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Peter Schneider: Die Änderungen der Bewegungsrichtung

 
       
     
       
     
       
   

Peter Schneider in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • SCHNEIDER, Peter (1970): Die Frauen bei Bosch,
    in:
    Kursbuch 21
  • SCHNEIDER, Peter (1974): Die Sache mit der 'Männlichkeit'.
    Gibt es eine Emanzipation der Männer?
    in: Kursbuch 35
  • SCHNEIDER, Peter (1977): Atempause. Versuch, meine Gedanken über Literatur und Kunst zu ordnen, Reinbek: Rowohlt
  • SCHNEIDER, Peter (1993): Erziehung nach Mölln,
    in:
    Kursbuch 113
  • SCHNEIDER, Peter (1994): Vom Ende der Gewißheit, Berlin: Rowohlt
  • SCHNEIDER, Peter (2000): Ausbruch aus der Käseglocke.
    Verteidigung der 68er gegen die Maschendrahtzaun-Generation,
    in:
    Spiegel Nr.21 v. 22.05.
  • SCHNEIDER, Peter (2000): Notizen eines Verfassungsfeindes.
    Vielleicht fehlt nur die zweite Revolte. Peter Schneider zur alten und neuen Bundesrepublik,
    in: Tagesspiegel v. 02.10.
  • SCHNEIDER, Peter (2002): Der deutsche Gulliver,
    in: Spiegel Nr.38 v. 16.09.
  • SCHNEIDER, Peter (2004): Die deutsche Lähmung.
    Peter Schneider über Fußball, Politik und das Versagen der Intellektuellen in der aktuellen Reformdiskussion,
    in: Spiegel Nr.28 v. 05.07.
    • Inhalt:
      Peter SCHNEIDER sieht Parallelen zwischen der Fußballpleite und der wirtschaftlichen Situation in Deutschland:

            
        "Unbestreitbar ist, dass die kleinen Länder Europas sich gegen die großen durchgesetzt haben. (...) Zufällig oder nicht: Es handelt sich bei den kleinen, frechen Siegern fast durchwegs um Mannschaften aus Ländern, die jene wirtschaftlichen Reformen, die Deutschland, Frankreich und Italien noch bevorstehen, längst hinter sich gebracht haben. Die Arbeitslosigkeit in den Siegerländern ist entweder halb so groß wie in den großen Verlierernationen oder das Wirtschaftswachstum weit dynamischer. Kann es sein, dass reformfreudigere Länder am Ende auch besser Fußball spielen?"
  • SCHNEIDER, Peter (2005): Der verpatzte Aufbruch.
    Die Niederlage der rot-grünen Politik in NRW bedeutet nicht das Aus für die Ideale der 68er, sondern das Ende der Wählergeduld: Die Schröder-Regierung hat gegen die Arbeitslosigkeit nichts, ansonsten aber viel Erfreuliches bewirkt - nur die Menschen mitreißen konnte sie nie, 
    in: Spiegel Nr.22 v. 30.05.
    • Inhalt.
      Peter SCHNEIDER beschreibt die Regierungspolitik als SCHRÖDER-Anhänger, LAFONTAINE-Gegner und Grünen-Kritiker. Er wirft den Grünen ein problematisches Erbe aus der "Konkursmasse der maoistischen Parteien" vor, deren Akteur SCHNEIDER einst selber war.
 
       
   

Peter Schneider im Gespräch

 
       
   
  • TAGESSPIEGEL (2005): 1. Denken ist keine Solidaritätsveranstaltung 3.
    Drei Fragen, sechs antworten: Wie Intellektuelle in den Wahlkampf gehen,
    in: Tagesspiegel v. 25.05.
    • Kommentar:
      Der Tagesspiegel hat
      Friedrich C. DELIUS, Peter SCHNEIDER, Klaus STAECK, Walter JENS, Peter RÜHMKORF und Paul NOLTE versammelt.
            
        Die Post-68er sind einzig durch letzteren repräsentiert, repräsentativ ist das nicht, aber dafür mittig.
            
        Peter SCHNEIDER über die intellektuelle Situation in Deutschland:
            
        "Ein wirklich neues Nachdenken über Deutschland hat spätestens seit dem Mauerfall nicht mehr stattgefunden, von rühmlichen Ausnahmen wie Enzensberger, Habermas oder Ulrich Beck abgesehen. Die meisten linken Intellektuellen verharrten in der traditionellen Rolle der Mahner und Warner. Es wurde nicht voraus-, sondern hinterhergedacht. Lagertreue war wichtiger als Erkenntnis."
 
