT begnügt sich
nicht mit einer Rezension
von
"Plattform",
sondern bewertet auch die
Romane
"Ausweitung
der Kampfzone"
und
"Elementarteilchen".
Sein Fazit: "Wie
Voltaire ist auch Houellebecq
kein wirklich großer
Erzähler. Aber mit
Houellebecq hat
Frankreich endlich wieder
etwas Wichtiges und etwas
sehr Französisches
beizutragen zum aktuellen
Roman"
- GRAUBNER,
Hans-Joachim (2002): Keine Angst
vor Tabus.
Michel
Houellebecqs Roman
"Plattform" auf Deutsch
in: Stuttgarter
Zeitung v.
01.02.
- HENSCHEL,
Gerhard (2002): "Sei zart
und schweig auch du".
"Pst",
bat Wilhelm Busch 1904 leise,
wenn es erotisch wurde. Knapp 100
Jahre später schreibt Michel
Houellebecq einen Roman voll
Pornografie-Getöse und
kalkuliert den Skandal gleich mit
ein,
in: Financial
Times Deutschland
v. 01.02.
- SCHÜBLER,
Walter (2002): 239 bis 242!
Derselbe auf
Skandal zielende Themenmix,
dasselbe Szenario der Erregung
wie schon bei den
"Elementarteilchen".
Michel Houellebecq wirft das
Hölzel, und die Meute apportiert
- schwanzwedelnd.
"Plattform", der neue
Roman des Provokateurs. Ein
skandalöser Einwurf.
in: Die
Presse v.
01.02.
- Kommentar:
Michel
Houellebecqs Roman
"Plattform" ist
auf Deutsch erschienen
und die ersten
Rezensionen sind bereits
erschienen. SCHÜBLER
hält zwar nichts von dem
französischen
Provokateur, bietet
jedoch -
infotainmentgerecht -
einen Leser-Service und
nennt alle Seitenzahlen,
die auch für die
Nicht-Leser von Interesse
sind.
- STOISER,
Anja (2002): Skandal-Roman: Der
Mann als Sex-Tourist,
in:
Aspekte.
Sendung des ZDF
v. 01.02.
- KNIPPHALS,
Dirk (2002): Letzte Ausfahrt
Bangkok.
Herzens-
(und andere) Ergießungen eines
sexliebenden Normalbürgers: In
seinem neuen Roman
"Plattform" erweist
sich Michel Houellebecq als
metaphysischer Pornograf.
Gesellschaftskritisch
interessierte Leser müssen daher
ganz tapfer sein,
in:
TAZ
v. 02.02.
- Inhalt:
"Michel
Houellebecq, das war so
etwas wie die Rache der
Neoliberalismus-,
Hedonismus-,
Globalisierungs-,
Individualisierungs- und
Was-weiß-ich-Kritiker an
der Literatur.
Und nun so etwas!"
KNIPPHALS stuft
"Plattform" als
Kolportageroman ein. Sein
Fazit: "Bei
Houellebecq - und das ist
wohl die größte
Provokation - sind es
allein die Körper, die
zählen."
- MÜLLER,
Tobi (2002): Das Fremde zutiefst
im Innersten.
Michel
Houellebecqs neuster Roman preist
den Sextourismus als
pragmatischen Pakt. Doch
"Plattform" ist auch
ein moralisches Buch über die
schiere Gewalt von Oberflächen,
in:
Tages-Anzeiger
v. 02.02.
- JESSEN, Jens
(2002): Der große Jammer.
Ein
Meister und sein Epigone:
Joris-Karl Huysmans und Michel
Houellebecq. Aus Anlass des
Romans "Plattform"
in:
Die ZEIT
Nr.7 v. 07.02.
- Kommentar:
Jens
JESSEN hat eine äusserst
lesenswerte Rezension zu
"Plattform"
verfasst. Er sieht
HOUELLBECQ - das
"Trüffelschwein
für
Verletzungspotenziale"
- in der französischen
Tradition des
Antimodernisten
Joris-Karl HUYSMANS.
Dieser war "der
erste moderne Feind der
Moderne" des Fin de
Siècle. HUYSMANS
"beerdigte"
damals den Naturalismus
und begründete "die
literarische
Décadence".
- ALBRECHT,
Alexandra (2002): Düstere
Einsichten eines Moralisten.
Houellebecqs
Roman "Plattform" liegt
auf Deutsch vor,
in: Weser
Kurier v.
11.02.
- KOSPACH,
Julia (2002): Oversexed and
underfucked.
