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Monika Maron:
Altern in der alternden Gesellschaft
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Kurzbiographie
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1941 in Berlin
geboren
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1981 Debütroman
"Flugasche"
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2002 Roman
"Endmoränen"
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2003 Buch "Geburtsort
Berlin"
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2007 Roman "Ach Glück"
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2009 Buch "Bitterfelder
Bogen"
-
2010 Buch "Zwei Brüder"
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Monika Maron
in ihrer eigenen Schreibe
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MARON, Monika (2002): Lebensentwürfe,
Zeitenbrüche.
Vom Nutzen und Nachteil dunkler Brillen: Wer es sich zu einfach
macht beim Rückblick auf seine Geschichte, beraubt sich seiner
Biografie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.09.
MARON, Monika (2003):
Vorpommern - Das Schöne in aller Dürftigkeit.
Deutsche
Landschaften (16): Sie ist weder lieblich noch grandios. Nicht reich
nicht bunt. Doch ist es die Landschaft, die mir vom Leben zum Lieben
zugeteilt wurde,
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.05.
MARON, Monika (2003): Geld
macht leer.
Wer sich nicht
streckt, schrumpft: Ein Plädoyer für den Gemeinsinn,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.
Monika
MARON ist die Dritte im Bunde der neuen SZ-Bürgergesellschaft,
die den Sozialstaat obsolet machen soll:
"Es bleibt die Frage,
warum, abgesehen von vereinzelten Aktionen derer, die gerade
betroffen sind, wir unsere Stadt nicht verteidigen und vor
einer barbarischen Zurichtung durch die Buchhalter
bewahren."
MARONs Weltbild der
transzendentalen Heimatlosigkeit kennt nur zwei Zustände:
selber schuld (Individualisierung) oder Schicksal. Sie hat
also ihre neoliberale Lektion schon gelernt, dass es keine
Gesellschaft gibt, sondern nur Individuen. Aus diesem Grunde
bevorzugt sie das Schicksal als das kleinere Übel:
"Im Sommer 2002, als
die Elbe die Städte an ihren Ufern überflutete und wieder
vernichtete, was gerade vor dem Zerfall gerettet worden war,
zogen Menschen aus allen Teilen Deutschlands in die
heimgesuchten Städte, um zu helfen. Dieser unverschuldete,
gleichsam aus dem Himmel herabgefahrene Schicksalsschlag,
löste ein Mitgefühl aus, das zu tätigem Beistand drängte und
die Erinnerung wachrief, dass man zu einer, im Notfall
füreinander einstehenden Gemeinschaft gehört".
Diese
Notfallgemeinschaft möchte sie gerne auf Dauer stellen, aber
wurden unsere Institutionen nicht gerade erfunden, um unseren
Alltag vom ewigen Notfall zu entlasten? |
MARON, Monika (2003): Gemeinsam im Schlamassel.
Berlins
Niedergang hat einen Vorteil: Die Trennung zwischen West und Ost hebt
sich auf,
in: Welt v. 13.10.
MARON, Monika
(2009): Hört auf, von "DDR-Literatur" zu sprechen!
Dankesrede zum Preis der Deutschen
Nationalstiftung,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.06.
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Monika Maron:
Porträts und Gespräche
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SEIBEL, Andrea (2009): "Manche lieben sich sogar".
Der eine macht eine Universität in
Thüringen zu einem internationalen Wissenschaftsstandort. Die andere
setzt Bitterfeld ein Denkmal: Monika Maron und Karlheinz Brandenburg
über das Internet in ihrem Leben,
in: Welt v. 14.12.
Neu:
KELEK, Necla (2011): Meine Seelenschwester.
Eine entschlossene Streiterin für die
Freiheit, eine bedeutende Schriftstellerin. Ein Geburtstagsgruß für
Monika Maron, die am 3. Juni siebzig Jahre alt wird,
in: Welt v. 28.05.
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Klappentext
"Das Ende des
Sommers, lange als Zumutung empfunden, erlebt Johanna seit einigen Jahren
als Erleichterung. Die Hoffnung, mit der Zeitenwende das wirkliche Leben
erst zu beginnen, ist dem Gefühl gewichen, nichts zu können, was die
veränderte Welt braucht. Früher hat sie geheime Botschaften in ihren Vor-
und Nachworten und in überliefernswerten Biografien versteckt, eine
plötzlich überflüssige Fähigkeit, wie auch die weltabgewandte
Charakterfestigkeit von Achim, ihrem Mann, eine überflüssige Tugend
geworden ist. Auf dem Land, in einer nordöstlichen Endmoränenlandschaft,
versucht sie, gleichsam in einem Panoramablick, ihren biografischen
Standort zu bestimmen, rückblickend, vergleichend und ratlos, was die vor
ihr liegende Zeit angeht.
Johannas entschlossene und lebenskluge Freundin Elli benutzt das Wort
Glück seit langem nur in seinen trivialen Zusammenhängen. Die erfolgreiche
Malerin und Erbin eines Verwalterhauses Karoline Winter, vor jeder
Flugreise in Todesangst, verzweifelt am Verfassen ihres Testaments, weil
sie keine Erben hat. Christian, der alte Freund aus München, Lektor in
einem Wissenschaftsverlag, erlebt den Sturz in die Bedeutungslosigkeit.
Die Lebensentwürfe aller scheinen erschöpft, und die Zeit vor ihnen ist
noch lang."
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Pressestimmen
"Man brauche nicht allzu viel Phantasie,
schrieb unlängst der Publizist Jens Bisky »um sich
auszumalen, welchen Zustand das Zwillingspaar
Bevölkerungsrückgang und Alterung«
auf dem Gebiet der ehemaligen DDR herbeiführen werde: »Hier
beginnt die Zukunft der Altersgesellschaft«
In dieser Landschaft spielt der neue Roman »Endmoränen«"
(Volker Hage im Spiegel vom 21.09.2002
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Rezensionen
HAGE, Volker (2002): Deutschland im Herbst.
In ihrem neuen Roman "Endmoränen" erzählt Monika Maron von
Lebensentwürfen und Umbrüchen nach dem Ende der DDR - und vom
nahenden Alter,
in: Spiegel Nr.39 v. 21.09.
HAGE zitiert Jens
BISKYs SZ-Artikel Angenehm leer.
BARTMANN,
Christoph (2002): Die Herbstzeitlosen.
Von der Kunst, Botschaften in Biografien zu verstecken: Monika
Marons unruhiger Vorruhestandsroman "Endmoränen",
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.09.
APEL, Friedmar
(2002): Sommerhaus, älter.
Was nach dem Rückzug liegenbleibt: Monika Maron blickt Gletschern
nach,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.08.10.
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weiterführende
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