       
   

Beiträge zu Peter Schneider

 
     
       
   

Skylla (2005)
Berlin: Rowohlt

 
   
 
 

Klappentext

"Der Berliner Anwalt Leo Brenner hat eine Frau geheiratet, die er zu kennen glaubt, denn ihm verdankt die schöne Lucynna die Scheidung von ihrem ersten Mann. Mit ihrer kleinen Tochter wollen die beiden einen Sommer in der Toskana verbringen, flüchten aber vor dem Regen in den Süden, nach Latium.

Leo und Lucynna verlieben sich in die von Touristen unberührte Landschaft und kaufen eine Ruine auf einem Hügel mit spektakulärem Meerblick - allen gut gemeinten Warnungen von Freunden und Einheimischen zum Trotz. Während der Bauarbeiten entdeckt Lucynna, einst passionierte Archäologin, ein antikes Mosaik: Odysseus und seine Gefährten passieren die Meerenge zwischen Skylla und Charybdis"

Pressestimmen

"Im Bedeutungsgeflecht des Romans steht die manisch betriebene Archäologie der Frau als Identitätssuche gegen die destruktive Häuslebauerei des Mannes, der freilich ebenso auf Existenzsicherung aus ist. Es geht um das Haus der Erinnerung. »Die Menschen wollen wissen, woher sie kommen, und hoffen dabei herauszufinden, wer sie sind und wohin sie gehen. Die gesamte Geschichtsschreibung ist ein Krieg um die Erinnerung, der nie zu Ende geht (.) Jede Generation erschafft sich aus den Zeugnissen der Vorväter eine neue und eigene Geschichte, die sie im Gedächtnis der Menschheit einschreiben möchte.«"
(Harald Jähner in der Berliner Zeitung vom 21.04.2005)

 
 
       
   
  • Rezensionen

    • ALBATH, Maike (2005): Peter Schneider "Skylla",
      in: DeutschlandRadio v. 17.03.
    • SCHMIDT, Thomas E. (2005): Vor Capri gescheitert.
      Peter Schneider schickt sein Personal in die Grotte der Bedeutungslosigkeit,
      in: Die ZEIT Nr.15 v. 06.04.
    • REINHARDT, Stephan (2005): Skyllas Wiedergängerin.
      Peter Schneider verbindet in seinem ironisch-leichten Italienroman Mythos, Antike und Gegenwart,
      in: Frankfurter Rundschau v. 20.04.
      • Inhalt:
        REINHARDT schlägt einen großen Bogen von SCHNEIDERs Debütroman "Lenz" zum neuen Roman "Skylla".
    • JÄHNER, Harald (2005): Archäologie und Hausbau.
      Peter Schneider, der heute 65 Jahre alt wird, und sein neuer Roman "Skylla",
      in: Berliner Zeitung v. 21.04.
    • BECKER, Peter von (2005): Das Geisterhaus.
      Peter Schneider wird 65 und hat einen Roman zwischen Mythos und Gegenwart geschrieben,
      in: Tagesspiegel v. 21.04.
    • AUSTER, Peter (20059: Lucynna und der linke Leo in Latium,
      in: Welt v. 23.04.
    • BARTELS, Gerrit (2005): 1968,
      in: TAZ v. 24.05.
    • STUDER, Liliane (2005): Die Toskana-Fraktion langweilt den Süden.
      Peter Schneiders neuester Roman "Skylla" lässt viele Fragen offen,
      in: Literaturkritik.de Nr.6, Juni 
    • MAIDT-ZINKE, Kristina (2005): Die Genossen und der Grottenolm.
      Diese literarische Stopfgans passt durch keine Meerenge: Peter Schneider zwischen Skylla und Charybdis,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 28.06.
    • Neu:
      KRUMBHOLZ, Martin (2005): Hundeköpfe und Fischschwänze,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 07.07.
 
       
   

Eduards Heimkehr (1999)
Berlin: Rowohlt

 
   
  • Vorabdruck aus dem Roman

    • SCHNEIDER, Peter (1999): In sicherer Verwirrtheit.
      Morgen erscheint "Eduards Heimkehr", der neue Roman von Peter Schneider. Es geht um Freundschaften, Liebesunfälle und andere Vereinigungsschmerzen im gegenwärtigen Berlin. Ein Vorabdruck,
      in: Tagesspiegel v. 18.03.
 