Sextourismus
als Heilsweg aus der Misere des
Westens: Michel Houellebecqs
neuer Roman "Plattform"
ist eine gut geschriebene
Zumutung,
in: Profil
Nr.7 v.
11.02.
- RÜDENAUER,
Ulrich (2002): Vom Unglückstier
Mensch.
Angriffe auf
den Islam: Muss man sich Sorgen
um Houellebecq machen? - Ein
Blick auf sein gelungenes neues
Buch,
in:
Saarbrücker Zeitung v.
11.02.
- LINK, Oliver
(2002): Mieses Glück,
in:
Stern
v. 14.02.
- LÜDDEMANN,
Stefan (2002): Kalter Traum von
sterilen Glück am Sonnenstrand,
in: Neue
Osnabrücker Zeitung
v. 16.02.
- KÄMMERLINGS,
Richard (2002): Im Schrebergarten
der Lüste.
Ein Camus
für unsere Zeit? Michel
Houellebecqs neuer Roman
"Plattform",
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 16.02.
- SCHNEIDER,
Rolf (2002): Verkehrsregeln für
den Menschenpark.
Die Welt
ist ein Bordell, und Michel
Houellebecq ist moralisch - für
ein gutes Buch reicht das nicht,
in: Berliner
Morgenpost
v. 16.02.
- ENCKE,
Julia (2002): Der Jargon der
Missvergnügten.
Gut
geeignet als Bettlektüre: Bei
den Schlüsselwörtern hat jeder
seine Vorlieben, aber eine
Provokation ist Michel
Houellebecqs Roman
Plattform nicht,
in: Süddeutsche
Zeitung v.
21.02.
- DETJE,
Robin (2002): Jetzt komm schon!
Sonst stirbst du nämlich.
Mit seinem
Roman mausert sich Michel
Houellebecq zum Ronald Schill der
Befriedigungsfaschisten,
in: Literaturen
Nr.3, März
- HERMANN,
Thomas (2002): In aller Munde.
Michel
Houellebecqs Aggressivität zieht
Kreise,
in: Literaturkritik.de
Nr.3 v. 05.03.
- WEISS,
Volker (2002): Fuck Global.
Michel
Houellebecq kurbelt die
postfordistische Ökonomie des
Begehrens an,
in: Jungle
World Nr.11
v. 06.03.
- RAU, Milo
(2002): Erniedrigte und Beleidigte.
Michel Houellebecqs neuer
Roman "Plattform",
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 10.04.
- Inhalt:
RAU beschreibt
HOUELLEBECQ als desillusionierten
"materialistischen Moralisten",
der zur "Symbolfigur des
wiederauferstandenen kritischen
Gesellschaftsroman" geworden sei und
vergleicht ihn mit Emmanuel BOVE:
"Mit
leichter Hand schliesst Houellebecq (...) im
vorliegenden Roman die
Notausgänge der spätbürgerlichen
Lebensumstände: Während bei Emmanuel
Bove, einem andern grossen Vertreter der
französischen Einzelgängerliteratur,
dem Menschen sein Scheitern an der Welt
immerhin im dichten Fangnetz einer
präzise notierten Wirklichkeit
widerfährt, ist Houellebecqs Michel
wirklich nur ein frei fliegendes
Elementarteilchen, nichts weiter (...).
Houellebecqs Stil hat die gleichmässige
Färbung eines depressiven Positivismus,
der unterschiedslos hinnimmt, was
geschieht (...). Die Verzweiflung übers
schlechte Leben verwandelt sich so in
Selbsthass: «Im Badezimmerspiegel
betrachtete ich mich mit Abscheu: Mein
verkrampftes Bürokratengesicht stand in
krassem Gegensatz zu meiner Aufmachung.
Ich glich letztlich genau dem, was ich
war.» Ich ist kein Anderer, das Projekt
der Moderne ist gescheitert.
Hatte Houellebecq in
«Elementarteilchen» die
Rettung des Menschen in der
Radikalisierung dieser Tendenz zur
Unterschieds- und Charakterlosigkeit
gesucht - nämlich in seiner Klonung, in
der
endgültigen
Auslöschung des Individuums -, öffnet
er in «Plattform» einen neuen,
überraschenden Fluchtweg: die Liebe."
Die Stärke
HOUELLEBECQs als negativen Moralisten
beschreibt RAU folgendermaßen:
"Die Figur des Michel ist
uninteressant und unscharf, sobald er
glücklich ist, jenes kurze, schwebende
Moment zwischen Geschlechtsakt und
postkoitaler Leere ist Houellebecqs Sache
nicht." Stattdessen wird
"gerade im letzten Teil von
«Plattform», der einer Feinanalyse der
Depression im Stadium ihrer Vollendung
gewidmet ist, (...) jener existenzielle
«Verlust» spürbar, den zu beschreiben
und zu beklagen Houellebecq eine
unvergleichliche Sprache gefunden
hat."