   
  • Rezensionen

    • BIELEFELD, Claus-Ulrich (1999): Schaut auf diese Stadt, die ich euch jetzt erkläre!
      Peter Schneider läßt den Biochemiker Eduard aus Kalifornien nach Berlin heimkehren,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 24.03.
    • SCHREIBER, Mathias (1999): Fall ins Glück.
      In seinem neuen Berlin-Roman "Eduards Heimkehr" wird Ex-Sponti Peter Schneider endgültig bürgerlich,
      in: Spiegel Nr.17 v. 26.04.
    • ROHLOFF, Joachim (1999): Erbschaften jener Zeit.
      Auch das bisher dickste Schneider-Buch lebt vom Vereinigungsthema,
      in: Jungle World Nr.27 v. 30.06.
    • BRUNS, Stefanie Regine (1999): Berliner Chaos.
      Peter Schneider erzählt von einer Stadt zwischen Vergangenheitsbewältigung und Aufbruchstimmung,
      in: Literaturkritik.de Nr.10 v. Oktober
 
   
  • Berichte von Lesungen

    • BEINTMANN, Cord (1999): Terror mit Gebissfotos.
      Peter Schneider liest im Depot,
      in: Stuttgarter Zeitung v. 11.04.
 
       
   

Paarungen (1992)
Berlin: Rowohlt

 
   
 
 

Klappentext

"Die Stadt, die Peter Schneider in seinem Roman porträtiert, gibt es so nicht mehr: ein zerstrittenes Paar, durch eine Mauer hermetisch in Ost und West getrennt, ein Menetekel, ein gespaltener Moloch, aus dem die Geschichte sich für eine Weile verabschiedet zu haben scheint. Im Schatten der berüchtigten Trennmauer aber reproduziert sich zwanghaft das Motiv von Paarung und Trennung. »Am seltsamsten war, daß die Bewohner ihren Mauertick nicht zu bemerken schienen. Als führten sie mit ihrem rastlosen Teilen und Trennen ein Muster aus, das in ihre Seele eingeprägt war.«
      Auch in der Liebe wütet ein Trennungsvirus, und niemand scheint dagegen gefeit. Drei Freunde, Stammgäste einer der unzähligen Stammkneipen im Zentrum der westlichen Halbstadt, tauschen ihre Erfahrungen aus. Eduard, Biochemiker, lebt in getrennten Wohnungen und scheinbar stabiler Beziehung mit Klara, bis ihn eines Tages Zweifel an seiner Liebesfähigkeit befallen. Theo, Schriftsteller und offizieller »Mauerspringer« von »drüben«, nutzt seinen Doppelpaß zu bequemen Fluchten und Ausfluchten, bevor die Stasi seiner hinhaltenden Beziehung zu Pauline ein Ende setzt. André, international gefragter Komponist, stürzt sich, Rettung aus dem eigenen Beziehungschaos suchend, in eine Ehe, die die Hochzeit nicht übersteht.
      Sind sie Opfer oder Täter? Versuchspersonen bei einem Experiment, dessen Ausgang noch niemand absehen kann? Festzustehen scheint nicht mehr, als daß die alten Rituale und Institutionen der Liebe überlebt sind, neue aber noch nicht gefunden. Eine paradoxe Situation: Jede Art und Abart der Liebe ist wissenschaftlich erforscht und wird öffentlich debattiert, Konjunkturritter bieten täglich neue Therapieformeln an, und doch herrscht über das Zusammenleben der Geschlechter größere Ratlosigkeit als je zuvor. Peter Schneider, dessen »Lenz« ein Kultbuch der neuen Linken war, der mit »Mauerspringer« die Mauer im Kopf dingfest gemacht hat, nimmt mit »Paarungen« ein Thema auf, dem die neuere deutsche Literatur sonst allenfalls mit Subjektivismus begegnet. Mit Scharfsinn, mit Witz und Betroffenheit geht er der Frage nach, wie jene Generation, die 1968 radikal mit den Vätern abrechnete, mit der Liebe umgeht."