Abiturienten
in Baden-Württemberg
konnten sich in der
Abitursklausur Deutsch Leistungskurs mit
dem Franzosen anderweitig
auseinandersetzen:
Erörterung
ausgehend von Michel Houellebecqs These:
»Da die gesamte Gesellschaft
größten
Wert auf angenehme Gefühle legt, ist es
gut, das Unangenehme zu betonen. Eines
der Rechte der Literatur ist das Recht
auf Unklarheit, darauf, eben nicht Spaß
zu machen.
Die
Literatur ist eine Gegenkraft.« (Eßlinger
Zeitung, 10.04.2002)
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- RIETHMÜLLER,
Jürgen (2002): Der Punk der Hochkultur.
Michel Houellebecq
mischt die Feuilletons auf. Sein neuer
Roman heisst doppeldeutig
"Plattform". Und besser noch:
Der Star-Autor kommt erstmals nach
Stuttgart. Ein Ereignis,
in: Lift.
Das Stadtmagazin für Stuttgart und
Region, Februar
- MÜLLER,
Regina (2002): Mitteilungen aus den
Niederungen der Liebe.
Michel
Houellebecq stellt seinen Roman
"Plattform" vor,
in: Hamburger
Abendblatt v.
02.02.
- WILMES,
Hartmut (2002): Suche nach der verlorenen
Lust,
in: Kölnische
Rundschau v. 02.02.
- WEIDERMANN,
Volker (2002): Der neue Euphorismus.
Das Glück ist eine
Pauschalreise: Michel Houellebecqs
Ankunft in Deutschland,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 07.02.
- Inhalt:
Bericht
über die Auftakt-Lesung im
Kölner Odeon-Kino.
- STEINFELD,
Thomas (2002): Da lacht die kleine, wache
Eidechse.
Der
höfliche Michel Houellebecq zieht durch
Deutschland: Eine Übung in literarischer
Amnestie,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 09.02.
- OSIECKI,
Matthias (2002): Houellebecq-Lesung in
Wien.
"Ich kann
die Entwicklung der Welt nur
feststellen", meint Michel
Houellebecq,
in: ORF
Online v. 11.02.
- FRANZ,
Veronika (2002): "Nur Schreiben ist
mir zu wenig",
in: Kurier
v. 12.02.
- KRAMAR,
Thomas (2002): "Gott ist mir nicht
sympathisch".
Michel
Houellebecq, soeben erneut als
"Reaktionär" punzierter
französischer Erfolgsautor, fühlte sich
im Wiener Rabenhof nach einer Dosis
Whisky "unglaublich wohl",
in: Die
Presse v. 12.02.
- KÜCHEMANN,
Fridtjof (2002): Der Tod und der
Lesungsreisende: Houellebecq in
Deutschland,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung Online
v. 13.02.
- FUHRIG,
Dirk (2002): Monsieur Tristesse.
Der französische Autor
Michel Houellebecq las im TAT aus seinem
neuen Roman "Plattform",
in: Frankfurter
Rundschau v. 14.02.
- GÜNTNER,
Joachim (2002): Unter Fans.
Michel Houellebecq
in Deutschland,
in: Neue
Zürcher Zeitung v.
15.02.
- KUGLER,
Bettina (2002): Die Lust, Rassist zu
sein,
Michel Houellebecqs
neuer Skandalroman "Plattform"
ist jetzt in deutscher Übersetzung
erschienen,
in: St.
Galler Tagblatt v.
15.02.
- MÄRZ,
Ursula (2002): Rauchen und Rucken.
Die Dichterlesung
als Ereignis und Problem,
in: Frankfurter
Rundschau v. 26.02.
- Kommentar:
Michel
HOUELLEBECQ tingelt - die
Ökonomie der Aufmerksamkeit
geschickt nutzend - durch
deutsche Lande und veranlasst Ursula
MÄRZ
zur Bemerkung:
"Zwar liest Michel
Houellebecq bei seiner
Deutschlandtournee aus seinem
neuen Roman. Aber es ist
fraglich, ob ein einziger
Besucher auf die Ankündigung
hin, Houellebecq werde diesmal
nicht lesen, sondern nur tun,
wofür er berühmt ist, intensiv
rauchen, mit den Gliedmaßen
rucken, schwitzen und
polemisieren, zu Hause
bliebe."