 
 
       
   
  • Rezensionen

    • SCHREIBER, Mathias (1992): Don Juan mit Tiefgang.
      Der erste Roman des Ex-68ers Peter Schneider begräbt noch einen Traum der Linken: den von der "freien Liebe",
      in: Spiegel Nr.39 v. 21.09.
    • BÖTTIGER, Helmut (1992): Die Schlafstellung verändert sich.
      Peter Schneiders Berliner Momentaufnahme seiner Generation: "Paarungen",
      in: Frankfurter Rundschau v. 30.09.
    • FULD, Werner (1992): Pilotfische im Stammlokal, ratlos.
      "Paarungen": Peter Schneider kann sich nicht entscheiden,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31.10.
 
     
       
   

Die Wette (1978)
Berlin: Rotbuch

 
   
  • Rezensionen

    • SCHOELLER, Wilfried F. (1979): Kaum ein Treffer - magerer Gewinn,
      in:
      Frankfurter Rundschau v. 17.02.
    • FROIDEVAUX, Gérald (1979): Verwischte Fronten, Kämpfe im Leeren,
      in:
      Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.02.
    • RADDATZ, Fritz J. (1979): "Die Wette".
      Erzählungen von Peter Schneider,
      in:
      Die ZEIT v. 30.03.
 
       
   

Lenz (1973)
Berlin: Rotbuch (neu erschienen 2005)

 
   
 
 

Klappentext

"Peter Schneider erzählt Büchners gleichnamige Novelle neu: die Geschichte eines jungen Intellektuellen, der Ende der 60er Jahre in hohem Tempo durch die Landschaft läuft, die Landschaft der Einkaufsstraßen, Fabrikhallen, Kneipen, der großen Städte und der kleinen Gruppen. Lenz stößt an die emotionalen und ideologischen Barrieren, die - bis in die linken Gruppen hinein - seinem Anspruch auf eine Dialektik von Haß und Glück, emotionalen und politischen Bedürfnissen im Weg stehen.
      'Lenz' handelt von den psychischen und politischen Unsicherheiten der linken Intelligenz - sie zeigt, daß Sensibilität und Radikalität durchaus vereinbar sind."

Pressestimmen

"Lenz, ein junger Intellektueller in West-Berlin (...) zerleidet sich mit linker Radikalität an seiner eigenen Bürgerlichkeit. Auf die antiautoritäre Phase folgt mit stumpfsinniger Logik der autoritär-dogmatische Katzenjammer: Die Rebellen trollen sich von der bürgerlichen Spielwiese und marschieren nun, in Sekten geordnet, in die Kasernen des Dogmatismus. Und mittendrinn irrt Schneiders Lenz.
(...).
Mit schwerem Kopf und ungeübten Händen verurteilt Lenz sich zu schlechtbezahlter Hilfsarbeit in der Fabrik. Und um sich von der schwindsüchtigen Abstraktheit seines Begriffes von der Arbeiterklasse gründlich zu heilen, versteift sich der Intellektuelle auf eine heillose Liebe zu einem Arbeitermädchen.
Klar: Die beiden können zueinander nicht kommen, die Abstraktion ist viel zu tief, absaufen würde die junge Arbeiterin in einer ideologischen Romanze mit dem antibürgerlichen Bürgersohn.
(...) Schneider (...) verordnet seinem Helden Lenz gegen den Liebeskummer mit der Arbeiterklasse eine Ortsveränderung: die Reise nach Italien. (...). Lenzens Vorsprung an politischer Theorie wird von denen gerade gebraucht, die einen Vorsprung an politischer Praxis haben.
Hier, unter den italienischen Genossen, genießt er das Glück, nützlich zu sein, und so heilt er sich selbst von seinen deutschen Seelengeschwüren."
(Wolf Biermann im Spiegel Nr.50, 1973)

"Schneider formulierte mit diesem Kultbuch der siebziger Jahre das Missvergnügen am Dogmatismus und der Theorie- und Kopflastigkeit der Studentenbewegung."
(Stephan Reinhardt in der Frankfurter Rundschau vom 20.04.2005)

 
 
       
   
  • Rezensionen

    • SCHÜTTE, Wolfram (1973): Zeitgenosse Lenz,
      in:
      Frankfurter Rundschau v. 13.10.
    • SCHULTZ-GERSTEIN, Christian (1973): Ein Genosse auf der Suche nach sich selber,
      in:
      Die ZEIT v. 09.11.
    • BIERMANN, Wolf (1973): Das gute Wort "Dableiben".
       Wolf Biermann über Peter Schneiders "Lenz",
      in: Spiegel Nr.50
    • GREINER, Ulrich (1973): Von einem, der auf den Füßen zu gehen lernt,
      in:
      Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.12.
 
   

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Update: 08. März 2008
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