- WITTSTOCK,
Uwe (2002): Weshalb ein Schriftsteller
zwei Meinungen haben sollte.
Der Franzose
Michel Houellebecq sorgt für Skandal -
nach einem Rezept, das schon Grass,
Handke und Christa Wolf half,
in: Welt
v. 28.02.
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Das Buch in der Debatte
- Michel
Houellebecq "Plateforme"
- LAGER,
Sven (2002): Eine Nacht in der Sukhumvit
Road.
Das
literarische Kneipenquartett: Ein
Gespräch in der Bangkok Bar, ebendort,
über den abwesenden Herrn Houellebecq,
dessen lang erwarteter und kontrovers
diskutierter Sextourismusroman
"Plattform" kommende Woche auf
Deutsch erscheint
in: TAZ
v. 25.01.
- Kommentar:
Sven LAGER
debattiert vor Erscheinen der
deutschen Übersetzung über den
neuen Roman "Plattform"
von "HouelleBECK".
Die
Verballhornung des Namens soll
wohl darauf hinweisen, dass es im
Denken und Schreiben des
französischen Literaten Michel
HOUELLEBECQ
und des deutschen Soziologen
Ulrich
BECK
mehr Gemeinsamkeiten als
Unterschiede gibt.
Obwohl
BECK - wie der
Sozialwissenschaftler
Volker
STORK in
seiner Abrechnung mit dem
"Phänomen
BECK"
durchaus richtig beschreibt -
seine Individualisierungsthese
gegen die Position von
HOUELLEBECQs
"Atomisierungsthese"
genauso abgrenzen würde wie vom
neoliberalen "Homo
Oeconomicus", so gibt es
doch bei diesen drei Perspektiven
unverkennbar eine grundlegende,
gemeinsame Vorstellung vom
Funktionieren der Gesellschaft
als Marktkonkurrenz von
Individuen.
- RIK (2002):
Führerkult,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 29.01.
- Inhalt:
HOUELLEBECQ
hat dem Nachrichtenmagazin Focus
eines seiner berüchtigten
Interviews gegeben, das RIK für
die FAZ-Leser zusammenfasst.
- DATTENBERGER,
Simone (2002): Der Mann ist doch brav.
Michel Houellebecqs
neuer Roman,
in: Münchner
Merkur v. 02.02.
- BURGHOFF,
Christel & Edith KRESTA (2002): Der
arme Mann!
Sex im
Pauschalangebot fordert der
Bestsellerautor Michel Houellebecq. So
weit geht die Tourismusindustrie (noch)
nicht,
in:
Die ZEIT Nr.7 v.
07.02.
- DIE
PRESSE (2002): Frauenproteste in Wien
gegen Michel Houellebecq.
Eine
überparteiliche Initiative
österreichischer Frauen verurteilt
rassistische und sexistische Aussagen
Michel Houellebecqs in Wien. Die Politik
reagiert zwiespältig.
in: Die
Presse v. 18.02.
- BURGHOFF,
Christel & Edith KRESTA (2002): Zur
Sache, Schätzchen!
Der
Erfolg der Reiseindustrie verdankt sich
nicht zuletzt ihrer unterschwelligen
erotischen Botschaft. Eine Spurensuche
der Erotik beim Reisen. Ist der
Sextourismus ein Schmuddelthema?,
in: TAZ
v. 15.06.
- KÜPPERS,
Kirsten (2002): Unter Travellern.
Thailand
ist das Kreta von heute: Motorboote mit
laut aufgedrehter Bob-Marley-Musik,
Lichterketten an Karaoke-Bars und Fotos
von Hautkrankheiten. Über die Suche nach
dem schönen Rausch, das Recycling
vergangener Jugendkulturen und das Elend
des Individualtourismus: Impressionen
einer Reise
in: TAZ
v. 05.07.
- Kommentar:
Das
"Faserland"
von KÜPPERS heißt Thailand.
Auch die Lektüre von
"Plattform" hilft da
nicht weiter. Tristesse
Royale
einer Andersreisenden.
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Sonstiges
- POHL,
Ronald (2002): Der Schimpf aus Daseins
Tiefe.
Während sich
aufrichtige Liberale noch über die
inkorrekten Sager des Literaten Michel
Houellebecq aufregen, hat dessen Schimpf
Konjunktur: An allen Ecken und Enden wird
an der Demontage des linken
Fortschrittspathos gearbeitet,
in: Der
Standard v. 15.02.
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weiterführende
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